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  1. Da kann man nur mit dem nochmaligen Zitat des Schweizer Volkswirtschaftlers antworten: Es bleibt dabei: die Argumentation von Bofinger und Summers ist keine: Die beabsichtigte Verhaltensänderung auf dem Geldmarkt kann deshalb nicht eintreten, weil die Kreditbewirtschaftung für die Realwirtschaft im Vergleich zu standardisierten Krediten viel zu hoch ist. Auch die hermetische Abriegelung des Geldmarktes durch eine etwaige Bargeldabschaffung würde zu nichts führen. Wenn jetzt in Zusammenhang mit der Griechenland-Krise die griechischen Banken von der EZB (Bankenunion) übernommen werden, dann sollte die EZB auch gleich die Kundenpolitik dieser Banken ändern und entsprechende Kreditfachkräfte für die griechischen Kleinunternehmen und mittelständischen Unternehmen einstellen. Café P.S.: Am 24. Oktober 2011 hat der Leiter des Zentralbereichs Bargeld der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main, Helmut Rittgen ab 18 Uhr über das Thema "Bargeld als Zahlungsmittel - ein Auslaufmodell?" im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Forum Bundesbank" in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank referiert. http://www.hamburg-web.de/events/veranstaltung/Vortragsveranstaltung-Bargeld-als-Zahlungsmittel-ein-Auslaufmodell-.htm Bundesbankvorstandsmitglied Thiele 2012: "Bargeld nimmt nach den Ergebnissen der Studie weiterhin eine besondere Stellung ein. Insgesamt wurden ca. 80 Prozent aller Transaktion beim täglichen Einkauf bar bezahlt, (...)" http://www.bdgw.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=959&Itemid=51 Bei 80 Prozent Bargeldverwendung bei sämtlichen Transaktionen ist die Frage nach der Bargeldlosigkeit doch eindeutig. Wenn Herr Rittgen über dieses Thema referierte, stellt sich doch die Frage: Weshalb hat er das gemacht? Benötigt der Paypal-Besitzer noch mehr Milliarden, um seine Weltraum-Phantasien zu finanzieren? Von uns ? Café
  2. Bankgebühren: "Das ist laut Professor Siekmann unzulässig, weil das gesetzliche Zahlungsmittel zum Nennwert und ohne jeden Abzug zur Zahlung anzunehmen sei." http://norberthaering.de/de/27-german/news/374-update-rundfunkgefuehr-in-bar#weiterlesen "Nach der Rechtsauffassung von Professor Helmut Siekmann sieht das anders aus: "Die Einrichtung eines Bundeslandes, um die es sich bei einer Rundfunkanstalt handelt, hat nicht die Kompetenz, von der Vorschrift des Bundesbank-Gesetzes abzuweichen," sagte er dem "Handelsblatt". Sogar der Bund dürfe das nicht, da das Gesetz im Europa-Recht verankert sei." http://www.imfs-frankfurt.de/news-medien/details/news/helmut-siekmann-zur-bargelddebatte-bild-am-sonntag-handelsblatt.html "Wie steht es im Privatsektor mit der Bargeldannahmepflicht? Ein Leser fragt, ob er auch eine Mobilfunkrechnung bar bezahlenkönnte. Lt. Website des von ihm näher recherchierten Anbieter geht das in den zugehörigen Shops, jedoch mit einer Bearbeitungsgebühr von 2,50€. 'Wissen Sie, ob es rechtens ist, für einen Barvorgang eine Gebühr zu erheben, auch im privatwirtschaftlichen Bereich?' Die Antwort ist, dass es wahrscheinlich rechtens ist, aber nur, wenn der Kunde vor Vertragsabschluss hinreichend deutlich auf die Einschränkung der kostenfreien Annahme des gesetzlichen Zahlungsmittels hingewiesen wurde. Dann kann sich der Anbieter auf die Vertragsfreiheit berufen. Man kann ja zu einem anderen Anbieter gehen. Unbefriedigend ist das natürlich, denn wahrscheinlich ist es bei allen anderen Anbietern ähnlich. Der große Unterschied zum hoheitlichen Sektor liegt darin, dass es dort keine Vertragsfreiheit und keinen Wettbewerb gibt. Ich kann mich nicht entscheiden, mein Auto woanders anzumelden, wenn die Zulassungsstelle dafür eine Einzugsermächtigung verlangt Was kann man tun, um das Bargeld zu retten und die Überwachung zu behindern? Das Einzige, was man im privatwirtschaftlichen Bereich tun kann ist, möglichst viel mit Bargeld zu bezahlen. Das konterkariert nicht nur die Bestrebungen zur Bargeldabschaffung, sondern schlägt neben den Banken auch dem Überwachungsstaat ein Schnippchen. Denn dieser bekommt dann weniger Daten über die Zahlungsgewohnheiten und Zahlungsvorgänge, aus denen er Algorithmen bauen kann, um interessante oder verdächtige Vorgänge automatisch herauszufiltern. Wenn es allgemein üblich ist, auch Rechnungen von 500 Euro im Laden bar zu bezahlen, dann sind Bargeldabhebungen von 1000 Euro und mehr nichts Besonderes. Wenn dagegen kaum jemand mehr als 50 Euro bar bezahlt, dann fangen schon Abhebungen von 500 Euro an, interessant zu werden. P.S. Kleiner Nachtrag mit Dank an Max Müller, der schreibt: 'Zudem ist das Bundesbankgesetz BUNDESRECHT, der Staatsvertrag zwischen den Bundesländern allenfalls LANDESRECHT. Daher gilt nach Art. 31 Grundgesetz: "Bundesrecht bricht Landesrecht." ' " http://norberthaering.de/de/27-german/news/391-rundfunkgebuehr-in-bar#weiterlesen "Die in Europa um sich greifenden Barzahlungsverbote und die Verweigerung der Annahme von Bargeld durch staatliche Stellen seien mit EU-Recht und deutschem Recht nicht vereinbar, so der Frankfurter Professor für Geld-, Währungs- und Notenbankrecht, Helmut Siekmann, zum Handelsblatt (Montagsausgabe). Siekmann ist Herausgeber eines juristischen Standardwerks zur Europäischen Währungsunion. Die Begrenzung des Rechts auf Barabwicklung auf Beträge von unter 1000 Euro wie in Frankreich geplant und in Italien bereits Gesetz, oder auf unter 500 Euro wie in Griechenland, sei Siekmann zufolge nicht mit Artikel 128 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU vereinbar, der Euro-Banknoten zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt." http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/harvard-oekonom-rogoff-grosse-geldscheine-abschaffen/11786632.html
  3. Ja, ich auch!!!!!! Ich bin auf einen interessanten Artikel in "DIE ZEIT" vom 28. Mai 2015 auf Seite 31 gestoßen. Darin beschreibt der Schweizer Ökonom Mathias Binswanger - erinnere Dich: Weiter oben hatte ich beschrieben, daß die Schweizer die Geldmenge nicht ausweiten - die Probleme, die eigentlich DAS Problem sind: Die Ausweitung der Geldmenge kommt nicht denen zugute, die die Dynamik der Realwirtschaft bestimmen. Kleine und mittlere Unternehmen haben zwar Ideen, die die realen Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten der realexistierenden Bevölkerung steigern, sind aber für die Banken zu arbeitsaufwendig und risikoträchtig. D.h. nichts anderes als daß die sogenannten Negativzinsen ins Leere laufen. Der durch die Negativzinsen beabsichtigte Zwang zur Investition wird das Investitionsverhalten an sich nicht ändern, da lediglich die Bevölkerung Daumenschrauben aufgesetzt bekommt und nicht das Kreditverteilsystem "Banken". Das bedeutet nichts anderes, als daß die Argumentationsschiene von Bofinger und Summers hohl ist. Und auf Kontrolle (statt Freiheit) hat jeder schon mal mit Aversion und Konfrontation reagiert. So dient ja wohl die Negativzins-Geschichte anderen Zwecken als den von ihnen behaupteten. Im Forum schreibt er: "Die EZB liegt falsch Der Aufkauf von Wertpapieren belebt die Wirtschaft nicht In einer Rede in Washington bekräftigte Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, am 14. Mai, dass die EZB ihr Wertpapierkaufprogramm wie beschlossen fortsetzen werde. Allerdings musste er eingestehen, dass die Fortschritte in der Euro-Zone im Kampf gegen eine flaue Konjunktur und eine zu niedrige Inflation nur zögerlich einträten. Dies war schon eine viel vorsichtigere Formulierung als noch am 15. April. Damals ließ Mario Draghi bei einer Pressekonferenz selbstsicher verlauten, dass es eindeutige Belege dafür gäbe, dass die von der EZB ergriffenen geldpolitischen Maßnahmen wirksam seien. Diese 'eindeutigen Belege' waren zum einen eine seit Jahresbeginn etwas geringere Deflation der Preise für Güter und Dienstleistungen dank des Wiederanstiegs des Erdölpreises. Dieser Anstieg hat aber mit den Wertpapierkaufprogrammen der EZB nicht das mindeste zu tun. Und zum anderen verzeichnete man ein etwas stärkeres Wachstum der Geldmenge vor allem dank eines weiteren Anstiegs der Hypothekarkredite, etwa für Immobilien, die durch Eintragung ins Grundbuch abgesichert sind. Kredite an Kapitalgesellschaften des produktiven Sektors nahmen hingegen weiterhin nicht zu. Sie schrumpften nur etwas langsamer. In Wirklichkeit war es also bisher nicht weit her mit den Wirkungen der geldpolitischen Massnahmen der EZB. Das ist auch nicht weiter erstaunlich. Gigantische