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Highroller verspielt Million in Zürich


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Die folgende Story ist verbürgt, wie mir leitende Angestellte des
Casinos bestätigten. Es 
zeigt einmal mehr, dass jeder der mit hohen Beträgen jongliert gut daran tut sich 
eingehend mit 
den möglichen
Hindernissen zu befassen. 
 
 
Ein 31-Jähriger verspielt in einer Nacht 1,5 Millionen im Zürcher Casino – und keiner schreitet ein
Gesperrt wird der Brite Henri Cammiade erst, als sein ganzes Geld weg ist. Weder das Casino noch die Spielbankenkommission sehen Handlungsbedarf. Ging hier alles mit rechten Dingen zu?

Rafaela Roth

Eine Möglichkeit sieht er noch. Henri Cammiade hebt seinen schweren North-Face-Rucksack vom Boden, reisst ihn auf und legt die Bündel auf den Tisch: 600 Tausendernoten und 230 000 Euro in Fünfziger- und Hunderternoten.

Die Juristinnen im Sitzungszimmer der Eidgenössischen Spielbankenkommission stutzen. «Was bitte soll ich damit machen?», fragt der damals 30-jährige Brite. Schweigen. «Gut gespielt», denkt er. Sein Problem mit dem Bargeld dürfte nun allen klar sein. Alles würde gut. So erinnert sich Cammiade an das Treffen. Er sollte sich täuschen.

Cammiade ist ein Spieler, der so im System der Schweizer Glücksspielbranche nicht vorgesehen ist. Doch sein Fall ist real, wie viele Belege zeigen, die der «NZZ am Sonntag» vorliegen.

Und er scheint die Spielbankenkommission und die Schweizer Casinos zu überfordern. Das Problem, dass Cammiade nicht weiss, wo er mit seinem gewonnen Geld hingehen soll, weil keine Bank so riesige Summen in bar entgegennimmt, ist nur ein Teil der Geschichte.

Der andere ist gravierender: In zwei Nächten innerhalb von sechs Monaten verspielt er mehrere Millionen, ohne dass ihn jemand davon abhält. An die Daten, die aus seiner Sicht möglicherweise beweisen könnten, dass dabei etwas schiefgelaufen ist, kommt er nicht heran.

In den Schweizer Casinos ist er gesperrt, und ein Zürcher Stadtpolizist erklärt ihm per E-Mail, dass die Aufsichtsbehörde, die eidgenössische Spielbankenkommission, seinen Fall gar nicht untersuche.

Henri Cammiade
Der 31-jährige Brite Henri Cammiade spielt seit 12 Jahren. Er betrachtet sich als Profispieler, als High Roller. In Zürich trifft er auf Bedingungen, die er so noch nicht kannte.
Rafaela Roth
Der 31-jährige Brite Henri Cammiade spielt seit 12 Jahren. Er betrachtet sich als Profispieler, als High Roller. In Zürich trifft er auf Bedingungen, die er so noch nicht kannte.
Das Unheil nimmt seinen Lauf am 31. Januar 2019. Es ist die erste Unglücksnacht, gegen 18 Uhr. Cammiade hat im Globus gegessen und im Jelmoli Kaffee getrunken. Er fühlt sich gut - er steht gegenüber dem Casino mit fast einer Million im Gewinn - 900 000 Franken.

Die Bündel violetter Tausender füllen die Schublade eines Schreibtischs in der Wohnung seiner Freundin in der Zürcher Agglomeration. Kein sicherer Ort - ihm fiel nichts anderes ein.

Heute bleiben ihm nur die Fotos davon, die er bei den Treffen mit der «NZZ am Sonntag» zeigen kann. An jenem Abend scherzt Cammiade beim Eingang des Casinos mit zwei Frauen, die Fotos machen. Er rollt seinen britischen Akzent, leiht ihnen 100 000 Franken zum Posieren. Als sie merken, dass die Scheine echt sind, geben sie sie rasch zurück. Cammiade lacht, nimmt das Geld - und betritt sein Spielfeld.

Gedämpftes Licht, schwerer Teppich, rotes Leder, im ersten Stock blinken und pingen die Automaten: «Spirit of Nature», «Fary Wild», «Super Cherry», davor sitzen Menschen mit aufgerissenen Augen. Das Gesicht der meisten zeichnet eine leere Anspannung. Jede Ecke ist videoüberwacht, einige Tische sogar per Audio - für Streitfälle.

Der High Roller

Cammiades Revier ist der zweite Stock, da sind die Tischspiele. Der drahtige junge Mann kleidet sich casual, scherzt mit den Croupiers. In dieser Umgebung fühlt er sich wohl, die Geräusche, das Ambiente, der Kick.

Cammiade spielt seit 12 Jahren in ganz Europa. Als seine Freundin für einen Job nach Zürich zieht, wird er innert kurzer Zeit zum Stammgast im Zürcher Casino.

Er ist ein «High Roller», ein «Big Spender». Cammiade spielt um hohe Summen und erhält im Gegenzug dazu die VIP-Behandlung. In Zürich wird ihm der Pinot noir aus Schaffhausen, den er mag, an Spielabenden vom immer gleichen Personal serviert.

Ein «Client Relationship Manager» bemüht sich um die Kundenbeziehung. Cammiades Zigaretten werden organisiert. Er raucht Lucky Strike - zu deutsch: «Glückstreffer». Es hätte keine andere Marke sein können.

