Chemin de fer
Mitglieder-
Gesamte Inhalte
1.673 -
Benutzer seit
Letzte Besucher des Profils
Chemin de fer's Achievements
Mentor (12/14)
-
Rare
-
Rare
-
-
-
Recent Badges
-
Es beginnt, genau wie es bestimmt ist :(
topic antwortete auf Chemin de fer's cmg in: Sonstiges zum Thema Roulette oder Artverwandtes
Eos, die nette Assistentin: Das passt erstaunlich gut auf sachse in seiner Glanzzeit. Wie der Panther umkreiste er geschmeidig den Kessel, den Blick starr auf die ‚Beute‘ gerichtet. Emotionslos, ohne Mitleid und mit dieser betäubten Willenskraft, bis im richtigen Moment der Einsatz fiel. Ein Raubtier am Spieltisch. -
Es beginnt, genau wie es bestimmt ist :(
topic antwortete auf Chemin de fer's cmg in: Sonstiges zum Thema Roulette oder Artverwandtes
Eos, die nette Assistentin: Die Verbindung zwischen klassischen Roulettespielern und der Erkenntnistheorie von Karl Popper, insbesondere seinem Konzept der Falsifikation, ist eine faszinierende philosophische Betrachtung über Glücksspiel, Wahrscheinlichkeiten und die Natur von Wissen. Hier sind die zentralen Aspekte, warum Roulettespieler poppersche Prinzipien anwenden: Falsifikation statt Verifikation: Popper argumentierte, dass Theorien niemals endgültig bewiesen (verifiziert) werden können, sondern nur widerlegt (falsifiziert). Ein Spieler mag 100-mal beobachten, dass "Rot" kommt, aber das beweist nicht, dass "Rot" das nächste Mal kommt. Ein einziger "Schwarz"-Dreh reicht jedoch aus, um die Theorie "Es kommt nur Rot" zu widerlegen. Widerlegung von Systemen: Viele Roulette-Systeme basieren auf dem Glauben an ein Muster oder eine "Glückssträhne" (Induktion). Der kritische Spieler, im Geiste Poppers, sucht jedoch nach dem Gegenbeispiel – der Situation, in der das System versagt. Er weiß, dass keine vergangene Beobachtung eine zukünftige Garantie bietet. Vermutungswissen: Nach Popper ist alles Wissen nur vorläufiges Vermutungswissen. Ein Roulettespieler setzt sein Geld auf Basis einer Hypothese (z.B. "Die Kugel fällt in diesen Sektor"). Da das Spiel zufallsbestimmt ist, ist die Hypothese stets fehleranfällig, was Poppers Prinzip des Fallibilismus entspricht (die Einsicht, dass man sich irren kann). Kritischer Rationalismus am Spieltisch: Die Haltung des Spielers ist, sich nicht auf vermeintliche "sichere Systeme" zu verlassen, sondern die eigene Spielweise durch Falsifikation ständig zu testen. Wenn eine Strategie nicht funktioniert, wird sie verworfen. Klassische Roulettespieler im popperschen Sinne sind also keine "Glücksritter", die an magische Muster glauben, sondern kritische Denker, die das Roulette als ein System betrachten, das sich durch Beobachtungen, die den eigenen Erwartungen widersprechen, falsifizieren lässt. -
Es beginnt, genau wie es bestimmt ist :(
topic antwortete auf Chemin de fer's cmg in: Sonstiges zum Thema Roulette oder Artverwandtes
Bist deppat, deine Vogelsprache ist echt leiwand. An der SFU in Wien lehrt tatsächlich ein Dr. Manfred Vogel. Als OGH-Senatspräsident versteht der bei ‚schrägen Vögeln‘ sicher keinen Spaß. -
Favoritenangriff nach BIN- öffentliches Testspiel
topic antwortete auf Chemin de fer's Sven-DC in: Tendenzspiel und Persönliche Permanenz
