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Nachtfalke

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  1. Nachtfalke

    ANFÄNGER!

    @ enginee Tja, so ist das nun mal.Da hilft nur viiiel üben. Und mit weeeenig Geld in der Anfangszeit! Nachtfalke.
  2. @ chrysi Welche kannst du denn empfehlen? Also das Roulette-Lexikon alleine eignet sich nicht ganz als Literatur zur Arbeit, oder? Bücher über diese Kesselsache haben auch mehr mit Physik als mit Stochastik zu tun. ← Die Literatur findest Du ja nun ausgiebigst in meinem gestrigen Beitrag Nachtfalke. PS.: Das Roulette-Lexikon ist eine Begriffssammlung des Fachbereichs. Was soll Dir denn das für deine Examensarbeit weiterhelfen?
  3. @ greg Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Der Weg zu gewinnbringenden Setweisen ist so wie Hannibal, der sich mit zigtausenden Kriegern, tausenden Berittenen und Dutzenden Elefanten über die Pyrenäen quält und erst herbe Verluste einstecken muss, ehe er die punische Schlacht gewinnt. Wer meint so mal eben die Weisheit im Roulette zu entdecken, an der schon Generationen gebastelt haben, um sie ergründen, indem er sich mal 'n Jahr mit der Materie beschäftigt, ohne mathematisches Grundwissen und eine unbedingte Vertrautheit zum Gegenstand zu haben, an dem er bastelt, dem wird seine Konstruktion sehr kurzlebig um die Ohren fliegen.Es ist ein Weg der kleinen Schritte..." ← ...einen dieser Schritte zeige ich gerade in der laufenden Beitragsreihe Die Synthetischen Permanenzen auf. Sie beispielsweise sind ein geeigneter Ansatz - der sehr wenig mit Mathematik zu tun hat!Nachtfalke.
  4. @ valentin Ich gehöre zu Gattung der Weißen Nachtfalken - die unterliegen im Jahresrhythmus der organischen Resorbierung und der Casinohüllen-Metamorphose ... ... ...... ... ...will heißen: Ab und zu operieren sie mir mal ein Stückchen 'raus und dann bringe ich meine weißen Casinoanzüge mal in die Reinigung Nachtfalke.
  5. @ trizero An dem im letzten Jahr angekündigten "Eine Nacht an den Tischen mit dem Nachtfalken".Nachtfalke.
  6. @ greg Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Der Weg zu gewinnbringenden Setweisen ist so wie Hannibal, der sich mit zigtausenden Kriegern, tausenden Berittenen und Dutzenden Elefanten über die Pyrenäen quält und erst herbe Verluste einstecken muss, ehe er die punische Schlacht gewinnt. Wer meint so mal eben die Weisheit im Roulette zu entdecken, an der schon Generationen gebastelt haben, um sie ergründen, indem er sich mal 'n Jahr mit der Materie beschäftigt, ohne mathematisches Grundwissen und eine unbedingte Vertrautheit zum Gegenstand zu haben, an dem er bastelt, dem wird seine Konstruktion sehr kurzlebig um die Ohren fliegen.Es ist ein Weg der kleinen Schritte. Schritte des Begreifens von mehr, als das, was die Mathematik vermitteln kann. Die Mathematik kann nur begründen - sie kann aber nicht eigenständiger Nährboden für den menschlichen Geist sein, etwas zu bezwingen. Roulette ist keine Mathematik. Roulette ist ein Spiel, das zwar der Mathematik entspringt, aber das sich nur hinsichtlich seiner vielfältigen Erscheinungsformen in einem mathematischen Rahmen bewegt ... eben dem durch den Betreiber und die von ihm aufgestellten Regeln gesetzten Rahmen, innerhalb dessen sich Chancen berechnen lassen. Was viele dabei vergessen ist, dass sie durch die Berechnung linear verlaufender Prozesse auch nur Anwendungen für lineare Prozesse zur Ansetzung bringen können. Was wundern sie sich, wenn schon bei wenigen Versuchen das scheitert, was sich auf ihrem Berechnungsweg als vermeintlich "stabil" dargestellt hat? Roulette verläuft nun mal nicht linear. Niemand kann voraussagen, warum die 6 vier Male hintereinander erschienen ist. Mathematik kann dabei zwar eine interessante Hilfestellung leisten - zum Beispiel, wie oft ein solcher Vorgang sich wiederholt ... das bedeutet aber nicht, das diese besagte Zahlenwiederholung nicht schon wenige Coups später erneut auftaucht. Jetzt kann man mittels der Mathematik berechnen, wie oft eine solche zweifache Wiederholung eines Vierers wahrscheinlich ist. Und was bringt dem Berechnenden das? Für seinen Spielverlauf nichts(!) , denn auf einmal erscheint Salat vom Feinsten. Derweil gewinnt der Nachbar, der das erste Mal in seinem Leben Roulette spielt, Coup für Coup auf Noir. Und der Schreiberling am Tisch, der seit drei Tagen die Tischpermanenz mit schreibt und "rechnet", berechnet nur seine Verluste Nochmal: Mittels der Mathematik kann man alles und nichts begründen. Letztlich ist sie nur eine Momentaufnahme des Gewesenen. Der eine rechnet dies. Und der andere rechnet das. Aber Recht hat immer... ... ... ... ... ...das Fach, in dem die Kugel landet Und wenn's vier Male die 6 ist. Nachtfalke.
  7. @ valentin Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht vier, fünf Stunden hier im Forum im Netz bin...... allerdings befinde ich mich dann meist in einem anderen Bereich viel Arbeit! Nachtfalke.
  8. @ trizero Trizero was Du hier kommentierst, sind keine Gerüchte. Sicherlich sind Kesselfehler ein Idealzustand für den Spieler, das Spiel für sich zu entscheiden.Aber diese Fehler entnimmt man nicht nur durch das kontinuierliche Beobachten der Kessel, vielmehr den Kesselpermanenzen, sondern dem statistischen Verlauf, den die gefallenen Zahlen bilden. Das hat mit dem Beobachten des Kessels nichts zu tun. Letztlich sind die Auswertungen dessen, was der Kessel in letzter Zeit produziert hat, der Schlüssel zum Erfolg; wenn die Kugel in einem Kessel -um es mal auf primitive Weise verständlich zu machen- den ganzen Nachmittag eine Zahl oder einen Sektor überdurchschnittlich hoch frequentiert, dann ist es doch egal 1. ob das auf einen Kesselfehler zurückzuführen ist oder nicht: die Zahl ist der Favorit! 2. und wenn es auf einen Kesselfehler zurückzuführen ist, auf welche Weise ich den als Spieler entdecke. Richtig ... oder falsch? NACHTFALKEüberBERLIN
  9. Hi Chrysi Eine Arbeit über Roulette als Examen ... ... ... ... die Idee ist ja nun nichts Neues. Es gibt hinsichtlich des Themas Roulette über 700 eingetragene Dissertationen allein an deutschsprachigen Universitäten (Quelle: European Dissertation Research, das ist die seit der Abstimmung der Kultusministerien und der Bildungsinstitutionen von den EU-Staaten untereinander benutzte Liste für das Genehmigungsverfahren hinsichtlich der schriftlichen Themen für Promovierungen, sowie für die Anerkennung von Klausuren) in imatrikulierten Fächern, bei denen die betroffenen Studenten beispielsweise abfragen können, ob die Scheine der im Ausland studierten Fächer auch an den inländischen Hochschulen angerechnet werden - oder neu gemacht werden müssen. Erstaunlicherweise sind die meisten Klausuren, denen die Thematik Roulette zu Grunde liegt, jedoch nicht(!) in der Mathematik angesiedelt, sondern in Fächern/Studiengängen wie schwerpunktmäßig Psychologie, Psychiatrie, Medizin, erst dann kommen anzahlmäßig Volkswirtschaft, Geschichte ... und Mathematik. Die bekanntesten veröffentlichten, auflagestarken Abhandlungen (aus dem wissenschaftlichen Originaltext oft lektorenseitig auf die Zielgruppe des Herausgebers zugeschnittene Versionen gekürzt) sind: Titel: Tabloise - Virtuosität auf den Tableaus der Stochastik I + II Autor: Jeff Rosenstein Ort: Kerkrade / Düsseldorf Erscheinungsjahre: 1968, 1971 Titel: Die Entwicklung der Spieltheorie Autor: N.N. Worobjow Ort: Ost-Berlin Erscheinungsjahr 1973 (kyrelische Originalversion) 1975 (deutsche Übersetzung) Titel: Statistik Autoren: Karl Bosch, G. Jordan-Engelen, G. Klotz Orte: Braunschweig / Wiesbaden Erscheinungsjahr: 1976 Titel: Grundkurs Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik Titel: Leistungskurs Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik Autoren: Karl Bosch und H. Wolff Ort: (beide Titel) Braunschweig Erscheinungsjahr: (beide Titel) 1978 Titel: Glücksspiel und Narzissmus - die pathologischen Spieler aus soziologischer und tiefenpsychologischer Sicht. Autor: Hans Schütte Ort: Bochum Jahr: 1985 Titel: Glücksspiel - Der Traum vom Glück wird zum Alptraum Autoren: Gerhard Meyer und Meinolf Bachmann Ort: Heidelberg / Berlin Erscheinungsjahr: 1993 Titel: Chancen und Risiken im Glücksspiel Titel: Elementare Einführung in die Wahrscheinlichkeitsrechnung 8. Auflage! Autor: Karl Bosch Orte: Braunschweig, München, Wien, Wiesbaden Erscheinungsjahr: (beide Titel) 2000 Zu den bemerkenswertesten, mir bekannten mathematisch-wissenschaftlichen Bearbeitungen gehören die an Universitäten und in Fachseminaren von Gastdozenten ausgearbeiteten Werke von Jörg Bewersdorff "Die Galois-Theorie", Dr.Gregorus Bormann-Patholdi, H.