NoHasard
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@horny, sachse, aural Das Palaver dreht sich im Kreis. Sie alle machen von Ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch. Das ist nicht strafwürdig, wie Sachse meint. Deshalb braucht man auch niemanden anzuklagen. Außerdem geht es hier um Fragen des Glücksspiels Roulette, was sowie ein rechtlicher Ausnahmebereich ist. Den Verfasser der hier diskutierten Strategie habe ich per E-Mail darauf aufmerksam gemacht, dass hier gerade viel Pro und Contra gegeben wird. Er antwortete mir u.a.: "Was das Forum angeht, so staune ich immer darüber, wie die Leute, die doch wohl einerseits irgendwie am Roulettespiel interessiert sind, andererseits jede Gewinnmöglichkeit negieren. Verständlich wäre es schon, wenn man so esoterische Ergüsse, wie kürzlich geschehen, an den Pranger stellt (man solle sich an den Auszahlungsschalter stellen und beobachten, wie sich die Gewinner das viele Geld auszahlen lassen, dann käme der Erfolg von allein). Aber vernünftige Strategien in Bausch und Bogen verdammen? Wo soll da der Nutzen des Forums liegen?" Ja, wo liegt der Nutzen des Forums? Sollte Paroli nicht mal überlegen, dass es aus dem Netz genommen wird unter der Schlagzeile: Wegen dauerhafter Aussichtslosigkeit jedweder Roulettesysteme ab sofort geschlossen!! No Hazard
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@aural Dass Sie System-Erfindern grundsätzlich nicht glauben, bekunden Sie immer wieder. In den allermeisten Fällen ist das auch berechtigt. In diesem speziellen Fall liegen Sie aber falsch, wenn Sie "Scharlatanerie" vermuten. In der Regel legt TJG seinen Entwicklungen, die eine 30jährige Geschichte haben, aktuelle Wiesbadener Permanenzen zugrunde und nennt auch in den Demonstrationen jeweils die Quelle, sodass man sich über das Internet die Zahlen selbst ansehen kann. Kompliziert sind die Regeln nur in soweit, als es bei drei oder vier Signal-Zahlengruppen (jeweils 3 bis 6 Pleins) Vorrang-Entscheidungen zu treffen gilt. Zu Ihrer Einschätzung, dass Oline-Casinos physikalische Zahlengeneratoren (z.B. durch Radioimpulse des atmosphärischen Rauschens) benutzen, kann ich wenig sagen. Es wäre ja gut, wenn die OCs darüber selbst Auskunft geben, aber das tun sie nicht. Hinzu kommt, dass man auf seinem PC ein Dialer-Programm installieren muss und dadurch völlig ungeschützte Verbindungen hat. Gruß u. NoHazard
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@wollock Sie beschreiben eine Reihe von handfesten Problemen. Ich möchte versuchen, sie der Reihe nach aus meiner Sicht zu beantworten. 1. Die "Durststrecken". Ob der Verfasser der Strategie tatsächlich gemeint hat, es seien lediglich 10 % Verlusttage zu befürchten, weiß ich nicht. Auf jeden Fall hat er auf S. 19 des Manuskripts (Teil 1, Dez. 2009) dargelegt, wie Spieldauer, Gewinnziel und Limitierung zusammenhängen. Zum "Vollspiel", dem Einsatz aller Signale und dem Gewinnziel + 100 heißt es: "Das Spiel wird vorzeitig abgebrochen, wenn das Spielkapital von 100 bis 120 Stücken in einer Partie nicht ausgereicht hat. Für diesen Fall ist mindestens eine Reserve in gleicher Höhe zu kalkulieren." Das kompromißlose Aufhören gehört unbedingt dazu. Mathematisch treten in rund 37 Prozent aller Intervall-Fälle überlange Strecken auf, die man unbedingt vermeiden muss. Näheres dazu habe ich in einem anderen Thread erläutert: http://www.roulette-..._75#entry242330 2. Oline-Casinos. Ihre Schilderungen sprechen für sich. Es geht darum, wie man sicher sein kann, dass Online-Casinos nicht manipulieren. Ein Autorenteam des Physikalisch Technischen Bundesamtes in Braunschweig hat sich zu den digitalen Zufallszahlengeneratoren so geäußert: "Also Hand aufs Herz: Kann ein Computerprogramm echte Zufallszahlen erzeugen? Nein, denn ein Programm ist nichts anderes als eine Regel. Und Zahlen, die von einer Regel erzeugt worden sind, sind gemäß der Informationstheorie keine Zufallszahlen. Ein Programm kann aber durchaus Zahlen erzeugen, die wie Zufallszahlen aussehen. Zur Unterscheidung nennt man diese Zahlen korrekterweise Pseudozufallszahlen. Die Qualität der so erzeugten Pseudozufallszahlen kann mit statistischen Verfahren überprüft werden." Bis auf weitere Schritte und Vorschriften der gesetzgebenden Körperschaften vertraue ich mein Spielgeld jedenfalls keinem Online-Casino an. 3. Persönliche Permanenz? Man schafft selbstverständlich verschiedene "persönliche" Ergebnis-Verläufe, wenn man die Kessel bzw. Tische auch lokal wechselt. Das hat nichts mit Schicksalhaftigkeit zu tun, sondern - wie in Ihrem Fall - man produziert mehrere parallele Permanenzen. Und dadurch kann es passieren - zufallsbedingt und zugleich zufallsnotwendig - , dass mal positive Partien sich häufen oder dass auch im Extremfall zwei, drei, vier Verlusttage in Folge auftreten. Diese drei Gesichtspunkte scheinen mir wesentlich zu sein. Möglicherweise sind auch andere Forum-Teilnehmer zu entsprechenden Kommentierungen bereit. Kof hoch NoHazard
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So ganz verständlich ist mir Ihr Anliegen nicht. Der Verfasser der Strategie steht doch selbst für die Klärung von Fragen zu Verfügung, oder nicht? Sie hatten geschrieben: "Am Anfang lief es beängstigend gut, doch kam irgendwann die Gier dazu, wodurch wieder alles andersrum lief. Irgendwie stehe ich mir selbst im Weg, ich finde einfach kein richtiges Rezept wie ich vorgehen soll, bzw. wie ich es anwenden muß." Das Auffinden der Pleins, die zum Einsatz kommen sollen, muss natürlich trainiert werden. Und man sollte auch, wie bei anderen Methoden, eine ausreichend lange Testreihe absolvieren, damit man Vertrauen zu der Sache bekommt. Außerdem ist die Frage: Spielen Sie in regulären Spielbanken oder in Online-Casinos? Welches sind denn iIhre konkreten Erfahrungen? Gruß u. NoHazard