Wertpapierkaufprogramme von Zentralbanken, wie die gegenwärtig von der EZB durchgeführten monatlichen Käufe von 60 Milliarden Euro pro Monat, haben zunächst einmal kaum eine Auswirkung auf die Wirtschaft. Sie führen nur dazu, dass die Geschäftsbanken nachher weniger Wertpapiere aber dafür mehr Geld auf ihren Konten bei der Zentralbank (sogenannte Reserven) haben. Der einzige sofort spürbare Effekt ist ein leichter Kursanstieg der Wertpapiere aufgrund der starken Nachfrage. Dieser Anstieg führt dazu, dass die ohnehin schon nahe bei null liegenden Zinsen noch weiter gesenkt oder sogar in den negativen Bereich gedrückt werden. Doch dieser minimale Effekt belebt die Wirtschaft noch lange nicht. Ein tatsächlicher Impuls auf die Wirtschaft ergibt sich erst dann, wenn die Banken mit ihren steigenden Reservemengen auch zusätzliche Kredite vergeben. Doch gerade hier steht die EZB wie auch andere Zentralbanken vor einem fundamentalen Dilemma. Wesentlich für die Stimulierung der Wirtschaft wären zusätzliche Kredite vor allem an mittelständische Unternehmen außerhalb des Finanzsektors. Zusätzliche Kredite würden dann im Idealfall zur Finanzierung von Investitionen in neue Maschinen und Anlagen dienen, die zu einer Erweiterung oder qualitativen Ver- besserung der Produktionskapazität führen. Solche 'produktiven Kredite' ermöglichen dann die Produktion von mehr oder besseren Gütern und Dienstleistungen und beleben damit auch das Wirtschaftswachstum. Die aus makroökonomischer Sicht wertvollen 'produktiven' Kredite sind aber bei Geschäftsbanken im Allgemeinen wenig beliebt. Für sie spielen Erträge, Kosten und Risiken die entscheidende Rolle und nicht makroökonomische Wirkungen. Und da schneiden 'produktive' Kredite oft schlecht ab. Kredite an kleine und mittlere Unternehmen verlangen viel individuelle Abklärung, da diese Firmen meist kein Rating besitzen, während die Summe eines einzelnen Kredites im Durchschnitt nicht besonders hoch ist. Dies bedeutet: viel Aufwand und hohes Risiko bei wenig Ertrag. Also lässt man lieber die Finger davon. Umgekehrt lassen sich Hypothekarkredite in standardisierter Form an eine Vielzahl von Kreditnehmern vergeben, was die Ausnutzung hoher Skalenerträge ermöglicht. Gleichzeitig ist das mit diesen Krediten verbundene Risiko in normalen Zeiten auch gut abgesichert. Für Hypothekarkredite gilt also tendenziell: Viel Ertrag bei wenig Aufwand und (kurzfristig) geringem Risiko. Kein Wunder, dass Banken diese Kreditkategorie bevorzugen. Hypothekarkredite machen inzwischen in wichtigen Industrieländern im Schnitt etwa 60 Prozent der gesamten Bankredite aus. Es ist deshalb schwierig, Geschäftsbanken gegen ihre ökonomischen Interessen selektiv zur Vergabe von Krediten drängen zu wollen, die für sie unattraktiv sind. (...)" Wie wollen Bofinger und Summers jetzt ein solches Verhalten der Geschäftsbanken mittels eines Negativzinses ändern wollen? Es handelt sich bei der Nichtweitergabe der von der EZB neugeschaffenen Geldmenge an die Realwirtschaft also um ein grundsätzlich strukturell angelegtes Problem im Finanzsektor selbst. Das makroökonomisch angelegte Bedürfnis nach Weitergabe der neugeschaffenen Geldmenge in die Realwirtschaft hat zur Folge, daß aufgrund der durch die Finanzkrise von 2008 verursachten Wirtschaftskrise sich die Verwaltungskosten für Kredite für die Realwirtschaft strukturell gegenüber Hypothekarkredite derart verteuerten, daß nunmehr Transferleistungen zur Dämpfung dieser Verwaltungskosten erforderlich sind, um die Weitergabe der Geldmenge zu ermöglichen. Es ist somit in der Folge der Krise von 2008 ein neues Gemeinwohlinteresse entstanden, das es latent schon lange vor der Krise von 2008 gab. Bofinger und Summers haben insofern Recht, als daß strukturell schon zu lange zu wenig investiert wird. Die Symptome wurden klar diagnostiziert, nur die beabsichtigte Medizin ist die falsche. Es gibt zudem ein Problem, das sich aus der richtigen Analyse ergibt: Wie hoch muß die "richtige" Investitionsquote sein, um dem Gemeinwohl zu dienen? Der Engpaß besteht also bei den Geschäftsbanken, die zum einen durch höhere Auflagen nach 2008 unter Druck gesetzt werden, zum anderen durch die Kompensation der durch die Finanzkrise entstandenen Verluste. Es gibt zwei Wege, wie man diesen Engpaß auflöst: 1. Man umgeht die Geschäftsbanken durch die direkte Vergabe von Krediten durch die Notenbanken. 2. Man gewährt den Geschäftsbanken ertragsgerechte (im Vergleich zu den Hypothekarkredite) Boni für Vergabe von Kredite an die Realwirtschaft. Bei letzterem Punkt erhalten die Geschäftsbanken Sozialhilfe, die das Verhalten der Vergangenheit belohnt. Bei ersterem Punkt verfügen die Notenbanken nicht über die erforderliche Expertise. Die Treuhandanstalt hat gezeigt, daß bei entsprechendem politischen Willen ein solches Programm auch durchgezogen werden kann. Richtig ist aber, daß weder im ersten noch im zweiten Punkt ein Negativzins zur Umsetzung dieser Maßnahmen erforderlich ist. Und daraus folgt dann, daß auch keine entsprechende technische Infrastruktur für eine "Bargeldlosigkeit" erforderlich ist. Eine technische Infrastruktur, die im übrigen von allen zugunsten von Paypal, Diners, Mastercard, Visa, American Express etc. zu zahlen ist. Also wäre nicht nur der Negativzins zu zahlen, sondern auch noch zusätzlich die Gebühr für die technische Infrastruktur. Das Beispiel Sowjetunion hat letztendlich gezeigt, daß eine derartige Planwirtschaft nicht funktioniert. Der obige Autor Mathias Binswanger hat übrigens ein Buch mit dem vielsagenden Titel "Geld aus dem Nichts" geschrieben. Café
  4. "Selbst Peter Bofinger, der in Deutschland für die ganze Aufregung gesorgt hat, meint inzwischen: Wenn die Deutschen so an ihrem Bargeld hingen – dann müsse man das wohl respektieren." http://www.xing-news.com/reader/news/articles/62653
  5. "Bezahlen passiert wie Magie" http://www.wiwo.de/unternehmen/it/paypal-chef-david-marcus-bezahlen-passiert-wie-magie/9378422.html Achso, man muß nichts mehr fürs Geld tun, meint David Marcus Auch von David Marcus: "Langfristig wird das Portemonnaie komplett verschwinden. Dann brauchen wir es weder für Ausweise noch für Zahlungsmittel. Wie lange das noch dauert, ist schwer zu sagen. Westliche Großstädter werden ihren Alltag aber schon in vier Jahren ohne Bargeld und Bankkarten meistern können. Die Ladenkasse verschwindet – und mit ihr die Schlange davor. Ein Mensch verbringt insgesamt mehrere Wochen seines Lebens damit, vor einer Kasse zu warten. Wir wollen den Menschen diese Zeit zurückgeben." http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/17220-bargeld-abschaffung-2018 "Meistern können." Da ist doch die Betonung eher auf "Können" als auf "Wollen". "Wir wollen den Menschen diese Zeit zurückgeben." (Marcus Marcus) Und dann kaufen sie und kaufen sie und kaufen sie und kaufen sie, weil ja so jedenfalls Marcus bezahlen "Magie" ist. Diese Idee hat ja auch schon Götz Werner gehabt. Aber im Gegensatz zu Werner, sagt Marcus nicht, wie er das Ganze finanzieren will. Da hält er sich ganz bedeckt. Bezahlen ist zwar dann Magie, aber bezahlen tun die anderen. An ihn. Und wieder Bofinger und Summers: "Die wesentliche Begründung, neben der Bekämpfung der Kriminalität, ist die immer schwierigere Lage der Geldpolitik. Die Zentralbanken stoßen angesichts lahmender Konjunkturen und deflationärer Tendenzen zunehmend an die Grenzen ihrer Einflussmöglichkeiten. Das sogenannte Quantitative Easing (QE), also die Aufblähung der Zentralbankgeldmenge, hat nicht wie erhofft zu verstärkter Kreditvergabe der Banken an die Realwirtschaft geführt, sondern lediglich die Finanzmärkte angeheizt. Den Zentralbanken gehen die Instrumente aus. Dabei liegt schon lange – zumindest theoretisch – ein weiteres Instrument im Werkzeugkoffer der Zentralbanken. Die Umlaufsicherung des Geldes durch eine Geldhaltegebühr, auch Liquiditätssteuer oder Negativzins genannt, ist eine alte Idee von Silvio Gesell, die natürlich auch den Zentralbankern bekannt ist. Grundidee ist die Belastung von liquiden Mitteln durch eine (geringe) Gebühr, um die Geldzurückhaltung unattraktiver zu machen und Kredite auch bei sehr niedrigen Zinsen zu ermöglichen, also der Liquiditätsfalle zu entgehen." https://www.freitag.de/autoren/leopold-wonneberger/nicht-fuer-bare-muenze Jetzt haben wir's: es geht nicht um Kriminalitätsbekämpfung, sondern um die Negativzinssteuer. Ja, was macht man denn, wenn das Geld nicht in die volkswirtschaftlich gewünschten Investitionen fließt, sondern in die