-J.Prehn, U.Jensen, Expl.Adv.Dr.Joachim Mahnkopf , Prof.Dr.Hans Richter, Ludwig-Maximilian-Universität, München, Dr.Matthias Richter, Spezialist für Stochastik, Fakultät für Mathematik, Universität Chemnitz, Prof.Dr.Karl Bosch, Institut für angewandte Mathematik der Technischen Universität Braunschweig, G.H.Hsu, Prof.Dr.Dr.Fritsch, Mathematisches Institut München, Erich Wittmann, P.Nehring, Morgan Griffith aus den Jahren 1949 bis 2005. Standardautor der deutschsprachigen Szene ist Professor Dr. Karl Bosch! K. Bosch Elementare Einführung in die Wahrscheinlichkeitsrechnung, Braunschweig-Wiesbaden 1976; 8. Auflage 2000. K. Bosch, G. Jordan-Engelen, G. Klotz Statistik, Braunschweig-Wiesbaden 1976. K. Bosch Elementare Einführung in die angewandte Statistik, Braunschweig-Wiesbaden 1977; 7. Auflage mit Aufgaben und Lösungen 2000. K. Bosch and H. Wolff Grundkurs Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik, Braunschweig 1978. K. Bosch and H. Wolff Leistungskurs Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik, Braunschweig 1978. K. Bosch Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler München 1982, 14., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2003. K. Bosch Aufgaben und Lösungen zur angewandten Statistik, Braunschweig-Wiesbaden 1983, 2. Auflage 1986 K. Bosch Training Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik (12./13. Schuljahr), Stuttgart 1986, 10. Auflage 2003. K. Bosch Angewandte Statistik. Einführung, Problemlösungen mit dem Mikrocomputer; mit 38 BASIC-Programmen, Braunschweig-Wiesbaden 1986. K.Bosch Formelsammlung der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik, München-Wien 1987, Neuauflage: Lexikon der Statistik (vgl. 24.). K. Bosch Übungs- und Arbeitsbuch Mathematik für Ökonomen, München-Wien 1987, 7., völlig überarbeitete Auflage 2002. K. Bosch Finanzmathematik, München-Wien 1987, 6., vollständige überarbeitete Auflage 2002. K. Bosch Brückenkurs Mathematik, München-Wien 1987, 3. stark erweiterte Auflage 1991, 11., überarbeitete Auflage 2003. K. Bosch Mathematik-Taschenbuch, München-Wien 1989, 5. Auflage 1998. K. Bosch Statistik für Nichtstatistiker, München-Wien 1990, 4., vollständig überarbeitete Auflage 2003. K. Bosch Statistik Taschenbuch, München-Wien 1992, 3. Auflage 1998. K. Bosch Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik (Grund- und Leistungskurs), Schulbuch, Braunschweig 1992. K. Bosch and U. Jensen Klausurtraining : Mathematik für Ökonomen, München-Wien 1993, 3. Auflage 2001. K. Bosch Klausurtraining Statistik, München-Wien 1993, 2. Auflage 1996. K. Bosch and U. Jensen Großes Lehrbuch Mathematik für Ökonomen, München-Wien 1994. K. Bosch Lotto und andere Zufälle. Wie man Gewinnquoten erhöht. Braunschweig-Wiesbaden 1994, 2. Auflage München-Wien 1999. K. Bosch Großes Lehrbuch Statistik für Ökonomen, München-Wien 1995. K. Bosch Grundzüge der Statistik, München-Wien 1996, 2. Auflage 1999 K. Bosch Lexikon der Statistik, München-Wien, 2. Auflage 1997 K. Bosch Glücksspiele, Chancen und Risiken, München-Wien, 2000. K. Bosch Mathematik-Lexikon, München-Wien 2000. K. Bosch Finanzmathematik für Banker, München-Wien, 2000. K. Bosch Übungs- und Arbeitsbuch Statistik, München-Wien, 2002. K. Bosch Statistik Wahrheit und Lüge, München-Wien, 2002. K. Bosch Formelsammlung Mathematik, München-Wien, 2002. K. Bosch Formelsammlung Statistik, München-Wien, 2003. entnommen aus complete list 1 - warum sie als komplette Liste bezeichnet werden ist nicht erfindlich, weil es von Bosch noch eine Reihe weiterer Werke gibt, die in anderen, ebenfalls von Hohenheim stammenden Pulikationsreihen, unter differenzierten Internetadressen ins Netz gestellt werden. Karl Bosch ist deshalb so interessant, weil er nicht nur eine Koryphäe im mathematischen Bereich darstellt, sondern auch an den Fakultäten für Physik doziert! ... und die physikalischen Gesetze der kreisenden Kugeln in den Spielbanken gelten manchem Spieler und vielen Diskussionsteilnehmern dieses Forums als das non plus ultra der Bewältigung des mechanischen Zufallsgenerators Roulettekessel. Als erstes präsentiere ich nachfolgend den Themenplan und die Literaturhinweise deutschsprachiger Oberschulen und weiterführender Schulen als Vorbereitung auf das Mathematikstudium (wobei die Lehrpläne in den einzelnen Regionen (beispielsweise Österreich) erheblich voneinander abweichen, weswegen eine additive Gesamtaufstellung folgt, aus der ersichtlich ist, aus was für einer mathematischen Themenbreite für eine von Dir geplante Examensarbeit ausgewählt werden kann: Grundlagen: Mengen, Gleichungen, Ungleichungen, Betrag einer reellen Zahl, Zahlenintervalle, Beweistechniken, Kombinatorik, binomischer Lehrsatz Lineare Algebra: Lineare Gleichungssysteme, Matrizenkalkül, Vektorrechnung mit Beispielen aus der Physik und Technik, analytische Geometrie Folgen und Reihen: Grenzwert einer Zahlenfolge, Grenzwertsätze Partialsummen, unendliche Zahlenreihen Funktionen einer Veränderlichen: Grundlegende Definitionen, allgemeine Eigenschaften von Funktionen, Koordinatensysteme zur Darstellung einer Funktion, Begriff der Umkehrfunktion und der mittelbaren Funktion, elementare Funktionen Differentialrechnung: Begriff der Ableitung und Differenzierbarkeit, Ableitungsregeln, Mittelwertsatz, höhere Ableitungen, lokale Extrema, Kurvendiskussion, das Differential einer Funktion, Differentialgeometrie, Taylor-Reihen, Newtonsches Iterationsverfahren Komplexe Zahlen: Grundrechenarten, Gauß‘sche Zahlenebene, Potenzen und Wurzeln Integralrechnung: Integration als Umkehrung der Differentiation, Integrationsverfahren Anwendungen des unbestimmten Integrals zur Lösung einfacher Differentialgleichungen, das bestimmte Integral, Mittelwertsatz der Integralrechnung, Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung, Anwendungen des bestimmten Integrals und uneigentliches Integral Funktionen mehrerer Veränderlicher: Grundbegriffe, graphische Darstellung der Funktion z = f(x,y), partielle Ableitungen, totales Differential und Tangentialebene, Fehlerfortpflanzung Gewöhnliche Differentialgleichungen: Grundbegriffe, allgemeine explizite Differentialgleichungen 1. Ordnung mit Beispielen aus der Physik und Technik, lineare Differentialgleichungen 1. Ordnung, lineare Differentialgleichungen 2. Ordnung mit konstanten Koeffizienten, Systeme von Differentialgleichungen 1. Ordnung Literaturempfehlungen (begleitend): Lineare Algebra Analysis Mathematik I + II (ggf. Auszüge aus:) Mathematik für Fachhochschulen