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Nachdem sich die juristischen Wogen etwas geglättet haben, könnte man sich wieder dem Kern- und Anfangsthema zuwenden: Was hat es mit der Strategie von "Favoriten-Intervallen" im Pleinspiel auf sich? Ich wäre gerne bereit, dazu Stellung zu nehmen, weil ich mit der Strategie ("System" ist ein falscher Begriff) gut vertraut bin. Aber die anderen Anwürfe - z.b. von horny - sind ja noch nicht ausgeräumt. Und von wollock möchte man auch Näheres erfahren: Warum war er anfangs begeistert, und dann plötzlich ratlos? Sonst gern zu Diensten NoHazard
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Hilfreich ist in diesem Fall zunächst mal das Lesen des Urheberrechtsgesetzes. Im Internet leicht auffindbar, zum Beispiel unter dem Link: http://transpatent.com/ra_krieger/ Die §§ 1 und 2 bestimmen, welche Werke geschützt sind. Sodann: § 106 Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke (1) Wer in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen ohne Einwilligung des Berechtigten ein Werk oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines Werkes vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar. Schließlich möchte ich an die Forumsregeln erinnern und daraus zitieren: "Das Roulette-Forum dient zum sachlichen Informationsaustausch und zum Vermitteln von Ideen und Anregungen. Unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen der Teilnehmer führen erfahrungsgemäß nicht selten auch zu etwas hitzigeren Diskussionen. Das ist kein Problem, solange das nicht in Beleidung oder Herabwürdigung anderer Personen ausartet. Folgende Arten von Kommentaren werden kommentarlos in die nicht öffentlich sichtbare Ablage verschoben: - Beleidigungen und Herabwürdigungen, rassistische oder sexistische Beiträge [...] Grüße u. NoHazard
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@aural Die hier diskutierte Strategie wurde vor genau einem Jahr veröffentlicht (Mit einer Überarbeitung Mai 2010). Von April bis Anfang September lief ein Thread, in den sich bereits ebenfalls wollock eingeklinkt hatte: http://www.roulette-...le/page__st__15 Es gab einige positive Äußerungen, andere waren negativ. Niemand hat jedoch die Strategie in der Weise "vorgestellt", wie das wollock gestern angekündigt hatte. Grüttner hat unmißverständlich im Copyright-Vermerk geschrieben: "Jede Art der Vervielfältigung sowie Übernahme in Speichermedien jeder Art ist auch auszugsweise untersagt, wird zivil- und strafrechtlich verfolgt und zieht hohe Schadensersatzforderungen nach sich. Insofern frage ich mich, wie Sie, aural, meinen, man dürfe zitieren, "wie man lustig ist". @horny Ich bin mit niemandem verquickt ausser mit meiner Frau. Außerdem halte ich sehr viel vom Prinzip Verantwortung. Wenn Sie oder 'C.Klappsmühle' etwas über den Fall zu berichten haben, nur her damit. Und wenn Sie das alles einem Staatsanwalt melden wollen, tun Sie's doch! NoHazard
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Oh, ja bitte, horny. Ich liebe die klare Kante. Hier werden Namen genannt. In den Sack mit all den Säcken!!! Ich vermisse seit ein paar Tagen einen gewissen Thread, in dem es um Systeme mit "konstantem Gewinn" ging, nur mal so nebenbei bemerkt. Ist einfach in der Versenkung verschwunden. Hat zwar nichts mit "Favoriten-Intervallen und dergl. zu tun, schmerzt mich aber, weil darin so schöne Geschichten und Kontroversen lagen. Also, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeissen. Ich gehe jetzt ins Bett und werde morgen nachmittag mal gucken, wer alles noch sich dafür hergibt, Urheberrechte zu mißachten. No Hazard
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Ach Horny, Sie schon wieder. Fragen Sie Paroli doch mal direkt, warum ihm gewisse Geschichten schwer im Magen liegen. Nichts für ungut NoHazard
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Lieber Mann, Sie schreiben sich um Kopf und Kragen. Ich hoffe, dass Sie und wollock eine gute Haftpflichtversicherung haben! Man darf alles mit eigenen Worten wiedergeben? Welchen Wert und welche Glaubwürdigkeit sollten denn Nacherzählungen haben? Was wissen Sie überhaupt über den Autor der Methodik? Gar nichts, denn sonst hätten Sie ja googlen können, bevor sie urteilen. Erfreulich ist, dass Sie in ihrem Mitgliederprofil mehr Daten über sich genannt haben als die meisten. Sie können ja nachprüfen, warum ich als Niedersachsenross Ihr Ostwestfalen-Ross ins Spiel gebracht habe. Mir fehlen nicht die Argumente, darauf können Sie sich verlassen. Ich möchte aber zuvor gern wissen, was wollock treibt, Urheberrechte vorsätzlich zu verletzen. Und ich wüßte von Ihnen gern, wie Sie zwischen unseriösen und seriösen Methoden-Anbietern unterscheiden. Nennen Sie doch bitte mal Namen, werden Sie bitte konkret. Liebe Grüße weiterhin NoHazard
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Warum lassen Sie nicht wollock den Vortritt, sich zu erklären? Haben Sie schon mal etwas von Urheberrechten gehört? Der Verkäufer ist ein bekannter Klein-Verlag in Wiesbaden, der sich hinter keinem Alias versteckt. Und der auch keine falschen Versprechungen macht nach der Methode "Geld zurück", wenn ... Also, wenn Sie diesem (seriösen) Verkäufer 'das Handwerk legen' wollen, sitzen Sie nach meiner Meinung auf einem ziemlich hohen Ostwestfalen-Ross. Liebe Grüße NoHazard
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Hallo wollock. Haben Sie die Erlaubnis des Autors und Erfinders, seine Methodik hier im Forum vorzustellen? Glaube ich nicht. Können Sie sich mal vorstellen und Ihr Motiv zum Ideenklau darlegen? NoHazard
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Wie brauchbar sind die Zahlen von random.org wirklich?