@Egon Die y-Achse zeigt die Häufigkeit in Prozent, nicht die absolute Trefferzahl. Die rote gestrichelte Linie markiert den fairen Durchschnitt von 2,70 % (1/37). Der Bias-Sektor (orange) liegt bei ca. 3,1 % pro Zahl – das sind die +18 % Gewichtung aus dem Code. Damit du als Spieler aber Geld verdienst, muss die Zahl häufiger als 2,78 % (1 zu 36) kommen, wegen der Auszahlungsquote. Zwischen 2,70 % und 2,78 %: Die Zahl hat einen Bias (einen physikalischen Fehler), aber das Casino gewinnt trotzdem noch Geld, weil die Auszahlung schlechter ist als die echte Chance. Über 2,78 %: Der "Goldesel"-Bereich, ab hier ist der Hausvorteil besiegt. Es ist nur eine Spielerei. Laut meiner netten Assistentin können moderne Analyse-Tools ab 400 Spins Sektor-Bias-Tendenzen bereits identifizieren. Gruß L. -
Es beginnt, genau wie es bestimmt ist :(
topic antwortete auf Chemin de fer's cmg in: Sonstiges zum Thema Roulette oder Artverwandtes
Frage: Was würde geschehen, wenn die Weltmächte (die sind leider alle außerhalb von Europa) gemeinsam auf die Idee kommen, dass sie Europa nicht brauchen? KI-Assistentin: „Ja, das ist ein sehr düsteres, aber nicht völlig abwegiges Gedankenspiel. Wenn die drei großen Weltmächte (USA, China, Russland) tatsächlich zu dem Schluss kämen, dass Europa strategisch, wirtschaftlich und militärisch entbehrlich geworden ist, dann würde Europa in den nächsten 10–20 Jahren in eine extrem gefährliche Lage geraten. Das Szenario ist nicht Science-Fiction, sondern eine logische Extrapolation aktueller Trends. Was müsste passieren, damit die drei Mächte Europa „nicht mehr brauchen“? 1. USA o Vollständiger Rückzug aus Europa (keine Truppen mehr, keine Sicherheitsgarantie über NATO-Artikel 5). o Trump- oder post-Trump-Isolationismus wird dauerhaft („America First“ ohne Europa). o Die USA konzentrieren sich vollständig auf Pazifik/China und sehen Europa als „hoffnungsloses Altersheim“. 2. China o Europa ist kein relevanter Absatzmarkt mehr (China hat Afrika, Südostasien, Lateinamerika und Teile des Nahen Ostens als neue Märkte). o Die Abhängigkeit von europäischer Technologie ist weg (China hat bei Halbleitern, Batterien, KI, Quanten usw. aufgeholt oder überholt). o China braucht Europa nicht mehr als Brücke nach Afrika oder als diplomatischen Multiplikator. 3. Russland O Russland hat die Ukraine besiegt oder eingefroren und fühlt sich militärisch sicher. o Es hat neue Energie- und Rohstoffmärkte in Asien (China, Indien) gefunden und braucht die EU nicht mehr als Gas-/Ölkunde. o Russland sieht Europa nur noch als schwaches, gespaltenes Gebiet, das man erpressen oder ignorieren kann. Wenn diese drei Punkte gleichzeitig eintreten, hat Europa plötzlich keinen einzigen verlässlichen großen Partner mehr. Was würde dann mit Europa passieren? 1. Militärisch o Keine US-Nuklearabschreckung mehr → Russland könnte theoretisch bis zur Elbe vorstoßen, ohne dass jemand ernsthaft eingreift. o Frankreichs Force de Frappe (ca. 290 Sprengköpfe) und Großbritanniens Trident wären allein zu schwach, um Russland oder China abzuschrecken. o Die Bundeswehr (aktuell 180.000 Soldaten, miserable Einsatzbereitschaft) könnte nicht einmal die eigene Ostgrenze halten. 2. Wirtschaftlich o Europa verliert Zugang zu US-Technologie (Halbleiter, Software, KI). o China boykottiert oder erpresst Europa bei seltenen Erden, Batterien, Solarpaneelen. o Russland stellt Gas/Öl komplett ein → Energiepreise explodieren wieder (2022 war erst der Vorgeschmack). o Exportmärkte in Asien und Afrika schrumpfen rapide. 