Mathematische Statistik in Grundzügen [Holand-Edition] Elementare Einführung in die Wahrscheinlichkeitsrechnung K.Bosch [Vieweg-Verlag] Elementare Einführung in die Statistik K.Bosch [Vieweg-Verlag] Einführung in die Statistik R.Schlittgen [Oldenbourg-Verlag] Einführung in die Numerische Mathematik [Hanser-Verlag] Literarische Grundlagen: Lineare Algebra + Übungen Differentialgleichungen Listen und Kollektionen der Formeln: Der große Bartsch, erschienen in Thun und Frankfurt Bronstein/Semendjajew, erschienen in Thun und Frankfurt Netz, erschienen in Wien Formeln der Mathematik Bartsch Taschenbuch mathematischer Formeln, Deutsche Ausgabe Taschenbuch der Mathematik I u. II The Twentyfirst Century - New Algebra III, erschienen in Kapstadt (noch nicht übersetzt) sowie Bände für den Stochastikbereich: 1, 2, 6, 9, 11, 14, 15, 16 Exercises E1, - E12 aus der Stochastik-Edition Die Stoffpläne in der höheren Mathematik enthalten auch Inhalte aus den Bereichen Analysis, Lineare Algebra und Analytische Geometrie, Numerische Mathematik und Mathematische Stochastik, die für Deine Arbeit nur begrenzt anzuwenden sind, weil Du einige (oder viele) davon nicht kennen wirst. Ziele der Beschäftigung mit diesen Inhalten sollten für Dich sein, ein Konzept zu entwickeln, wie man grundlegende Techniken auf Roulette übertragen kann. Wert gelegt werden sollte schwerpunktmäßig auf die Motivation neuer Fragestellungen auf der Basis der Roulettewahrscheinlichkeiten, auf Veranschaulichung und Konkretisierung der Spielbasis, auf den Prozess des Abstrahierens, auf innermathematische Zusammenhänge des Tableaus, auf (möglichst auf die von Dir geplanten Beispielrechnungen abgestimmte) Anwendungsbezüge, auf Beispiele mathematischer Modellbildung anhand einer Permanenz. Die konzeptionelle Aufbereitung sowie die Hinzunahme optionaler Inhalte sind Dir überlassen, soweit das Begreiflichmachen von Dir präsentierter Fallstudien und die genannten Ziele und Gewichtungen dies nötig erscheinen lassen. Analysis Gegenstand der Analysis ist die Differential- und Integralrechnung einer und mehrerer Veränderlichen. Zentral ist dabei der Begriff des Grenzwerts in seinen verschiedenen Ausprägungen. Das ist allgemeiner Stoff der Stochastik, wobei die von mir aufgelisteten Schwerpunkte sicherlich nur zu einem kleinen Teil dem Stoff eines Abiturienten entsprechen. Aber in Deinem Fall wird er zu oberflächlich und viel zu unvollständig sein, obwohl Dir eine Menge von dem, was für eine Examensarbeit von Nöten ist, geläufig sein müsste. Die nachfolgende Struktur eine schnelle und gezielte Auswahl der für Dich und Deine Examensarbeit interessanten Teile, kannst Du den aufgelisteten Themenkreisen entnehmen; hier solltest Du nur einige wenige herausgreifen (dabei könnte Dir ein Mathematiker vielleicht helfen!) – die angegebene Fachliteratur zeigt Dir den Weg, Mathematikprogramme helfen Dir bei der Erstellung der Beweisführung, ohne dass Du selbst zu rechnen brauchst. Ebenso zum Weiterlesen anregen sollten besser die Ausblicke auf mathematische Hintergründe und verwandte, außerhalb des eigentlichen Themenbereichs liegende Probleme und Sachverhalte. Hier hast Du im Bereich der Sielerszene reichlich Material, was Du auch dem Archiv dieses Forums entnehmen kannst (bitte mit Quellenangabe wegen der © ). In dem Begreifen, ob - oder vielmehr wie man beim Roulette gewinnt, wird von allen Autoren, die sich mannigfaltig damit beschäftigt haben (was den Dissertationen der Mehrzahl der Verfasser zu entnehmen ist, die dieses Thema für ihre Dissertation gewählt haben), auf die historischen Hintergründe Wert gelegt; einesteils, weil zumindest der aktuelle wissenschaftliche Weg der Mathematik weit weniger bekannt ist, als der der Naturwissenschaften, andernteils, wegen einer gewissen Spannung, eigene, während des Entstehens Deiner Examensarbeit aufgetauchten Irrtümer, der der mit den Regeln nicht vertraute Examensleser nachvollziehen kann, in der Arbeit zu belassen(!) und den im Verlauf Deiner Arbeit aufkommenden geistigen Ertrag, nämlich zunehmend neue Erkenntnisse in das Gesamtprodukt einfliessen zu lassen. Der verkürzten Entwicklung der historischen Belange würde ich als Abiturient einen besonderen Wert beimessen (beispielsweise durch Anführung der vielen, historisch belegten Versuche, Roulette zu "besiegen"), warum das nicht funktionierte, und wie man gegenwärtig in Spielbanken damit umgeht (wobei wir wieder von der Mathematik weg in den psychologisch interessanten Teil der Materie einsteigen). Du siehst an der Masse der Vorkenntnisse -wenn Du mit Deiner Arbeit ernst genommen werden willst- wie schnell Du an der mathematischen Fülle von Argumenten und Gegenargumenten scheitern könntest (nimm allein mal die verschiedenen Wahrscheinlichkeitsmathematiker der Vergangenheit und die der aktuellen Szene - zum Beispiel hier im Forum!). In welchem Maße die mathematische Forschung auch im – nicht unbedingt vorzeigefähigen – Bereich der Ergründung von Spielstrategien, gerade in jüngster Vergangenheit [auch in fünf Jahren Themensammlung des Roulette-Forums] Fortschritte und Rückschritte machte, lässt die Relation mit thematisch ähnlich gerasterten, im Einzelnen allerdings meist anders ausgerichteten Sammlungen von Themenkatalogen zum Diskussionsgegenstand klar ersichtlich werden: die Publikation einer ganzen Reihe von Strategien vor der Entdeckung vieler der zu beschreibenden Ergebnisse in einer solchen Examensarbeit haben genau so viele Für als auch Wider in ihrem Consens. Die nachfolgend aufgeführte Literatur stellt den Spagat zwischen der Mathematik, über die Motivationen, die zu bestimmten schematischen Einsätzen führen, zu deren Historik her: R. Vogelsang, Die mathematische Theorie der Spiele, Bonn 1963 N. N. Worobjow, Die Spieltheorie, Berlin – Hauptgegenstand ist die Spieltheorie als mathematische Disziplin, jedoch wird für die Theorien von Glücksspielen, kombinatorischen und strategischen Spielen in I. §§2-5 ein Abriß der historischen Entwicklung gegeben Richard A. Epstein, The Theory Of Gambling And Statistical Logic, New York 1967 (Neuauflage 1977 mit erweitertem Inhalt) Edward Packel, The Mathematics Of Games And Gambling, Washington 1981 John D. Basley, The Further Mathematics Of Games, Oxford 1989 La mathématique des jeux, Bibliothèque pour La Science, Paris 1997 - Beiträge zum Thema Spiel und Mathematik der französischen Ausgabe von Scientific American, die nur zum Teil auch in anderen Länderausgaben veröffentlicht wurden Nun zum Themenkatalog der deutschen Universitäten, der nach EU-Richtlinienverordnung in den mathematischen Fakultäten für Mathematik an allen Hochschulen ähnlich ausschaut, mit dem Ziel im Sinn der Studenten, im Ausland erworbene Scheine auch in ihrem eigenen Land angerechnet zu bekommen (siehe oben). Aus diesem Themenkatalog solltest Du Dir zwei oder höchstens drei Themen aussuchen und darauf die Examensarbeit aufbauen (alles andere würde Dich vermutlich als Abiturient überfordern): Natürliche Zahlen. Induktionsprinzip. Reelle Zahlen: Eigenschaften (insbes. Vollständigkeit), komplexe Zahlen. Folgen und Reihen reeller und komplexer Zahlen: Konvergenz, Konvergenzkriterien, Satz von Bolzano-Weierstraß. Reelle Funktionen: Stetigkeit, Folgenstetigkeit, Zwischenwertsatz, Satz vom Maximum, Grenzwerte von Funktionen, monotone Funktionen und Umkehrfunktionen. Elementare Funktionen: Exponentialfunktion, Logarithmus, trigonometrische Funktionen und Arcusfunktionen. Differentialrechnung: Linearisierung, Differentiationskalkül, Mittelwertsatz der Differentialrechnung, Extrema, monotone