topic antwortete auf NoHasard's Mimikriwespe in: Roulette System-Auswertungen
Das druckfrische Taschenbuch von Dr. Amir D.Aczel (Boston) dürfte wohl für jeden erschwinglich sein (19,95 Euro). Deshalb möchte ich nichts vorwegnehmen. Der Autor überfordert den Leser auch nicht. Allzu schwierige Berechnungen vermeidet er bewußt. Leider sind seine auf das Roulette gerichteten Betrachtungen und Fragen auf den Typ "American Roulette" mit 38 Zahlenfächern und der Doppel-Zero abgestellt. Den Typ "Französisches Roulette" mit 37 Zahlenfächern und lediglich 1 Zero hat er nicht im Visier. Dennoch schildert er, dass er - wieder jede 'Vernunft' - einmal auf Malta eine Woche lang jeden Abend mit seiner Frau ins Kasino ging und spielte. Er spricht von der "Verdoppelungsstrategie", also der Martingale. Ich zitiere ein paar Sätze (S. 60 f): " ... Ich muss zugeben, dass ich mit der Verdoppelungsstrategie gespielt und dabei kleinere Geldbeträge gewonnen habe. [...] besteht das Geheimnis des erfolgreichen Glücksspiels darin zu wissen, wann man besser aufhören sollte... Während der ganzen Woche musste ich niemals mehr als 160 Dollar setzen, und jeden Abend verließen wir, sobald ich 20 Dollar gewonnen hatte, das Kasino und kehrte in dieser Nacht auch nicht mehr zurück, [...] Wenn Sie nur kleine Beträge setzen und sich dem Risiko nur begrenzt aussetzen, dann könnten Sie vielleicht gewinnen. Doch wir hatten auch eine gute Portion Glück." Natürlich ist damit nicht gesagt, dass eine solche Strategie "auf Dauer" Erfolg bringt. Hier müßte man eben in einer eigenen Simulation erst messen, d.h. zählen, wie oft man mit einem Plus den Spielsaal verlassen würde und wie oft ein "Platzer" das Gewonnene wieder auffrisst. Der Hinweis auf das "rechtzeitige Aufhören" ist bereits einer der Bausteine, die zum Erfolg führen können. Wann aber ist der Zeitpunkt zum Aufhören gekommen? Die meisten haben vom sogenannten Zwei-Drittel-Gesetz (bzw. dem Gesetz des Drittels) mindestens dem Namen nach gehört. Es ist demnach eine mathematische Tatsache, dass 63,72 Prozent aller Ereignisse vor dem arithmetischen Durchschnittswert eintreffen (also kurzfristig) und 1-0,6372 = 0.3628 (36,28 Prozent) erst nach Überschreiten des Duchschnittswerts (also längerfristig). Nehmen wir für die Nutzbarmachung einmal die Finalzahlen der Pleins. Es gibt davon 10 echte Gruppen, sieben Finales 0 -6 und drei Finales 7-9. Angenommen, Sie machen tägliche Kurzpartien von je 50 Coups und versuchen, vor jedem nächsten Wurf die richtige Finale zu annoncieren. Es wird Ihnen "auf Dauer" bestenfalls gelingen, dass 10 Prozent der Annoncen stimmen, 90 Prozent aber nicht. In 50 (beobachteten Coups) können Sie statistisch nicht mehr als 5 Treffer erwarten; zu 2/3 werden sie sogar 6 oder 7 mal richtig liegen; zu 1/3 aber weniger als 5 Treffer landen, nämlich nur 4 oder 3. Es ist daher ein absolutes Signal zum Aufhören, wenn Sie beim "Anpeilen" einer bestimmten Finalgruppe bereits 10 mal in Folge daneben getippt haben (selbst wenn sie im 11. oder 12. Coup dann doch fällt). Außerdem empfiehlt es sich, die Relation von Gewinn und Kapitaleinsatz strikt zu beachten. Dieses bedeutet, eine Finale mit 4 Pleins höchstens 8 mal zu setzen, am besten nur ganz kurze Intervalle von 2 oder Sätzen in Folge. Die Interpretation der "Zwei-Drittel/ Ein-Drittel" Regel (die eine unbestrittene mathematische Tatsache ist), kann mit dazu beitragen, dass Sie ihre Taktik auf welcher Chance auch immer realistisch einstellen. NoHazard -
Wie brauchbar sind die Zahlen von random.org wirklich?
