Jump to content
Roulette Forum

Recommended Posts

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb elementaar:

und diesem Erkenntnisgewinnung zutraut.

 

Würdest du das für mich ausformulieren?

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo @Ropro,

 

vor 2 Stunden schrieb Ropro:

Würdest du das für mich ausformulieren?

 

Ich versuche es, vollständig wird es jedoch nicht gelingen, und Furcht vor Banalitäten ist beim Lesen nicht angebracht.

 

Am einfachsten historisch erläutert, bei der Beschäftigung mit Zufall:

 

Über allem stand für mich die Frage, was können wir, und zu welchem Zeitpunkt, wissen, und was eben nicht.


Da ich nicht so ein Zahlenfex wie manch anderer hier bin, stieß ich bei der Suche nach Visualisierungsmöglichkeiten u.a. auf das Sierpinski-Dreieck.
(Nebenbei machte mich das mit dem damaligen Stand der Chaosforschung bekannt. Zur Erinnerung: namhafte Forscher bestritten zu der Zeit die bloße Existenz von Fraktalen, und hielten sie vielmehr für Ausgeburten von halluzinierenden Computerprogrammen.)

 

Zunächst schwer glaublich: ein einziger, allereinfachster Befehl bringt reinen Zufall zur Bildung einer Struktur, die Menschen (im engeren: ich) verstehen können.
Also programmierte ich das selbst und ließ es mit den Drittelchancen laufen.


Wir wissen dabei vorher, wie das Gebilde nach vielen Versuchen aussehen wird.


Ab wann (wieviele Coups) wird die Struktur so deutlich, daß wir uns genügend sicher über ihre Beschaffenheit sein könnten?
Einen Schritt weiter: bei temporär markiertem Ausgangspunkt, gibt es drei mögliche Punkte innerhalb des Diagramms, wohin sich die Richtung im nächsten Coup wenden könnte (ein doppelt gekommenes Dutzend führt nicht einfach zu einer Verstärkung des Ausgangspunktes, was die Spur zu einer separaten Betrachtung legt). Dazu habe ich etwas größere Kreise um die möglichen drei Punkte gelegt, um darin jeweils Dichtemessungen vornehmen zu können (wie oft wurde innerhalb des Kreises schon getroffen, wie oft müsste mindestens noch getroffen werden, damit sich die Gesamtstruktur vervollkommnet).

 

Ergebnis: ohne spielbaren Befund.


(Hier ist jetzt der Zeitpunkt für das wohlverdiente Gelächter über meine Dummheit.)

 

Aber nicht ganz.
Läßt man das Makro mehr oder minder schnell ablaufen, wird man zwar Zeuge, wie die üblichen Zufallsbanalitäten zur Graphik werden (auf lange Sicht erscheint eine Drittelchance zu 1/3; kommt verstärkt das 3. Dutzend, werden mehr Punkte Richtung Ecke 3. Dutzend gemalt, auch Dichtemessungen mit verschieden großen Kreisen führen zu keiner Verbesserung der Vorhersagbarkeit).

Visuell hat sich mir jedoch. bestätigend, erschlossen: wir werden niemals wissen können, was der nächste Coup bringt; und das selbst dann, wenn Zufall uns eine Ordnung malt, die wir begreifen können. Zufall ist auch vollkommen desinteressiert daran, die (für uns) noch bestehenden Lücken in der Graphik möglichst schnell zu füllen. Ich kann gar nicht alles aufführen, was Zufall alles nicht macht, während der Sierpinskifilm abläuft.
Und: wir benötigen ganz andere Anzeigeparameter, nämlich solche, die nicht vom Ergebnis des nächsten Coups abhängig sind, am besten solche, die gar nichts davon wissen wollen.

 

Das ist leider erst ein Anfang und Einstieg in eine Erläuterung.

 

Es ist vielleicht auch eine Typfrage: mir erschließen sich Dinge über meine Sinne, das darüber Nachdenken ist nachgeordnet - und wenn ich erkenne, da ist eine Frage, die man am schnellsten mit Nachdenken löst, kommt mir selbst die richtige Lösung irgendwie "minderwertig", weil nicht zuerst sinnlich erfahren, vor.
Dabei bewundere ich die echten Denker, weiß aber nur zu gut, daß es bei mir anders ist.

 

Gruss

elementaar

 

 

bearbeitet von elementaar
2 x Satz ergänzt
Geschrieben

@elementaar

 

danke für die Ausführung.

 

Ich erwähnte ja schon, daß es einmal eine Zeit gab, in der sich Roulette-Enthusiasten mit Chaos- und Fraktaltheorien beschäftigt haben.

Bei dem Mandelbaumfraktal fiel mit damals schon auf, daß irgendwann das Bäumchen entsteht (vollständig ist), aber es sich nicht festlegen läßt, wann der nächste (oder gar der letzte) Punkt eintritt. 

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Ropro:

Bei dem Mandelbaumfraktal fiel mit damals schon auf, daß irgendwann das Bäumchen entsteht (vollständig ist), aber es sich nicht festlegen läßt, wann der nächste (oder gar der letzte) Punkt eintritt. 

 

O ja. Stichwort: Bifurkation.

Gelänge es, den Zeitpunkt der nächsten Teilung wenigstens näherungsweise vorherzusehen, bestünde für Drittelchancenspieler mit Progression durchaus eine Spielmöglichkeit auf vernünftiger Basis.