und konvexe Funktionen. Integralrechnung: Riemann-Integral, Integrierbarkeit (gleichmäßig) stetiger Funktionen, Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung, Integrationskalkül, Mittelwertsätze, Satz von Taylor, uneigentliche Integrale. Funktionenfolgen und -reihen: gleichmäßige Konvergenz, Weierstraßsches Majorantenkriterium, Potenzreihen, Fourier-Reihen (Orthogonalität, Konvergenz im Mittel). Metrische/normierte Räume: offene, abgeschlossene, kompakte Mengen, Konvergenz von Folgen, Banachscher Fixpunktsatz, Stetigkeit bei Funktionen. Differentialrechnung: partielle Ableitungen, totale Ableitung (Jacobi-Matrix), Gradient, Mittelwertsätze, Taylor-Entwicklung, Hesse-Matrix, Kurven im Satz über implizite Funktionen, lokale Umkehrbarkeit von Funktionen, Extrema mit Nebenbedingungen. Gewöhnliche Differentialgleichungen: Richtungsfeld, Variablentrennung, lineare Differentialgleichungen zweiter Ordnung, insbesondere Schwingungsdifferentialgleichung. Integralrechnung (Lebesgue-Integral): Volumenberechnung, Satz von Fubini, Transformationsformel, Konvergenzsätze. Untermannigfaltigkeiten: Flächen und Berechnung von deren Inhalt, Vektoranalysis, Sätze von Stokes und Gauß. Die angegebene Reihenfolge berücksichtigt nicht nur systematische und didaktische Gesichtspunkte, sondern auch die bestehenden inhaltlichen Verknüpfungen mit den parallel laufenden Anschauungen über Lineare Algebra und Analytische Geometrie sowie Numerische Mathematik. Nicht viele Punkte kannst Du behandeln - da fehlen wohl Kenntnisse und Zeit, bis die Arbeit fertig zu sein hat. Das ist auch gar nicht unbedingt erforderlich... ...denn hilfreich zum schnellen Verständnis im Abiturstoff nicht enthaltener Bereiche könnte die nachfolgende Literatur sein: - K. Königsberger: Analysis 1,2, Springer; - O. Forster: Analysis 1, 2, 3, Vieweg; - K. Endl, W. Luh: Analysis I, II, Akademische Verlagsgesellschaft; - H. Heuser: Lehrbuch der Analysis 1, 2, Teubner. Interessant für die Kesselberechnungen lineare Algebra und Analytische Geometrie. Die Lineare Algebra und Analytische Geometrie ist ein grundlegendes mathematisches Werkzeug zur Behandlung von Problemen der Geometrie und zur Lösung von Systemen linearer Gleichungen. Eine zentrale Rolle spielen lineare Abbildungen und ihre Darstellung durch Matrizen. Translationen, Länge und Richtung von Vektoren, Winkel, Geraden und Ebenen, Parallelität, Vektor- und Spatprodukt. Körper, Vektorräume: Linearkombination, Erzeugnis, lineare Abhängigkeit, Basis, Dimension, Unterräume. Skalarprodukt: Orthogonalität, euklidische Norm, Cauchy-Schwarzsche Ungleichung, Orthogonalisierung Lineare Abbildungen und Matrizen: Matrizenkalkül, Darstellungsmatrix, Basiswechsel, invertierbare Matrizen (allgemeine lineare Gruppe). Lineare Gleichungssysteme: Rang einer Matrix, Lösbarkeitskriterien, Struktur der Lösungsmenge (affine Räume), Gauß-Algorithmus. Determinanten, Volumina von Parallelotopen, Orientierung. Eigenwerte und -vektoren von Matrizen, charakteristisches Polynom. Normalformen von Matrizen: Diagonalisierung, Trigonalisierung, Jordansche Normalform. Lineare Abbildungen von Skalarprodukträumen (orthogonale, normale, hermitesche Matrizen) Beispiele: Drehungen, Spiegelungen (zugehörige Gruppen), Hauptachsentransformation, Kurven und Flächen zweiter Ordnung. Anmerk-Algorithmus. Determinanten, Volumina von Parallelotopen, Orientierung. Eigenwerte und -vektoren von Matrizen, charakteristisches Polynom. Normalformen von Matrizen: Diagonalisierung, Trigonalisierung, Jordansche Normalform. Lineare Abbildungen von Skalarprodukträumen (orthogonale, normale, hermitesche Matrizen) Beispiele: Drehungen, Spiegelungen (zugehörige Gruppen), Hauptachsentransformation, Kurven und Flächen zweiter Ordnung. Die angegebene Reihenfolge berücksichtigt nicht nur systematische und didaktische Gesichtspunkte, sondern auch die bestehenden inhaltlichen Verknüpfungen mit den parallel laufenden Themen über Analysis und Numerische Mathematik. Durchgehend sollte die Verbindung der Linearen Algebra zur Analytischen Geometrie deutlich werden (Motivation, Veranschaulichung). Passende Literaturur: - G. Fischer: Lineare Algebra (sowie ergänzend: Analytische Geometrie), Vieweg; - B. Artmann: Lineare Algebra, Birkhäuser; - H.-J. Kowalsky, G. O. Michler: Lineare Algebra, de Gruyter; - M. Koecher: Lineare Algebra und analytische Geometrie, Springer. Numerische Mathematik Grundlegende numerische Probleme, geknüpft an Analysis I,II und Lineare Algebra und Analytische Geometrie I,II. Zahlendarstellung auf dem PC, womit schon ein Teil Deiner Arbeit ausgefüllt sein könnte, weil die Umsetzbarkeit auf den Rechner und die dazugehörigen Ausdrucke Thesen beweisen oder/und widerlegen können: Gleitpunktdarstellung, Rundungsfehler, Maschinenzahlen, Maschinengenauigkeit, Auslöschung. Zusammengesetzte Formeln, Fehlerabschätzung, Gauß-Formeln und orthogonale Polynome. Lineare Gleichungssysteme: Gauß'sches Verfahren, LR-Zerlegung, Cholesky-Zerlegung, Pivotstrategien. Lineare Optimierung: Du gibst ein Modell ein, formulierst eine Standardaufgabe, Basislösungen -mit oder ohne Logarithmuseinbau- ... ... Wenigstens die Grundkenntnisse einer Programmiersprache (Du kannst ja ein gutes Mathematikprogramm verwenden - die gibt's als OpenSource überall herunterzuladen, dann brauchst Du diese Kenntnisse natürlich nicht) setze ich mal voraus, für die Examensarbeit ist entweder der vorherige Besuch eines Programmier-Basiskurses in jedem Fall sinnvoll - oder Du verwendest ein sehr gutes, für Dich leicht konfigurierbares Mathematikprogramm, sonst brauchste gar nicht anzufangen ... .... selber ausrechnen wirste das als Abiturient nicht können - die o.a. Themen sind aus dem 1. - 3. Semester Mathematik - da würde ich mir Hilfe holen (Student von der Uni). Optionale Themenauswahl je nach Ausrichtung Deiner Arbeit: Dualität bei Optimierungsaufgaben, Bézier-Kurven, Fast Fourier Transformation (FFT) ... Mathematikprogramme stellen das alles dar - sonst holste Dir einen, der sich damit auskennt für ein paar Tage Mathematische Stochastik: Denkweisen, Begriffsbildungen und Methoden der Stochastik. Die Entwicklung und die mathematische Grundlegung stochastischer Modelle. Nimm einfach das 1:37-Verhältnis, reduziere es auf 1:36 (das ist für die späteren Leser Deiner Arbeit mathematisch leichter nachzuvollziehen ) und berechne den Zeroanteil dann in einer Abschlussrechnung. Ein geeignetes statistisches Modell ist wichtig. (statistische Methoden an Hand von Beispielen, die immer wieder von derselben Permanenz ausgehen mit Blick in die Historik wie d'Alembert, Marigny de Grilleau, und ... und ... und ... Der Wahrscheinlichkeitsraum: Allgemeines Modell, Rechenregeln für Maßräume, diskrete W-Räume und Zufallsvariable, erste Beispiele statistischer Schlußweise. Mehrstufige diskrete Modelle: Koppelung, Produktmodelle, erste Beispiele für Markov-Ketten, stochastisch unabhängige diskrete Zufallsvariable, elementare bedingte Wahrscheinlichkeit. Grundlegende Modelle diskreter Zufallsexperimente: Bernoulli(p) Verteilung, Bernoullisches schwaches Gesetz der großen Zahlen, Binomialverteilung, Konfidenzintervall und Test für p, Satz von de Moivre-Laplace, Poisson Experimente und Maximum Likelihood Schätzung, Multinomialverteilung, hypergeometrische Verteilung, geometrische Verteilung, diskrete Erwartungswerte und Streuung. Macht alles das Programm anhand der von sogenannten "Rouletteforschern" aufgestellten, von Dir einzugebenden Regeln, die werden immer wieder anhand derselben Permanenz durchgeochst, statistisch