Hochsicherheitstrakte der Lagerhäuser von Genf, Singapur und Shanghai? Ja, dann hat das Volk für ein großwissenschaftliches Experiment sein Bargeld verloren. "Mehrere Argumente sprechen gegen diesen radikalen Schritt. Die Abschaffung des Bargeldes würde Kriminalität vielleicht etwas umständlicher machen, aber sicher nicht verhindern, denn es gibt viele Wege und starke Motivationen für krumme Geschäfte. Bezahlen würde nicht wirklich einfacher gemacht, denn elektronische Zahlungen an der Ladenkasse dauern ähnlich lange und können bekanntlich auch ihre Tücken haben. Und ob die Sicherheit steigt, ist ebenfalls zweifelhaft, denn wirklich große Summe lassen sich v.a. elektronisch erbeuten, und an einen längeren Stromausfall mag man auch lieber nicht denken. Dafür würden aber Zahlungen im privaten Bereich wie das Taschengeld für die Kinder oder das Bummeln auf dem Flohmarkt sehr erschwert. Vor allem aber – und das ist der entscheidende Punkt – würde anonymes Bezahlen gänzlich unmöglich gemacht!" https://www.freitag.de/autoren/leopold-wonneberger/nicht-fuer-bare-muenze Ja, und deshalb Kaiser's in Berlin eine große Werbekampagne für eine "anonyme" Karte gestartet. Wenn man also bei Kaiser's einkaufen geht, muß man sich - wie bei der Einreise in Hahn bei den Hunden - beim Barbezahlen von den Kassierern belästigen lassen, die dann die Anonymität dieser Karte lobpreist. Naja, Allgemeine Geschäftsbedingungen kann man ja immer noch ändern - im Nachhinein. Café
  6. Es sind immer wieder die Kredite, die das System zum Zusammenbrechen bringen. AIG hatte Credit Default Swaps (CDS) herausgegeben, welche eine Art Kreditversicherung waren. Diese Credit Default Swaps waren unbesichert. Das System war diesmal aus zweierlei Gründen zusammengebrochen: 1. Die Subprime-Krise, die darin bestand, daß aufgrund der behaupteten "Naturgesetzlichkeit" der sich ständig erhöhenden Hauspreise kein Faktor "Arbeit" erforderlich sei, um die Kredite abzusichern. Die Wertigkeit des sogenannten Personalkredits wurde gegenüber dem Hypotheken-Kredit herabgestuft. In den USA! Und wahrscheinlich auch in Großbritannien. Somit ist die Subprime-Krise vor allem ein angelsächsisches Phänomen, das dann in alle Welt verkauft wurde, um die Risiken daraus loszuwerden. 2. AIG gab Credit Default Swaps ohne eigene Substanz heraus. Diese CDS wurden vielfältig zur Absicherung von Spekulationsanlagen verwendet. Sie wurden quasi als eine Art Absicherungshebel verwendet. Diese Absicherung war aber nicht wert und war damit auch realwirtschaftlich nichts wert. Da sie nichts wert waren, konnten sie realwirtschaftlich nicht den Druck erzeugen, um das entsprechende spekulative Agieren real abzusichern. Fazit: es entstand eine Lücke beim Einsatz von Hebeln, so daß durch diese Lücke eine Schwachstelle im Spekulationsprojekt von Akteuren entstand. 3. Die Subprime-Hypotheken und die Credit Default Swaps erhielten durch die Rating-Agenturen eine Wertigkeit, die die Öffentlichkeit über die wahre Substanz täuschte. Die Rating-Agenturen gaben zwar nur "Empfehlungen" ab, wurden aber in den Leitmedien zu "religiösen" Strukturen aufgebaut, um dem Spekulationsbluff Herrschaftsrealität zu verleihen. Es gibt ein bekanntes Wort dafür: Neoliberalismus. Ein Begriff, der nichts mit Liberalismus zu tun hat, weshalb er auch "Neo" heißt. Ähnlich wie bei den "Neocons", die ja auch nicht konservativ sind. Der Unterschied zu 1929: 1929 hat die breite Masse sich verschuldet, um die "Naturgesetzlichkeit" steigender Börsenkurse in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts auszunutzen. Diese "Naturgesetzlichkeit" war durch nichts begründet und entsprach lediglich dem kollektiven "Gefühl". Diese kollektive "Gefühl" verursachte eine kollektive Schwachsinnigkeit im Sinne einer umgekehrten Schwarmintelligenz. 2008 war das Ergebnis institutionalisierter Verschuldungspraxis. Tatsächlich verursachte diese Institutionalisierung nicht nur die Verschuldung der eigenen Institutionen, sondern die Institutionen regten auch noch andere Institutionen an, sich zu verschulden. Und nicht nur das. Neben der offenen Anregung zur Verschuldung anderer Institutionen wurden auch noch Schulden unterschiedlicher Bonität - bewertet durch die Ratingagenturen - zu Wertpapierpaketen zusammengeschnürt und dann als werthaltige Produkte verkauft. Eine weitere Methode war die Inflationierung des Derivatewesens. Das führte dazu, daß Wettkonstellationen aufgestellt wurden, die der Normalmensch (siehe Bundesfinanzminister oder der normale Finanzbeamte in Bezug auf das Steuerrecht) nicht mehr versteht. Für das Verständnis reicht dann auch nicht mehr ein Studium aus. Man muß schon in das Produkt geistig versinken, damit man die Sinnhaftigkeit der Konstruktion verstehen kann. Dazu hat der Normalo keine Zeit und keine Kraft. Im Gegensatz zu 1929 regierte 2008 eindeutig der institutionalisierte Bluff. Beide Crashs sind dadurch gekennzeichnet, daß versucht wurde, den Kredit zu benutzen, um die Wettbewerber auszutricksen. Das kann aber auf Dauer nicht gutgehen, da die Wettbewerber mitziehen und das System zusammenbricht, weil das Heraufschaukeln irgendwann zu weit von der Realität entfernt ist. Das war auch so im Kalten Krieg. Fazit: Kreditaufnahme ohne realwirtschaftliches Gegengewicht bringt keine Vorteile, auch wenn diese einzelne Erfolge erringen. Die massenweise Aufnahme von Krediten in dem oben beschriebenen Zusammenhang schadet dem System und damit dem Gemeinwohl Café
  7. Es geht nicht darum, ob Du Angst hast oder nicht. Es geht darum, mit wieviel Macht solche Leute auftreten. Hinterher wird so etwas dann vom örtlichen Parlament abgesegnet. Und dann heißt es: Das Volk wollte das so. Und die Dominikanische Republik befindet sich im Hinterhof der USA. Wenn sich also in den USA eine solche Tendenz zur Bargeldlosigkeit durchsetzt, wird es eine Frage der Zeit sein, daß sie sich auch in den lateinamerikanischen Staaten durchsetzt. Doch, doch. Aber in der OECD gibt es eine schwarze Liste, auf der Staaten stehen, die sogenannte Geldwäsche unterstützen. Also versuchen diese Staaten dann, von dieser Liste entfernt zu werden. Sie passen sich also an. Es gibt aber auch Staaten, die sich nicht anpassen. Die bleiben auf der Liste. Diese Liste gilt aber nur für die OECD-Staaten. Wer also nicht in der OECD ist, muß sich also nicht unbedingt an die Regeln der OECD halten, es sei denn der Staat verkehrt mit OECD-Staaten. Drittstaaten unterliegen ja nicht den OECD-Regeln dieses selben Staates. Das ändert natürlich nichts in Deutschland. Das Bankgeheimnis ist hin. Das ist ja die Heuchelei. Es trifft eben die normale Bevölkerung. Früher war es das Fernsehen, heute sind es Jugendliche, die beim Gehen auf ihr Handy starren Die Leute wenden sich von der öffentlichen Debatte ab. Das ist die Reaktion auf die "Political Correctness". Ja, das ist auch mein Argument bezüglich des Beispiels Schweden. Andere Kulturen reagieren anders auf solche Maßnahmen. Und dennoch wird es versucht werden, wenn sich in Schlüsselländern so etwas durchsetzt. Café
  8. Naja, ein Crash ist ein Crash ist ein Crash. Erst einmal verliert das Unternehmen seinen "gefühlten" Wert. Da das Unternehmen nicht getrennt von seinem Umfeld betrachtet werden kann, muß man auch das Umfeld beachten. Beim letzten Crash war die Politik wie wild hinter Einigungen mit der Politik anderer Länder her. So fertig wie die Politiker aussahen, so waren diese Sitzungen wohl auch. Es wurde wohl Tacheles geredet. Das sind also die Ausgangsbedingungen für eine Umfeldanalyse für ein Unternehmen. Neben dem "gefühlten" Börsenwert und den Umfeldbedingungen gibt es natürlich auch Unternehmenswerte an sich. Die sind für gewöhnlich bekannt. Viel wichtiger - wie im Fall Piéch - sind aber die Zukunftsaussichten eines Unternehmens. Sind die gut, dann kann ein Unternehmen einen solch drastischen Crash überleben, obwohl der "gefühlte" Wert weg ist. Ein Neueinsteiger hat im Crash die besten Bedingungen, weil er quasi auf Kosten der Gemeinschaft - also Staat - satte Gewinne einfahren kann. Der Staat hat das Interesse zu überleben. Der Staat ist mehr als ein Unternehmen. Also hängt der Neueinsteiger sich an den Überlebenswillen des Staates und wird reich auf Kosten derer, die im Crash verkauft haben. Derjenige, der im Crash nicht verkauft, muß diese Durststrecke natürlich auch überstehen. Denn derjenige, der im Crash nicht verkauft, hat dieselben Probleme wie die Bevölkerung. Im Crash werden also die Besitzer riesiger Vermögensbestände ausgetauscht. Das