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Nachtfalke

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Alle erstellten Inhalte von Nachtfalke

  1. . Und nach Sichtung der über hundert Beiträge zu diesen Vermutungen wird mir immer klarer: Genau das wollte Mr. Red bezwecken! Genau das, was du aus den Handlungen und Abläufen herausliest, Opti . die sich damals im Spielsaal abgespielt haben. @ Optimierer Ich weiss nicht, ob Du da meiner Meinung bist. Inzwischen halte ich den Weg des Bespielens einer solchen "Killerpermanenz" für die beste unserer Varianten, hinter Red's Geheimnis zu kommen. Zunächst habe ich heute Nacht den ganzen Thread gelesen und Stück für Stück bis heute Mittag den Index gefertigt. Von den ganzen Ansätzen halte ich die "Killerpermanenz" für am Wichtigsten. Sie scheint als Testvorlage durchaus geeignet. .
  2. . Und warum soll nicht auch die Permanenz von "...seinem..." Tisch nur eine fortgesetzte Zurschaustellung einer Überlegung gewesen sein, die nach einigen Wochen gar keine Bedeutung mehr gehabt hat. Vielleicht war das Tischarrangement ein grandioses Ablenkungsmanöver. Vielleicht deshalb die xerographisch gefertigen Vervielfältigungen. Vielleicht gab es nur zwei, drei solcher Statistiken, die nur zu dem Zweck vervielfältigt worden waren, damit man weiterhin von dem "...Mann mit den Rollen..." sprach. Aber die spieltaktisch wichtigen Dinge lagen ganz woanders... ... ... ...und auf Grund dieser Cleverness kam niemand dahinter und alle waren -wie auch ich- der Meinung, der Mann sei "...bescheuert..." Jeder fragte sich lediglich: und auch ich (@ Ruckzuckzock) sah es in den ersten Monaten nur als Entertainment. @ Ruckzuckzock Ist das jetzt richtig 'rübergekommen zu Dir ? Wenn es seinerzeit so gelaufen ist, dann war Reds Schachzug genial! Denn keiner machte sich Gedanken im Spielsaal, inwieweit am Tisch Entscheidungen von ihm getroffen wurden, die auf ein gewinnträchtiges Konzept hätten schliessen lassen - einfach weil gar keiner auf diese Idee gekommen wäre. Im Dialog mit Charly hat der Optimierer Folgendes geschrieben: Jaja. Die Aufzeichnungen, die nicht während des Spiels stattfanden. Aber, wer vermag denn zu sagen , was er denn da nun wirklich "...aufzeichnete..?" Vielleicht waren es Einkaufszettel, Packzettel für die Koffer , Gläubigerlisten... Wer weiss das schon. .
  3. . Der Sache dienlich ist im Zusammenhang mit der Xerographie, dass es für die Rollen, die auf Reds Tisch lagen, unter Umständen ein Indiz gibt, dass auf eine Art Ablenkungsmanöver hindeuten könnte. Es musste ihm klar sein, dass er auffiel. Manches war vielleicht sogar inszeniert, weil er den "...dummen Plasterer..." darstellen wollte. Vielleicht hat er ja durch diese Auffälligkeit umgelenkt in eine Richtung, die von seinem einfachen Spiel ablenken sollte. Vielleicht wollte Mr. Red es für die anderen sein: Dieses Image war durchaus zweckdienlich für sein Vorhaben. Das er in Wirklichkeit gewann, fiel allen Anwesenden, sofern sie sich -wie ich- regelmäßig im Casino aufhielten, erst mit der Zeit auf... ... @ Purist Auf diesen Gedanken bin ich gekommen, weil Du daran zweifeltest, dass sich Einfachheit und Aufwand nicht verbinden lassen: Insofern meine ich, dass die Aufzeichnungen vielleicht -wie schon gesagt- eine Tarnung waren. Auch die Tatsache, dass Red seinen Tisch direkt an der Bar hatte, könnte bedeuten, dass die zeitweise Einsicht in seine Rollen gewollt war. Vielleicht messen wir der Langzeitanalyse einen viel zu hohen Bedeutungsgrad bei, nämlich genau den, der vom Urheber bezweckt war. Es ist doch naheliegend, dass die Bedeutung dieser Rollen gar nicht so groß gewesen sein kann, wenn man bedenkt, dass Red am Tisch sich dieser Rollen gar nicht bediente. Einleuchtender erscheint mir, dass er sich seit Beginn die "...Läufe..." der Tische notiert hat. Die Spielbank hatte ja gerade erst eröffnet. Heute kann ich nicht mehr sagen, wieviele Tische ingesamt waren. In dem Riesenbau dieses verzweigten Kurhauses waren mehrere Spielsäle. Mögen es vielleicht vierzehn Tische gewesen sein. Wenn man sich entschliesst, länger an einem Standort zu spielen, sieht man sich den Verlauf der Tische sehr wohl an; ich mache das genauso. "...Unabhängigkeit der Coups zueinander..." - gut und schön: Aus rein psychologischen Gründen (die Verfassung des Spielers ist ja schliesslich auch ein Indikator, ein wichtiger sogar) steigt man im Allgemeinen ja doch lieber in einen Kessellauf ein, der dem eigenen Setzverhalten liegt. Rein gefühlsmäßig. Mr. Red hat sein Spiel vermutlich nicht mitten in "...Schwarzläufen..." eröffnet , auch wenn er diesbezüglich keine Rückschlüsse auf die Folgecoups gezogen haben dürfte. Gehen wir also mal davon aus, dass diese Rollen mal ursprünglich zur Tischauswahl gedacht waren. Aber dann... ...hat er ja letztlich nur an einem Tisch gespielt. Nämlich dem, der ihm aus jedwelchen Gründen am meisten zusagte. Das lässt doch wohl die Schlussfolgerung zu, dass die Rollen über die Verläufe anderer Tische keine große Bedeutung mehr gehabt haben werden. Wozu also die Rollen und die Tagespermanenzsammlungen aller Tische? Je mehr ich über Deine Bemerkung nachdenke, Purist, desto mehr festigt sich bei mir, dass alles tatsächlich nur Tarnung war! .
