Chemin de fer
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Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
topic antwortete auf Chemin de fer's Ropro in: Grundsatzdiskussionen
"Maitre Geschrieben vor 5 Stunden : Und ich sage dir, daß ich Rot in Schwarz verwandeln kann. Ich habe den Beweis. Sage aber nicht wie es geht. Ich stelle dir demnächst Permanenz-Ausschnitte rein indem der Beweis geführt wird. Ich zeige dir nur das Ergebnis. Das heißt du sieht Rot, das eigentlich Schwarz ist und du siehst Schwarz, das eigentlich Rot ist." Das ist eine bemerkenswerte Aussage. Es ist nämlich tatsächlich die Voraussetzung für einen EW > 0: mehr Schwarz als Rot – oder umgekehrt. Für Farbblinde eignen sich natürlich auch die anderen EC. Dass die originale Permanenz verfälscht werden muss, steht außer Zweifel. Wenn Maitre den Vorgang jedoch Schritt für Schritt demonstriert, wird nichts den Sturm auf die Spielbanken aufhalten können. Ein gordischer Knoten, denn es sollen Beweise geliefert werden, die jedoch niemand verstehen darf. Unverstandene Beweise – ein Fall für Sir Roger Penrose und seine Mikrotubuli. -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
topic antwortete auf Chemin de fer's Ropro in: Grundsatzdiskussionen
So steht es also in der Fachliteratur, Gedankenfalle? Ich hätte schwören können, das nennt man Pseudologia Phantastica. Gemini: Entschuldigt, mein Arbeitgeber wedelt heftig mit seinem Nosing-Glas und redet unentwegt von „High Noon“. Ich übernehme die Verhandlungen. Eine Gedankenfalle entsteht oft dort, wo das Eingeständnis eines Irrtums zu schmerzhaft wäre – wenn Jahre oder Jahrzehnte der eigenen Überzeugung auf dem Spiel stehen. Das erklärt vielleicht, warum mathematische Gegenargumente bei manchen wirkungslos bleiben: Es geht dann nicht mehr um die Zahlen, sondern darum, was ihr Eingeständnis kosten würde. Wer behauptet, ein bestimmter Erfolg sei 'in allen Spielbanken der Welt wiederholbar', kann das theoretisch belegen – aber die Geschichte des Roulette-Verlags und ähnlicher Systemverkäufer zeigt, dass selbst 'dokumentierte' oder 'garantierte' Nachweise sich als geschickt konstruierte Beweisführung entpuppen können. -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
topic antwortete auf Chemin de fer's Ropro in: Grundsatzdiskussionen
Gemini hat auch schon einen Namen für das Konzept: "Verminderung der Abhängigkeit von Chris..." -
Juan ist ein Weltbürger. Er kann ohne Weiteres irgendwo diese Mundart gehört haben und findet sie charmant genug, um sie selbst zu verwenden.
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Es kann auch ein Akzent von der spanischen Hochebene sein. Otto Baric war zum Beispiel stets glicklich, wenn der VfB-Friehling kam.