Vermögen wird entwertet, so daß ein "Gefühl" der Wertlosigkeit dieses selben Vermögens entsteht. Da das Vermögen nur in Relation zur Gemeinschaft - also den Weltbürger - wertvoll ist, ist so ein Crash letztendlich auch eine Gefühlskrise der Gemeinschaft. Wenn also sich die Gemeinschaft von ihrer Gefühlskrise erholt, entstehen wieder "gefühlte" Werte. Als Fazit kann man also schließen: Weder die Hausse noch die Baisse bilden den wahren Wert eines Unternehmens ab. Sie sind Ausdruck gefühlsmäßiger Übertreibungen, die man auch als manisch-depressiv beschreiben. Es gibt Autoren, die meinen, daß die Großunternehmen die wahren Psychisch Kranken sind. Im Umkehrschluß kann man dann sagen, daß die Börsenteilnehmer nicht nur eigene - aber einzelne - Projektionen abgeben, sondern Großunternehmen konzentrierte Projektionen über Zukunftserwartungen abgeben. Bei einem Crash stellt es sich dann so dar, daß der Käufer zu einem niedrigen Wert wahrscheinlich eine sehr realistische Einschätzung über die Möglichkeiten eines Unternehmens hat, da der Crash selbst eher ein selteneres Ereignis ist und der Käufer den Kauf mit seiner Lebenszeit bezahlt. Auf der anderen Seite des Käufer steht der Verkäufer, der sich aufgrund der "gefühlten" Vermögenslage zu einer falschen Realitätseinschätzung hat hinreißen lassen. Er ist also gezwungen, zu verkaufen, statt den Crash durchzustehen. Dann gibt es natürlich die Spekulanten, die nicht in dieses Schema passen, aber auf bestimmte Verhaltensweisen anderer setzen, um diese zu ihrem Vorteil auszunutzen. Zur Zeit gibt es einen Währungskrieg. Wie in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Das besagt also zunächst einmal nichts Gutes. Letztlich gab es ja dann Krieg zur Klärung der Machtverhältnisse. Währungen werden von den jeweiligen Notenbanken verwaltet. In Deutschland ist dies die Deutsche Bundesbank. Dre Wert einer Währung wird aus dem Vertrauen der Bevölkerung genährt: Ab zwei Jahren Haftstrafe. Das Vertrauen wird also in Deutschland erzwungen. Die Notenbank der Notenbanken sitzt in Basel. Man tauscht sich aus, man arbeitet miteinander, aber man konkurriert auch miteinander. Und da die Währungen die jeweiligen Bevölkerungen abbilden, bekriegt man sich auch gegeneinander. Höflich und lächelnd. Da es um ganze Bevölkerungen geht, ist die Hauptaufgabe der jeweiligen Notenbank natürlich ihre Währung gegenüber den anderen Währungen, hinter denen auch wieder Bevölkerungen stehen, zu schützen. Notenbanken haben damit eine sehr, sehr wichtige Aufgabe, weshalb - zumindest in Deutschland - der Präsident einer solchen Notenbank der höchstbezahlte Öffentlich-Beschäftigte ist. Der Wert einer Währung variiert. Zum einen nach außen, zum anderen nach innen. Nach außen wird der Wert einer Währung durch die Wechselkurse mit anderen Währungen gespiegelt. Nach innen wird der Wert einer Währung durch die Inflation oder Stagflation dargestellt. Inflation ist ja wohl bekannt. Es gab zwei große Inflationen in Deutschland. Eine in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhundert und eine in Vierzigern. In dieser Zeit wurde jeder zum Millionär oder gar Milliardär. Bei Stagflation verhält es sich anders. Japan leidet seit zwei Jahrzehnten unter Stagflation. Die Japaner erwarten, daß die Preise weiter zurückgehen und deshalb gehen sie nicht mehr einkaufen. Das lähmt die Wirtschaft und hat dann ein Nullwachstum der Wirtschaft bzw. ihr Schrumpfen zur Folge. Stagflation ist das Argument von Draghi für die drastische Ausweitung der Geldmenge in anderthalb Jahren um 1 Billion EUR mittels Staatsfinanzierung der Südländer. Aber die Ausweitung der Geldmenge für sich muß noch nichts heißen, da das Geld einfach auf der Notenbank liegen bleiben kann. Dann ist das Geld zwar dar, aber es wird nicht für den Geldkreislauf verwendet. Die Banken haben das Privileg, sich Geld von der Notenbank zu leihen. Die Verwendung dieses Geldes unterliegt Reglementierungen. Und da das Geld bisher nicht verwendet wurde, wurde immer wieder die Geldmenge ausgeweitet. Die Ausweitung der Geldmenge war quasi ein Ersatz für das Geld, das sonst über den Interbankenhandel geflossen ist. Der Interbankenhandel war dadurch gekennzeichnet, daß sich die Banken gegenseitig zu ihren Bedingungen Geld liehen. Da aber durch die Deregulierungen die totale Gier ausbrach, kümmerten sich die Banken auch nicht um die letzten Regeln. Sie waren einfach zu mächtig gegenüber dem sie kontrollierenden Staat. Im Bundesfinanzministerium arbeiteten Bankmitarbeiter, die die Aufgaben hatten, komplexe Sachverhalte in Gesetzesform zu gießen. Formell war dann der Bundesfinanzminister noch vorgeschaltet, aber ich seh das so wie mit dem normalen Finanzbeamten, der aufgrund der Spezialisierung verschiedener Steuerthemen gerade so sein eigenes Arbeitsgebiet versteht. Ich gehe davon aus, daß es dem Bundesfinanzminister auch schwerfiel, diese Sachverhalte der auswärtigen Mitarbeiter im Bundesfinanzministerium zu verstehen. Da man dann sich nicht mehr an die Regeln hielt, war der nächste Schritt zur Vertrauenskrise schon vorgezeichnet. Der Interbankenhandel brach zusammen, weil das Finanzsystem nicht mehr die Wirklichkeit abbildete. Alternativloses "Too big to fail" war dann die politische Antwort auf diesen Zusammenbruch. Seitdem ersetzt die FED und die EZB, aber auch die japanische Notenbank das Mißtrauen zwischen den Banken mit ihrer Geldpolitik der Ausweitung der Geldmenge. Das Geld wird zur Verfügung gestellt, wird aber nicht in dem Maße abgerufen, wie es zur Verfügung gestellt wird. Was FED und die EZB machen, ist die Gemeinwohlaufgabe des Systemschutzes. Auch wenn nicht genügend Geld abgerufen wird, steht genug Geld zur Verfügung, damit keine Liquiditätskrise nur aufgrund mangelndem Geld entsteht. Diese könnte nämlich leicht in eine Wirtschaftskrise umschlagen. Wenn die FED seit 2008 die Geldmenge für den Dollar um 400 Prozent angehoben hat, dann hat sie dies nicht aus währungspolitischen Gründen getan, sondern aus finanzpolitischen Gründen, um das Realwirtschaftssystem an den Banken vorbei am Laufen zu halten. In dem Maße, wie die FED die Geldmenge ausweitete, weiteten auch andere Währungen aber mit anderem Maß ihre Geldmenge aus. Deshalb gibt es auch vertraute Währungskorrelationen wie früher. Eine Ausnahme bildet der Schweizer Franken, der seine Realwirtschaft durch Koppelung an den Euro schützen wollte. Das wurde dem Franken zu teuer, weil er ständig Euro aufkaufen mußte. Das bedeutet aber, daß die Schweizer Notenbank NICHT die Geldmenge - jedenfalls nicht in dem dafür notwendigen Maße - in der Schweiz ausweitete, dann nämlich wäre es nämlich nicht nötig gewesen, Euro aufzukaufen, um die Währungskorrelation zu halten. Zu Jahresanfang hat die Schweizer Notenbank den Schweizer Franken vom Euro wieder abgekoppelt - mit der Folge, daß die Schweizer Realwirtschaft darunter leidet. Man kann aber aus dieser Schweizer Geldpolitik erkennen, wie wichtig der Finanzplatz Schweiz für die Schweiz selbst ist. Man hätte ja auch die Geldmenge ausweiten können. Die Währung bricht zusammen, wenn niemand mehr in sie Vertrauen hat. Vertrauen hat niemand mehr, wenn sie nicht mehr dem realwirtschaftlichen Abbild entspricht. Für gewöhnlich ist das eine galoppierende Inflation. Mit der Weltwirtschaft und der Aktienbörse hat das weniger zu tun. Allerdings werden riesige Profite im Devisenhandel gemacht, so daß ganze Staaten unter Druck geraten. Die Asienkrise in den achziger Jahren war so ein Fall. Und der eigentliche Grund für den Euro ist die Bündelung der europäischen Wirtschaftsgebiete unter einem Währungsdach. So will man verhindern, daß einzelne europäische Staaten gegeneinanderausgespielt werden. Natürlich dient der Euro auch als Mittel zum Zweck einer europäischen Zwangsvereinigung. Unabhängig von diesem Motiv gibt es aber ein Problem damit, wie der Euro konstruiert worden ist. Diese Konstruktion ist voller Fehler. Und die jetzigen Probleme waren vorauszusehen, wurden aber BEWUßT ignoriert. Wenn es einen Crash gibt, kann auch die Währung in Mitleidenschaft gezogen werden, da sie dann nicht mehr Wirtschaftskraft abbildet. Soweit ich das aber verstanden habe, war gerade der Crash von 2008 notwendig, um die Geldmenge zu vernichten, die Alan Greenspan in seiner Amtszeit geschaffen hatte. Wie es jetzt mit der um 400 % aufgeblähten Geldmenge weitergeht, weiß ich nicht. Ich kann auch völlig falsch liegen mit meiner Annahme. Letztlich kann man das auch nirgends lesen, man kann sich nur darauf einen Reim