topic antwortete auf NoHasard's Mimikriwespe in: Roulette System-Auswertungen
Ich hatte schon befürchtet , dieser Thread würde so versanden wie etliche andere in diesem Forum - ettmo sei Dank, wir können die Sache ein bisschen anreichern. Wie es der Zufall will, stieß ich gestern in einer Buchandlung auf einen neuen Titel: "Der ganze normal verteilte Zufall. Mathematische Glücksspiele und Orakel." Es ist die deutsche Übersetzung ('Spektrum' Akademischer Verlag) eines amerikanischen Buchs, das der Bostoner Mathematiker Amir D. Aczel bereits 2004 verfasst hatte. Durchaus mit Blick auf die Las-Vegas-Szene ( und andere Wett-Szenarien), also für das breitere interessierte Publikum, hatte Aczel mit der Schlagzeile gelockt: "Chance. A Guide to Gambling, Love, the Stock Market & Just About Everything else". So geradlinig wie im (in sich mehrdeutigen) anglo-amerikanischen Original lässt sich die Schlagzeile leider nicht ins Deutsche übertragen. Deshalb die eher trockene Titelwahl von 'Spektrum'. Schon allein "Chance" - Umgangsdeutsch die "Schangse" - meint sowohl 'die Aussicht' / 'die Gelegenheit' /'die Möglichkeit' / 'die Wahrscheinlichkeit' und letztlich 'den Zufall'. Die Spiellust, die Liebeslust, das Börsenfieber und "alles andere" sind hier auf 184 Seiten fröhlich und kundig gemixt. Von der historischen Entstehung der Wahrscheinlichkeitstheorie (bis zur entwickelten Stochastik unserer Tage) über Alltags- bis hin zu Profi-Fragen wird nichts ausgelassen, was das Spekulantenherz bewegt. Mich persönlich hat besonders gefreut, dass gleich das Zweite Kapitel des Buchs überschrieben ist: "Wahrscheinlichkeiten messen". Messen ( nicht fühlen u. dergl.) , das heißt genau und richtig messen, ist leider in vielen Beitragen ein Unwort. "Ich möchte Ihnen ein Geheimnis verraten", schreibt Aczel: "Wahrscheinlichkeiten zu messen ist genauso leicht wie zählen.[...]" "Wie brauchbar sind die Zahlen von random.org wirklich?" - so hatte mimikriwespe Mitte September verzweifelt gefragt und sehr interesserante Erfahrungen geschildert. Aber leider, wenn man ihre/seine Texte liest, stellt man fest, dass er/sie nicht imstande ist oder irgendeine Scheu hat, genau mittzuteilen, worum es geht. Wie soll man da präzise antworten? Und dann geht der/die Initiator(in) wieder für Wochen offline. Sie hat wohl resigniert, da unten in Stuttgart (?). Roulette S 21, fällt mir da ein. Na ja, zum Thema der verschiedenen Zufallsgeneratoren (im Vergleich zu zu den beiden "klassischen" Geräten 'Amerikanisches Roulette' [aus Europa importiert] mit 38 Zahlen und 'Französisches Roulette' mit 37 Zahlen) lässt sich noch eine Menge sagen. Wen interessiert es aber wirklich? Hat dieser verdammte Editor keine Adventssmilies außer diesem Kerzenmonstrum? NoHazard -
Es taucht auf eine neue Forums-Sternschnuppe mit dem Avatar "Tokat". Geschlecht: Männlich. Warum dieser Name? Tokat ist ein Städte- und Provinzname ganz hinten in der Türkei. Region Schwarzmeer-Nähe. Vom oft nebligen Klima (in dem guter Tee wächst) kann man ganz schwermütig werden. Aber die Menschen dort sind fröhlich und farbenfroh. [Link:http://www.tokat.gov.tr/] Nachdem tokat nun seine verbale Eröffnungspartie geliefert hat, meldet sich 'Kein Spieler'. ebenfalls eine Sternschnuppe und postet (#8): Ich glaube du bist auf dem richtigen (Gedanken)-Weg tokat. Hut ab vor so viel (gewinnbringenden) Forschungsdrang. Die üblichen Verdächtigen dieses Forums, die Vielschreiber und die Wenig-Schreiber (mich eingeschlossen) versammeln sich auf dem Thread von Tokat und bewerfen ihn mit faulen Eiern. Ich vermute, irgendjemandem in der Riege der Moderatoren, vielleicht sogar dem Chefadministrator selbst, ist langweilig geworden bei den anderen Themen-Strängen, die allesamt zu verflachen drohen. Da hat er sich die Kappe tokat aufgesetzt, um ein endlos sich drehendes Nonsense-Karussell mal wieder ordentlich in Schwung zu bringen. NoHazard Frage der Forumsleitung: Welcher soll denn der Tarnkappenträger sein? Nachtfalke. Uiuiuiui... Ein Doppelagent im Funktionspersonal!! Attention please!! Also ich war es auch nicht. Paroli, Du Schlingel... nunu Welcher der Kappenträger ist? Prüft's doch nach; die IP-Nr. der angeschlossenen Computer und sich einloggenden Mitglieder oder Newbies sind doch für die Forumsleitung identifizierbar, oder nicht? Im übrigen habe ich selbst nur ein Null-Interesse daran, die verschlungenen Pfade zu wissen. Ich vermute ja nur... NoHazard
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Wahrscheinlichen Zufall mit unwahrscheinl. Zufall besiegen?
topic antwortete auf NoHasard's wiessee in: Roulette Strategien
Da haben Sie, Nachtfalke, inmitten Ihrer Suada, mal einen wirklichen Gedankentreffer. Nebeneinander die Spielerbezogene Permanenz (mit spezifischen Schwankungen um den Mittelwert = Ecart) und die tisch- bzw. Kesselbezogene lupenreine Roulettepermanenz (mit ihren spezifischen Wellenbewegungen). Sie meinen allerdings voreilig, es werde 'nicht möglich sein', die Unterschiede zu bestimmen. Das ist das ewige und fundamentale Mißverständnis. Sie sind unterschiedlich! Der Spieler hat einen Willen, er hält sich an irgendwelche Regeln - diese Regeln erzeugen aber keinen "lupenreinen" Zufall wie die Roulettemaschine oder wie die Pseudogeneratoren in Online-Casinos. Das A&O der Spielerwirklichkeit ist der Abgleich zwischen zwei verschiedenartigen Permanenzen, zwischen zwei Aufzeichnungsgrafiken. Wann, wie oft und wie lange laufen die Kurven parallel; wann, wie oft und wie lange laufen sie konträr? Das muss ja erst mal durch Messungen der statistischen Gesamtmengen und Feinmessungen der Häufigkeitsverteilungen (einzelner Strukturelemente in der Permanenz des Spielers/der Spielerin) herausgefunden werden. In ihren Berichten über die Casinotour geben Sie keinerlei Auskunft über das Treffer-/Fehltreffer- Verhältnis auf Ihrer eigenen Ergebnis-Abfolgen-Permanenz/EF. Mit Saldierungen von Tagesergebnissen und Euro-Beträgen schaffen Sie sich und Interessenten keinen wirklichen Durchblick. Solange die Beurteilungen von Spielersituationen und von deren Strategien so sind wie sie hier und anderswo vorgetragen werden, sind sie nicht wertvoller als als folgende Bundeswehr-Weisheit: Bei zunehmender Dämmerung hat der Soldat alsbald mit Dunkelheit zu rechnen. (ZDV zur Gefechtsausbildung der Bundeswehr). NoHazard -
Wahrscheinlichen Zufall mit unwahrscheinl. Zufall besiegen?
