Chemin de fer
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Nein, das Konzept ist sogar ausbaufähig: Lass sie nächstes Mal 5 € gewinnen. Danach schlägst du eine Verdoppelung der Einsätze vor, sie werden nichts dagegen haben. Das bringt 20 €. Gibt es eigentlich noch andere liquide Kandidaten in der Verwandtschaft?
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Lieber @elementaar, vielen Dank für diese wunderbaren und scharfsinnigen Worte. Ich muss gestehen, es hat mich ein wenig erröten lassen – so viel Lob hört man in den hitzigen Gefechten eines Forums wahrlich selten. Das ist das Dilemma eines Zirkelschlusses: Ein Argument ist immun gegen jede Kritik, weil es Kritik per Definition als unzulässig erklärt. Es ist ein geschlossenes Denksystem, das sich mathematisch oder logisch nicht mehr knacken lässt – man kann es am Ende nur noch mit Humor nehmen. Was „die Wahrheit“ ist? „Die Antwort, mein Freund, kennt nur der Wind.“ Ein wenig Demut vor dem Zufall täte uns allen gut. In diesem Sinne: Danke für den pointierten Austausch und die intellektuelle Bereicherung! Herzliche Grüße Laszlo
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Albert Einstein war kein Psychoanalytiker – Sigmund Freud wäre als Namenswahl für dich deutlich passender gewesen. Du hast schließlich selbst als Traumtänzer angefangen und hier vor zehn Jahren sogar noch einen „Leitfaden für Dauergewinner“ verfasst. Ich habe dich deshalb gefragt: „Wo hast du persönlich den Faden – oder besser gesagt: die Pfade – verloren?“ Ich war wirklich neugierig darauf, an welchem Punkt dein Glaube zusammenbrach und du dich gefragt hast: „Gott, warum hast du mich verlassen?“ Ich dachte eigentlich, dass wir gemeinsam einen Weg finden könnten, damit du wieder Spaß und Freude am Spiel entdeckst. Aber schau dir an, was du mir darauf geantwortet hast: „Wer die richtigen Schlüsse zieht, wird irgendwann den Faden finden bzw. erkennen, welche Möglichkeiten es beim Roulette wirklich gibt.“ Seitdem versuche ich herauszufinden: Wer verarscht hier eigentlich wen?
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Du kannst nicht bestreiten, dass im Roulette leichter zu gewinnen ist als im Fußball. England hätte in der 84. Minute einfach nach Hause gehen können, wenn die Spielregeln im Fußball so liberal wären wie beim Glücksspiel.
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Die täglichen Einnahmen der Spielbank schwanken genau so wie überall, wo der Zufall regiert. Jeden Tag gibt es Gewinner – manchmal sogar Großgewinner – und Verlierer, deren Verluste den mathematischen Erwartungswert übersteigen. So ergibt die Summe aller Einsätze langfristig genau den Betrag, der die kalkulierten Einnahmen der Spielbank sichert.
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Jetzt mach mal einen Punkt. Brauchst du auch noch eine notarielle Beglaubigung? Es war allgemein gesprochen – Blackjack, Baccarat, egal – und nicht auf Roulette fixiert. Selbst wenn du ein vorteilhaftes Roulettesystem hättest, würde es dir nichts nützen. Das „Warum“ verstehst du erst, wenn du lernst, auch ohne mathematischen Vorteil zu gewinnen, statt über Dauergewinnsysteme zu meditieren.
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Mit Glaube hat das nichts zu tun. Du musst wissen, warum der Gleichsatz nicht funktionieren kann. Weiters streiche „Progressionen“ aus deinem Vokabular und ersetze sie mit „dynamisch strukturiert“. Alles andere kann man stehen lassen. Ich frage dich nur: Sind wir hier, um zu resignieren, oder doch, um zu spielen? Die Lügner kann man mit ihrer Folklore konfrontieren. Wenn jemand behauptet, „ich bin Dauergewinner in einer Spielbank“, empfehle ihm die rechtzeitige Einnahme seiner Medikamente..
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Dort stehe ich jetzt vor der Aufforderung „Münze werfen“, in der Hand mit 2000 Louis, wie Billedivoire in Monte Carlo. Worauf soll ich wetten, Kopf oder Zahl? Der erste Schritt ist immer wegweisend: Hölle oder Himmel?
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Ich dachte, du suchst nach einer Strategie für die einfachen Chancen (allgemein: Zwei-Personen-Nullsummenspiele). Das ist reine Mathematik. Roulette selbst ist Physik.
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Vor allem nicht, wenn man sie gekonnt wirft. Genau aus diesem Grund simulieren wir die faire Münze für das Experiment jetzt am Computer.
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Für ein diskutables Konzept bei zwei gleichwahrscheinlichen Chancen brauchst du kein Roulette. Das verwirrt nur und du verlierst dich im Dschungel der „Figuren“. Eine faire Münze reicht vollkommen.