machen. Vielleicht erinnerst Du Dich an die Geschichtsschreibung über die Währungsreform von 1948? Da gab es 40 DM für jeden. In Bar. "Der Währungsumtausch vollzog sich in fünf Etappen:[7] Ab 21. Juni 1948 wurde die DM alleingültiges Zahlungsmittel;Bevölkerung, Wirtschaft und öffentliche Hand erhielten eine Sofortausstattung in bar („Kopfgeld“);alles bare Altgeld (Reichsmark, Rentenmark, Marknoten der alliierten Militärbehörden (AMC; Besatzungsgeld)) musste jeder auf ein Reichsmarkkonto einzahlen;die Umstellung jedes Reichsmarkkontos musste beantragt werden;die Reichsmarkkonten wurden geprüft und auf Deutsche Mark (DM) umgestellt.Das neue Geldvolumen lag in den Monaten nach der Währungsreform bei etwa 13 Mrd. DM (M3, Bar- und Buchgeld)." https://de.wikipedia.org/wiki/Währungsreform_1948_%28Westdeutschland%29 Oder bei der DDR? "Er (der Umtauschkurs zur DDR-Mark, Café) variierte für DDR-Bürger je nach Alter: Personen ab 60 Jahren durften bis zu 6000, unter 60 Jahren bis zu 4000, Kinder unter 14 Jahren bis zu 2000 „Ost-Mark“ jeweils im Verhältnis 1:1 umtauschen. Auch Löhne, Gehälter, Stipendien, Renten, Mieten und Pachten sowie weitere wiederkehrende Zahlungen wurden zu diesem Kurs umgestellt. Für über den angegebenen Obergrenzen liegende Guthaben sowie Schulden erfolgte eine Umstellung im Verhältnis 2:1. Für Nicht-DDR-Bürger galt einheitlich ein Wechselkurs von 3:1. Bei der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion wurde aus innenpolitischen Gründen der Fehler gemacht, einen viel zu hohen Umtauschkurs der Ostmark zur D-Mark festzusetzen. Die Umstellung der Bestandsgrößen (Bargeld, Forderungen und Verbindlichkeiten) führte zu einer Geldmenge in der DDR, die um 50 % über den Empfehlungen der Bundesbank lag." https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Mark Es gibt also bei Währungsumstellungen durchaus politische Gründe, die sich nicht allen offenbaren. Beim Euro war das bei Griechenland der Fall. Griechenland ist geopolitisch zu wichtig. Diesen Trumpf spielen die Griechen jetzt wieder aus. Was mir ein Rätsel ist, warum Griechenland nicht seine Gas- und Ölreserven erschließt, dann gäbe es überhaupt keine Schuldenprobleme in Griechenland. Da müssen also auch wieder politische Gründe herhalten, die der allgemeinen Öffentlichkeit unbekannt sind. Für die Aktien gelten also die Regeln, die dann auch für entsprechend andere Wertarten gelten. Es sei denn, es gibt eine antikapitalistische Revolution. Ob sie dann denselben Wert haben, hängt dann natürlich vom Gefühlszustand der Börse ab. Café
  9. http://rt.com/op-edge/168064-isis-terrorism-usa-cia-war/ Das ist nicht jedem vergönnt. Café
  10. Das wird es wahrscheinlich sein. Er hat einen depressiven Touch. Dieser depressive Touch ist jedoch wohlbegründet, weil ja immer wieder Schwachsinn aus der Politik kommt. Und da kann man sich schon unter Druck fühlen. Bilderberger und Freimaurer sind ganz offizielle Organisationen. Auch das Weltjudentum hat offizielle Organisationen. Die Bilderberger sind auch ganz offiziell einflußreich, dafür sind deren Treffen mittlerweile zu bekannt. Freimaurer haben eine lange Tradition und es gibt viele von ihnen. Und es gibt sicherlich einige Logen, die sehr einflußreich sind. Beim Weltjudentum ist vor allem bekannt, daß die jüdische PAC in den USA extrem einflußreich sind. Theoretisch hängt Israel am Tropf der USA, praktisch kann es sich kein U.S.-Präsident politisch leisten, diesen Tropf abzuhängen. Ob nun das Weltjudentum so einflußreich ist, alle Geschicke dieser Welt zu lenken, mag ich bezweifeln. Aber Intrigen sind immer drin, um politische Ziele zu erreichen. Bleiben die Illuminati: Goethe war ja auch einer. Und Herr Weishaupt soll angeblich auch in die USA Verbindungen gehabt haben. Ob sich nach dem Verbot in Deutschland dort ein Ableger gebildet hat, weiß ich nicht. Ich halte da die "Skull and Bones"-Organisation der Universität Yale für viel konkreter. Aber Bünde gab es schon immer, um Machtinteressen zu organisieren. Die ägyptische Priesterschaft läßt grüßen. Richtig ist aber, daß der Glaube an den eigenen Untergang die Wehrhaftigkeit lähmt. Ich halte es eher mit Hegel: These - Antithese - Synthese - Antithese - Synthese. Es reicht eigentlich schon, wenn man Jürgen Roth liest. Dort kann man vernehmen, wie Lobbyisten in Brüssel die EU für ihre Zwecke mißbrauchen. Alles gut recherchiert. Ganz ohne die oben erwähnten Zirkel, sondern mit Hilfe von "European Roundtables". Ob nun Mitglieder dieser Roundtables in den oben erwähnten Zirkeln sind, wer weiß? Aber die Verschwörung findet tagtäglich im Offenen statt: es geht um die Durchsetzung eigener Vorteile. Café
  11. Das mag sein. Es kommt aber auch auf den Druck drauf an, der durch die Bargeldlosigkeit allgemein in der Bevölkerung entsteht. Wenn in Schweden die Bargeldlosigkeit in den Reichenvierteln zuerst eingeführt wird, dann hat das auch damit zu tun, daß man die Reichen auf ihr Geld verweisen kann. Das ist bei der allgemeinen Bevölkerung nicht unbedingt der Fall. Ich schätze, daß die allgemeine Bevölkerung mit Ersatzwährungen reagieren wird. Deshalb auch die Diskussion um eine Weltwährung. Eine Weltwährung kann es aber nur in einer unipolaren Welt geben. Trotz der ganzen Welthandelsabkommen ist die nicht in Sicht. Eine Weltwährung soll den Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems auffangen. Dieser Zusammenbruch entsteht durch die Wertlosigkeit der US-Dollars, weshalb sich Russland und China verbündet haben. Japan steht außen vor, da es im Nachkriegssystem integriert ist. Da aber eine Weltwährung nicht in Sicht ist, wird es dann Parallelgesellschaften geben, die dann mit Hunden und Geldschweinen verfolgt werden. Es ist für solche Kreise also nützlich, sich mit den Riechorganen dieser Tiere auseinanderzusetzen. Ich bezweifel, daß Auswanderung die Lösung ist. Richtig ist, daß in Deutschland Bargeldlosigkeit technisch machbar ist. Es gibt aber auch Gründe, die gegen die Machbarkeit sprechen. Die Infrastruktur ist vorhanden. Jedoch ist das ähnlich wie beim Zwangspfand: Es müssen Apparate im großen Ausmaß gekauft werden, die die ohnehin angeschlagene Gewerbefreiheit weiter einschränken. Man könnte also die Angelegenheit wegen Verletzung diverser Grundrechte vor das Bundesverfassungsgericht und den Europäischen Gerichtshof bringen. Es stellt sich die Frage, ob die Einführung der Bargeldlosigkeit im angemessenen Verhältnis zur Einschränkung der Grundrechte steht. Ich kann das nicht erkennen. Zumal schafft man ja Kriminalität nicht an sich ab. Die wird sich verlagern. Man könnte meinen, daß nicht mehr gilt: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen, sondern am schwedischen Wesen soll die Welt genesen. Andere Kulturen werden anders auf eine solche Bargeldlosigkeit reagieren. Man mag zwar jetzt für ein Stück Kuchen eine Quittung bekommen, aber es gibt auch die gegenteilige Tendenz in Supermärkten oder bei Nordsee, wo ich kürzlich mal war: Es wird einem die Quittung (weil Papier) unterschlagen. Man muß also sie ausdrücklich fordern, um diese Quittung zu bekommen. Das bedeutet, das Personal wehrt sich unterschwellig gegen die zunehmende Bürokratisierung, eine Tendenz, die sicherlich auch bei der Dokumentationspflicht in Heimen beispielsweise zu beobachten sein wird. Gegen RFID-Chips rebellieren die Leute schon heute. In einer alternden Gesellschaft werden die sozialen Auswirkungen einer Bargeldlosigkeit riesig sein. Allein durch die ständigen Veränderungen im Software-Bereich werden die Leute noch verwirrter. Viele können gar nicht mit Karten umgehen. Zudem werden dann noch mehr Leute geschäftsunfähig, weil sie das Gefühl für reale Preise verlieren. Wenn aber immer mehr Leute geschäftsunfähig werden, kann man keine Geschäfte mehr machen. Die technische Machbarkeit hat ihre Tücken. Während zuvor der Geldbesitz dezentral und techniklos organisiert war, wird der Geldbesitz quasi nur über das technische System realisiert. Die Abhängigkeit von einem solchen System steht in keinem Verhältnis zu der behaupteten Bedrohung durch Geldwäsche und Kriminalität. Man kann natürlich so etwas auch bewußt wollen. Dann weiß man aber, das das eigentliche Ziel nicht die Bekämpfung von Geldwäsche und Kriminalität ist, sondern die Unterdrückung der Bevölkerung unter dem Vorwand der Bekämpfung von Geldwäsche und Kriminalität. Auswanderung läßt außer acht, daß es bei dem Diskussionsbeitrag von Bofinger nicht um ein isoliertes Vorgehen handelt, sondern um ein koordiniertes mit anderen Einflußagenten. Er