topic antwortete auf NoHasard's wiessee in: Roulette Strategien
Hallo Test, ich spreche vorsichtshalber von einer Art Theorie, weil es nun mal keine akademische, sondern eine Laien-Theorie ist (die deshalb nicht schlechter sein muss). Hier im Forum ist der übliche Spott darüber ausgegossen worden. Ich persönlich lebe damit ganz gut, und solange ich lebe, hat sie damit Zukunft. Zum Treffer-/Fehltreffer-Verhältnis: Damit umzugehen, ist keine große Kunst, sondern schlichtes Rechnen. Den Streuwert, die Varianz, einer statistischen Menge lediglich mit √n auszurechnen, reicht nicht aus. Vielmehr ermittelt man bei Roulettezahlen √n*(p/37)*(q/37) Dann kann man die eventuell festgestellten Abweichungen – ob positiv oder negativ - in „Standardabweichungen vom Mittelwert" ausdrücken und dadurch mit jeder anderen Häufigkeitsverteilung vergleichen. Die von mir erwähnten Satzfindungsmethoden für Einfache Chancen sind in einem Fall an das Urheberrecht des Autors gebunden. Deshalb kann ich sie hier nicht darstellen. Das Skript der anderen Methode war anonym. Wenn sie das Stichwort „Baden-Badener Marsch" bei der Google-Suchmaschine eingeben, stoßen Sie auf ein gewisses Portal in der Top-Level-Domain .org. Dort gibt es einen Thread, auf dem im Frühjahr 2010 jemand alles haarklein gepostet hat. Meine Warnung war: Die Sache ist an sich clever, aber die Ergebnisse in der Praxis waren nicht so wie behauptet, sie waren falsch interpretiert worden. Grüße u. NoHazard -
Wahrscheinlichen Zufall mit unwahrscheinl. Zufall besiegen?
topic antwortete auf NoHasard's wiessee in: Roulette Strategien
@aural Mit einer Anekdote möchte ich auf Ihre Erwiderungen beginnen, weil Sie die Konfession "atheistisch" eingestreut haben. Der Witz geht so: "Wie können Sie Gott zum Lachen bringen? - Erzählen Sie ihm ihre Roulette-Pläne..." Sie können also davon ausgehen, dass ich die Wahrheit der Tatsache, dass "die Kugel kein Gedächntis hat", schnörkellos anerkenne. Und dass ich die Spielerillusionen in den beiden empfohlenen Wikipedia-Artikeln auswendig weiß. Das Forumsmitglied 'wiessee' hat diesen Thread angestoßen mit den typischen illusorischen Fragen. Die Freiheit (absichtsvoll) zu fragen hat er ja, und muss nun den Singsang der Gegenmeinungen ertragen. Prof. Wissmann, den Chef der Metrologen (diplomierten Messtechniker) in Braunschweig habe ich Ihnen auf einem Silbertablett serviert. Durchaus in der Erwartung, dass Sie triumphierend und schnell über das Zitat stolpern würden. Gratulation! Ich denke, es war so: Bei den Vorbereitungen zur Publikation "Labyrinth des Zufalls" hatte einer aus dem Team die Idee: Warum wird die "Monte-Carlo-Methode" in der mathematischen und physikalischen Empirik eigentlich nach diesem seltsamen Fürstentum, da unten an der Mittelmeerküste, benannt. Sollten wir nicht mal 'nen Betriebsausflug machen? Gesagt, getan. Man war, fürstlich bewirtet, amüsiert. Und der Chef urteilte respektvoll über die Qualität des Zufallsgenerators mit dem Zusatz - in Klammern - kein 'System' könne dieser fabelhaften Maschine Paroli bieten. Und nun bringe ich "Thüringer" mit seinem Verweis auf den Spieltherorie-"Schrat" Claude Elwood Shannon ins Spiel, den Erfinder der bits und des ersten Schach-Computers. Er hätte sich wahrscheinlich sehr gefreut, mit dem deutschen Chefmetrologen ins stimulierende Gespräch zu kommen. Ich kann Ihnen nur folgende pragmatische Erfahrung schildern: Es gab einst eine Einfache-Chancen-Strategie, die unter "Heimbuchung" und "Scheinspieler- Querbuchung" in Umlauf war. Die Anwender sollten ihre Prognosen zu Hause mit einem "Baden-Badener-Marsch" ermitteln und mit einer fertigen Setzliste ins Casino marschieren. Verbunden war diese Empfehlung mit einer Sonderform von Progression. Der oder die Erfinder war(en) anonym. Der legende nach Croupiers der Spielbank Baden-Baden. Ich habe mit eigenen Mitteln herausgefunden, dass die Interpretation dieser cleveren Methodik falsch war! Dasselbe Erlebnis mit einer innovativen Satzfindungsmethode, die im Jahr 2005 auf dem 'grauen' Markt der Systemhändler auftauchte. Dessen Erfinder hatte und hat sogar einen Klarnahmen. Aber auch er setzte sofort und ohne Umschweife eine gestaffelte Progression auf das "System" drauf und erwähnte nebenbei, sie funktioniere auch "im Gleichsatz". Ich habe in beiden Fällen nichts anderes getan, als die Behauptungen zu überprüfen. Wobei mich nichts brennender interessierte, als das konventionnelle Treffer-/Fehltreffer-Verhältnis (ohne die Progressionen). Waren es Nullsummenspiele mit dem Effekt der allgemeinen negativen Erwartung, oder was lag hier vor? Auf diesem Nebenpfad, des Ausprobierens in Simulation und der Praxis, bin ich zu den Aussagen gekommen (einer Art Theorie des "Geht doch"), die ich hier im Forum vertrete. Aber ich bin mir auch der Paradoxie bewußt, die in der Anfangsanekdote steckt, wie man Gott zum Lachen bringen kann ... Sie wissen doch, Beethoven, Schiller... Freude, schöner Götterfunken... Gruß u. NoHazard -
Wahrscheinlichen Zufall mit unwahrscheinl. Zufall besiegen?
topic antwortete auf NoHasard's wiessee in: Roulette Strategien
Danke für den Tipp Claude Shannon. Hatte ich bisher nicht auf dem Schirm. Ist ganz köstlich, was ich über ihn nun lese... Grüße u. NoHazard -
Wahrscheinlichen Zufall mit unwahrscheinl. Zufall besiegen?