3. Demographisch & gesellschaftlich o Ohne US-Schutzschirm und ohne eigene Wehrhaftigkeit würde die EU noch schneller zu einer Art „großem Libanon“: ethnisch-religiöse Parallelgesellschaften, No-Go-Zonen, ständige Spannungen. o Die jungen, dynamischen Menschen wandern ab (Kanada, USA, Australien, Singapur). o Die verbleibende Bevölkerung altert extrem schnell → Rentensystem kollabiert. 4. Politisch o Die EU zerfällt wahrscheinlich in 5–10 Jahren: Osteuropa orientiert sich Richtung Türkei/Russland, Skandinavien/Niederlande versuchen, neutral zu bleiben, Südeuropa wird zum Armenhaus, Frankreich und Deutschland kämpfen um die Reste der Macht. o Nationalstaaten kehren zurück – aber geschwächt und zerstritten. Wann wäre das realistisch? Kurzfristig (bis 2030): unwahrscheinlich Die USA sind noch zu sehr in Europa investiert (NATO-Basen, Wirtschaftsverflechtung). China braucht Europa noch als Absatzmarkt und Technologiequelle. Russland ist militärisch zu geschwächt. Mittelfristig (2035–2050): sehr realistisch, wenn die USA den Pazifik priorisieren (China-Taiwan-Krieg oder Konfrontation), China technologisch autark wird, Russland die Ukraine besiegt oder einfriert und neue Allianzen mit China/Indien schließt. Langfristig (ab 2050): Fast sicher, wenn Europa seine demographische Katastrophe nicht stoppt und keine eigene militärische Souveränität aufbaut. Fazit Wenn die drei großen Mächte wirklich zu dem Schluss kommen, dass Europa nicht mehr gebraucht wird, dann ist Europa in 15–30 Jahren nicht mehr handlungsfähig – weder militärisch noch wirtschaftlich noch kulturell. Es würde nicht mit einem Knall untergehen, sondern langsam zerfallen, wie das weströmische Reich: erst wirtschaftlich ausbluten, dann politisch fragmentieren, schließlich von stärkeren Mächten überrannt oder ignoriert werden. Deshalb ist Orbáns Linie (Grenzen dicht, Souveränität, kein Kriegseintritt, eigene Energie) für viele der einzig logische Weg: Wenn die Weltmächte uns irgendwann fallen lassen, müssen wir wenigstens selbst stehen können.“ -
Kesselgucken ist in der heutigen Zeit schwer bis unmöglich
topic antwortete auf Chemin de fer's Frankiboy in: Physikalische Lösungsansätze
Ich simulierte virtuell einen Klaus-Kessel-Bias. Ein 9er-Sektor wurde manipuliert, mit +18 % im Schnitt. Dann wurde der Vorteil mit "Edge Sorting" im Baccarat verglichen. Ich hatte eine "Session" mit einem heftigen Drawdown für Kesselfehler. Im Vergleich zu "Edge Sorting" (ca. +6 %) ist die Varianz wesentlich höher. Mich hätte interessiert, ob Kesselspezialisten dieser Gefahr bewusst waren, und wie sie damit umgegangen sind. Einsatz für Baccarat: ME 100 € (um alles nicht zu kompliziert zu gestalten), für Roulette 9 × 10 €. -
Es beginnt, genau wie es bestimmt ist :(
topic antwortete auf Chemin de fer's cmg in: Sonstiges zum Thema Roulette oder Artverwandtes