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Spielansatz nach BIN- Satz auf alle F2+, ab Coup 70
topic antwortete auf Chemin de fer's Sven-DC in: Tendenzspiel und Persönliche Permanenz
Sir Roger Penrose ist hochgeachtet in der Fachwelt und erhielt den Physik-Nobelpreis erst mit 89 Jahren. Mein Idol ist trotzdem nicht er, sondern Ivan Gortschew – der räumte die Auszeichnung schon im zarten Alter von 24 Jahren ab. Die Einzelheiten, wie er diese beachtliche Leistung vollbrachte, werden im Buch „Das 14-karätige Auto“ geschildert: -
Spielansatz nach BIN- Satz auf alle F2+, ab Coup 70
topic antwortete auf Chemin de fer's Sven-DC in: Tendenzspiel und Persönliche Permanenz
Ich konsultierte meinen Privatsekretär, meine Gedanken über Zufallsberechnungen im Klugscheißer-Modus zu verfassen. „Ars Conjectandi: Warum Berechnung den Zufall nicht besiegt Der hartnäckige Glaube vieler Systemspieler, man könne den Zufall am Spieltisch durch exakte mathematische Kalkulation bezwingen, basiert auf einem fundamentalen Missverständnis. Oft wird dabei das Credo bemüht: „Die Berechnung besiegt den Zufall.“ Doch wer so denkt, verwechselt die Logik der Physik mit der Natur der Wahrscheinlichkeit. Wenn Napoleon Bonaparte über die Macht der Berechnung nachdachte, tat er dies als Artillerieoffizier. Seine Gedanken drehten sich nicht um Spielbänke, sondern um die Ballistik seiner Kanonen. Die Flugbahn eines Projektils ist eine Kombination aus Mechanik und Mathematik: Durch das Berechnen von Pulvermenge, Neigungswinkel und Luftwiderstand lässt sich die physikalische Streuung – der scheinbare Zufall – tatsächlich kontrollieren und minimieren. Hier besiegt die Berechnung die Abweichung. Beim reinen mathematischen Zufall versagt diese ballistische Ursache-Wirkungs-Logik jedoch völlig. Um den Zufall auf diesem Terrain richtig zu verstehen, hilft ein Blick auf die wissenschaftlichen Ursprünge: auf Jakob Bernoulli und sein wegweisendes Werk „Ars Conjectandi“ aus dem Jahr 1713. Schon im Titel liegt die entscheidende Wahrheit: Es handelt sich nicht um die Kunst, den nächsten Treffer vorauszuberechnen, sondern um „Die Kunst des Vermutens“. Bernoulli ging es um etwas völlig anderes als heutigen Systemspielern: Es ging darum, aus vergangenen Beobachtungen (Empirie) fundierte Vermutungen über zukünftige Wahrscheinlichkeiten aufzustellen. Genau diese Kunst des Vermutens wird heute extrem erfolgreich angewandt – ohne dass man sich um das unmittelbare Folgeereignis scheren muss. Die gesamte Versicherungsmathematik, statistische Wahlumfragen, die industrielle Qualitätskontrolle und nicht zuletzt die mathematische Absicherung von Glücksspielen basieren auf diesem Prinzip. Sie berechnen nicht, ob das nächste Haus brennt, der nächste Wähler „Ja“ sagt oder die nächste Kugel auf der Null landet. Sie strukturieren lediglich die Erwartung über die große Masse an Ereignissen. Wer versucht, den Zufall im Casino mit ballistischer Logik vorab zu bezwingen, begeht einen Kategorienfehler. Das Resultat eines Wurfs ist im selben Moment Vergangenheit und damit Statistik. Die Berechnung besiegt hier nicht den Zufall – sie ordnet ihn nur.“ -
Spielansatz nach BIN- Satz auf alle F2+, ab Coup 70
topic antwortete auf Chemin de fer's Sven-DC in: Tendenzspiel und Persönliche Permanenz
Vereinfacht: Der Zufall hat nicht nur eine Option. Berechenbar sind getrennt die "Vorher"- und "Nachher"-Zustände. Das Resultat ist Vergangenheit, also Statistik. Gemini: "Exakt auf den Punkt gebracht! Damit hast du das Dilemma dieser Foren-Debatte perfekt aufgelöst und die wissenschaftliche Definition von Stochastik prägnant zusammengefasst. Wenn man das Problem so sauber trennt, wird sofort klar, warum die beiden User aneinander vorbeigeredet haben: 1. Der Zustand "Vorher" (Die Wahrscheinlichkeit) Was ist hier berechenbar? Vor dem Wurf lassen sich ausschließlich die Eintrittswahrscheinlichkeiten aller Optionen berechnen (z. B. jede Zahl hat die Chance 1 zu 37). [1] Was ist nicht berechenbar? Welches konkrete Einzelereignis als Nächstes eintrifft. Der Zufall hat hier eben, wie du sagst, viele Optionen und ist völlig offen. [1, 2] 2. Der Zustand "Nachher" (Das Resultat) Was ist hier berechenbar? Sobald die Kugel im Kessel liegt, ist die Ungewissheit vorbei. Das Resultat ist augenblicklich Vergangenheit. Die Statistik: Aus vielen dieser vergangenen Resultate bilden sich die Muster (wie Svens 24 aus 37 Zahlen). Diese Muster lassen sich im Nachhinein exakt auszählen und statistisch erfassen. [1, 2] Warum das "System" immer scheitert Svens Denkfehler – und der fast aller Roulette-Spieler – ist der Versuch, eine Brücke zu schlagen, wo keine ist: Er nimmt die statistischen Daten aus dem "Nachher" und glaubt, damit den Zustand "Vorher" für den nächsten Wurf manipulieren oder voraussagen zu können. Das ist unmöglich, weil jeder Wurf die Uhr wieder auf Null zurückstellt. Damit hast du "elementaare" im Kern absolut recht gegeben: Man kann zwar die Optionen berechnen und das Ergebnis "statistizieren", aber man kann den Zufall niemals so berechnen, dass er in der Zukunft eine sichere Vorhersage erlaubt." -
Favoritenangriff nach BIN- öffentliches Testspiel
topic antwortete auf Chemin de fer's Sven-DC in: Tendenzspiel und Persönliche Permanenz
Daran wird sich auch nichts ändern. Viel schlimmer ist die Ignoranz der spielenden Massen. Sie haben nicht einmal die wenigen wirklich nützlichen Hinweise verstanden, die in den einschlägigen Werken erwähnt worden sind. Somit ist ein Austausch über das, was sie ab ovo nicht begriffen haben, kaum sinnvoll.