topic antwortete auf NoHasard's wiessee in: Roulette Strategien
Lassen Sie doch bitte die Kirche im Dorf. Sie sind ein guter Sparringspartner, aural, weil Sie sich im Eifer des Gefechts zu Formulierungen hinreißen lassen, mit denen Sie sich gewisse Blößen geben. Was etwa sind "Naturgesetze" in Bezug auf das kommerziell genutzte Instrument Französisches Roulette? Nach einer Definition des nicht mehr lebenden Max Woitschach hat dieser Typ von Zufallsgenerator einen "ausreichenden Freiheitsgrad". Ausreichend, nicht absolut!! Der naturgesetzliche absolute, unendliche Zufall geschieht im Universum, er bringt Materie, Planeten und das Leben auf der Erde hervor. Die Art von Zufall, die das Roulette in der Form von Variationen - Permutationen - mit der Primzahl 37 erzeugt, ist von wesentlich bescheidenerer Dimension; sie ist endlich, nicht unendlich. Und die Art von Zufall, die ein Akteur am Spieltisch in seinem begrenzten menschlichen Dasein erzeugen kann - die Spielstatistik -, ist von noch niedrigerer Güte; aber sie hat eine berechenbare inhärente Struktur, erfreulicherweise. Solange Sie sich im "Labyrinth des Zufalls" verirren, kommen Sie beim Thema Roulette auf keinen grünen Zweig (Wollen Sie das überhaupt?) Worin das Labyrinth besteht, hat ein Team von kundigen Leuten des Technisch Physikalischen Bundesamtes in Braunschweig vor längerer Zeit in sehr pfiffiger, unterhaltsamer (!) Weise illustriert. Auf knapp 60 kompakten Seiten. Kostenlos zum Download. Erste Sahne. (LinK: http://www.ptb.de/de...mst04/mst04.pdf). Kriegen Sie doch mal die Kurve, aural. Ich meine die Kurve aus den höheren Spären auf die Erde. Grüße u. NoHazard -
Wahrscheinlichen Zufall mit unwahrscheinl. Zufall besiegen?
topic antwortete auf NoHasard's wiessee in: Roulette Strategien
Beim Schreiben der Antwort auf Aural habe ich nicht gemerkt, dass Sachse bereits ebenfalls dazwischengefunkt hatte. Dieses Problem, vom Thema Roulette besessen zu sein, auf Kosten anderer sozialer Aspekte, kenne ich sehr gut. Deshalb wollte ich auch einen Zustand erreichen, der es erlaubt, lässig, kurz und nebenbei (und unauffällig) ein paar Jetons aus der Spielbank zu holen. Und mir die Freiheit zu geben, eben auch mal nicht zu spielen. Es läuft ja nichts weg, wenn ich nicht da bin ... Den therapeutischen Hinweis unterstütze ich voll und ganz. NoHazard -
Wahrscheinlichen Zufall mit unwahrscheinl. Zufall besiegen?
topic antwortete auf NoHasard's wiessee in: Roulette Strategien
Aural, "Winkelzüge" sind es nicht. Aber es stimmt in etwa, ich bin in einen unbelichteten Winkel des Roulettsspiels gegangen. Von einem bestimmten Zeitpunkt an habe ich meine Fragen darauf fokussiert, wie eigentlich Spielerinnen und Spieler zu ihren "Prognosen" kommen. Die einen impulsiv und aus der Augenblickslaune heraus, die anderen meinetwegen auf dem Wege PSI, wiederum andere berufen sich auf die Chaostheorie, auf die Kombinatorik usw. Fakt ist aber, alles mündet in eine Entscheidung: "Ich setze jetzt auf das und ich orientiere mich künftig immer an bestimmten Indikatoren". Aus dem breiten Vorfeld aller möglichen Satzfindungsmethoden engt sich alles ein auf den Moment der Entscheidung (für einen einzelnen Satz, eine bestimmte Strategie). Daraus wird eine Folge von immer gleichen Entscheidungen - 1000, 2000, 3000 ...Man beobachtet und bucht (hoffentlich) seine Tagespartien; daraus entwickelt sich und wächst eine Beobachtungspermanenz und innerhalb dieser entsteht eine zweite Art von Permanenz, nämlich das effektive Setzen und die zufallsgesteuerte Antwort des Roulette darauf. Es gibt letzten Ende, wie ich ja bereits auf einem anderen Thread dargelegt habe, nur ein einfaches Ja-Nein-Schema, in dem sich die Informationen über den Akteur (Spielerin, Spieler) abbilden. Ja heißt, die Einzelvorhersage war richtig und in der Summe waren die Einzelprognosen richtig, oder sie waren eben Nein - falsch. Nun kann man rechnen. Nämlich mathematisch-statistisch rechnen. Ist es dem Einfache-Chancen-Spieler gelungen, in der Summe, nach einem Quartal oder einem Halbjahr den ihm zustehenden Anteil von n*18/37 zu erreichen und zu halten oder nicht? Ist seine Prognosefähigkeit womöglich nicht so gut und er verfehlt das SOLL um, sagen wir 1 Prozent? Dann hätten wir es mit der Feststellung zu tun: Der Akteur X bemüht sich, doch langfristig bringt seine Strategie als Mittelwert lediglich [n*(18/37)] -1/100. Dies führt wiederum zu der interessanten Feststellung, dass sich die Gegenwahrscheinlichkeit um eben diese eine Prozentchen verstärkt, nämlich [n*19/37] +1/100. Kleine Ursache, große Wirkung. In der Spalte "Ja" würden sich weniger lange Serien und mehr isolierte Einzeltreffer (=Intermittenzen) zeigen, in der Spalte "Nein" demgegenüber mehr lange Serien und weniger isolierte Einzeltreffer. In der derselben Weise kann ein Akteur auf den mehrfachen Chancen des Tableaus seine Prognostik überprüfen, am besten in einer ausreichend langen Simulation vor dem Start einer karriere als Dauerspieler. Ich bin auf dem hier skizzierten Weg zu letztendlich (für mich selbst) sehr sicheren Einschätzungen gekommen und weiß daher, welche Art von Prognosen ich machen muss, damit ich sicher "Standardsituationen" ansteuern kann - wie im Fußball den Freistoß nahe am Torraum -, die Gewinnüberschuss bringen. Insofern hatte ich behauptet, jeder (fleißige Rechner und Statistiker) kann sich seine eigene Erfolgsmethodik "schnitzen". Sie hängt von den Bedingungen (der Art seiner Prognose) ab, die er sich selbst schafft. In der Roulettepermanenz spiegeln sich keine Vorbedingungen ab außer der, dass die Kugel im Kessel einen ausreichenden Freiheitsgrad hat, Zufallszahlenfolgen zu erzeugen. Die Ergebnisabfolgen eines aktiven Roulettespielers sind aber von anderen Vorbedingungen, seiner Person in Gänze abhängig. Und das ist etwas ganz anderes. Können Sie dem Gedanken folgen? NoHazard -
Wahrscheinlichen Zufall mit unwahrscheinl. Zufall besiegen?