ist quasi Teil einer internationalen Seilschaft, bei der er den Part im wichtigsten Land der Europäischen Union übernommen hat. Wer also meint, auswandern zu können, um damit dem zu entgehen, der wird verfolgt werden. Und zwar nicht politisch, sondern strukturell. Ein paar Jahre mag er dann im anderen Land Ruhe haben, aber die internationalen Einflußagenten werden ihn verfolgen. https://www.youtube.com/watch?v=1Gsu4EsS29U Es geht im Kern um die Planetarisierung, in der alles zu Geld gemacht werden soll. Und da ist Bargeldlosigkeit ein Baustein im Bauprojekt. Punkt 1 Die G20-Staaten stellen zwar den überwältigenden Anteil am Weltbruttosozialprodukt dar, es ändert sich aber nichts daran, daß bei den HSBC-Daten offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen wird. So wird das auch in der Behandlung gegenüber Staaten außerhalb der G20 ablaufen. Die OECD mag zwar einzelne Länder auf eine schwarze Liste setzen, aber wie handhabt sie den Verkehr zwischen Ländern, die auf einer solchen Liste sind und solchen, die nicht auf der Liste sind und gleichzeitig nicht zu den G20-Staaten gehören? Ein Berggruen wird sich von so etwas nicht abschrecken lassen. Punkt 2 bröckelt, da die Leute zunehmend von der "Political Correctness" genervt sind, auch wenn sie vielleicht inhaltlich mit einzelnen Meinungen konform gehen. Man läßt sich nicht gern sagen, was man zu denken hat. Das war schon in der DDR so. Das Fernsehen hat seinen Glanz verloren. Deshalb läßt auch die suggestive Kraft dieses Mediums nach. Punkt 3 wurde 1995 auf der Konferenz von San Francisco unter Gorbatschows Leitung als Tittytainment vorgestellt. Punkt4 Die Conchita-Geschichte ist wirklich bedenklich, da es eben nicht nur um Gleichberechtigung geht, sondern um das Zurückdrängen des Wehrhaften - des Männlichen. In der öffentlichen Diskussion wird im Zusammenhang mit gleicher Bezahlung zwischen Männern und Frauen deutlich, daß Männer nicht nur privilegiert sind, sondern auch besser verhandeln können. Demnach ist es gerade der aggressive Part des Männlichen, der zum Erfolg führt. Werden männliche Eigenschaften öffentlich zurückgedrängt, werden sie zur psychischen Krankheit oder zumindest in ihre Nähe erklärt, die gesellschaftlich auszugrenzen ist. Grund: man versteht sie nicht. Es ist so ähnlich wie mit der "Political Correctness" und dem "menschlichen Makel": Die Leute kontrollieren sich selbst, um nicht aufzufallen. Punkt5 "Reisen in 'suspekte Länder' werden zwar nicht verboten, könnten aber Karrierenachteile bedeuten. " Ein ganz wichtiger Punkt. Er ist quasi die Basis, warum der Druck so gut ausgeübt werden kann: Die Aufrechterhaltung hoher Arbeitslosigkeit durch Einwanderung von Leuten, die bereit sind, als "Fachkraft" im Wald zu schlafen. Würde die Arbeitslosigkeit sinken, bekämen Arbeitnehmer weniger Druck und könnten sich mehr Freiheiten herausnehmen. Café
  12. Deshalb ein kleiner Schrebergarten. Aber natürlich ist das nicht für jeden. Die Alternative ist noch im Survival-Training zu sehen. Aus den Erkenntnissen kann man buchstäblich von der Natur leben. Die weitverbreitete Löwenzahnwurzel ist z.B. ein idealer Energielieferant. Es gibt spezielle Bücher über die richtige Auswahl von Pflanzen, da diese systemisch aufgebaut sind und somit - wenn man es kapiert hat - weltweit beim Überleben helfen können. Wichtig ist, Geduld und Mühe, um diese Kenntnisse zu erlernen, damit man sich nicht versehentlich vergiftet. In der Tat sind verhungernde Menschen nicht notwendig. Es gibt geradezu eine Paranoia darüber, daß es zuviel Menschen geben könnte. Richtig ist aber auch, daß viele Menschen auch Probleme machen. Und darum geht es wohl bei der jetzigen Politik. Deswegen muß ich meine Schuhe ausziehen und an Schäferhunden vorbeiziehen, wenn ich aus dem Flugzeug steige. Es fehlt eigentlich nur noch eine Geruchsdatenbank wie bei der Stasi. Citibank ist ganz übel. Citibank war Mitverursacherin der großen Finanzkrise. Es ist also kein Wunder, wenn gerade die Citibank hinter der Bargeldlosigkeit her ist. Die eigene Kriminalität mit fremder Kriminalität verdecken, das ist das Motto des Bankenkartells. https://www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo Bargeldlos - Der große Coup der ganz großen Kriminalität Genau Strolchiii, wie bei Vattenfall wegen der Atomkraftwerke! Café
  13. Deswegen hat man die Bargeldlosigkeit von Supermärkten in Schweden in den Reichenvierteln begonnen. Da sie Geld haben, dürfte der Widerstand bei ihnen geringer sein. Ich schätze mal, Selbstversorgung ist im Kommen. Auf dem Tempelhofer Feld gibt es schon vereinzelt kleine Schrebergärten. Wenn Behörden die Bargeldlosigkeit hart durchsetzen, dann ist spätestens für jeden klar, gegen wen sich die Durchsetzung der Bargeldlosigkeit richtet: Gegen die eigene Bevölkerung. Deshalb dann die Selbstversorgungsbemühungen. Nicolas Berggruen wohnt ja sowieso im Jet. Da ist er halt ganz schnell weg aus Deutschland. Das wird die Lösung sein. Aber es gibt auch Diskussionen um die Einführung einer Weltwährung. Wie das funktionieren soll, weiß ich nicht. Jedenfalls machen die Russen und Chinesen im Mittelmeer gerade ein Militärmanöver, um zu zeigen, daß sie sich nicht unterordnen wollen. Der Meinung bin ich nicht. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Oben in dem einen Link hat die österreichische ÖVP angekündigt, Bargeld weiterhin politisch zu unterstützen. Beate von Storch (EU-Parlament) setzt sich ebenfalls dafür ein. Muß nicht so kommen. Im Gegensatz zu anderen Themen, sind abstrakte Themen nicht immer gleich für jeden verständlich. Bei TTIP z.B. bildet sich jetzt ein formidabler Widerstand. Mittlerweile wird auch deutlich, daß weder die USA noch Europa TTIP benötigen. Handelserleichterungen kann man auch ohne TTIP erreichen. Fragt sich bloß, warum TTIP überhaupt auf die politische Agenda kam. Café
  14. Das mußt Du mal näher erklären. Davon habe ich zumindest noch nicht gehört. Es geht nicht nur um Faulheit, sondern vor allem um Stress. Aber bevor man sich den Stress macht, muß man natürlich wissen, auf welcher Rechtsgrundlage man so etwas überhaupt einfordern kann. Das wäre für eine politische Aktion nützlich, wenn das viele machen. Besonders wenn es um Pfennigbeträge geht. Das macht dann besonders viel Arbeit. Das wäre auch etwas für Pfandflaschensammler - sozusagen statt Containern. Pfandflaschensammler würden diese Aufgabe sicherlich gern übernehmen, wenn es genügend einbringt. Café
  15. Nee, wir schreiben aneinander vorbei. Es geht hier nicht um Privat zu öffentlich-rechtlich und auch nicht um öffentlich-rechtlich zu Privat. Es geht um ganz gewöhnliche Kriminalität von Privat zu Privat, wobei öffentlich-rechtlich als Hüter der Ordnung zwischen Privat zu Privat auftritt. Also bei der Kriminalität von Privat zu Privat geht es darum, daß man sich irgendwoher aus dem Netz einen Datenhändler besorgt, der einen mit Daten versorgt, die dazu dienen überhaupt an Kontonummern heranzukommen. Diese Kontonummern werden dann eingesetzt, um von Deinem Konto zum Beispiel einen Betrag in Höhe von - sagen wir mal 2,00 EURO - abzubuchen. Jetzt ist es nun einmal so, daß viele sich ihre Kontoauszüge gar nicht richtig anschauen. Darauf setzen die Kriminellen. Und selbst IT-Techniker mit all ihren Kenntnissen zum Internetschutz lehnen Online-Banking ab, weil sie wissen, wie man Daten ab"phishen" kann. Dein Link zu Focus geht nur in Richtung Kontrolle von Öffentlich-Rechtlich gegen Privat. Das war gar nicht damit gemeint. Was Dein Link zu Focus betrifft, so muß man feststellen, daß von all diesen Maßnahmen die normale Bevölkerung betroffen ist. Die Reichen bunkern ihr Geld in der Karibik oder sonst wo, wie Nicolas Berggruen selbst mal in einem ZDFspezial über Karstadt bestätigt hat. Er sagte tatsächlich wörtlich: "Das machen doch alle." Insofern ist es lachhaft, über einen Negativzins an das Geld dieser Leute zu gelangen. Und das sind nämlich die "Sparer" (Spiegel), die das Gros des Vermögens in der Hand haben. Und die scheinen quickfidel zu sein und nicht "tot", wie Bofinger meint. Wenn man also all diese Kontrollmaßnahmen in Deutschland resümiert, geht es dabei nur um die Bevölkerung. Man muß es auch einmal so betrachten: Da der Staat Personal einspart, benutzt er sein Monopol als Gesetzgeber, die Bedingungen so zu gestalten, um das vorhandene Personal noch effizienter einzusetzen. Café "Mit dem zweiten Aspekt meinst Du wohl den Bereich "Negativzins" (hatte ich nicht gleich verstanden)." (starwind) Welchen zweiten Aspekt?