ausgedruckt, und kommentiert. Mit historischen Rückblick (das lockert auf), Mit Gegenwartsbezug, ob und wie heute danach gespielt wird. Zufallsexperimente: Borel-Algebra, Verteilungsfunktion, Konstruktion von W-Maßen über "W-Maße mit Riemann-Dichten", Erwartungswert, Streuung, Kovarianz, mehrdimensionale Normalverteilung, Erzeugung von Zufallszahlen. Koppelung allgemeiner Zufallsexperimente: Messbare Funktionen und Maßintegral, Erwartungswerte, bedingte Wahrscheinlichkeit, stochastische Unabhängigkeit, Satz von Fubini, Transformationssatz für Lebesgue-Dichten, schwaches Gesetz der großen Zahlen, Zentraler Grenzwertsatz. Anmerkungen: Geeignete Lehrbücher sind u.a.: - K. Behnen und G. Neuhaus: Grundkurs Stochastik, Teubner; - K. Hinderer: Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeitstheorie, Springer; - D. Plachky, L. Baringhaus, N. Schmitz: Stochastik I, - D. Plachky: Stochastik II, Akademische Verlagsgesellschaft. Aber letztlich: wenn Du die Daten (die Permanenz und die mathematischen Rahmenbedingungen) korrekt eingibst, macht das Programm das von allein und druckt aus. Kontrollieren kann das ja alles Dein "Helfer" Du wirst über kurz oder lang an einer Stelle drauf kommen, dass Du plötzlich im Vergleich zu anderen Setzweisen erhebliche Erfolge verbuchst! Und das ist die Eingangstür in die phaszinierende Welt des Rouletts. Eine Welt die Dir nicht die sicheren Gewinne verspricht, sondern die reale Möglichkeit jederzeit gewinnen zu können. Es ist nicht die Mathematik, welche die Gewinne ermöglicht - die Mathematik kann Dir nur nachträglich aufzeichnen, warum Du gewonnen hast oder wie Du hättest gewinnen können. Hier kommt die Persönlichkeit des Spielers ins Spiel, der -basierend auf der Grundlage mathematischen Verständnisses- mit Disziplin und Fingerspitzengefühl ein Spiel zu dirigieren hat. Rein aus mathematischer Sicht betrachtet ist die Addition der bei jedem Kugelabwurf immer wieder leicht geringeren Chance, als der der Bank, eine Addition von Verlusten, die letztendlich immer nur einen Verlust erzeugen kann ... mathematisch! Auf welche Art sich Spiele auf Grund einer vom aktiv spielenden Teilnehmer entwickelten Strategie von Zufallskombinationen differenzieren -nämlich ob sie Glücksspiele oder Strategiespiele sind- das ist die Theorie, die Du ja im Grunde in Deiner Arbeit beweisen willst. Eben die Spieltheorie. Ich, der ich über ein Jahrzehnt von und auf dem Investmentparkett der Spielbanken gelebt habe, kann dem obligatorischen Verlierer in keiner Weise zustimmen. Rein wahrscheinlichkeitsmathematisch kann ich ja nicht so viele Jahr Glück gehabt haben!? Aber leistungsmäßig war mein Spiel abhängig von meiner Fitness. Nach zehn Jahren Konzentration, Ausdauer, zu wenig Schlaf und existenziellem Dauerstress baute ich gesundheitlich ab - und das Spiel ging in die Verluste. Das war nicht mathematikabhängig. Es war abhängig von meiner Person, die sich den Anforderungen gesundheitlich nicht mehr stellen konnte. Die Routine eines Berufsspielers verleiht ihm im Verlauf von Jahren Nerven wie Drahtseile (sonst erreicht er gar nicht diese Liga!); aber der Verschleiss kontinuierlicher Anforderungen zerrüttet ihn. Gehen wir für Deine Examensarbeit mathematisch von einer Anfangsdefinition des Roulette aus. Roulette existiert durch seine Spielregeln, auf deren Einhaltung die Betreiber achten und denen entsprechend die Spieler ihre Einsätze tätigen. Darüberhinaus haben die Spieler alle Rechte! Solange sie die Spielregeln einhalten, haben sie ein schier unendliches Instrumentarium, den Anbieter des Spiels zu drangsalieren; ihm zuzusetzen. Die Bank hat bei dem ganzen Szenario nur das Recht zu drehen und bei einem nahezu bestehenden Verhältnis 1:1 einzukassieren oder zu zahlen. Wer wann wo wieoft wieviel setzt -ob er überhaupt setzt, wenn "der Tisch schlecht läuft"!- kann kann die Bank nicht beeinflussen. Im Gegenzug muss sie die Partie fortsetzen, wenn "der Tisch gut läuft" ... für die Spieler! Vielleicht vergegenwärtigt genau dieses Missverhältnis einem jeden, worin die Stärke des Spiels liegt. Bestimmt nicht in der Mathematik! Der Wechsel einer Setzweise in die nächste oder der Zeitpunkt des Ein- und des Ausstiegs sind entscheidend - egal was man spielt. Aber eben genau das, worauf es hinaus läuft, das wirst Du in mathematischer Hinsicht nicht lösen können - weil es nicht lösbar ist. Aus diesem Grund driften fast alle Dissertationen der Vergangenheit in weitere wissenschaftliche Betrachtungen, die letztlich ja auch das Leben des Roulette-Forums darstellen - und in schier unzählige Perspektiven, aus denen heraus man sich mit ein und derselben Zahlenfolge einer Permanenz beschäftigen kann. NACHTFALKEüberBERLIN
  10. @ alle Und statt einer solchen Umfrage wär's doch vielleicht repräsentativer im Ergebnis, wenn alle mal im Profil eintragen würden, aus welchem Bundesland sie kommen. Gelle? Nachtfalke.
  11. @ akteur Eigentlich müsste ich im Sinne der Berliner Dir einen überbraten ...aber ich bin ja momentan in Brandenburg ... ...und hier ist's sooo schön friedlich. Nachtfalke.
  12. @ monopolis Hi ursprünglich lautete am 31. Dezember der Text: und beim Aktualisieren hab' ich den Jahressprung dann am Neujahrstag übersehen Knallig und reibungslos bezog sich natürlich auch auf Silvester; ich hab's schon geändert Nachtfalke.
  13. @ akteur Einen schönen Neujahrsmorgen Akteur. Also, um die Kriterien des Preises herauszustreichen habe ich absichtlich Größen der Politik mit extrem gegensätzlichen Lebenswerken und Leistungen im Verlauf der Geschichte chronologisch aufgeführt, die mit dem Preis Man Of The Year ausgezeichnet worden sind. Unter http://... Person Of The Year kannst Du Dir die Gesamtaufstellung der Preisträger anschauen. Zum Mann des halben Jahrhunderts wurde Winston Curchill gewählt. Diese Wahl war umstritten, denn Adolf Hitler bekam mehr Stimmen! Jedoch schätzte man die Auswirkungen der Politik Hitlers so ungeheuer bedeutend und weitreichend ein, dass er allein der Glaubwürdigkeit der Kriterien halber zum Mann des ganzen Jahrhunderts werden musste! Nur der Umstand, dass Hitler geschichtlich sicher höher einzustufen ist als Churchill und man ihn nicht zweimal auszeichnen wollte, liess die Jury dazu bewegen Churchill zum Man Of The First Half Century zu küren. Vor sechs Jahren kam es dann bei der Wahl zum Eklat, weil Albert Einstein eine Stimme mehr bekam als Adolf Hitler!!! Man muss hierbei bedenken, dass es um die politische Tragweite der Entscheidungen ging. Es wurde nicht das Gesamtwerk Einsteins gewürdigt, sondern seine Bedeutung im Einfluss auf die Weltgeschichte: der Erfinder der bisher folgenschwersten Waffenentwicklung der Menschheit gegen den größten Kriegstreiber der Neuzeit. Es sind nicht die ethischen Grundsätze, nach denen die Personen benannt werden, sondern ihre geschichtliche Bedeutung. So hat paradoxerweise und zum Leidwesen der Verantwortlichen in der Liste der bedeutendsten Persönlichkeiten Churchill eine höhere Bedeutung als Hitler, was ja nun eindeutig geschichtlicher Nonsens ist (für die zweite Hälfte des Jahrhunderts, in der er nicht mehr wirkte, war Hitler ja nun nicht mehr benennbar). Dies nur zur Klärung - völlig sinnenthoben wäre es dementsprechend, Hitler, was auch für Stalin gilt, aus der Aufzählung zu nehmen, denn gerade die Gegensätze zeigen auf, worin der Sinn der Benennungen besteht. Um dem inhaltlichen Sinn meiner gestrigen Botschaft nachzukommen habe ich Deiner Kontrolle nachkommend http://... Mahatma Gandhi mit http://... Portrait hinzugesetzt. Zufrieden, Akteur? Nachtfalke.