topic antwortete auf NoHasard's wiessee in: Roulette Strategien
@aural Sie haben in der Debatte mit KenO das Standardargument wiederholt, das Sie allem und jedem hier im Forum entgegensetzen, die behaupten "Es geht doch". Die mathematisch negative Erwartung im Roulettespiel gilt uneingeschränkt. Sie ist die Theorie und deshalb muss die Praxis der Theorie folgen. Dagegen gibt es keine einheitliche Theorie derjenigen, die in der Praxis Erfolg erleben - auch dauerhaften Erfolg . Sie können es nicht hinreichend klar (also mathematisch) begründen, warum für sie die allgemeine negative Erwartung (das heißt profan ausgedrückt: die Vergnüngssteuer im Roulettespiel durch das Zero-Zahlenfach und die Auszahlungsregeln) kein wirkliches Problem ist und diese Tatsache in ihren Augen auch überhaupt keine "Trickserei" darstellt. Weil an anderer Stelle in diesem Forum der historische Fall der Benno Winkel abgehandelt wurde, bin ich in den Berichten darüber auf eine interessante Aussage eines Hamburger Mathematikers gestoßen. Er war Sachverständiger im Prozess gegen Winkel (1953). Das Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' berichtete: Winkel verteidigte sich sehr geschickt mit Kostproben der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur über Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Gesetze des Zufalls.Als Gerichtssachverständiger hatte sich der Hamburger Mathematikprofessor Dr. Lothar Collatz zur Verfügung gestellt. Er verwarf souverän Winkels autodidaktische System-Thesen unter Berufung auf den empirischen Grundsatz des verstorbenen Professors für Aerodynamik und angewandte Mathematik an der Harvard-Universität in Boston, Richard von Mises: „Wir arbeiten eben mit der streng genommen nicht überprüfbaren Annahme der 'Unmöglichkeit eines Spielsystems', weil sie durch die ungezählten Versuche unglücklicher Systemspieler nahegelegt wird." (Quelle: http://www.paroli.de...te/bw_stor1.htm) Dieser Professor drückte sich in dem Satz sehr differenziert aus. Er bestätigte, dass "Wir" ( = die akademischen Mathematiker) mit der 'Annahme der Unmöglichkeit' von Spielssystemen arbeiten, dass aber diese Annahme 'streng genommen nicht überprüfbar' sei - außer durch die große Zahl unglücklicher Systemspieler. Mit anderen Worten, Prof. Collatz kannte keine Lucky winner bis dahin. Dass es sie gibt, ist streng genommen auch nicht überprüfbar - nicht auf der theoretischen Ebene, höchstens dann, wenn sie einem über den Weg laufen oder wenn man mit dieser raren Spezies persönlich bekannt ist. NoHazard -
@Thüringer Bei der Geschichte mit dem "Hamburger Kessel" bin ich mir ziemlich sicher, dass die Lizenznehmer (der Verleger John Jahr, sein Spezi Wilfred Achterfeld, später als Prof. und Mäzen geadelt) und ein Dritter, dessen Namen ich nicht mehr weiß, die Sache mit dem Kessel aus einem Metall-Werkstück eingefädelt haben. Darüber wurde auch im "Hamburger Abendblatt" seinerzeit berichtet. Für den Kesseltyp gibt es ein Patent, also eine Akte im Deutschen Patentamt in München. Habe ich zwar nie gesehen, aber vielleicht kann mal ein süddeutscher Forumsbesucher dort nachschaun. Da die Hamburger später auch das Traditionshaus Spielbank Wiesbaden gekauft hatten, sind dort und an der Elbe die Kessel baugleich. Wie die anderen internationalen Roulettemaschien-Produzenten heutzutage verfahren, weiß ich nicht. Aber sie werden ebenfalls nach 1978 ihre Ingenieure "in den Hintern getreten" haben, 'die Epoche der wackligen Stege' zu beenden. Neulich habe ich bei einer Stippvisite eines Live-Online-Casinos auf Malta gesehen, dass in dem Video ein Kessel ohne Drehkreuz gezeigt wurde. Eine Dame griff mit den Fingern in den Kranz der Zahlenfächer, um der Scheibe Schwung zu geben. Das funktioniert ja nur, wenn das edle Stück wirklich aus festem Stahl ist. @horny Sie tragen mir an: "...wenn Sie lust haben doch mal nach Jarecki forschen". Nach Dr.Jarecki und anderen namentlich bekannten Syndikaten der früheren Szene zu recherchieren, würde sauteuer werden. Wer bezahlt die Spesen und wer interessiert sich für die Ergebnisse? Salut NoHazard
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Hallo Sachse, so trifft man sich virtuell wieder. Auch ich habe interessiert verfolgt, wie sich im Forum plötzlich der Mythos Benno Winkel wieder erhebt. Sie reihen ihn ein als "Kesselfehler-Spieler". Ich habe da eine Vermutung, die auf teils-teils hinausläuft. Waren Sie dabei, wenn Sie erst 1981 in den Westen kamen? Ich war mit Sicherheit nicht dabei. Travemünde und Hamburg, die Drehscheiben des publizistischen Ruhms und Nachruhms der Legende Benno habe ich persönlich erst von 1977 an nach und nach 'erarbeitet'. Der zitierte SPIEGEL-Bericht offenbart faszinierende "Spielbank-Mafia-Hintergründe" in den Anfangsjahren des "Deutschen Wirtschaftswunders"[ Speziell das Jahr 1954]. Heutzutage findet man im Internet, wenn man "Benno Winkel" googled oder andere Suchmaschinen bemüht, hunderte von Hinweisen. Was ist wahr? Erst wenn man in die Archve der Hamburger Gerichte einsteigen würde und die dort lagernden Prozessakten sichtete, würde man einigermaßen fündig, wer Benno Winkel