Der Konjunktiv hat aber dabei den dicken Rotstift in der Hand.

 

Vielleicht ging damals ein wenig die Vorraussetzung in den Hintergrund: es ist der Zufall, der das Bild malt, und auf ihn kann man nicht zurückschließen.

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Ropro:

Bei dem Mandelbaumfraktal fiel mit damals schon auf,

Was bitte genau ist ein Mandelbaumfraktal und wie sieht so was aus ?

Mandelbrotfraktal ist mir bekannt, aber Mandelbaumfraktakal kannst du bestimmt erklären.

bearbeitet von Sven-DC
Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb elementaar:

Gelänge es, den Zeitpunkt der nächsten Teilung wenigstens näherungsweise vorherzusehen, bestünde für Drittelchancenspieler mit Progression durchaus eine Spielmöglichkeit auf vernünftiger Basis.

Auch ohne hellserische Fähigkeiten, sieht es bei Dutzend/Kolonne so aus, dass man zu 99,095 % spätesten im 12 Coup ein Treffer zu erwarten ist.

Bis zum 20 . Coup beträgt dann die TW 99,961 %.

Soweit die math. EW.

Bei einem Favoritenmarsch, verringert sich die Anzahl der fälligen Platzer bis zum  12. Coup von math. 0,905 % auf nur 0,344 %, was auf eine gewisse Überlegenheit des Marsches hindeutet.

Aus einer Spieluntersuchung von Haller mit einem geschlossenen Permabschnitt von 1961 Baden-Baden von insgesamt 5527 Angriffe auf Dutzend wären math. bis zur 12 Stufe 50 Platzer zu erwarten, tatsächlich waren bei dem Favoritenmarsch nur 19 Platzer vorhanden.

Masse egal hätte das Spiel ein Überschuss von 25 St. ergeben.

Das gleiche mit Stücken a 5 und Progression gespielt hätte ein Überschuss von 49 950 DM ergeben , bei ME Spiel müsste die Stückgröße a 2000 betragen,  um den gleichen Gewinn zu erzielen,  schreibt Haller weiter.

Was hier ein Beweis dafür ist, das der  viel zitierte Satz, was ME nicht geht, geht auch mit Progression nicht, hier und wo anders  nicht zutrifft.

Die Progression ist ein Mittel um entweder die Gewinne zu pushen und gleichzeitig auch die Schwankungen aus zu gleichen.

Klar, das jede Progression auch begrenzt sein muss .

Wie die Progression genau aussah und wie der beschr. Favomarsch ist, dazu hat er sich nicht geäußert.

Aber das sollten kluge Köpfe und fleißige Tüfftler  rausfinden.

Dazu gibt es auch noch eine Tabelle der Spielabrechnung, welche ich noch hier hochlade.

 

Hinweis zum Schluß, alles  ohne Mandelbaumfraktal und Bifurkation

 

bearbeitet von Sven-DC
Geschrieben (bearbeitet)
vor 52 Minuten schrieb elementaar:

Für den Gaumen:

 

 

Moin Elementaar,

 

so frühhh schon denkend, Haleluja!

Und dann noch mit diesem schrägen Begriff den ich erst seid Donnerstag kenne, und der Löcher in mein Hirn frisst.

 

Total schwer zu verstehen wegen der flankierenden wildfremden Begriffe, die alle crazy fuc..ing Bifurkationen beschreiben und erklären, aber notwendig für den nächsten Schritt sind. Brechreiz (abends).

 

Falls du in Zukunft diesen Punkten näher kommst die ein Fraktalende "relativ" (Umgangssprachlich!) vorhersagen könnten, und an einer Dutzendprogi basteln musst, ich biete dir meine Kompetenzen an. Egoist und ich sind hier vermutlich die Koryphäen darin, speziell auf Dutzenden, und sind ein wirklich Vielfaches weiter gegangen als Werntgen mit seiner UP oder Wittacker oder Goldstein, und wie sie alle hießen.

Mich würde es sehr reizen an dem Ding weiter zu arbeiten. Dazu braucht es aber einen messbaren ME Vorteil.

 

Hübsches Wochenende!

 

 

 

bearbeitet von Feuerstein
Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb elementaar:

Nach dem botanischen Hinweis noch dieses:

 

Affenschwanz-Baum.jpg.a6b42c3e8ff60005caf8553c05a88cf8.jpg

Quelle: https://www.baumschule-newgarden.de/960/chilenische-schmucktanne/araukarie/araucaria-araucana

 

Chilenische Araukarie (Araucaria araucana), auch Andentanne, Chiletanne, Schlangenbaum, Schuppentanne, Affenschwanzbaum, Affenbaum, Chilenische Schmucktanne oder Monkey Puzzle Tree, Pewen oder Pehuén genannt.

 

 

 

Bei so vielen Bezeichnungen für ein einziges Gewächs ist es kein Wunder, dass Begriffe manchmal eine Schieflage bekommen. Die Botanik ist eben eine sehr komplexe Wissenschaft.
 
Diese Vielfalt an Namen ist ein Garant für kulturelle Missverständnisse. Die Verwirrung entsteht oft dadurch, dass botanische Fakten mit volkstümlichen Beschreibungen vermischt werden.
 

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...