  4. . Das ist für mich schlecht nachvollziehbar. Du bist doch derjenige, der hier immer herumtönt, "...das habe ich nicht im Internet gefunden..." "...das stimmt nicht..." "...im Internet steht das anders..." Gegenfrage: Wieviel steht im Internet über Dich, was nicht stimmt ?? Der Segen der Informatik für die Gesellschaft ist zugleich deren Geißel geworden. Das gilt für Alle - also ebenso für mich, wie für Dich Sachse. Für Dich insbesondere. Denn sobald Du etwas liest, was Du nicht kennst, schaust Du im Internet nach. Das ist sicherlich eine gute Sache, das Internet - für jeden von uns. Sonst gäb's schliesslich kein Roulette-Forum und den Sachsen... ...würden auch nur die wenigen Insider kennen . Die modernen Kommunikationsmittel haben entscheidend dazu beigetragen, dass man sich durch schnellen Zugriff Wissen verschaffen kann. Nur hat die Sache einen entscheidenden Haken. Der visionäre Wunsch, den wir Wikipedianer in der Gründungszeit dieses digitalen Wissenspakets hatten, hat sich nicht erfüllt - zumindest nicht für die, die sich davon abgewendet haben, zu denen auch ich gehöre, worüber ich hier im Forum schon oft geschrieben habe. Von den seinerzeitigen Pionieren sind nur noch wenige dabei. Und sie sehen die Entwicklung mit Schrecken! Indem wir uns zunehmend angewöhnt haben, unsere Informationen vermehrt aus dem Internet zu beziehen, sind die ursprünglichen Träger des Wissens und der Bildung, auf denen die gesellschaftlichen Werte und die Kultur beruhen, und die Allgemeinbildung nach dem humoldtschen Bildungsideal auf der Strecke geblieben. Der Grund ist in dem Umstand zu finden, das die google-, ebay- und wiki-Euphorie Anfang dieses Jahrzehnts und die Tatsache, dass diese Medien den gesamten Rest der Träger, die noch vor zehn Jahren an der Meinungsbildung viel stärker mitbeteiligt waren, in zunehmendem Maß verdrängt haben. Literatur hat keine Chance, wenn sie nicht im Internet promotet wird, TV- und Radiosender streiten gerichtlich mit den Printmedien um Online-Rechte, weil hier die Rundfunk- und Fernsehgebühren missbraucht werden, die für die Zeitungen lebenswichtige Onlineschiene wettbewerbszuverzerren, und auch alle namhaften Nachschlagewerke wurden eingestellt. Ist schon jemandem aufgefallen, dass es kein einziges deutsches Lexikon mehr gibt? Keine Enzyklopädie in deutscher Sprache? Das haben wir Wikipedianer nicht gewollt! Wir wollten die Ergänzung mit dem Nutzen für Jedermann, als Vernetzung des Wissens zu Gunsten der Zugriffsschnelligkeit und der Komplettheit; insbesondere für die "Kleinen Leute" und Studierende, die auf schnellen Zugriff angewiesen sind oder die sich die aktuellen, großen Enzyklopädien für tausende von Euro nicht leisten konnten; für diejenigen, denen ansonsten nur noch die Biliotheken bleiben. Daraus wurde ein Moloch, der alles für sich vereinnahmt hat. Die großen Wissenssammlungen wie Herder, Meyer, Brockhaus, Bertelsmann und alle(!) anderen sind verschwunden. Wikipedia hat sie alle vereinnahmt. Mit dem freien Zugang zu Wissen hat das nicht mehr viel zu tun. Der Effekt lässt sich mit Goethe umschreiben mit: "...die Geister die ich rief..!" Es ist nämlich ein Trugschluss, all das, was im Internet stehe, sei richtig; all das, was nicht in ihm enthalten ist sei falsch oder unwichtig und insbesondere für Dich, lieber Sachse: im Internet steht alles, was nicht im Internet steht existiert nicht. Ich habe ein halbes Jahrzehnt für die Wiki Foundation gearbeitet und anschliessend (2006) habe ich mich hier im Forum eingebracht. Meine ursprünglichen Pläne, meine Tätigkeit als Verleger und Autor in den Printmedien fortzusetzen, habe ich gegen die Arbeit in diese beiden Einrichtungen eingetauscht. Anstelle anderer Publikationsträger sind es nun diese beiden Institutionen (denn sowohl Wikipedia, als auch das Roulette-Forum sind ja keine "...Firmen...") denen ich mein Wissen zur Verfügung stelle und alles veröffentliche. Hätte ich es seinerzeit woanders getan, gäbe es genügend darüber -auch im Internet- zu lesen. Aber wo, zum Teufel, soll es denn herkommen, Sachse, wenn Leute wie ich es nie der Öffentlicheit zugänglich gemacht haben? Und nun veröffentliche ich es und weil man nichts darüber zu lesen findet, und weil es erstmalig veröffentlicht wird, soll es verfälscht oder unbedeutend sein. Vergegenwärtigt euch alle mal diesen Widerspruch. Statt sich darüber zu freuen, eine Erstveröffentlichung hier im Forum zu haben, soll man sich hier quasi noch entschuldigen, weil's nicht überall abschreibbar ist? Was ist das für eine "...verquere Denke...", die Du hast, Sachse? Einmal beklagst du Dich, dass ich über diese Sachen, wie die Liga, nichts schreibe, und dann, wenn ich etwas schreibe, ist es "...unbedeutend..." Außerdem: Was hat die Liga hier im Thread zu suchen? Die habe ich lediglich erwähnt, um zu beschreiben, wie die Atmosphäre in Aachen auf mich gewirkt hat, und weshalb mich eine Analyse von Reds Spielweise nicht interessierte. Anders -meine ich- ist das Ruckzuckzock nicht klar zu machen, weil er das wohl gar nicht versteht und nicht glauben kann, dass Mr. Red für mich durch die Vorgeschichte in Frankreich nur Unterhaltungswert hatte. Wenn ich über Dinge hier berichte, dann begründe ich sie auch detailliert. Und was soll Deine merkwürdige Bemerkung über eine Busfahrt ? Außer Firmenfahrzeugen für unvermeidbare