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Frage an Sachse


2287 Antworten in diesem Thema

#1 fragender

    Systemspieler

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Geschrieben 05 June 2004 - 13:05

Christian Kaisan - Der Sachse, Millionengewinner und Buchautor
Einer der erfolgreichsten Roulettespieler beantwortet eure Fragen





@Sachse:


Was machst du eigentlich wenn du in einem Casino an einem Tisch bist und einzelne Personen sehen du gewinnst und setzten immer dann wann du setzt auf genau das gleich wie du ?

Brichst du das Spiel ab wartest , verlässt sogar das Casino oder spielst du ganz normal weiter ?

Du hast glaube ich auch in einem Thread mal geschrieben das du für Blackjack eine Strategie ? hast die ca. 1,35 % ? vorteil für den Spieler bringt ,richtig?
Auch hast du geschrieben das du selber nicht BJ spielst warum ???

Ich glaube mal nicht das du die Strategie hier einmal gepostet hast ?
Könntest sie doch auch verkaufen dann hättest auch wieder einen guten gewinn ?

#2 sachse

    Hai-Roller

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Geschrieben 05 June 2004 - 15:17

Hallo Fragender,

Das Problem mit Nachspielern gab es vor vielen Jahren in Hittfeld. Dort haben ungefähr 15 Leute - vorwiegend Griechen – nachgespielt. Das war anstrengend und hat viel Unruhe am Tisch verursacht. Später in HH habe ich den Croupiers gesagt, dass ich nur dann doppelten Tronc gebe, wenn sie das Nachspiel unterbinden. Jetzt passiert das kaum noch, weil es z.B. in Las Vegas keine Stammgäste gibt. Dort kommen die Leute für 3-5 Tage und da trifft man in den 3 Schichten nicht so oft die gleichen Zocker.

Zum BJ:
Ich habe das Spiel lediglich in ca. 40 verschiedenen Varianten analysiert. Anzahl der Decks, Grad der Erhöhung bei günstiger Konstellation, diverse deutsche und amerik. Regeln, Abstichdicke usw., usf. Bei den folgenden Simulationen über mehrere Millionen Spiele wurde dann neben dem Counten immer die optimale Satz- und Kaufstrategie angewandt und die brachte dann zwischen 0,5 und 2% Gewinn.
Der Grund, warum ich es nicht spiele ist der, dass es nicht erlaubt ist, den Computer mit in’s Casino zu nehmen. Außerdem gibt es bei 1,5% Plus Durchhänger von rund 100.000 Spielen. Der Verlust ist in dieser Zeit nicht einmal besonders hoch, aber wer hält das denn nervlich durch, ein halbes oder dreiviertel Jahr im Zwischenminus zu sein. Da kommen Zweifel auf, ob nicht doch ein Denkfehler vorliegt und, und, und. Man hat einfach über Monate schlechte Laune – das will ich mir nicht antun.
Verkaufen? Ich habe noch nie etwas verkauft und beabsichtige es auch weiterhin nicht. Ich weiß doch heute außerdem nicht, was ich in ein paar Jahren darüber denke. Mit dem Verkauf einer rentablen Methode verdient man auf jeden Fall weniger, als wenn man es selbst ausnutzt.

Alles zur Zufriedenheit beantwortet?

sachse

#3 David Cooper

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Geschrieben 05 June 2004 - 15:31

Hi Sachse,

Zitat

Später in HH habe ich den Croupiers gesagt, dass ich nur dann doppelten Tronc gebe

Können die Croupiers das denn so einfach unterbinden?
Was hat dich am Nachspielen gestört?

#4 sachse

    Hai-Roller

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Geschrieben 05 June 2004 - 21:01

Hi D.C.,

gestört hat mich die Unruhe am Tisch, wenn nach meiner(späten)Annonce noch 15 Leute nachhampeln, die auch noch annoncieren oder aussetzen wollen. Dann kann es passieren, dass ein Saalchef eher absagen läßt, um das korrekte Spiel zu gewährleisten.
Und um ehrlich zu sein: Warum sollen andere von meiner Leistung profitieren?
Der Verlust des Tisches wird mir in die Schuhe geschoben, obwohl ich vielleicht nur 50% davon habe.
Zusätzlich muß ich mich noch beschimpfen lassen, wenn es vorübergehend mal nicht läuft.
Hast Du schon einmal eine Herde Südländer zocken sehen?

sachse

#5 Tottermann

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Geschrieben 07 June 2004 - 06:59

Zitat

Zusätzlich muß ich mich noch beschimpfen lassen, wenn es vorübergehend mal nicht läuft

...extrem dreist...




Zitat

Hast Du schon einmal eine Herde Südländer zocken sehen?

...ich habe schon Dinge gesehen, da hatte das Wort "zocken" eine andere Bedeutung...