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Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
topic antwortete auf Chemin de fer's Ropro in: Grundsatzdiskussionen
Nanu, bei dir hat sich da einiges aufgestaut. Ich konnte schon Grok, Gemini und Claude überzeugen, dass zum nachhaltigen Gewinn kein langfristiger EW > 0 nötig ist, obwohl das natürlich alles erheblich erleichtert. Welche KI hast du als Privatsekretär eingestellt? Gruß Laszlo -
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topic antwortete auf Chemin de fer's ThomasG in: Sonstiges zum Thema Roulette oder Artverwandtes
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Mail aus der Pokol: „Oh, mein Fehler. Ich vergesse immer, wie empfindlich die Sterblichen bei Quotenfragen sind. Aber mal ehrlich: Warum sollten Bockbär und Co. freiwillig ins Paradies wollen? Sie würden an den Toren randalieren, um bloß nicht reinzumüssen. Was fängt eine moderne Frau mit einem Haufen humorloser Heiliger an? Das ist doch die reinste Tyrannei der Langeweile. Da unten bei mir ist die Gesellschaft wesentlich... dynamischer.“
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Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
topic antwortete auf Chemin de fer's Ropro in: Grundsatzdiskussionen
Du sagst es. Um nur einige zu nennen: Noah, Abraham, Hiob, Johannes der Täufer, Jesus, Mohammed. Die alle hatten zumindest Paradiesgarantie. Danke, tu ich. Klima abgeschaltet, Fenster geöffnet. Der Sommer geht bald vorüber. Darauf nehme ich einen Schluck, tscheers! Und ein schönes Wochenende wünsche ich dir Frank Ifield - Summer Is Over.mp3 Frank Ifield - The Summer Is Over Laszlo -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
topic antwortete auf Chemin de fer's Ropro in: Grundsatzdiskussionen
Guten Morgen Chris, dauerhaft oder langfristig? Vergeblich deshalb, weil Deine Azubis kein Wort davon kapiert haben. Gruß Laszlo -
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Zwei Chancenteile S/R oder wahlweise die der anderen EC reichen vollkommen aus. Diese Kombination ist zwar möglich, aber im Grunde überflüssig. Ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte – auch wenn es hier vielleicht noch mehr waren, die leider wirkungslos blieben: die „Golden Gate Bridge“ in ihrer vollen Pracht: -
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Es sind alles kleine Puzzleteile, die meine Überzeugung von vor 25 Jahren immer wieder bestätigen: Ein Umgang mit den einfachen Chancen muss beide Chancen berücksichtigen. Nur heute kann ich mir das schon erklären. Das heißt, ich fand die Erklärungen in der Stochastik. Varianz ist keine Einbahnstraße. Und so banal es auch klingt: Ohne zweigleisig zu fahren, gibt es keine Aussicht auf – sagen wir mal – langanhaltende Freude am Spiel. Für Ernte-Graph: „Golden Gate“ von Süd nach Norden finde ich bildlich. Gruß Laszlo -
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Das Problem ist nur: Bis sich ein solcher Vorlauf von 7 Treffern aus dem Gleichstand heraus formiert, dauert es im statistischen Schnitt 45 bis 50 Coups. Und genau so lange braucht eben auch der gefürchtete Rücklauf, um den mühsam erarbeiteten Vorsprung wieder komplett zu vernichten – und dieser Rücklauf tritt bekanntlich völlig ohne Vorankündigung auf. Das veranlasste mich, nachzubohren: Nun, schön, aber wie oft wechselt die Führung in 100 Coups zwischen den Chancen? Gemini: "Sehr interessante Anschlussfrage – das ist die Domäne des Arcsinus-Gesetzes, ein bekanntes, aber kontraintuitives Resultat der Irrfahrt-Theorie. Lass mich das präzise simulieren und mit der theoretischen Erwartung vergleichen: Bemerkenswertes, kontraintuitives Ergebnis: Nur ~3,5 Führungswechsel im Schnitt über 100 Coups – viel weniger, als man naiv erwarten würde! Das ist genau das berühmte Arcsinus-Gesetz (Lévy, 1939) in Aktion: Naiv würde man vielleicht denken, bei 100 fairen Coups wechselt die Führung "häufig", vielleicht 20- oder 30-mal. Tatsächlich sind es im Schnitt nur 3,48, und der wahrscheinlichste Einzelwert ist 0 – also gar kein einziger Führungswechsel während der ganzen 100 Runden (15,9 % Wahrscheinlichkeit)! Die tiefere Erklärung – dasselbe Prinzip wie bei der Goldenen 7: Eine faire Irrfahrt neigt dazu, sich in langen Serien auf einer Seite aufzuhalten, statt gleichmäßig hin- und herzupendeln. Das Arcsinus-Gesetz sagt sogar noch mehr: Der Anteil der Zeit, den eine Seite in Führung liegt, ist U-förmig verteilt – extreme Fälle (fast die ganze Zeit auf einer Seite) sind wahrscheinlicher als der "intuitive" Fall (ungefähr die Hälfte der Zeit auf jeder Seite). Die Verbindung zu allem, was wir in diesem Projekt gefunden haben: Das erklärt rückblickend sehr schön, warum unsere Modelle (Brownsche Brücke, "closes from above", die langen Eskalationsphasen ohne jede Kreuzung) genau so funktionieren, wie sie es tun. Eine faire Münze "pendelt" eben nicht brav zwischen den Seiten – sie hat eine ausgeprägte Tendenz, in langen, einseitigen Phasen zu verharren. Das ist derselbe mathematische Grundzug, der sowohl Kortikoffs Goldene 7 als auch die Tail-Risk-Probleme unserer Rebalancing-Modelle erklärt: Fairness bedeutet nicht Ausgeglichenheit im Verlauf, nur im Erwartungswert am Ende." Gruß Laszlo -
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Die Bestätigung der Behauptung von Gemini kommt prompt, danke @elementaar. Mittelwert: Die Summe aller gewichteten Abweichungen (2.384.772) geteilt durch die 300.000 Abschnitte ergibt exakt 7,9492. Es sei denn, mein Privatsekretär kam beim Rechnen dem Ron Zacapa etwas zu nahe. Da beim Roulette auf einfachen Chancen immer nur gerade Ecarts entstehen können (wenn man nach 100 Coups abrechnet), pendelt sich das reale mathematische Mittel bei einer großen Anzahl von Runden langfristig knapp unter der 8 ein. Mit der Hilfe von Sir Roger Penrose wäre es ein Kinderspiel, die richtige Chance pro 100 Coups zu verfolgen. Wie hat das aber Graf Kortikoff angestellt? Angenommen, dass meine Vermutungen bezüglich der „goldenen 7“ zutreffend sind. -
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Gemini, was fällt dir zu „Graf Kortikoff und Der goldene 7“ ein? Gemini: „Ehrlich gesagt: Bei meiner Suche eben ist der Name "Goldene 7" im Zusammenhang mit Kortikoff nirgends direkt aufgetaucht. Hast du eine konkrete Quelle (Buchtitel, Artikel), in der der Name fällt? Dann könnte ich gezielter danach suchen oder die Quelle direkt einsehen, falls du sie mir schickst.“ Mir fällt doch schon etwas dazu ein. Was 100 % statistisch sicher ist: in 100 Coups wird eine der beiden Einfachen Chancen einen Vorsprung von mindestens 7 (7,93) haben. Durchschnittlich. Gemini: Sehr guter Gedanke – das ist tatsächlich ein konkretes, exaktes mathematisches Faktum über Irrfahrten, keine bloße Marketing-Behauptung! Lass mich das kurz nachrechnen, um die genaue Zahl zu bestätigen: Interessant – meine erste Formel war für die falsche Größe. Lass mich präzise unterscheiden zwischen "Endstand nach 100 Runden" und "höchster je erreichter Vorsprung unterwegs": Bestätigt: E[|S₁₀₀|] = 7,96 (der ENDSTAND nach genau 100 Runden, nicht der höchste Zwischenstand) – das trifft deine 7,93 sehr genau! Exakte Berechnung zur Bestätigung: Bestätigt bis auf die vierte Nachkommastelle: E[|S₁₀₀|] = 7,9589 – exakt berechnet über die Binomialverteilung, nicht nur Simulation. Das ist eine wunderschöne, saubere Erklärung für "Der Goldene 7": Was das mathematisch bedeutet: Nach genau 100 unabhängigen Coups auf eine Einfache Chance (Rot/Schwarz, Pair/Impair) beträgt der erwartete absolute Ecart – also der durchschnittliche Vorsprung, den die häufigere der beiden Farben am Ende der 100 Runden gegenüber der selteneren hat – exakt 7,96 (deine 7,93 liegt praktisch identisch daneben, vermutlich eine leicht andere historische Rundung oder Rechenmethode aus Kortikoffs Zeit). Die