Geschäftsfahrten, habe ich seit Jahrzehnten ausschliesslich öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Meine letzte private Autofahrt war 1989 zu einem Pink Floyd Konzert nach Paris. Ich stehe nicht d'rauf, dass jeder mit seinem eigenen Auto in der Gegend "...herumrutschen..." muss. Und dieser Mann, von dem Du sprichst, ist mein Einstiegspartner in das Roulette gewesen; zudem beruhen auf der Verbindung zu ihm meine späteren Firmen in Südamerika. Ohne ihn hätte ich mit Roulette nicht begonnen und mein Leben wäre ganz anders verlaufen. Da wird man die Umstände in diesem Zusammenhang ja wohl erwähnen dürfen Was meinen Lebenslauf betrifft, steht der seit acht Jahren überall im Internet. Bisher ist da keiner, der sich beklagt hat, dass was nicht stimmt. Ich habe nichts, was ich verstecken müsste und ich brauchte nie was korrigieren. Vor Jahren habe ich von Dir geringwertschätzig gehört, bei meinem beruflichen Engagement hätte ich kaum die Zeit gehabt, Roulette zu spielen. Jetzt wenn ich was d'rüber schreibe ist's auch nicht richtig. Naja. Ich habe dich "...gefoppt..." und die Quittung dafür bekommen Ich hatte gedacht, Du hast Humor - aber in Leipzig sieht der anscheinend anders aus. Zu meiner "...Rollbahn..." sagst Du also viel WENIGES. Da darf man ja gespannt sein, wie Deine berufliche Laufbahn sich darstellt. Komisch, die finde ich nirgends im Internet!!!!! Nicht, dass es Dich garnicht gibt, Sachse Halte Dich zu Gunsten dieses Threads ein bisschen zurück mit Anspielungen, Sachse, die weder zum Thema gehören, noch der Sache dienlich sind. Der Sache Dienliches habe ich von Dir noch nicht viel gelesen hier im Thread. .
  5. . Hallo Horny mach Dir mal über uns keine Gedanken. Das können Paroli und ich schon selbst ganz gut .
  6. . Oft war mein Spiel nach einem einzigen Satz beendet. Selten hatte ich eine Spielzeit von über einer Stunde. Um nicht aufzufallen setzte ich mich dann an die Bar. wenn ich nicht direkt nach dem Ersttreffer das Haus verlassen wollte. ...na und dabei habe ich dann Red beobachtet und sein "...Fünfhunderterfeuerwerk auf Rot..." Beim Kaffeetrinken am Bartresen. Was hätte ich dort sonst tun sollen? Seine Anwesenheit war eben das Interessanteste im Spielsaal, wenn man dort seinen Kaffee trank. Und wenn Mr. Red nicht am Roulettetisch spielte, hatte ich ab und zu die Möglichkeit, einen Blick in seine Rollen zu werfen. Denn dann saß Red unter mir an der Bar. Hinzu kamen die Gespräche einer Menge Leute über ihn, in denen ich das erfuhr, was ich hier schon zum Besten gegeben habe. Klar, wenn man vorhat, das zu tun. Wenn Du Reds und meine Spielweise vergleichst trennen uns Welten! Mein Spiel wäre das nicht. Das war zwar alles irgendwie interessant, aber für mich kam es nicht in Frage. Zwischen "...sich für etwas interessieren,..." weil es auffällig, amüsant und zum Teil auch beeindruckend ist, und "...etwas beobachten...", besteht ein Unterschied. Für mich war das ganze nur wie ein Film. Ein beeindruckender Film in meinem Alltagsumfeld. Ich muss gestehen, dass ich wegen dieses Mr. Red länger in Aachen gespielt habe, als ich ursprünglich vorhatte. Dadurch war es für mich dort nicht so langweilig wie in den vielen anderen Casinos. Mr. Red war "...außergewöhnliches Entertainment..." für mich. Und das sicherlich auf höchstem roulettistischen Niveau. Nur würde ich gern wissen, wie hoch sein Stundenlohn war. Und seine Tischauflage! Dann hätte er sicherlich gern mit mir getauscht... ... Nachtfalke. .
  7. . weiss ich nicht. Und ich bin mir sicher, das wusste im Casino keiner. Du kannst einem aber auch "...Löcher in den Bauch..." fragen, Ruckzuckzock. Das habe ich oben doch schon beantwortet. Vielleicht wussten das die Croupiers und die Saalchefs, wenn die in den Kameras Reds Satzgewohnheiten verfolgten. Ich glaube allerdings, dass es damals noch gar keine Kameras gab. Die kamen erst in den 80iger Jahren. Also wusste es wohl niemand. @ Sachse Und das ganze Internet ist voll davon! Nur waren das leider Testseiten-Prototypen , die man alle wieder abgestellt hat nur um Dich zu ärgern. Damals gab's nämlich noch kein Internet - das wurde gerade erst erfunden. Oft setzte Mr. Red durchgehend. Nicht nur das. Red spielte von Zeit zu Zeit ja einen weiteren Jeton zum ersten, ein zweites Spiel quasi parallel zum ersten, laufenden Spiel und ein drittes und ein viertes usw. (nach Regeln, die ich nicht kenne) und so standen da kleine Fünfhundertertürme auf der roten Chance bei jedem Coup, der vom Croupier abgedreht wurde. Eine richtige Turmparade von Wurf zu Wurf. Und die Gesichter der Direktion sahen manchmal ganz schön faltig aus! @ Sachse Aber das veranstalteten die Saalchefs nur um Dich zu ärgern! Damit ich den Eindruck bekam, dass der Mann tierisch verliert, weil man beim Roulette ja unmöglich gewinnen kann Nur darf ich an dieser Stelle mal ganz zaghaft bemerken, dass mein Spiel mir wohl erheblich mehr einbrachte. Zwar waren meine Beträge, die ich erwirtschaftete, wahrscheinlich erheblich niedriger, aber ich war ja nur Bruchteile der Zeit an den Tischen, die Red da sein Marathonspiel betrieb. Einen mitternächtlichen Zwanzig Minuten Aufenthalt kann man nicht mit den nächtelangen Sitzungen des Mr. Red vergleichen; und dessen Rendite aus unzähligen Stunden Spiel war nicht vergleichbar mit dem Ertrag aus meinen kurz angesetzten Indikatonspartien. .