wirklich war. Wie bei vielen anderen Roulette-Größen der Vergangenheit haben sich keine "Biografen" gefunden. die anhand der Quellen und amtlichen Akten die Tatsachen auf den Tisch legen könnten. Was in den Suchmaschienen regelmäßig nicht auftaucht, ist der Befund, den 'Kurt v.Haller' (Familennahme:'Scheven') in seinen beiden Pubklikatonen "Berechnung des Zufalls" (1979) und "Roulette-Lexikon" (1994) geschrieben hatte. Ich zitiere hier - zur Kenntnisnahme der jüngeren Generationen von Roueltte-Fans - folgende Passage im 1979er Buch v. Hallers: "Winkel hat nach Illustrierten-Berichten vor allem dem Casino Travemünde so empfindliche Verluste zugefügt, dass dessen Geschäftsleitung sich veranlaßt sah, ihre Gesellschafter auf Rückzahlung von Tantiemen vorzubereiten. So schloß die Spielbank im Februar 1954 statt mit einem Durchschnittsgewinn von 80 000 DM mit 75 812 DM Verlust ab. In den 3 Monaten zuvor war das Gewinnergebnis der Bank auch schon um je rund 25 000 DM niedriger ausgefallen. Als Winkel später In Nizza erschien, soll das große Casino es vorgezogen haben, lieber für einige Tage zu schließen. Bald danach ist es um Benno Winkel still geworden. Offenbar hat er es verstanden, die 'Zeitungshyänen' rechtzeitig von seiner Fährte abzuschütteln und sich in finanzieller Unabhängigkeit abseits des Spielbetriebes aus seinen Millionengewinnen ein geruhsames und sorgenfreies Leben zu sichern." (Quelle: v. Haller, 1979, S. 17). Die Eintragung unter dem Buchstaben W - Winkel, Benno - im "Roulette-Lexikon" von 1994 beginnt mit den Sätzen: "Erfolgreichster Spieler der 50er Jahre. Seine Strategie war ein Favoritenspiel auf Plein, aufgebaut auf den den empirisch ermittelten Werten der Häufigkeitsverteilung. (Die mathematischen Werte konnten erst mit dem Elektronenrechner Anfang der 70er Jahre ermittelt werden.)" Danach berichtet v.Haller/Scheven in einem kurzen Absatz, Winkel sei "seit seiner Schulzeit ein engagierter Rouellteforscher mit großer mathematischer Begabung gewesen". Dann wird in dem Lexikon von 1994 der Bericht über das das Geschehen in Travemünde-Lübeck von 1954 wiederholt. Der letzte Absatz des Lexikon-Eintrags lautet jedoch - ganz anders als 1979 -: "Über seine letztendlichen Gewinne gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Tatsächlich lebte er das letzte Jahrzehnt bis zu seinem Tode in den 80er Jahren in unauffälliger Zurückgezogenheit." (Quelle: Roulette-Lexikon, S. 484). Sachse behauptet aus seinem (nachträglichen) Wissen, Benno Winkel sei ein "Kesselfehlerspieler" gewesen. v.Haller/Scheven behauptet, "Seine Strategie war ein Favoritenspiel auf Plein." Wie kann beides zusammenpassen? Ich versuche, aus meinen Eindrücken bezüglich Travemünde-Lübeck in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine historishe Schlußfolgerung zu ziehen.: Benno Winkel hatte tatsächlich eine Scheibmethode entwickelt, um für jeden Spieltisch/jeden Kessel die "Handschrift" - nämlich die oft wochenlangen und monatelagen Dauer-Favoriten - eines Kessels zu identizieren. Dazu brauchte es eines "Teams" um jeden Tagescoup buchhaltungsmäßig zu erfassen (= nahtlose Beobachtung von Nachmittags/Spieleröffnung bis spät nachts, Schließung aller Spiele). Wer in dieser Weise nach "Tischfavoriten" sucht , trifft automatisch auch auf Kesselfehler. Denn vor der Erfindung der Spielbank Hamburg 1978, einen Roulettekessel aus einem Chrom-Vandium-Werkstück heraus fräsen zu lassen, anstatt die Stege zwischen den Zahlenfächern millimetergenau zu schrauben, waren alle Roulette-Maschinen der Epoche davor in höchstem Maße fehleranfällig. Benno Winkel wußte von dieser Tatsache, weil er ein mathematisch-begabter "Cleverle" war. Als ich selbst 30 Jahre nach dem Skandal um Benno Winkel in Travemünde aufschlug, stellte ich folgendes fest: Der damalige Spielsaal hatte einen Untergrund von (knarrenden) Holzdielen. Der Direktor der Spielbank, der Saalchef und ein Beamter der staatlichen Finnanzaufsicht traten eine Viertelstunde vor dem offiziellen Spielbeginn mit einer schlichten Wasser waage (!) in Aktion, um zu prüfen, ob die Tische "im Lot" waren; und sie protokollierten es. Die schwankenden Holzdielen, unter dem wechselnden Gewicht diutzender aktiver Spieler und Zuschauer, sorgten bestimmt nicht für die Stabilität der Roulettekessel. Im Gegenteil: Das war die Quelle für Unwuchten im Kugellauf und für überzufällige Abweichungen von den Mittelwerten. Ein Freund hatte mir geschrieben: " Fahr mal dahin, da stehen noch die alten Kessel, die hören sich so an..." Die Eigentümer der Spielbank hatten gewechselt. Aber das Ambiente und die Holzdielen waren nicht zugunsten eines festeren (Beton-Untergrunds gewechselt worden. Deshalb vermute ich, dass Benno Winkel tatsächlich ursprünglich auf der Suche nach "Tischfavoriten" war und dabei, weil er um diese 'Gefahr' wußte, auf massive Kesselfehler stieß und diese Tatsache in ihrer Tragweite sofort erkannte - im Gegensatz zu den "Spießbürgern" der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. Wie auch immer, es ist und bleibt eine der grandiosen Geschichten der Roulette-Szene in der Vergangenheit. NoHazard