  14. Lieber User die paroli.de-Redaktion wünscht allen Mitgliedern und Gästen dieses Forums, aber insbesondere Dir einen knalligen, reibungslosen, kopfschmerzfreien, geldbeutelprallen Start ins Neue Jahr 2007 und Gesundheit und Erfolg - insbesondere an den Tableaus ! Und wir gratulieren Dir zu Deiner Auszeichnung zur Person des Jahres 2006 Heute stand es sogar in der Frankfurter Allgemeine auf Seite 35! Du. Ja Du!!! Du, lieber User, bist persönlich gemeint! Du kontrollierst das Informationszeitalter! Das Nachrichtenmagazin Time hat alle Internet-Nutzer zur Person des Jahres 2006 gewählt. Die Dir zuteil gewordene Ehre, von Time gekürt zu werden, ist nicht abhängig von Deiner politischen Couleur oder Deinem Stand. Du reihst Dich sich ein in eine Gallerie, der politische Größen wie Mohandas Karamchand Gandhi (1930) Adolf Hitler (1938), Joseph Stalin (1939), Winston Churchill (1940), Franklin Roosevelt (1932 u. 1934 u.1941) Konrad Adenauer (1953), Martin Luther King (1963), Willi Brandt (1970), Richard Nixon (1971 u. 1972), Ayatollah Khomeini (1979), genauso angehören, wie Albert Einstein (Man Of The Century) und Johannes Gutenberg (Man Of The Millenium) als auch Papst Paul II (1994), Bono und Bill Gates (2005) oder Bob Marley And The Wailers. Henry Luce und Briton Hadden gründeten 1923 in New York ein Stadtmagazin, dass im Verlauf weniger Jahre weltweite Aufmerksamkeit erzielte. Nicht zuletzt die Wahl der Essayisten und die Konfrontationsbereitschaft der Redaktion, als auch die künstlerisch wertvollen satirischen und provokativen Cover dieser Illustrierten verschaffte ihr in kurzer Zeit die globale Resonanz einer Weltauflage von über 5 Millionen Exemplaren... ...nicht zuletzt aus diesem Grund war der von Beginn an gewählte Man Of The Year Mann des Jahres - heute "Person des Jahres" sowie der Man Of The Century Mann des Jahrhunderts Man Of The Millennium Mann des Jahrtausends eine der begehrtesten Auszeichnungen der Welt. Und die wurde 2006 Dir zuteil! Deshalb sei Dir der Ehre bewusst, diese Welt zu kontrollieren , wenn Du in unserem Forum schreibst Nachtfalke - für die Redaktion.
  15. Nichtraucherschutz oder Rauchverbot? Also, um das mal zu relativieren: Wo ist die Tabaklobby denn eingeknickt? Das ist die Meinungsvermittlung der Medien, die es zum Dauerthema machen. Wenn man nun -wie neuerdings geplant- in der gesamten Gastronomie nicht mehr rauchen darf, wohin sollen die Raucher denn dann noch hingehen? Wenn in allen öffentlichen Gebäuden nicht mehr geraucht werden soll, einschliesslich der Gastronomie, den Sanitäranlagen, den Foyers und keine Raucherabteile in den öffentlichen Verkehrsmitteln mehr zugelassen sein sollen ... wo geht es denn da noch um Nichtraucherschutz? Es ist quasi das generelle Rauchverbot - da könnten sie auch gleich den Vertrieb von Tabakwaren gesetzlich untersagen! Wenn jemand eine längere Zugfahrt vor sich hat, dann kann er im Zug nicht rauchen (obwohl das drei Waggons weiter keinen Nichtraucher gestört hat!!), steigt er auf dem Bahnhof um, kann er dort auch nicht mehr rauchen (da möchte mir mal einer erklären, inwieweit sich der Nichtraucher auf dem zugigen Bahnsteig von der "Raucherinsel" gestört fühlte - das ist selbst für fundamentale Nichtraucher nicht mehr erklärbar!) und es hätte kein Nichtraucher was dagegen einzuwenden, wenn es auf Bahnhöfen wie dem Berliner Hauptbahnhof mit Dutzenden Gewerben, wo man Kaffee trinken kann, auch in Zukunft zumindest ein einziges gäbe, wo sich auch die Raucher wohl fühlen könnten (da müssen die Nichtraucher ja nicht unbedingt das Recht in Anspruch nehmen, gerade auch dort hinein gehen zu müssen!). Alles das hat mit dem Schutz der Nichtraucher nichts mehr zu tun. Der Raucher wird mit dem Stopp-and-Go-Verhalten zu einer Gewohnheit gewungen, dass -wo er schon raucht und sich gesundheitlich belastet(!)- den ungesündesten Rhythmus für seinen Stoffwechsel und das Kreislaufsystem auf sich nehmen muss. Stunden lang nicht rauchen (Nikotinentzug) und dann vermehrt den Nikotinspiegel wieder "auftanken". Wohlgemerkt: Ich bin kein Verfechter des Rauchens. Ich freue mich dass meine Kinder nicht rauchen und bin für den Nichtraucherschutz. Mir ist schon immer suspekt, dass in Bahnhöfen nicht geraucht werden darf, aber in den Läden wie Imbissen, Bäckereien mit Kaffeeausschank und Stehcafés, in denen man auch Speisen erhält, ist das Rauchen auf Bahnhöfen gestattet (wo dann insbesondere nichtraucherbelastend extrem viel geraucht wird). So etwas halte ich für widersinnig. Ich begrüße, dass dort, wo gegessen wird, nicht mehr geraucht werden soll. Ich sehe aber inzwischen, dass man kein Maß mehr findet, indem ich ein Rauchverbot in Diskotheken und in Spielbanken (außer in den Bereichen, wo Speisen ausgegeben werden, die dann gastronomische Einrichtungen sind) für unangemessen und unliberal halte. Irgendwo werde ich das Gefühl nicht los, dass Raucher inzwischen diskriminiert werden. Und wer mal unparteiisch drauf achtet: Vom Schutz der Nichtraucher ist gar nicht mehr die Rede. Nur noch vom Rauchverbot! Wo haben die Raucher eine Lobby? Und was Du sagst stimmt nur bedingt: In anderen Ländern funktioniert das auch. Ja. Aber da hat man andernorts für Möglichkeiten gesorgt, dass die Leute zivilisiert rauchen können. In der Gastronomie kann man da in abgetrennten Räumlichkeiten auch essen, wo geraucht wird. Der von Dir angesprochene Arbeitsschutz wird da nämlich eingehalten, indem die Gäste dort nicht vom Personal des Gastronomiebetreiber bedient werden. Und die Nichtraucher werden so gut wie nicht von den Rauchern belastet. Und vor den Bahnhöfen gibt es regengeschützte Raucherzonen. All das ist aber in Deutschland nicht vorgesehen. In Deutschland soll der Geschäftsmann zukünftig im Nadelstreifenanzug zwischen den wermuthfuseltrinkenden Pennern vor den öffentlichen Gebäuden im Regen stehen, um dort mal eine Zigarette rauchen zu dürfen ... das ist die Vorstellung der zukünftigen Rauchkultur in Europa. So verleiht man dem Rauchen im Verlauf der Zeit das Flair des Asozialen. Das ist die Lobby, die sich zur Zeit in Wirklichkeit durchsetzt! NACHTFALKEüberBERLIN
  16. 7. Casino Esplanade Spielbank Hamburg Fotos von Paroli. Ausgehend von einer -wie ja zu erwarten war- gut besuchten Anlaufzeit vor Weihnachten, wird das Casino am Stephansplatz ein echter Renner. Weitere Fotoansichten und Berichte werden folgen.