  16. Also, zum einen ist das Besorgen der Daten selbst eine Straftat. Diese Daten gibt es ja nicht so mir nichts Dir nichts. Zum anderen ist das Abbuchen von Geld, und das auch noch systematisch und bei vielen, ohne eine Gegenleistung den Betroffenen gegenüber eine Straftat. Es ist einfach Diebstahl. Wenn der andere Dir aus Versehen Geld überweist, ist das eine ungerechtfertigte Bereicherung für Dich. Du hast das Geld zurückzuerstatten - mehr nicht. Wenn Du aber selbst aktiv wirst und Dich an fremden Konten bedienst, dann ist einfach nur Diebstahl. Café
  17. Im Nachtcafé war vor ein, zwei Wochen jemand, der im Wald leben. Mit anwesend war eine Amtsrichterin, die als Expertin eingeladen war. Ihr Gesicht wurde eingeblendet und man konnte ihre irritierte Mimik wahrnehmen. In der ZEIT habe ich vor ein paar Monaten einen Artikel über die Fleischindustrie in der Nähe von Oldenburg gelesen. U.a wurde von einem rumänischen Arbeiter berichtet, der unter der Knute eines Wohncontainer-Vermieters war. Weil er mit einer Freundin fürs Wochenende nach Paris reiste, durfte er hinterher nicht mehr im Wohncontainer leben. Damit er aber weiter arbeiten konnte, schlief er dann im Wald und nutzte dabei seine Kenntnisse aus der Militärzeit. Aber wir wissen ja spätestens seit Afghanistan, daß Drohnen zur Überwachung genutzt werden. Anscheinend kann man aber im Wald überleben. Es gibt auch neuere Spielfilme, die davon handeln. Der Wald ist quasi der letzte Ausweg. Dafür muß man sich aber Survival-Kenntnisse zulegen. Mit der Gläsernheit hast Du vollkommen recht. Das ist ja auch das eigentliche Ziel: daß man sich schuldig fühlen soll. Da ist der Grund für dieses Schuldgefühl völlig egal. Café
  18. Es gibt Leute, die so etwas bereits machen. Daten sind dabei kein Problem. Es werden immer kleine Beträge abgebucht, damit zum einen es nicht auffällt und zum anderen der Aufwand des Widerstands (Einspruch bei der Bank) zu hoch ist. Jedenfalls wird offiziell von IT-Technikern vor diesem Phänomen gewarnt. Du denkst dabei anscheinend in deutschen Dimensionen. Auch mit dem Mehrwertsteuerkarussell hatte(?) das Finanzamt Probleme. Zudem hat das Finanzamt zusätzlich das Problem, daß das Steuerrecht schon seit langem zu kompliziert ist. Selbst der spezialisierte Finanzbeamte hat in seinem Gebiet Probleme. Aber bei diesem Trick geht es nicht um den Staat, sondern um den ganz normalen Bürger, der ein Bankgirokonto hat. Da wird dieses Girokonto quasi mit kleinen Beträgen abgeräumt. Und es ist eine Straftat. Es wird aber trotzdem gemacht. IBAN und BIC gehen auch vom Ausland aus. Das Bankgeheimnis mag zwar Geschichte sein, aber die Steuergewerkschaft fordert schon seit Jahrzehnten die Einstellung von Steuerprüfern. Übrigens, in Zusammenhang mit Straftaten gab es nie ein Bankgeheimnis - auch nicht mit der Schweiz. Die Straftat muß halt auch in der Schweiz existieren, es genügt nicht, daß das auskunftsersuchende Land den Straftatbestand hat. Café
  19. Was bei der Diskussion um die Kosten der Bargeldversorgung völlig untergeht, ist der Umstand, daß VISA, MASTERCARD, AMERICAN EXPRESS, DINERS etc. 1 bis 2 % vom gemachten Umsatz mitverdienen. Die Händler sind aus absatzpolitischen Gründen einfach gezwungen, an den Kartensystemen teilzunehmen, da ihnen sonst wertvoller Absatz verloren geht. Das hat aber zur Folge, daß die Bargeldkunden die Kreditkartenkunden bei der Erzielung der Gewinnmarge für den Händler mitsubventionieren. In anderen Worten: 1. Es gibt objektiv eigennützige Gründe der Kartenunternehmen, ihre Systeme für das "Gemeinwohl" durchzusetzen. 2. Der Bargeldkunde wird schon jetzt gezwungen die privatwirtschaftlichen Profite der Kartenunternehmen mitzufinanzieren. Und man sollte auch nicht vergessen, daß Bofinger im Elfenbeinturm der Uni sitzt. Wenn dort Mensa, Kopierer und Bibliothek über eine Karte abgerechnet werden, dann bewegen sich die Karteninhaber in einem geschützten Raum. Draußen vor der Uni herrscht die rauhe Wirklichkeit. Wenn jetzt die Schattenwirtschaft mit Hilfe der Bargeldlosigkeit abgeschafft werden soll, zeigt das, wie fern sich Bofinger von der Realität aufhält. Er glaubt einfach, er könne mittels Verfügung, Menschen zwingen, seinen Weg zu gehen. Die Realität zeigt, daß Menschen immer wieder und immer wieder umtriebig sind. Leider gibt es aber auch Menschen wie Bofinger - und das völlig unabhängig von seiner politischen Couleur -, die immer wieder und immer wieder versuchen, Menschen zu reglementieren - ob nun von Rechts oder von Links. Es wird einfach der Faktor "Freiheit" ausgeblendet. Das Hamburger Oberverwaltungsgericht hat die verdachtslose Kontrolle von Menschen für verfassungswidrig erklärt. Die Polizei weiß schon, warum sie Schußwaffen nicht verbieten will! Über die Kontrolle der Schußwaffen hat sie wenigstens noch eine Übersicht über den Schußwaffenbesitz. Bei einem Verbot hat sie das nicht mehr. Und so ist das eben auch mit der Schattenwirtschaft. Es werden sich nach einer Bargeldlosigkeit nur die Regeln dieser Schattenwirtschaft ändern, abgeschafft wird sie nicht. In der Dritten Welt wird die Schattenwirtschaft sogar für etwas Positives gehalten, weil sie die Gesellschaft stabilisiert. Letztlich kann man der Schattenwirtschaft nur im öffentlichen Raum Herr werden. So bald der öffentliche Raum verlassen wird, herrschen andere Regeln. Und zwar die, die die Schattenwirtschaftler untereinander ausgemacht haben. Wenn man sich jetzt der Illusion hingibt, daß man mittels Bargeldlosigkeit Kriminalität abschafft, dann muß man ironischerweise gerade auf die immer noch anhaltende Finanzkrise verweisen, die ja nur durch die Unübersichtlichkeit - einmal gebucht: weg aus dem Bewußtsein - der Finanzsysteme möglich gewesen ist. D.h. es kamen ganz andere Typen von Kriminellen zum Zuge, wie das bei der jetzigen Schattenwirtschaft der Fall ist. Und der Mensch ist halt, wie er ist: Er sucht nach neuen Wegen. Dann werden sich halt die Leute auf Massenabbuchungen mit niedrigen Beträgen spezialisieren - so wie das jetzt schon der Fall ist. Ist erst einmal Bargeldlosigkeit etabliert, wird man sich nach anderen Wegen umschauen. Die Profiteure einer solchen Etablierung sind aber diejenigen, die solche Systeme betreiben - und das nicht aus Gemeinwohl, sondern aus Eigennutz. Die Schattenwirtschaft wird ihren eigenen Weg gehen - und wenn es Naturalien sind. Was in der Diskussion völlig untergeht, ist das ganz andere Verständnis von Datenschutz in Skandinavien. In Schweden kann man zum Finanzamt gehen und sich über das Einkommen seines Nachbarn informieren. Das ist in Deutschland überhaupt nicht denkbar. Wenn man also so locker mit dem Datenschutz in Skandinavien umgeht, dann ist auch nachvollziehbar, warum die Skandinavier sich auch nicht darüber aufregen, wenn ihnen Bargeldlosigkeit droht - jedenfalls nicht in der öffentlichen Diskussion dort. Denn in Reichenvierteln ist die Bargeldlosigkeit in Supermärkten bereits eingeführt worden, worüber sich dort ein paar Reiche aufregen. Auch in den USA ist man über den dortigen mangelnden Datenschutz unglücklich. Aber weil er dort nicht vorhanden ist, können sich natürlich auch die Kartensysteme so durchsetzen. Wenn man also Bargeldlosigkeit akzeptiert, dann akzeptiert man auch die völlige Aufhebung von Datenschutz, denn diese Zeilen - auch wenn roulette-forum.de sie vielleicht irgendwann mal löscht - werden vielleicht in einem Großrechner in Vietnam sitzen oder bei der NSA, wer weiß. Und so wird es dann auch mit den einzelnen Daten beim Einkaufen sein. Die gehen dann erst einmal nach Australien, China oder Südafrika, bevor sie beim Bankrechner landen. Und zwischendurch kann man sie einfach abspeichern und sammeln. Café P.S.: Was das Betteln angeht: Auch dafür hat Paypal schon eine Lösung. Sie wurde schon mit dicker Werbung auf U-Bahnhöfen vorgestellt.