:selly:

#6 Baerliner

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Geschrieben 07 June 2004 - 13:00

Moin moin sachse,

wenn du deine Idee nicht verkaufst, wer bekommt denn dann mal deine "Strategie"? Wer ist denn der glückliche Erbe? Ick stelle mir zur Verfügung. :wink: Ick hab´s nich mal eilig.

Sorry, is nur ein Scherz. Aber das die Leute alle nicht Ihre Ideen verkaufen wollen, macht mich schon ziemlich stutzig. Naja, auch ick kann mir ja mal in der Menschheit irren.


Ciao Heiko :lol:

#7 sachse

    Hai-Roller

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Geschrieben 07 June 2004 - 17:05

Hallo Baerliner,

ich habe 3 erwachsene Kinder und einen 16jährigen Enkel. Du siehst, an Nachfolgern – wenn sie es denn packten – wäre kein Mangel. Des Weiteren habe ich vor geraumer Zeit beschlossen gesund 100 Jahre alt zu werde. Es sieht nicht gut aus für Dich.

Wie viel Leute, die ein dauerhaft funktionierendes System besitzen und das nicht verkaufen, kennst Du denn ? Mir ist außer KG und KF nichts Weiteres bekannt.

sachse

#8 Baerliner

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Geschrieben 07 June 2004 - 17:45

Moin moin sachse,

also wenn du 100 wirst, muß ick wohl vorher dran glauben. Sollten deine Erben aber schon vorher in den Genuß kommen (wegen der Schenkungssteuer :wink: ) und deine Systematik nicht beherrschen, stelle ich mich gerne asl Novize zur Verfügung. :wink:

Nun außer Kesselfehler und Kesselgucken kenne ich nur noch mein eigenes unfehlbares System. :lol:

Naja zumindestens bleibt dieser Traum so lange, bis ich die Idee komplett umgesetzt habe und ich dann feststellen muß, daß sie nicht funktioniert. Bis dahin bleibt es die ultimative Geheimwaffe gegen das Roulette.

Da ich nicht die Zeit, Kraft, Geld und Energie habe, um meine ganzen Ideen vollständig und richtig umzusetzen, wird mein Traum also noch eine Weile bestehen bleiben. Träume können ja auch nicht schaden.



Ciao Heiko :wink:

#9 ideenmichel

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Geschrieben 10 June 2004 - 10:30

@ sachse

Hi,

ich haette da einmal ein paar Fachfragen.

Was denkst Du wieviel Umdrehungen macht das Innenrad vom Roulette bist die Kugel einrastet?

Wie lange dauert es von Abwurf bis einrasten ?

Mit welcher Geschwindigkeit wirft der Croupier normalweise
die Kugel.

Ungefährwerte reichen.

Dann würde mich noch interessieren, was Du überhaupt von der Idee haelts. mit Fourieranalyse an die Permanenzen heranzugehen, um lokale Perioden aufzuspüren?

E. Hadimag scheint da bereits was veröffentlicht zu haben,
weißt was darüber?

Danke im voraus

#10 Carlo

    Tendenzspieler

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Geschrieben 10 June 2004 - 11:12

E. Hadimag, hat sicher viele wohlformulierte Abhandlungen geschrieben, aber leider ohne jeden praktischen Nutzen.
Sein letztes mir bekanntes Elaborat ist RDD, von Spöttern als ruinöser Doppeldreh bezeichnet.

Für den Rest ist der Sachse zuständig... :wink:

mfg
carlo :lol:

#11 Roulettist

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Geschrieben 10 June 2004 - 11:34

RDD=roulettistisches-dauer-dilemma :wink:
e.hadimag und methodikus...................

roulettist

#12 sachse

    Hai-Roller

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Geschrieben 10 June 2004 - 12:42

Hallo Ideenmichel,

die Anzahl der Umdrehungen des Zahlenrades differiert sehr stark.

Zum Beispiel:
Kurzer Wurf, 7 Kugelrunden, Radgeschwindigkeit pro Runde=4 sec, ergibt höchstens 3-4 Radrunden.
Langer Wurf, 30 Kugelrunden, Radgeschwindigkeit pro Runde=2 sec, ergibt 15-20 Radrunden.

Daraus ergibt sich wiederum eine Gesamtcoupzeit von 12-30 sec von Kugelwurf bis Fall.

Bei langen Würfen liegen die ersten Kugelrunden zwischen 0,5 und 0,8 sec.
Die letzten Runden dauern je nach Kugelart und Kesseltyp pro Runde zwischen 1,5 sec(Huxley, amerik.) und 2,8 sec(Caro, frz.).