  8. . Weshalb hätte ich da was analysieren sollen??? Zunächst einmal dachte ich, der ist "...bescheuert..." Aber dann erfuhr ich Abend für Abend, dass er meist schon viele Stunden im Casino war. Normalerweise haben solche Spieler dann kein Geld mehr Aber sein Jetonhaufen sah immer "...ganz ordentlich..." aus. Wohlgemerkt: immer! Dann dachte ich mir, dass er ja an der Kasse tauschen kann. Oder er "...lässt..." es sich tauschen. Naja, was einem so in den Sinn kommt, wenn einer total abgefahren setzt und trotzdem immer "...Munition..." hat. Das sind meist die größten Verlierer. Die Jetons, mit denen er spielte, wären so erklärbar. Schliesslich erfuhr ich dass er nie tauschte. Auch das war außergewöhnlich. @ Sachse Die bösen Casinoangestellten und die Gäste haben mich alle angelogen!!! Nun sollte man sich mal ausrechnen, wieviele Jetons in zwei solcher Leinensäckchen Platz haben, die er Tag für Tag mitbrachte. In jedem mal locker hundertfünfzig von den "...Großen..." Da kann man so ein Spiel natürlich lang durchhalten. Man braucht sich ja nur die Durchschnittsschwankungen anzusehen. Oder besser noch die Tagesendstände der Tische (das kommt in der Masse der Tage auf's Gleiche 'raus). Mir ist dann klar geworden, dass er sooo schnell gar nicht "...kaputt gehen..." kann. Denn ich hatte zwischenzeitlich gesehen, dass er zumindest schon mal einige zigtausend gewonnen hatte. Und wenn du mich jetzt fragst Ruckzuckzock, wie er die zig Tausend gewonnen hat, kann ich es Dir ganz genau sagen!!! ... es lief eine lange Rot Serie. .
  9. . Warum hätte mich dieser Mr. Red denn interessieren sollen? Spieler auf ECs galten dort, von wo ich kam, eh' als Verlierer, wenn sie sich länger als eine Stunde am Tisch aufhielten. Ich beachtete den guten Red eigentlich mehr, weil ich ihn vom Hotel her kannte. Und weil an der Casinobar unter mir auf seinem Tisch seine Rollen und seine Zettelstöße ausgebreitet waren. Das war für mich ungewöhnlich, Ruckzuckzock. Weil es doch irgendwie sehr extrem war. Das ging für mich ab wie ein Kinofilm. Mr. Red war der Star. Der Titelheld. Der Max Murnau des Casinohorrors. Zuerst verstand ich gar nicht, was da abging. Für mich sah's aus wie: Jemand verschenkt Jetons. Jetons in einer extraorbitanten Höhe. Rot. Rot. Rot. Rot. Immer wieder Rot. Bei meinen sporadisch angesetzten Besuchen in Aachen (ich wollte in den Niederlanden ein Geschäft aufmachen) war Monate später erst die Effizienz des Spiels von Mr. Red erkennbar, als die Jetons zunahmen, die er abräumte. Das ist schon heftig, Ruckzuckzock, wenn einer mit einem "...Berg..." davon am Tisch sitzt und bei jedem angeworfenen Coup manchmal acht, zehn, zwölf solcher Stücke auf Rot stellt Immer wieder Rot; nichts anderes! Stellt euch das bitte mal im normalen Casinobetrieb vor. Neu Angekommene standen erst mal ein paar Minuten an diesem Tisch und guckten ungläubig. Da war keiner, der einfach nur so vorbei ging. Zudem sah der Spieler nicht wie ein "...Edelzocker..." aus. Er war klein, dicklich, die Beine verschränkt mit einem prall gefüllten Geldsack zwischen die Knie geklemmt. Er atmete schwer schaufend durch die Nase (das hatte mit dem Spiel nichts zu tun, das tat er ständig) sein Gesicht war gerötet und das Haar unordentlich, weil er oft schon viele Stunden da am Tisch saß. Er schwitzte und die Haut glänzte und vor ihm fünfzig, sechzig achtzig Fünfhunderter. Wenn er "...einen Lauf gehabt hatte...", waren es auch schon mal zweihundert oder mehr. Einmal hatte ich zufällig mitbekommen, dass dem Tisch Fünfhunderter fehlten. Da warf er, der Gast den Geldsack dem Drehcroupier zu, um der Bank zu wechseln !!! Und dann schob er wieder Spiel für Spiel die Metalliktürmchen auf Rot. Ruckzuckzock, da hat mich nicht interessiert, was der eigentlich spielte, und ob und wie und wann der gewann oder setzte - sondern wie das abging. Ich weiss ja nicht, wie ihr alle d'rauf seid, aber für mich war's wie "...Kino in der ersten Reihe..." Ich hatte ohnedies die Liga Zeit hinter mir, wo's ernst und konzentriert zuging und hin und wieder auch sehr stressig wurde. Und sowas, wie in Aachen, hatte ich atmosphärisch schon lange nicht mehr. Berücksichtigen muss man zudem, wie steif die Spielbanken noch waren. Mit ihrer Kleiderordnung und den Restaurantbetrieben. Vielleicht kommt das alles gar nicht so 'rüber , wie ich's in den Beiträgen zuvor geschrieben habe. Das ganze war eine abgefahrene Riesen Show. Und an Setzweisen und Techniken hatte ich lang genug 'rumgefeilt. Geld hatte ich genug von dort mitgebracht. Mir ging's finanziell und psychisch richtig gut. Im Gegensatz zu meiner -ja sehr trockenen und sachlichen Lehrzeit- war die Atmosphäre in Aachen für mich wie Urlaub, Urlaub, in dem's was zu verdienen gab. Und den Spaß dazu .