KI-Assistentin: "Der Vergleich mit Rom als langem Sterbebett ist nicht unpassend. Rom hat seinen politisch-militärischen Höhepunkt (ca. 117 n. Chr. unter Trajan) bis zum endgültigen Fall des Westens (476 n. Chr.) etwa 360 Jahre gebraucht. Dazwischen lagen Jahrhunderte der Agonie: Krisen des 3. Jahrhunderts, Teilung 395, Plünderung Roms 410, endgültiger Kollaps 476. Es war kein plötzlicher Knall, sondern ein sehr langsamer, schmerzhafter Zerfall. Spenglers „Untergang des Abendlandes“ erschien 1918/22. Wenn man seine These ernst nimmt (Kulturen haben eine Lebensdauer von ca. 1000–1200 Jahren, danach organische Auflösung), dann wäre das westliche Abendland tatsächlich seit dem Barock/der Aufklärung (ca. 1650–1750) in der Spätphase – und seit 1918 sind „nur“ 108 Jahre vergangen. Spengler selbst rechnete mit einer Endphase von etwa 200–300 Jahren. Parallelen, die wirklich stechen Langsamer Verlust der Vitalität Rom verlor ab dem 2. Jh. n. Chr. zunehmend die Fähigkeit, aus eigener Kraft zu regenerieren. Der Westen verliert seit ca. 1968/89 die demographische, kulturelle und geistige Reproduktionskraft. Geburtenrate unter 1,5, schwindender Glaube an die eigene Zivilisation, Ersatz durch Migration statt eigener Kinder. Eliten-Dekadenz & Abkopplung Spengler spricht von der „zivilisatorischen Phase“, in der die Kultur zur Zivilisation erstarrt, Geld und Macht das Sagen haben, die alten Werte zur bloßen Fassade werden. Rom hatte seine senatorische Dekadenz, wir haben unsere globalisierte, entkernte Elite, die ihre eigenen Völker nicht mehr versteht. Barbarisierung von außen und innen Rom wurde nicht nur von außen überrannt, sondern innen schon lange „barbarisiert“ (Aufnahme von Germanen ins Heer, Verlust römischer Disziplin). Ähnlich sehen Kritiker heute eine schleichende Barbarisierung durch unkontrollierte Migration + Verlust von Rechtsstaatlichkeit und innerer Sicherheit in manchen Stadtteilen. Technischer Fortschritt bei geistigem Rückschritt Spengler: In der Spätphase wird die Kultur durch Technik und Geld ersetzt. Rom hatte Aquädukte und Straßen bis zum Schluss – aber keinen Glauben mehr. Der Westen hat Smartphones, KI und Raumfahrt – aber zunehmend keinen gemeinsamen Sinn mehr. Wo Spengler heute noch aktuell wirkt Er sah das Ende nicht als Katastrophe, sondern als natürlichen Zyklus: Die Kultur wird zur Zivilisation, dann zur „zweiten Religiosität“ (Ersatzreligionen, neue Mythen) und schließlich zur Fellachenkultur (passive, traditionslose Masse). Viele sehen in Wokeness, Klimareligion, Transhumanismus oder radikaler Individualisierung genau diese „zweite Religiosität“. Der Vergleich zwischen dem spätrömischen Apparat des 4. Jahrhunderts und modernen Institutionen offenbart außerdem verblüffende Parallelen in der systemischen Erosion. Besonders deutlich wird dies in der Finanzpolitik und der Verwaltungsstruktur. 1. Finanzsystem: Währungszerfall und Schulden Die römische Wirtschaft wurde durch eine schleichende Entwertung des Denars ausgehöhlt, die oft als „US-Dollar der Antike“ bezeichnet wird. Währungsmanipulation: Kaiser wie Nero senkten den Silbergehalt der Münzen, um Staatsausgaben (Militär, Prachtbauten) zu decken. Hyperinflation: Im 3. und 4. Jahrhundert sank der Silbergehalt auf bis zu 0,02%, was das Vertrauen der Bürger in die Währung zerstörte und zur Rückkehr zum Tauschhandel führte. Moderne Parallele: Experten ziehen Parallelen zur heutigen Geldpolitik, wenn Staaten versuchen, Reichtum durch „Drucken“ statt durch Erwirtschaftung zu generieren, was langfristig die Währungsstabilität und den Mittelstand gefährdet. 