  20. Neben den politischen Aspekten sollte man natürlich auch die Lobby-Arbeit von Paypal und Co. berücksichtigen. Diese Lobby-Arbeit ist aber sekundär verglichen mit den systemischen Ambitionen der Politik. Wenn Bargeld 1 Mrd. kostet, dann kann man nur entgegnen: Demokratie kostet eben auch was, ansonsten kann man ja auch nach Nordkorea auswandern - als Stalinist. Was bei den Behauptungen der Kosten untergeht, ist der Umstand, daß man sowohl als Zahlender wie auch als nachfolgender Kunde die Bargeldlosigkeit mit volkswirtschaftlich sinnloser Warterei an der Kasse zahlt. Wenn also ein Herr Merz aufgrund seiner hochbezahlten Tätigkeit in einer internationalen Rechtsanwaltskanzlei wertvolle Zeit an der Kasse mit Warten verplempert, statt mit dem schnell gezückten Hunderter zu wedeln, dann ist das ein objektiver wirtschaftlicher Schaden. Ähnliches gilt für die Ärztin, die wegen eines Datenstaus bei der Kartenabrechnung eines vor ihr stehenden Kunden an der Supermarktkasse nicht rechtzeitig eine Notfall-OP durchführen kann und dadurch ein Mensch wegen dieses Datenstaus stirbt. Und dann auch noch die gesperrten Karten. Was verursachen die für einen Aufwand? Dann hat ein Kunde womöglich auch noch eine zweite Karte, von der er versucht abbuchen zu lassen. Womöglich noch ne dritte und vierte... Man merkt, eine objektive Darstellung dieses Sachverhalts wird nicht diskutiert, weshalb es sich um eine gelenkte Diskussion handelt. Eine gelenkte Diskussion in einer gelenkten Demokratie. Wie bei Putin. Was bei der Diskussion um die Kosten der Bargeldversorgung völlig untergeht, ist der Umstand, daß VISA, MASTERCARD, AMERICAN EXPRESS, DINERS etc. 1 bis 2 % vom gemachten Umsatz mitverdienen. Die Händler sind aus absatzpolitischen Gründen einfach gezwungen, an den Kartensystemen teilzunehmen, da ihnen sonst wertvoller Absatz verloren geht. Das hat aber zur Folge, daß die Bargeldkunden die Kreditkartenkunden bei der Erzielung der Gewinnmarge für den Händler mitunterstützen. In anderen Worten: 1. Es gibt objektiv eigennützige Gründe der Kartenunternehmen, ihre Systeme für das "Gemeinwohl" durchzusetzen. 2. Der Bargeldkunde wird schon jetzt gezwungen die privatwirtschaftlichen Profite der Kartenunternehmen mitzufinanzieren. Na, ganz so ist ja noch nicht. Café
  21. http://www.gold-goldbarren.com/verschuldung-weltweit-hoeher-als-mitte-der-20er-jahre/ Heute hat der Staat aber keinen direkten Zugriff auf die Notenpresse, es sei denn, er ändert die Gesetze. Die Geldmenge ist in der Verfügungsgewalt der Notenbank. Deshalb ist auch der Präsident der Deutschen Bundesbank der höchstbezahlte Beamte. Nicht Bundespräsident, nicht Bundeskanzlerin, sondern der Präsident der Deutschen Bundesbank. Bei Greenspan hingen die Reporter an seinen Lippen. Man kann also die Situation heute nicht mit der von damals vergleichen. Trotzdem gibt es eine indirekte Inflation, weil der Rationalisierungsdruck immer höher wird. Und die ganz Raffinierten gehen in den Wald und leben dort, um dem Rationalisierungsdruck zu entgehen. In Griechenland oder auch in Detroit baut man die Lebensmittel wieder selber an. Leerstehende Häuser gibt es en masse. Die Geldentwertung findet in Form der Meidung des Geldes statt. Café
  22. http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/interview-mit-peter-bofinger-die-deutschen-sparen-sich-zu-tode-thread-77305-4.html#js-article-comments-box-form Ich weiß gar nicht, was Bofinger will? Die Erben haben doch allgemein ein viel lockereres Verhältnis zum Geld als die Sparer. Man kann daran erkennen, daß Bofinger die Bargeldlosigkeit aus anderen Gründen propagiert als den Tod. Wenn es ihm tatsächlich um den Tod ginge, würde er Veränderungen im deutschen Gesundheitssystem verlangen. Das ergäbe dann auch die gewünschte Nachfrage, die Bofinger angeblich propagiert. Da aber Bofinger machtgeil ist, muß für seine Ambitionen der Tod herhalten. Der Tod ist aber für das Leben ein schlechter Ratgeber. Das Leben sucht aber die Freiheit. So wie ich das sehe, sucht Bofinger offensichtlich Wege für die Finanzierung seiner Pension. Und da ist ihm das Leben der anderen scheinbar egal. Eine weitere Steigerung der Zahl der Altersverwirrten scheint er gern in Kauf zu nehmen. Wieviele Alte stehen beim Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn AG jetzt schon wie der Ochs vorm Berg? Café
  23. Quasi eine umgekehrte Inflation. Café Ja. Auch wenn das Häuserdrama in der angelsächsischen Welt eine ganze Zeit "naturgesetzlich" begründet wurde. Es gilt der erste Hauptsatz der Suggestion. Da kommt die Politik ins Spiel. Der Gegenwert besteht in mindestens zwei Jahren Haftstrafe. Das ist ja das Dilemma der deutschen öffentlich-rechtlichen Landesbanken. Sie bekamen toxische Werte über "Wertpapier"-Pakete aus den USA ins Haus geliefert. Dafür aber die Rating-Agenturen, die dann auch noch von Leuten wie Warren Buffet oder vermutlich auch Goldman Sachs u.ä. besessen werden. Eine Währung - jedenfalls in der heutigen Zeit - hat immer ein politisches System im Hintergrund. Das bedeutet, daß das politische System die eigentliche Währung ist. Wenn dem aber so ist, geht es nicht darum Vertrauen zu einer Währung zu haben, sondern Vertrauen in das dahinter steckende politische System zu haben. Die Währungsmärkte spiegeln also die Werthaltigkeit des jeweiligen politischen Systems wieder. Seit ein paar Jahren spricht man also nicht umsonst von sogenannten Währungskriegen. Ein Phänomen, daß es in einem solchen Ausmaß zuletzt in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts gab. Die Nazis versenkten am Ende des Krieges z.B. Druckplatten für Pfund-Noten im Toplitz-See. Japan senkte bei Amtsantritt von Shinzo Abe den Wert des Yen, um Exporte anzukurbeln. Russland, Japan und China beklagen die Wertlosigkeit ihrer riesigen Dollarbestände. Und die USA machen weiter wie gehabt. Gerade weil der Euro mittlerweile mehr Vertrauen hat als der Dollar, ist Europa für die USA eine Bedrohung. So ändern sich die Zeiten. Und weil dem so ist, kommt die militärische Macht zum Zuge. So sind die "demokratischen" Revolutionen in den arabischen Ländern vielleicht unter einem anderen Gesichtspunkt zu beurteilen. Die Destabilisierung Europas durch die Destabilisierung des europäischen Umfelds. Israel war ja über diese "demokratischen" Revolutionen in den arabischen Ländern nicht gerade begeistert. Die Spannungen zwischen Obama zu Netanjahu sind sprichwörtlich. Israel hat unter allen "westlichen" Staaten aber die größte Erfahrung im Umgang mit den Arabern. Selbst im derzeit chaotischen Libyen sind "Stämme" der stabile Pfahl, an dem sich die Bevölkerung orientiert. "Stämme" sind aber eine völlig andere politische Ordnung als ein parlamentarisches System, wie es den USA vorschwebt. Und im Gegensatz zu Südamerika gibt es auch keine europäische Tradition, an der ein solches parlamentarisches System anknüpfen kann. Zur Erinnerung: Henry Kissinger reiste in den achziger Jahren durch Südamerika. Danach stürzten die südamerikanischen Militärdiktaturen. Daß die Araber keine europäischen Wurzeln haben, dürfte den Amerikanern aber auch bekannt sein. Mit Ghaddafi hatte man sich auch geeinigt. Warum dann der Aufwand mit den arabischen Revolutionen? Man sollte Obama auch nicht für omnipotent halten. Er ist Teil einer Struktur und kann nicht nur über diese Struktur verfügen, sondern muß sich der Struktur auch beugen. Es geht im Wettbewerb zwischen Strukturen also nicht nur um Personen - auch wenn Wahlkämpfe heute personalisiert sind - sondern vor allem um Strukturen, in denen viele Menschen arbeiten und der jeweiligen Struktur zum Durchbruch verhelfen wollen. Das Ganze mit den Arabern hatte ja bereits unter George W. Bush begonnen. Wenn man das berücksichtigt, gibt es eben einen tieferen Sinn für die Unruhe in der europäischen Peripherie: arabische Länder, Syrien, Irak, Ukraine, jetzt Mazedonien. Man darf nicht vergessen, daß Leute wie Soros viel Geld auf das Zerbrechen des Euros gesetzt haben. Die agieren völlig unabhängig von Obama, profitieren aber von der Stabilität des politischen Systems der USA. Sicherlich kann man die Unruhe nicht nur mit den Amerikanern begründen, aber die Weltwirtschaftskrise hat durch den Fall des Öl-Preises günstige Bedingungen dafür geschaffen. Als Fazit kann dann feststellen, daß Währungen seit der Abschaffung der Bindung an den Goldpreis im Jahre 1968 lediglich durch das jeweilige politische System gedeckt werden. Stichwort Baumwolle: Burkina Faso beklagt ja, daß es seine Baumwolle nicht nach Europa exportieren darf. Könnte Burkina Faso dies tun, bräuchte es keine Entwicklungshilfe. Aber dazu fehlt Burkina Faso die Durchsetzungskraft. Café @starwind AIG wurde mit Hife des U.S.-amerikanischen Steuerzahlers gerettet. Im Gegensatz zu der deutschen Lösung wurde AIG aber verstaatlicht. Der Schöpfer des 4000-Firmen-Imperiums Greenberg wurde vom Staat zurückgeholt, um bei der Lösung des von ihm angerichteten Chaos mitzuhelfen. Da AIG in der Vergangenheit mit der CIA zu tun hatte, blieb quasi alles in der "Firma". Die Credit Default Swaps (CDS) sollten sogenannte Kreditversicherung darstellen, waren es aber de facto nicht. Fehler in dem System: Es gab keinen Gegenwert zu den behaupteten Versicherungen. Aufgrund der Stellung von AIG in den USA wurden sie einfach verkauft. Und das brachte dann einen Schaden in Höhe von ca. 125 Mrd. US-$. Da AIG verstaatlicht war, standen also 300 Millionen U.S.-Amerikaner für den von Greenberg angerichteten Schaden gerade. Man kann das mit 1968 vergleichen, als Frankreich anfing, seine Dollar-Bestände in Gold umzutauschen. Da wurde ganz plötzlich die Goldbindung durch die USA aufgehoben und stattdessen der Dollar mit der "politischen" Ware Rohöl verknüpft. Café
  24. In Hahn ist mir das mit den Hunden jetzt zweimal passiert. Und da es so schön war, warte ich das nächste Mal auf das Geldschwein. Außerdem muß ich immer wieder meine Schuhe bei der Sicherheitskontrolle ausziehen. Café
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