  10. . Ich habe seine Spielweise doch gar nicht untersucht, Ruckzuckzock! Der Sachse vermutete das gerade auch schon Aber das war nicht der Fall. Zunächst hatte dieser Mr. Red mich überhaupt nicht interessiert. Ich kam zu jener Zeit gerade von Italien. Von Ventemiglia aus hatte ich den Bus nach Cannes und Nice genommen, dort noch die Casinos an der Küste besucht, bis mein Flug ging. Eine Woche vor Aachen spielte ich in den südfranzösischen Häusern. Dort waren Spieler mit Stückgrößen von (umgerechnet) 250 € "...ganz normale Spieler..." Und wenn sie derartig "...niedrige..." Einsätze zudem auf Einfachen Chancen spielten, fielen sie an der Cote unter die Kategorie "...Fußvolk..." .
  11. . Neenee. Die gaben ja die Unzumutbarkeit wegen des Rollstuhls an als geschäftliche Schädigung. Ich hatte ja den Namen auf dem Dokument. Mit den Jahren habe ich ihn jetzt vergessen. Aber Du hast Recht Sachse! Es gibt und gab da in Travemünde einige solcher merkwürdigen Vorfälle. Man scheint sich da unliebsamer oder störender Gäste sehr schnell zu entledigen auf die Art des geringst zu erwartenden Widerstands. Das ist wohl schon immer so in Travemünde gewesen. .
  12. . Vielleicht hat schon jemand mal d'ran gedacht, dass der akribisch buchende Mr. Red das ganze nur als Tarnung aufgebaut hat? ...und alle mit seinen Rollen glattweg verarscht hat Die aufwendigen vielen "kilometerlangen" Millimeterpapierrollen könnten nämlich vielleicht alle kopiert worden sein von einem Original, damit es nach "...Viiiiiiiiiieeeeel..." aussah. In Wirklichkeit war es vielleicht nur der eine Tisch, den er von vornherein bespielen wollte, und die restlichen Rollen waren nur verschiedene Varianten. Oder unaktuelle? Auf diese Idee hat mich der Sachse gebracht, weil er ja sagte, es sei ungewöhnlich für einen "...so akribisch Buchenden...", wenn dieser sich "...in die Karten..." gucken lasse. Vielleicht hat ja Red die Rollen auch deshalb nicht weiter geöffnet, weil er den Umstand nicht preisgeben wollte, dass es sich nur um "...Dummies..." handelt. Vielleicht war alles nur Show zur Ablenkung vom eigentlichen Spiel? Red konnte nicht ahnen, dem Partner eines Rank Xerox Managers gegenüberzusitzen. Leute, die sich in der Xerographie auskannten, waren damals sehr rar. Ich zumindest hatte erkannt, dass es sich um Statistiken handelt, die von woanders her mit diesem Verfahren übertragen worden waren auf die Millimeterpapierrollen in der Spielbank. Aber ansonsten hat das sicher keiner gewusst. Und da damals Farbkopien dieser Art völlig unüblich (bei der Masse technisch einfach unbekannt) waren, konnte er getrost davon ausgehen, dass ihm jeder sein "...Tammtamm..." glaubte Oft habe ich mich auch gefragt, weshalb Red die Rollen ständig dort liegen hatte im Gastrobereich. Wo er sie für's Spiel eigentlich kaum praktisch, im direkten Einsatz nie verwendete.
  13. . Eben. Deshalb ist für mich sonnenklar, dass die Lösung gar nicht in den Langzeitnozierungen des Mr. Red liegt. .
  14. . Gewinn auf ECs ist unmöglich? Aber hallo !?! Diese Tatsachen sprechen dagegen. Also muss auch ich, der sich immer gegen das Spiel auf ECs ausgesprochen hat, zumindest "...klein beigeben..." und eingestehen: "...Da ist was d'ran..!" Wenn nämlich eine Indikatorenzuordnung auf Einfachen Chancen durchführbar ist, dann lassen sie sich auch indikationsmäßig bespielen. Ich sehe allerdings wenig Zusammenhänge zu den Links- /Rechtswürfen wie Nostradamus (das ist wieder etwas ganz anderes, was der macht!) und ich sehe auch keine hinsichtlich Optimierers Ansätze. Die Langzeitnotierungen des Mr. Red können auf Grund derer Fehlerhaftigkeit nicht überzeugen, dass sie Reds Satzfindung herbeiführen. und jetzt meint der Purist, das Thema "...ad acta..." legen zu wollen. Weshalb? Ihr habt doch gerade erstmalig hier im Forum die Vorgaben von mir, wie das damals alles ablief. Über die einzigen, die auf ECs Gewinne erwirtschafteten. Wenn man deren Spielweise nicht nachgeht, wird man auf ECs wahrscheinlich keine Lösung finden! Nachtfalke. .