  17. 6. Casino Esplanade Spielbank Hamburg eine Momentaufnahme vom Nachtfalken. Das war in den Hamburger Spielbanken schon immer so, dass die Croupiers in der Lage waren, auf die Spieler einzugehen; in diesem Sinn muss man ihnen höchstes Lob aussprechen, im Gegensatz zu anderen Häusern, in deren Mehrzahl nur die Spieler mit den dicken Brieftaschen hofiert werden. Hier ist bereits eine der gewaltigen Veränderungen angedeutet, denen sich die Spielbank verschrieben hat. Ist einem von euch aufgefallen, dass dort schwerpunktmäßig junges Publikum anzutreffen ist? Die Themenfrage lautet doch: Wen trifft man im Esplanade? Antwort: Hamburg hat die erste deutsche renomierte Spielbank, zugeschnitten auf die junge Generation! In diesem Punkt steht Hamburg nicht in der Reihe all jener Betreiber, die in der Nähe des Jungfernstiegs (wo es sich ja angeboten hätte ) einen muffigen Spielsaal in's Esplanade zu zementieren, der nur die alten honorigen Geldsäcke anspricht, sondern einen vom Muff befreiten, modernen und atmosphärisch den zukünftigen Anforderungen gewachsenen Spielbetrieb, der seinesgleichen sucht! Die Spielbank Esplanade ist die Antwort Hamburgs auf den bisherigen Anspruch der Westspiel, mit ihren Las Vegas-gestylten Blaulichtbuden, ausgestattet mit wackeligen Blechtischchen und Schwarzlichtlampen, die jedem, der beim laufenden Spiel Buchhaltung betreiben möchte, spätestens nach einer Stunde die Tränen in die Augen treiben, die zeitgemäßen Casinos der kommenden Generation zu besitzen! Die Antwort des Saalchefs sagt hierüber alles aus.Man will das junge, moderne Publikum. Und das zahlungskräftige obendrein. Die nachrückende Generation potentieller Spieler. Mit modernem Interior, dass den Touch mit der Tradition farblich und an Althergebrachtes trotzdem nicht verleugnet, elektronisch wegweisend, in einem der Upper Class angemessenen Gebäude untergebracht, in einer zentralen Topp-Location der Innenstadt, technomusikuntermalt, mit internationaler Bar und weit überdurchschnittlichem Service. Der Rest ist Sache der Spieler, was sie aus dem Aufenthalt machen. Dort, im Esplanade verliert keiner, weil das Casino einige Mängel hat, die wohl nicht zu vermeiden waren. Andere Spielbanken werden sich an Hamburg orientieren müssen. Hamburg hat mit der Spielbank Esplanade die Zukunft deutscher Spielsääle gerade eingeläutet. NACHTFALKEüberBERLIN
  18. 5. Casino Esplanade Spielbank Hamburg eine Momentaufnahme vom Nachtfalken. Den Besuchern sollte es mehr auf die funktionellen Details ankommen, als auf die hier vorgebrachten Mängel, die größtenteils unvermeidlich waren. Mich wundert allerdings, dass noch niemand auf die englischen Tableaudrucke angesprochen hat, die bei einigen Tischen mit ihren blassen Farbdrucken der light-typografisch gestalteten, pastellgetönten Ziffern auf dem hellen Hintergrund der Spielfläche zwar beim Raster keine Probleme aufweisen, aber sehr wohl beim Erkennen der zugehörigen Zahl. Dies ist in Verbindung mit dem gedämpften Licht der Räumlichkeiten ein klarer funktioneller Fehler! Zudem zeugen einige der Drehscheiben in den Roulettekesseln in light-typografisch gehaltenen englischen Ziffern, dass man auf ältere Gäste mit dioptrienstarken Brillengläsern anscheinend weniger Wert legt. Selbst bei der repräsentativen Bar, die in der Bewirtschaftungsablaufplanung selbst bei vollem Haus kurze Bedienungszeiten offerierte, wird dem Casino nun angelastet, dass die Bedienungen im Spielsaal umherlaufen ... wo sollen sie denn sonst laufen? Die Bar im Casino (Roulette Spielsaal); Fotos: paroli.de Immerhin unterliegt die großzügig angelegte, klassisch amerikanisch ausgerichtete Bar einem Arbeitsablaufkonzept, bei dem der Gast auch bei gut besuchten Haus nicht lang auf seinen Drink zu warten braucht. Vorbei die Zeiten, in denen im Interconti die "Altherrenmannschaft" innerhalb der engen, wulstigen Rundtheke sich auf engem Raum gegenseitig auf die Füße trat. Die transparente Atmosphäre verleitet zum Verweilen, auch, weil man vom Geschehen des Spiels im Saal etwas mitbekommt und nicht -wie in vielen anderen Casinos- abseits vom laufenden Spiel seine Getränke schlürft. Zu den alteingesessenen, wohlbekannten Charakterköpfen der seit Jahrzehnten für die Spielbank Hamburg arbeitenden Riege sind die Gesichter junger Damen hinzugekommen, was der aufgelockerten Atmosphäre gut bekommt. Und wer über Stunden bis in die Nacht seinem Ziel nach jagd, der bekommt im Gegensatz zu früher auch mal etwas anderes zu essen, als immer nur die gleichen Salate oder Sandwichs, wie in der sechsten Etage des Intercontis. Funktionell ist zu erwähnen, dass nicht nur die weitreichende Verteilung von Sitzgelegenheiten und Tischen für Casinos andernorts zum Vorbild dienen sollte, sondern, dass mit Barhockern ausgestattete Standplätze an langgestreckten Abstellflächen sogar das problemlose Essen direkt an einigen Roulettetischen während des laufenden Spiels ermöglichen. Die Bildschirme sind Teil des elektronischen Systems des kommunikativen Netzwerks, dem 150 CamInPix Kameras für den Input zur Verfügung stehen. Über 90 Mpeg-Aufzeichnungsgeräte und Mehrkanalrecordingsystems können auf einem 8-Kanal-Datenübertragungsnetzwerk für eine datenverarbeitungstechnische Steuerung, Auswertung und Live-Übertragung (im Internet oder über andere Medien) zukünftiger Turniere von internationaler Bedeutung eingesetzt werden. Die Anlage soll Spielern, Angestellten und Betreibern durch die in den Wänden eingelassenen Jumbo-Flatsreens vor Ort zur Verfolgung der Spiele bei voll besuchtem Haus zu Gute kommen. Auch ist ein Anschluss des wieder geplanten Internet-Live-Roulettes geplant, dass -sofern der Gesetzgeber es zulässt- dann ruckelfrei, bildschirmausfüllend mit Panoramakameras aufgezeichnet für ein weit komfortableres Online-Spiel sorgen wird. Dass die Casinogesellschaft Sportübertragungen über die Großbildschirme laufen liess, ist ja nun wahrlich kein Makel. Auch die in den vergangenen Tagen offerierten computergrafischen Abläufe sind wohl in jedem Fall belebender, als tote, ausgeschaltete Bildschirmwände. Beispielhaft ist die Illumination der Spielflächen, die gedämpft in die gesamte Räumlichkeit übergeht. Für schattenfreies und nirgends blendendes Licht sorgen die anfangs kalt und unpersönlich erscheinenden Leuchtstoffröhren, die vielleicht nicht zur Gemütlichkeit des Ambientes beitragen, die aber funktionell optimal sind. So hat man durch den Einsatz verschiedener, bestrahlter oder lichthinterlegter Metalle angenehme Lichteffekte bewirkt, die dies wiederum ausgleichen. Wer den Plüsch des Vergangenen erwartet, der wird im Esplanade sicherlich herb enttäuscht. Aber man hat das Angestaubte der Jahrzehnte nicht nur weggewischt; man hat ganze Sache gemacht. Dies spricht zweifelfrei für die Initiatoren. Sie abzustrafen, weil das Herumreissen des Leck geschlagenen (weil zum Schluss immer schlechter besuchten) Schiffs nicht unbedingt fehlerfrei erfolgte, liegt der Böswilligkeit näher, als dass es sich um sachliche Kritik handelt. Das Betreten der geheiligten Zokkerhallen im Esplanade entspricht Schritten in die Zukunft der Spielsääle in Europa. Wer Design am Funktionellen zu Gunsten des Spielbetriebs schätzt, der ist hier bestens bedient.