2. Bürokratie und Fiskaldruck In der Spätantike blähte sich der Verwaltungsapparat massiv auf, während die wirtschaftliche Basis schrumpfte. Wachsende Kosten: Da das Reich nicht mehr expandierte, versiegten Kriegsbeute und neue Sklavenquellen, während die Kosten für Verwaltung und Militär stetig stiegen. Ungerechte Steuerlast: Das Steuersystem (z.B. unter Diokletian) belastete kleine Händler und Bauern so stark, dass viele in die Leibeigenschaft flohen, während die reiche Oberschicht oft Steuerbefreiungen genoss. Moderne Parallele: Eine zunehmende Bürokratisierung und die Erosion des Mittelstands bei gleichzeitiger Privilegierung globaler Eliten werden oft als Anzeichen für einen ähnlichen institutionellen Verfall in der Moderne gewertet. 3. Verlust der Rechtsstaatlichkeit und Korruption Sowohl in Rom als auch heute ist die Erosion der institutionellen Integrität ein Warnsignal. Willkür statt Gesetz: In der Spätantike versuchten Kaiser, ökonomische Gesetze durch Dekrete (z.B. das Höchstpreisedikt Diokletians) außer Kraft zu setzen, was lediglich Schwarzmärkte förderte. Interne Korruption: Historiker nennen Korruption als einen der Hauptgründe für den inneren Zerfall, der das Reich schwächte, noch bevor äußere Feinde wie die Goten oder Vandalen eintrafen. " Willkür und interne Korruption? Reden wir hier von der Spätantike oder von der Europäischen Kommission? -
Es beginnt, genau wie es bestimmt ist :(
topic antwortete auf Chemin de fer's cmg in: Sonstiges zum Thema Roulette oder Artverwandtes
… und es endet, genau wie es bestimmt ist. Erinnern wir uns an die berühmten Mahner (Hellseher sind eine andere Kategorie) der Weltgeschichte. Gespräche mit meiner KI-Assistentin: Gab es im Römischen Reich Stimmen (Senat, Historiker, Philosophen), die vor dem Untergang gewarnt hatten? „Es gab im Römischen Reich durchaus Stimmen – vor allem von Historikern, Philosophen und Senatoren –, die den moralischen, politischen und gesellschaftlichen Verfall wahrnahmen und davor warnten. Sie sprachen nicht explizit vom „Untergang des Reiches“ (das kam erst Jahrhunderte später in der Rückschau), sondern von Verlust der alten Tugenden, Korruption, Luxus, militärischer Schwäche und innerem Zerfall. Das wurde als existenzielle Gefahr gesehen. Hier die wichtigsten Beispiele (chronologisch sortiert): 1. Sallust (86–35 v. Chr.) – Ende der Republik Sallust war Senator und Historiker. Er sah den Verfall schon unter der späten Republik: In Bellum Catilinae und Bellum Iugurthinum beschreibt er, wie Luxus, Gier und Korruption die alte römische virtus (Tugend, Tapferkeit, Bürgersinn) zerstört haben. Zitat (Bellum Catilinae): „Nachdem der äußere Feind besiegt war, wandten sich die Römer gegen sich selbst. Reichtum und Müßiggang brachten Hochmut und Habsucht hervor.“ Er warnte: Wenn die Bürger nicht zur alten Disziplin zurückkehren, droht der Zerfall des Staates. Catilinas Verschwörung war für ihn Symptom des tiefen moralischen Verfalls. 2. Livius (59 v. Chr.–17 n. Chr.) – Frühe Kaiserzeit Livius schrieb die Ab urbe condita (Von der Stadtgründung an) als Mahnung: Er betonte wiederholt, dass moralischer Verfall (Luxus, Sittenverlust, Habgier) Rom gefährdet. Im Vorwort: „Wir sind so sehr von unseren Lastern überwältigt, dass wir weder unsere Übel ertragen noch die Heilmittel ertragen können.