  15. . Ein Kesselfehler? kann ich mir nicht vorstellen, Purist. Hatte der Spieler in Travemünde auch die hohen Gewinne, weil ein "...Kesselfehler..." vorlag? Der Travemünder Spieler war schwer behindert. Die Stellungnahme mir gegenüber, die die Spielbank abgab, deckt sich mit beiden Gerichtsurteilen! Eine Spielbank zieht doch in so einem Fall nicht vor Gericht. Sie wechselt den Kessel aus! In den Gerichtsurteilen fand nur das betriebswirtschaftliche Interesse der Betreibergesellschaft Beachtung. Beide Urteile sind von mir bei Wiki in Frankfurt hinterlegt. Richterspruch: Die Einrichtung sei zwar eine öffentlich-rechtliche, die lizensierte Betreibergesellschaft aber privat einzuordnen. Es gelten die gleichen rechtlichen Bedingungen wie für alle anderen privaten Unternehmen, sofern sie betriebswirtschaftlich ausgerichtet sind, bilanzierungs- und steuerpflichtig sind, und denselben marktwirtschaftlichen Bedingungen unterliegen. Genau das sagte mir auch der Direktor. Wir haben hier einige Rechtsanwälte im Forum. Fragt die. Der Fall ist bekannt. Fieserweise gab die Betreibergesellschaft im ersten Verfahren an, der Rollstuhl des Gasts sein den Gästen nicht zumutbar gewesen. Merkwürdigerweise besuchen andere Rollstuhlfahrer weiterhin das Haus - verlierende Rollstuhlfahrer versteht sich. Die Hälfte der von mir in den Räumlichkeiten befragten Mitarbeiter bedauerten den Weggang des "...äußerst spendablen..." Gasts. (unfeinerweise nannte man ihn dort den "...Goldkrüppel..." , -> er gab die höchsten Trinkgelder der Gästeschaft). Bei den Gästen galt er als gesellig, er war beliebt, er war allen bekannt und: Er war die "...Sensation von Travemünde..." Er schleppte Tausende täglich aus der Spielbank in stundenlangen Sitzungen. Er bespielte nur eine Farbe: Rot! Nun erklärt mir mal, wie man einen Kesselfehler nur auf Rot bespielen soll. Der Sachse kann uns ja mal erklären, wie man sowas macht. .
  16. . Ich habe das also sozusagen "...hautnah..." mitverfolgen können. Und hunderte, tausende anderer Gäste in Aachen auch. Casinoangestellte haben es mir bestätigt. Die Alternative zu Mr. Red ging durch die Presse. Auch hierfür gibt es tausende Zeugen. Der Fall seiner Sperre kam vor Gericht in Lübeck, durch zwei Instanzen wurde verhandelt mit dem Urteil, sehr wohl dürfe die Bank ihn sperren, wenn sie ihre geschäftlichen Interessen gefährdet sehe. Und das ist keine zehn Jahre her, im Gegensatz zu dem Fall in Aachen. In Travemünde habe ich in der Spielbank nachgefragt. Ich baute seinerzeit Wikipedia mit auf und benötigte Material für das Portal. Als ich über seine Spielweise las, kam mir in den Sinn, es könne sich um den gealterten Mr. Red handeln, der nunmehr im Rollstuhl saß, und ich wollte für Wikipedia darüber schreiben. Red war damals in Aachen schon gesundheitlich schlecht d'rauf; behäbig und kurzatmig. Er musste seinerzeit um die Siebzig sein. Mein damaliger Ansprechpartner war der Direktor der Spielbank! Dieser Mann konnte es sich nicht leisten, bei einer offiziellen Anfrage der Wikipedialeitung eine falsche Stellungnahme zu geben. Sein Name ist H. Schwarz. Es wurde herumgedruckst und schliesslich räumte man ein, dass es Gäste gebe, die einem schlecht laufenden Haus einen schweren Schaden zufügen können. Man könne es keinem Etablissement verbieten, sich von Kunden zu trennen, die es in die Knie zwingen. Mehr wollte man mir nicht mitteilen. .
  17. . Um das nochmal zu betonen: Ich habe mich für das Spiel des Mr. Red nicht interessiert. Allein die Aufzeichnung fehlerhafter Permanenzen erschien mir recht sinnlos. Zudem spiele ich nicht auf Einfachen Chancen. Der Sachse sagt, dass ein Dauergewinn auf Einfachen Chancen kaum denkbar ist. Er sagt sogar unmöglich (aber das sagt er ja immer das Tragische ist, dass dann keiner mehr d'rauf hört) Im Fall der ECs war ich der gleichen Meinung. Grundsätzlich sehe ich das ja nicht anders, als der Sachse. Das habe ich ich auch einigen anderen im Forum geschrieben. In vielen Threads. Und doch haben diese beiden Spieler, Mr. Red in Aachen und Der Rollstuhlfahrer in Travemünde, mit der gleichen Setzmethode auf einer Einfachen Chance Hunderttausende, Millionen aus den Casinos geholt. Immerhin habe ich das im ersten Fall mit eigenen Augen gesehen. Und im zweiten habe ich pesönlich vor Ort recherchiert! .
  18. . Über "...Heckengucker..." hat Mr. Red sich auch so manches Mal aufgeregt. Aber was sollte er machen? Die Alternative wäre gewesen: ein Tisch in der Saalmitte. Aber da hätten die Barangestellten schwerlich auf seine Utensilien am Tisch aufpassen können. In dem oft überfüllten Spielsaal hätten Reds Aufzeichnungen da nicht lange gelegen... ... Also musste er sich damit abfinden, das man ihm "...in die Karten..." guckte, denn er konnte schlecht seinen ganzen Kram zum Spiel an den Tisch mitnehmen. Dafür waren viel zuviele Gäste da. Er achtete aber sehr wohl darauf, die Rollen nie ganz zu öffnen und er rollte sie nach der Auswertung gleich wieder zusammen. Nur, wenn das Abend für Abend stattfindet, dann hat man eben zwanzig, dreißig Sekunden Einblick - und das jede Nacht einige Male. Und daher kommen meine Kenntnisse. Und einmal, wie ein Event war (derer gab es seinerzeit viele in Aachen) war es so voll, dass ich an seinem Tisch saß. Dem konnte er bei voll besetztem Saal ja herzlich wenig entgegensetzen. .