Ich weiß leider nicht, was eine Fourieranalyse ist.

sachse

#13 sachse

    Hai-Roller

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Geschrieben 10 June 2004 - 12:50

Fourieranalyse
Außer den den Grundsignalen, Impulsfolge und Einheitssprungfolge, kann auch die Klasse der komplexen exponentiellen Signale zur Untersuchung und Charakterisierung von Systemen verwendet werden. Durch die Linearkombination von komplexen Signalen können kompliziertere Eingangssignale konstruiert werden. Mit den für LTI-Systeme geltenden Gesetzmäßigkeiten läst sich mit den komplexen Eingangssignalen das Übertragungsverhalten eines Systems angeben. Als Sonderfall werden die komplex darstellbaren Sinus- und Kosinussignale zur Analyse verwendet. Diese Analysemethode wird nach dem Wissenschaftler Fourier als Fourier-Analyse bezeichnet.

Die Entwicklung der Fourier-Analyse hat eine lange Geschichte und beruht auf zahlreichen Untersuchungen von physikalischen Erscheinungen. Für die Beschreibung von periodischen Vorgängen eignen sich die am Einheitskreis abgeleiteten Sinus- und Kosinusfunktionen ganz besonders. Duch Summen von gewichteten Sinus- und Kosinussignalen lassen sich beliebige, periodische Signale beschreiben. Bei einer schwingenden Saite lassen sich zum Beipiel verschiedene Schwingungsmoden feststellen. Außer der Schwingung der Saite über die gesamte Länge, schwingt die Saite um Knotenpunkte herum mit der halben Länge, einem Drittel, einem Viertel.... Daraus ergeben sich harmonisch verwandte Teilschwingungen deren Frequenzen idealisiert ganzzahlige Vielfache der Grundschwingung sind. Wenn es also gelingt die Schwingung der Saite zu einem bestimmten Zeitpunkt durch eine Linearkombination von Sinusschwingungen zu beschreiben, kann der Zustand der Saite auch zu jedem anderen Zeitpunkt bestimmt werden, indem die Koeffizienten des früheren Zeitpunktes ausgewertet werden.

Allgemein lassen sich an Grundsignale zur Untersuchung von LTI-Systemen die Forderung stellen, daß sich mit ihnen eine große Klasse von Signalen für den Aufbau von Testsignalen bilden läßt und daß das Übertragungsverhalten eines LTI-Systems für diese Grundsignale in seiner Struktur so einfach ist, daß eine bequeme Darstellung des Übertragungsverhalten des Systems bei beliebigen Eingangssignalen möglich ist, die als Linearkombination dieser Grundsignale aufgebaut wurden.


ICH GLAUBE, ES DAUERT EIN WENIG, EHE ICH DAS VERSTEHE.

sachse

#14 Silberdollar

    Tüftler

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Geschrieben 10 June 2004 - 13:25

@sachse
ich versteh nur "Bahnhof"
Erzähl das mal einem Croupier. Der sagt anschliessend."Sie gehen am Bettelstab."

#15 ideenmichel

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Geschrieben 10 June 2004 - 15:14

@sachse

super Deine präzisen Angaben zum Rouletteverlauf und Deine
ehrliche Antwort. Mit den Zahlen habe ich eine gute Arbeitsgrundlage
für weitere Überlegungen.

Die Geschichte mit der Fourieranalyse ist nicht so kompliziert, wie von
Dir wiedergegeben, denn ich möchte ja nur einen Spezialfall untersuchen.
Soweit ich es verstanden habe läßt sich fast jede Funktion durch eine
unendliche Reihe von Sinus und Cosinus-Funktionen beschreiben.

Beim Roulette würde ich erwarten, dass man für kleine Abschnitte in der
Permanenz mit ein paar Funktionen auskommt, wenn man ein paar "Ausreißer"
ignoriert.

Fourieranalysen und Transformationen werden heutzutage mit wissentschaftlicher
Standardsoftware durchgeführt. Die Permanenzen muß man nur vorher so in Form
bringen, dass die Software, die Files einlesen kann und das die Zahlen auch
etwas mit der physikalischen Realität zu tun haben.

Ich bin kein Wissentschaftler, auch wenn ich in so einem Laden meine kleinen
Brötchen verdiene, sondern ich würde mich eher als Diplombastler bezeichnen.

Danke auch nochmal an die anderen, für den Hinweis mit dem RDD denn es zeigt
sich wieder einmal, die Theorie allein, ist auch nicht der Weisheit letzter
Schluß. Aber ein Vorteil hat die RDD, sie ist wissentschaftlich fundiert, und
wer danach spielt geht wenigstens mit Stil unter.
:wink:

Mit der Berurteilung ob seine Theorien brauchbar sind, möchte ich noch warten,
bis ich mehr davon gesehen habe. Selbst wenn es für den Augenblick stimmt,
dass sie nicht praktisch umsetzbar sind, so sollte nicht vergessen werden,
dass die OCs im Kommen sind und niemand kann einen hindern, parallel zum Spielen
noch ein paar Rechner mitlaufen zu lassen.

Ich hab noch mehr Ideen, aber im Moment mach ich mich erst einmal
im Forum schlau und schaue, dass ich eine Arbeitsgruppe finde.





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