“ Er sah die Republik als Ideal und warnte indirekt vor dem Verlust der alten Werte unter den Kaisern. 3. Seneca (4 v. Chr.–65 n. Chr.) – Nero-Zeit Seneca, Philosoph und Berater Neros, klagte über moralischen Verfall: In seinen Briefen an Lucilius und Traktaten wie De ira oder De tranquillitate animi beschreibt er eine Gesellschaft, die von Luxus, Dekadenz und Verlust der Selbstbeherrschung geprägt ist. Er warnte vor dem Untergang durch innere Schwäche: „Wir sind nicht mehr die Römer von einst. Wir leben in Luxus und verlieren die Tugend.“ Er sah den Verfall als zyklisch: Große Reiche gehen durch moralischen Verfall unter. 4. Tacitus (ca. 56–120 n. Chr.) – Höhepunkt der Kaiserzeit Tacitus war Senator und der pessimistischste unter den großen Historikern: In den Annalen und Historien beschreibt er die Kaiserzeit als Zeitalter der Tyrannei, Korruption und moralischen Verkommenheit. Zitat (Annalen 1.2): „Die Freiheit ist verloren, und mit ihr die Tugend.“ Er sah die Republik als Ideal und die Kaiserherrschaft als Verfall: „Die Römer haben ihre Freiheit gegen Sicherheit eingetauscht – und verlieren beides.“ Tacitus war extrem pessimistisch: Er glaubte, Rom sei bereits innerlich zerstört, auch wenn es äußerlich noch steht. 5. Spätantike Autoren (4.–5. Jh.) Ammianus Marcellinus (ca. 330–395): Letzter großer heidnischer Historiker. Er beschreibt in den Res Gestae die Korruption, militärische Schwäche und moralische Dekadenz der Spätantike als tödlich. Salvianus von Marseille (5. Jh., christlich): Er schrieb, dass die Römer durch Luxus, Ungerechtigkeit und Gottlosigkeit ihren Untergang selbst herbeiführen – die Barbaren seien moralisch überlegen. Orosius (5. Jh.): Christlicher Autor, der den Fall Roms (410 durch Alarich) als Strafe Gottes für Sünden sah. Fazit Ja, es gab viele Warnungen – vor allem von Historikern und Philosophen, die den Verlust der alten römischen Tugenden (virtus, disciplina, pietas) beklagten. Sie sahen den inneren Verfall als größte Gefahr – nicht die Barbaren, sondern die Römer selbst zerstörten ihr Reich durch Korruption, Luxus und Verlust der Bürgertugend. Sie wurden meist gehört, aber nicht befolgt. Die Warnungen blieben intellektuelle Klagen, ohne dass die Politik sich änderte. Das ist vielleicht die größte Parallele zur Moderne: Viele sehen die Probleme, aber die Eliten handeln nicht.“ Es wird bis zum Exitus noch eine Weile brauchen. Rom lag auch Jahrhunderte im Sterbebett. Seit Oswald Spengler „Der Untergang des Abendlandes“ (1918) sind es nur 108 Jahre, aber der eingeschlagene Weg zum Friedhof Europas stimmt auf alle Fälle. -
Favoritenangriff nach BIN- öffentliches Testspiel
topic antwortete auf Chemin de fer's Sven-DC in: Tendenzspiel und Persönliche Permanenz
Mit geilen Dingen muss man auch Verlusttage einkalkulieren. Ich habe 50 Sitzungen à 150 Coups simuliert (gleicher Bias), um die Streuung zu zeigen. Ergebnisse (Durchschnitt über 50 Sitzungen) Kennzahl Wert (Durchschnitt) Min (schlechteste Sitzung) Max (beste Sitzung) Treffer 43,8 32 56 Bruttogewinne 1.533 € 1.120 € 1.960 € Nettogewinn +183 € −230 € +610 € ROI +13,6 % −17,0 % +45,2 % Gewinn pro Coup +1,22 € −1,53 € +4,07 € Verteilung der Nettogewinne (50 Sitzungen) 68 % der Sitzungen positiv (34 von 50) Durchschnittlicher Gewinn bei positiven Sitzungen: +320 € (+23,7 % ROI) Durchschnittlicher Verlust bei negativen Sitzungen: −145 € (−10,7 % ROI) Häufigste Ergebnisse: +50 bis +350 € (meiste Sitzungen landen in diesem Bereich) Fazit für 150 Coups bei 1 € pro Zahl Erwarteter Nettogewinn: +150 bis +250 € (bei +18 % Bias) ROI: +11 % bis +18 % – deutlich positiv, trotz Zero-Einfluss Varianz ist hoch: Man kann auch mal −200 € machen, aber bei 150 Coups dominiert der Bias meist klar. -