  19. . Das mit meinen Kenntnissen über sein Spiel resultiert aus verschiedenen Umständen. Das ist weniger ein "...Phänomen des Geistes..." Ich weiss nicht, ob du das Casino in Aachen aus der damaligen Zeit kennst, Sachse. Das war der "...Knaller..." in ganz Europa! Als Jahrhundertcasino bezeichnete man es. Und das wird es im vergangenen Jahrhundert gewesen sein! Es war nicht das luxuriöseste, aber das modernste seiner Zeit. Heute ist es vernachlässigt geführt, total verdreckt wie ich gehört habe. - die Westspiel will es schliessen; den Standort zu Gunsten eines Standorts am Rhein aufgeben. Aber damals war alles "...erste Sahne..." Die Stammspieler seinerzeit in Aachen hatten einen Bereich, von dem aus es nicht weit war, zum ersten, vorn liegenden französischen Tisch. Wenige Schritte nur. Ansonsten wäre es nämlich unmöglich gewesen, sich während des laufenden Spiels an der Bar aufzuhalten und zugleich am Spiel teilzunehmen, denn in den Rushzeiten war es brechend voll (vom stundenlangen Stehen in Warteschlangen, um 'reinzukommen, kann die Westspiel in Aachen heute nur noch träumen). Wenn man nun an der Bar saß -und ich saß immer an der Bar- konnte man von oben auf die Tische herabschauen... ... ... ...natürlich insbesondere auf die, die direkt am Bartresen aufgestellt waren. Das war unserem Mr. Red nun gar nicht recht. .
  20. . Während des Spiels wollte er ohnehin nicht angesprochen werden. Irgendwie kam es auch selten dazu. Der Mann saß da vor seinem Jetonhaufen und alle machten einen Bogen um ihn herum. Im Hotel zuvor hatte ich ihn ganz anders kennen gelernt. Die Beziehung zu seiner Person knüpfte an das seinerzeit gleiche Hotel und da er mich (wohl auf Grund der Kleidung) sofort wieder erkannte, hat sich das eben so entwickelt; das ist normal, wenn man über ein Jahr lang wochen- und monatsweise an dem immergleichen Standort verkehrt und aufeinandertrifft. Zudem kann von "...Einblick gewähren..." gar keine Rede sein. Ich sagte ja, dass er seine Rollen mit Gummis "...sicherte..." und die Permanenzstapel auf seinem "...Buchhaltungs..."tisch, in denen sich lauter handschriftliche Notizen befanden, mit elastischen Kordeln verknotete. Letzteres lag aber wohl eher daran, dass ihm anfangs die oben liegenden Blätter immer wieder auf den Boden segelten, wenn das Bedienungspersonal vorbeirauschte. Red hatte den der Bar am nächsten liegenden Tisch, auf den die Bartender immer ein Auge hielten, damit niemand etwas weg nahm. Bei anderen hätten sie das sicher nicht gemacht, aber er gab ein beachtliches Trinkgeld; dann bekommt man halt so eine Sonderbehandlung. Mit dem Gebäck und der Flasche auf dem Tisch hatten dieses Ansinnen sowieso wohl nur wenige gehabt. Genau wie mit seinen Jetons sah das irgendwie majestätisch aus. Wenn er zur Toilette ging, blieben seine Jetons am Tisch!! Das muss man sich mal vorstellen: Da lagen dann manchmal ein-, zweihundert 500er Jetons .
  21. . Im weißen Anzug bin ich immer das Gegenteil ...des Tarnkappenträgers. Nein. Übrigens war Mr. Red während seiner Casinoaufenthalte recht wortkarg. Das ist kein Wunder, weil er allem Anschein nach ständig spekulierte und rechnete. Und wie ich schon sagte, war er dabei sehr "...in sich gekehrt..." .
  22. . Die andere Sache, die ich in Erinnerung habe, ist eine Veränderung der Statistik. Besser gesagt eine Erweiterung. Die Kreise Irgendwann, ich weiss nicht innerhalb welchen Zeitraums, befanden sich mit dem Zirkel gezogene Kreise um einige imaginären Punkte (Stationen). Das fand ich ungewöhnlich, weil Kreise normalerweise nicht in Statistiken gehören. Aus diesem Grund ist es mir in erinnerung geblieben. Aber auch hier verweise ich an unseren PinkEvilMonkey. Der weiss wahrscheinlich, worum es sich handelt. Immerhin hat der es ja studiert. Die Kreise überschnitten sich manchmal, wenn mehrere zu dicht aneinanderlagen. Das sah ein bisschen aus, wie die seinerzeit in den Schulen aufkommende Mengenlehre. in der solche grafischen Darstellungen in Lehrmaterialien verwendet werden. .
  23. . Zwei Sachen habe ich noch in Erinnerung: Das Fenster Von Zeit zu Zeit holte Mr. Red eine Art Schablone aus dem Geldsäckchen. Sie bestand ebenfalls aus Millimeterpapier, das auf einen Karton oder ein Stück Plastik aufgeklebt war. Das Teil war quadratisch mit knapp zwanzig Zentimetern Kantenlänge. Parallel zur Kantenlänge war ein Quadrat ausgeschnitten. Sagen wir... ... ...wenn das Teil 20x20 cm goß war, dann war der Ausschnit vielleicht 16x16 cm. es ergibt sich ein quadratisch ausgeschnittenes Rechteck, dessen "...Umrandung..." in 2 Zentimeter Breite mit Millimeterpapier beklebt war. Auf diesem Rechteck befanden sich irgendwelche Markierungen. Wenn Red dieses quadratische Teil aus seinem Geldbeutel zog, rollte er zugleich eine Statistik auf und legte das Quadrat auf die aufgerollte Statistik. Dann fuhr er langsam über die Statistik und er sah sich über bestimmte Strecken die Statistik durch das entstandene Fenster an. Ob er da die Linien zählte, die sich in dem Fenster befanden, oder ob er sich ansah, welche Linien in ihm auftauchten, oder ob er vielleicht auch die Anzahl gleichfarbiger Zickzacklinien abzählte, Verhältnisse zueinander ausrechnete ...keine Ahnung Das geschah aber immer dann, wenn er nicht spielte. Wie schon gesagt: er saß am Gastronomietisch oder er saß am Roulettetisch. Die Rollen befanden sich in der Gastronomiezone des Spielsaals. Und manchmal, wenn er die Prozedur mit dem Rechteck vollzogen hatte, begann er mit seiner Sitzung. .