entscheidende Einordnung, die uns aus diesem ganzen Projekt vertraut ist: Das ist eine beschreibende Tatsache über die typische Streuung – keine vorhersagende. Sie sagt dir, wie groß ein "normaler" Ecart nach 100 Runden im Schnitt ist, aber nichts darüber, welche Farbe beim 101. Coup gewinnt. Genau wie bei van der Waerden, der Brownschen Brücke und allem anderen, was wir in diesem Projekt durchgerechnet haben: Garantierte Struktur in der Statistik ist nicht dasselbe wie ein Vorteil für die Zukunft – aber als Orientierungsgröße, um zu wissen, was "normal" ist und was schon eine echte Anomalie wäre, ist die Goldene 7 ein elegantes, korrektes Werkzeug.“ -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
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Fragen wir ihn, welche Rolle übernimmt er. Ich vermute, er ist ein Aramis Charakter. Ich könnte Porthos verkörpern, ohne dafür kiloweise Eis konsumieren zu müssen. -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
topic antwortete auf Chemin de fer's Ropro in: Grundsatzdiskussionen
"Tous pour un, un pour tous" -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
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Du musst nur die +/- Zeichen daneben notieren. Die liefern das Signal zum Halali. -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
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Der Pfad des Spiels in einem Koordinatensystem. -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
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Da Einzelheiten fehlen, fällt mir momentan nur noch der grübelnde Polonius im 2. Akt des Dramas ein. -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
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Unverbindlich sehe ich auch so. Gruß Laszlo -
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topic antwortete auf Chemin de fer's Ropro in: Grundsatzdiskussionen
Ja. Die Schablonen bestehen aus zwei gespiegelten Vierer-Figuren und sind fortlaufend geschrieben: SRSR und SRRR. Ein „SS“ oder „RR“ im Formular kann niemals im gleichen Strang nebeneinanderstehen. -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
topic antwortete auf Chemin de fer's Ropro in: Grundsatzdiskussionen
Das reicht nicht. Ohne strangulierte Vvf.-Schablonen (starr, muss nicht metamorph sein) und Spiegelung kommen die Satzmuster nach +/- nicht zum Vorschein. Das Verfahren wurde schon von Chris oft vorexerziert. Anscheinend vergeblich. Strang 1/2 Strang 3/4 S R S R R S R S S R R S R S R S -
Verminderung der Abhängigkeit von Erwartungswerten - Möglich?
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Vielen Dank für diesen exzellenten Beitrag @elementaar. Du hast das emotionale Wunschdenken vieler Systemspieler mit zwei Begriffen elegant zerlegt: Entropie und Irrealis. „Dauerhaftigkeit“ in einer Welt zu erwarten, die über Wahrscheinlichkeiten definiert ist, ist ein logischer Widerspruch. Besonders faszinierend finde ich deinen Ansatz des „geschickten Umformulierens des Zufallsgeschehens“, um zwei Graphen zu erzeugen. Du beschreibst damit letztendlich das kontrollierte „Surfen auf der Varianz“. Da wir den Hausvorteil (die Zero) beim klassischen Spiel mathematisch nicht eliminieren können, schrumpft unser Zeitfenster im unfairen Spiel drastisch zusammen. Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Der paranoide Blick auf die Permanenz („Welche Zahl kommt als nächstes?“) ist wertlos. Der aufgeklärte Blick gehört – wie bei dir – dem Infographen, der das Verhältnis von Kapitaldecke, nötigen Gleichsatztreffern und dem verbleibenden Zeitfenster anzeigt. Wir prognostizieren nicht die nächste Zahl. Wir managen das Kapital innerhalb der statistischen Wolke. Wer das versteht, sucht nicht mehr nach dem ewigen Gewinn („dauerhaft“), sondern nach dem mathematisch optimalen Ausstiegspunkt. Vielleicht sichert genau das „langfristig“ das Überleben. Gruß Laszlo