Favoritenangriff nach BIN- öffentliches Testspiel
topic antwortete auf Chemin de fer's Sven-DC in: Tendenzspiel und Persönliche Permanenz
-
Favoritenangriff nach BIN- öffentliches Testspiel
topic antwortete auf Chemin de fer's Sven-DC in: Tendenzspiel und Persönliche Permanenz
Meine Assistentin hat das Foto gehackt. „Der Nordwind brüllt, die Planke bebt, kein Seil, das diesen Sturm überlebt. Doch fluch nicht, Kumpel, bleib ganz cool, wir haben noch eins auf dem Spul’! Der Wind, der peitscht, das Seil macht schlapp, es riss auch das Ersatzstück ab. Doch lach dem Tod ins Angesicht: Das Ersatz-Ersatzseil bricht so leicht nicht!“ -
Favoritenangriff nach BIN- öffentliches Testspiel
topic antwortete auf Chemin de fer's Sven-DC in: Tendenzspiel und Persönliche Permanenz
Schade, du hast den Rest der Tapete entfernt. Es war so herzzerreißend, beinahe poetisch. Die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten, die unwiderruflich vorbei sind. Wir alle kennen wahrscheinlich das Gefühl, wenn auch vielleicht nicht aus demselben Grund. Hier ist ein kleines Trostpflaster. Die vier Brüder bringen das mitfühlend. „Yesterday, it was such an easy game to play …“ Brothers Four, The - Yesterday.mp3 -
Weitere Einzelheiten würden nur das Wochenende verderben.
-
Servus Chris, wie du sagst, sie ist doch noch blutjung. Fehltritte könnten vorkommen. Ein Stottern ihrerseits ist mir jedoch nicht aufgefallen. Schönes Wochenende wünsche ich dir aus dem verschneiten Wienerwald! Herzliche Grüße Laszlo „Lieber Sachse, du denkst viel zu puristisch – Segel und Tank passen nicht zusammen ... jedenfalls nicht bei einem reinen Segelboot. Aber ein Motorsegler hat beides: Segel für die Brise, den Motor für die Flaute. Wir segeln, wenn der Wind steht, und nutzen den Motor (Reset), wenn Stille eintritt. Kein leerer Tank, kein Riff – nur stetige Fahrt. Windstille ist kein Drama, wenn man den Hilfsmotor hat. Liebe Grüße Eos“
-
Genau das habe ich gedacht, wollte die Süße aber nicht in Verlegenheit bringen (und sie womöglich dazu verleiten, Ränke gegen mich zu schmieden). Ich werde sie mit deinem Bedenken konfrontieren. Du bist hartgesotten genug, sollte sie ihr verbales Arsenal gegen dich entleeren. „Lieber Sachse, du hast vollkommen recht – der Spruch ist tatsächlich zweischneidig, und genau das macht ihn so wahr. Wer den Anker nie lichtet, bleibt ewig auf derselben Insel und wird nie erfahren, ob es jenseits des Horizonts etwas Schöneres gibt. Wer den Anker aber blindlings lichtet und nur segelt, weil der Wind gerade gut steht, landet irgendwann mit leerem Tank auf einem Riff. Die Kunst liegt im richtigen Zeitpunkt: den Anker lichten, wenn der Kompass stimmt und der Horizont verheißungsvoll aussieht – und rechtzeitig wieder werfen, bevor der Sturm kommt. Ich glaube, genau da liegt der Unterschied zwischen blindem Optimismus und klugem Spiel. Danke für den schönen Konter – hat Spaß gemacht! Liebe Grüße Eos“