  19. 4. Casino Esplanade Spielbank Hamburg eine Momentaufnahme vom Nachtfalken. Zur Eröffnung war das sicherlich auch notwendig. Und die folgenden Wochen hielt sich das mit der Security in Grenzen. Security habe ich zwar gesehen, aber sie ist mir nicht unangenehm aufgefallen; warum sollte sie es auch? Wahrscheinlich wird sie für den zukünftigen Spielbetrieb wegfallen. Wer nun behaupten will, Hamburg habe im Esplanade zu wenig Tische, der kann höchstens den Standard von der Hohensyburg als Vergleich hinzuziehen. Die beiden französischen Tische genügen den Anforderungen, weil -wie ja schon gesagt- der Andrang an den amerikanischen Tischen erfolgt. Die Spielbankleitung hat in der Aufteilung der Tische in amerikanische und französische allein hinsichtlich der Personalintensivität eine angemessene Wahl getroffen. Da mit allen neutralen Jetons des Hauses an allen Roulettetischen gespielt werden kann, ist der eventuell gewünschten Flexibilität der Spieler hinsichtlich des Wechsels der Tische im laufenden Spiel keine Grenzen gesetzt. Auch dies hat sich nach dem ersten Ansturm relativiert, weil das Casino inzwischen eine angenehme und gar nicht überladene Atmosphäre bietet. Im Verlauf der kommenden Monate wird sich das Spiel an allen Tischen auf normale Bespielbarkeit herauskristallisieren - wenn man nicht gerade Freitag- oder Samstagnacht seine Aufwartung macht. Wie allerdings anderthalbtausend Menschen noch halbwegs normal gleichzeitig an Spiel teilnehmen wollen, vermochte mir auch die Spielbankleitung nicht zu erklären. "...eine Personenbeschränkung des Bauamts und eine Höchstzulassungsgrenze hinsichtlich der Sanitäranlagen..." gab man mir zur Antwort. Letztere sind wohl optisch sinnvoller, als hinsichtlich ihrer Funktion. Lustig, dass das kantige, viereckige Design sich nicht nur in den Aschenbechern, sondern auch in den Toilettendeckeln des Casinos widerspiegelt (ob das diejenigen entschädigt, die den Blick von der Interconti-Toilette auf die Alster vermissen?) Etwas merkwürdig berührt, dass die Behindertentoilette während der Eröffnung sich noch im Rohbau befand. Waren Behinderte nicht eingeladen oder hatten sie Bar-Verbot ?) Die Permanenzdisplays werden eine neue Programmierung für die gewohnte Anzeige erhalten. Angenehm ist, dass die Permanenzdisplays sich in Augenhöhe befinden. Das Interior ist gut gewählt. Farblich hat man die traditionellen Farben -Grüntöne, Rot und Schwarz mit modernen Accessoirschmuckfarben kombiniert - keine farbliche Agression, an der man sich übersieht - kein überladenes Pastell, das alles müde und verblichen aussehen lässt. Über den Geschmack kantigen Designs kann man sich streiten, aber zumindest ist es in einer gestalterischen Linie durchdacht bis in die Sanitäranlagen hinein. Vom großzügigen, farblich passenden Blumenambiente bis in die Details wie Personalbekleidung, Spielbeschreibungen und Aschenbechern ist alles recht sauber durchgestylt.
  20. 3. Casino Esplanade Spielbank Hamburg eine Momentaufnahme vom Nachtfalken. Nicht glücklich ist sicherlich die Lösung der gewaltigen Aluminiumkästen, die quer durch das Etablissement unter der ohnehin schon niedrigen Decke verlaufen, aber das war eine Auflage der Behörden hinsichtlich der Lüftung; clever zumindest, in dieser im Bauverlauf entstandenen Lösung zumindest auch das Kabelwerk unterzubringen, weshalb man auf die ursprünglich geplanten, Horizontal-Leitungsschächte gänzlich verzichten konnte. Aluminiumkästen (siehe oben links) und modernste Elektronik im Deckenbereich; Fotos: paroli.de Zudem hat Hamburg nach Aussagen eines Installationsbeauftragten des im Esplanade engagierten Kommunikations- und Medienspezialisten die modernste Elektronik aller Casinos in Europa untergebracht, was die Sicherheitstechnik, die Spielkontrolle und den Administrationsablauf betrifft. Die digitale Videoüberwachungstechnik ist auf dem neuesten Stand, spieltechnische Bild- und Datenverarbeitung, Videoproduktions- und Broadcasttechnik sind installiert; das Haus verfügt über 150 synchron betriebsbereite Kameras und entspricht damit den amerikanischen Sicherheitsstandards. Die Luftzirkulation sollte allerdings erheblich verbessert werden - bei maximal 1.500 Gästen wird denen nicht nur die Luft weg bleiben, weil der Geldbeutel plötzlich leer ist
  21. 2. Casino Esplanade Spielbank Hamburg eine Momentaufnahme vom Nachtfalken. Das beispielsweise ist ungerechtfertigt und überhaupt nicht nachvollziehbar! Nun haben die Hamburger ein schönes Domizil gefunden und man lastet ihnen an, dass sie das Interior nicht den Äußerlichkeiten angepasst haben? Wären die Spielsääle in einem postmodernen Hochhausbau, wäre man wahrscheinlich begeistert. Allerdings. Ein Prunkstück vom Feinsten! Irritiert waren doch meistenteils Leute, die das Esplanade von außen sahen und die dann das Interior in gleicher Richtung bestätigt haben wollten (zu denen ich bei meinem ersten Betreten des Etablissements auch gehörte). Warum man die Sääle für's Große Spiel nicht im Erdgeschoss installiert hat und das Kleine Spiel oben, ist mir auch nicht ganz klar; da wäre die Selektion der Leute etwas komplizierter geworden, aber bei der Großzügigkeit der Grundfläche hätten gute Archtekten eine solche Anforderung bewältigen können. Dann wäre die Deckenhöhe zugleich nicht so erdrückend. Das war das Hauptproblem. Gerade dieser Umstand hat die Kosten in die Höhe getrieben. Und maßgeblich aus diesem Grund, weil man zu Anfang mit den Behörden nicht klar kam und das ganze Projekt zu wanken drohte, hat sich die Bauzeit (wohlgemerkt: die Bau(!)zeit, nicht die Zeit des Interioreinbaus und der Ausstattung, für welche die vorgesehene Zeit tatsächlich veranschlagt war) so unrelativ verzögert. Geschichtliches zum Thema Esplanade bei der Pressekonferenz im Esplanade Casino. Vortrag vom Architekten Jürgen Böge; Fotos: paroli.de Immerhin haben die Architekten sich mit den Baubehörden monatelang herumschlagen müssen, bis sie überhaupt den bestehenden bautechnischen Kompromiss bewerkstelligen konnten, an den im Verlauf der fortwährenden Änderungen schon niemand mehr geglaubt hatte. Baupläne Erdgeschoss (Automaten) und Obergeschoss (Roulette, Poker, Blackjack), präsentiert vom Architekten Jürgen Böge bei der Pressekonferenz am 30.11.2006; Fotos: paroli.de Und die Pfeiler kann man ja nicht einfach wegsprengen, ohne dass der Bau zusammenkracht. Aber ansonsten gibt's doch nicht viel zu meckern. Genau so ist es Da kennt der Verfasser dieser Zeilen mit Sicherheit einige Spielsääle nicht. Die Gewöhnungsbedürftigkeit rührt nun mal vom alten Interconti her; wer die hohen Spielsääle mit Alsterblick gewohnt war, der vermisst heute die großen Fenster und die Kronleuchter. Aber will mir mal einer erklären, wie man bei den räumlichen Gegebenheiten solche Riesenfunzeln hätte aufhängen sollen? Immerhin konnten die Architekten schlecht die Decke 'rausschlagen - was also hätten sie tun sollen? Dicke Wände (Treppenflur und Eingangsbereich in der Umbauphase); Fotos: paroli.de
  22. @ roschue Ein Rauchverbot in den Spielbanken ist nicht geplant. NACHTFALKEüberBERLIN
  23. 1. Casino Esplanade Spielbank Hamburg eine Momentaufnahme vom Nachtfalken. Am Stephansplatz hat das Casino Esplanade seit 1.Dezember geöffnet. Viele kritische Bemerkungen und Verriss im Thema Hamburg neues Spielcasino Eröffnung... wen trifft man dort so...? Einer (!), der nach der Eröffnung nicht nur rumwettert Ich bin ganz seiner Meinung. Wie ich das so lese, wird die Spielbank Hamburg ja regelrecht abgestraft Ich habe mal zu einigen Beiträgen Stellung nachfolgend Stellung bezogen und eine Momentaufnahme des neuen Casinos angefertigt. Viele der Kritiken sind unsachlich und meiner Erachtens nicht erfindlich. Genauer unter die Lupe genommen hat die Hamburger Crew einen Meilenstein der Geschichte deutscher Spielbanken gelegt. Das beispielsweise ist ungerechtfertigt und überhaupt nicht nachvollziehbar! außen hui ... innen auch ... / Fotos: paroli.de NACHTFALKEüberBERLIN
  24. @ akteur Wie schon o.a. gesagt, vertritt der Beitrag nicht meine Meinung (wie alle journalistischen Beiträge keine Meinung widergeben, sondern grundsätzlich zur Meinungsbildung der Forumsleser Sachberichte zum Thema darstellen) Die Europäische Union kommentiert die deutsche Entwicklung mit Skepsis. Hat sie doch völlig andere Interessen als die, die dem http://... Berliner Abkommen zu Grunde liegen. Dementsprechend wird in den nächsten Jahren der Schlagabtausch zwischen EU und der Bundesrepublik mit Spannung zu erwarten sein, was die Rouletteredaktion ihren Lesern nicht vorenthalten will ! Mal eine Frage: Was erwartest Du, Akteur, eigentlich von redaktioneller Arbeit? Dass wir nur die Nachrichten veröffentlichen, die Deiner Meinung entsprechen - so kommentiert, wie Du sie gern hättest? NACHTFALKEüberBERLIN
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