  24. . Das Raster Wie ich schon sagte, handelte es sich um Linien; unzählige hiervon. Ich schätze mal zwei, drei Dutzend. Jede Rolle dieser Statistiken war um die achtzig Zentimeter hoch, aufgerollt hatte die Grafik also achtzig Zentimeter Höhe. Wie lang sie war, weiss ich nicht. Red rollte immer nur ein Stück auf. Nie hat er die ganze Rolle ausgebreitet gehabt. Die Linien in vielen Farben begannen am Anfang der Rolle und sie zogen sich längs der Millimeterfläche. Gezogen waren sie von einem imginären Punkt zum anderen. Die Punkte verliefen geradlinig im rechten Winkel von oben nach unten. Soweit ich in Erinnerung habe im Abstand von einem Zentimeter. Also, genauer erklärt: Wenn man die Rolle aufrollte war jeder fortlaufende Zentimeter auf dem Raster eine Art "...Station..." für den Fortsetzungswinkel der Linie. Eine Linie begann auf irgendeiner Höhe am Anfang und bildete auf diesen Zentimeter eine Strecke. Auf dem nächsten Zentimeter des Rasters schloss sich die nächste Strecke an. Da die Punkte eine unterschiedliche Höhe hatten, ergab sich eine Zickzacklinie. Wie schon gesagt: es waren viele Linien. Sehr viele. Mehr zumindest, als man im Charting normalerweise gewohnt ist. Dem zur Folge kreuzten sich die Linien immer wieder, je nachdem, wie hoch oder wie tief die imginären Punkte (Stationen) Zentimeter für Zentimeter auf der Rolle lagen. Es gab unter den zig Linien einige, die im unteren Bereich starteten und die weit im oberen Bereich endeten. Bei anderen vollzog sich das Gleiche umgekehrt. Wenn das "...Kurse..." gewesen sein sollten, dann unterlagen sie anscheinend hohen Schwankungen. Allerdings hängt das ja maßgeblich vom Parameter ab, der dem Raster zu Grunde gelegt wird. Und diesen Parameter kenne ich logischerweise nicht. Auch weiss ich nicht, ob es sich bei den Stationen um Coups oder um Tage oder sonstwas handelte. Die Zentimeter auf dem Raster, wo die Punkte lagen, waren lediglich durchgehend nummeriert - das weiss ich noch. Und die Linien hatten im Rollenverlauf irgendwelche Bezeichnungen (wahrscheinlich, dass man nicht immer an den Rollenanfang gehen musste, um sich zu überzeugen, wozu eine Linie gehört) .
  25. . Die technische Bewerkstelligung Meine Kenntnisse verrieten mir, auch ohne Mr. Red fragen zu müssen, dass er bestimmte Statistiken immer wieder vervielfältigte. Grund hierfür war der den Xerographien anhaftende Geruch und die unterschiedliche Farbe des Millimeterrasters. Anscheinend bewerkstelligte Mr. Red schnelles Arbeiten mit dem damals revolutionären Xerographieren, das in jenen Jahren noch in solch gewaltigen Formaten sehr kostspielig gewesen sein musste. Normalerweise bediente man sich der Lichtpausetechnik, wenn man "...Strich..." vervielfältigte und wenn das Format größer als DIN-A-4 war. Nur hat die Lichtpause mehrere Haken: Zum einen ist sie nur einfarbig möglich gewesen, zum anderen konnte man mit ihr damals schwerlich Farben ausfiltern. Da Mr. Red aber seine Statistiken vielfarbig gefertigt hat, und diese anscheinend von Träger zu Träger weiterentwickelte, war die Bedingung in jedem Fall, dass er die Farben übertragen und hierfür das Millimeterraster ausfiltern musste, um die reine farbige Statistik wieder auf Millimeterpapier übertragen und verwenden zu können. Seit jener Zeit, in der die Fotokopie die Xerographie technisch ablösen sollte, war Millimeterpapier gegen hohe Aufpreise in verschiedenen Farben zu haben. Diese Neuerungen verwendend, konnte man also erstmalig eine Zeichnung in Farbe korrekt wiedergegeben kopieren, ohne dass das Trägermaterial (Raster) mit abgelichtet wurde. Voraussetzung war, dass man im Hintergrund die entsprechende Farbe für das Millimetergitter verwendet hatte. Vielleicht kann PinkEvilMonkey, der sich ja mit Statistiken beschäftigt, hierzu was sagen. Heute ist das mit der Übertragung von Statistiken durch PCs kein Problem mehr. Aber vor über dreißig Jahren waren da enorme technische Probleme. Wer einen solchen Aufwand betreibt, der muss in dieser Sache einen tieferen Sinn sehen. Er muss also einen trifftigen Grund dafür haben. Das ist mir allerdings bis heute als Widerspruch um Mr. Red herum haften geblieben. Einesteils war mir damals schon klar, dass die Permanenzen Aachens keinen Wert hatten. Andernteils war hier jemand, der mit derartigem Aufwand alle(!) Tische erfasste. wenn ihr was mit diesen Infos anfangen könnt, dann freut's mich. Ich bin bestimmt kein "...Dummer...", aber ich habe mir auf all das "...keinen Reim machen..." können. .
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