Der Spieler bevorzugt es, an privaten Tischen zu spielen. Manchmal wird er durch Stellwände vor den Blicken anderer Besucher geschützt. Cammiade setzt im Roulette 1000 Franken auf einzelne Nummern, während die Limite für normale Spieler bei 200 Franken liegt.

Wenn er Lust hat, setzt er 100 000 Franken in einer Spielrunde (am liebsten auf die 29). Im Blackjack zählt seine Hand 5000 Franken, während die Limite bei anderen bei 600 liegt. Also spiele er lieber allein, sagt er.

An diesem Abend im Januar gewinnt das Casino, haushoch und immer wieder. In den ersten 20 Minuten verliert Cammiade 100 000 Franken. «Ich war frustriert», sagt er. Ein grosser Teil des Spielens sei der Spass, die Aufregung, seien nicht die Gewinne und Verluste. Davon hatte er nichts. Cammiade will weiterspielen.

Er denkt an den Schreibtisch mit der Schublade mit den vielen violetten Bündeln. Das Casino organisiert einen Mercedes E-Class, der ihn zu seiner Wohnung fährt. Dort angekommen, zögert er kurz: 100 000 Franken? 200 000? Cammiade steckt sich 200 000 in die Hosentasche.

Zurück im Casino, verliert er alles. Wieder innerhalb kürzester Zeit. «Jetzt war ich voll im Rausch», beschreibt der heute 31-Jährige rückblickend seinen Zustand. Wie konnte er immer verlieren?

Zu diesem Zeitpunkt hat Cammiade bereits mehrere Gläser Wein getrunken und längst begonnen, die wichtigste Regel unter Spielern zu verletzen: Jage nie deinen Verlusten nach. Das Casino spendiert ein neues Taxi.

400 000 Franken fahren mit ihm zurück, verschwinden Spielzug um Spielzug in der Bank. «Ich war in einer Art Panikattacke, wie ein Stier im Kampf, ich sah nur noch das rote Tuch.» Dann verschwanden die restlichen 370 000 Franken.

Am nächsten Morgen erwacht Cammiade wie aus einem bösen Traum. Viermal habe ihm das Casino ein Taxi gerufen, sagt er. Über eine Million Franken kosteten ihn die Fahrten. So etwas war ihm noch nie passiert.

In der Schweiz sind die Casinos verpflichtet, strenge Vorschriften zu Geldwäscherei und Sozialschutz einzuhalten. Geregelt werden sie in der Spielbankenverordnung und im neuen Geldspielgesetz. Ohne Sozialschutzkonzept erhalten die Casinos keine Konzession.

Darin muss geregelt werden, wie exzessives Spielen erkannt und verhindert wird, welche Massnahmen zur Selbstkontrolle oder Spielbeschränkung getroffen und wie die Spielerinnen und Spieler transparent über die Risiken informiert werden.

Das Casino-Personal muss eine Grundausbildung und jährliche Weiterbildungen absolvieren. «Know Your Customer», «Kenne deinen Kunden», heisst die Devise. Angestellte müssen problematische Spieler früh erkennen, sich wenn nötig Informationen über deren finanzielle Verhältnisse verschaffen, müssen Spieler ansprechen, die schlecht aussehen.

Der gute Schweizer Sozialschutz war vor zwei Jahren das Hauptargument, um die ausländischen Online-Casinos aus der Schweiz fern zu halten.

Das Hirn des Süchtigen springt an

Gleichzeitig weiss die Spielindustrie die Menschen zu bannen. Im Zürcher Casino gibt es keine Uhren, kein natürliches Licht, wer aus der Toilette tritt, steht vor einem lebensgrossen Bild mit einer Meute Fotografinnen, die - nicht wie in der Realität - vorwiegend weiblich sind und direkt auf einen zielen.

Du bist hier der Star. Die Menschen sollen sich im Casino gut fühlen, die Zeit vergessen, ihr Glück herausfordern, trinken, essen, Geld ausgeben.

In dieser Umgebung springt das Hirn des Süchtigen gut an, genauer der Hypothalamus, Zentrum des Nervensystems, Zuhause des Belohnungssystems. Bei wenig suchtanfälligen Menschen steuert es Verlangen und Befriedigung für Essen, Trinken, Sex.

Suchtanfällige Menschen haben im Belohnungszentrum weniger Rezeptoren, die diese positiven Gefühle auslösen. Sie suchen Ersatz, ein geeignetes Suchtmittel. Haben sie es gefunden, fokussieren sie darauf. Bei diesem springt ihr Belohnungssystem an.

Die Frequenz spielt eine Rolle, eine hohe Frequenz ist gut. Je enger die Spiele getaktet sind, desto besser. Noch besser fühlt es sich an, wenn die Suchtmittel kombiniert werden: Spielen, Alkohol, Rauchen.

Henri Cammiade erinnert sich an seinen ersten bemerkenswerten Gewinn. Sein ganzes Gesicht lacht: 10 000 britische Pfund, bei einem Einsatz von einem Pfund - eine Nebenwette der Herzkönigin beim Blackjack.

Damals ist er 22 Jahre alt, er spielt, seit er 19 ist. Irgendwann merkt er, dass das Casino ihn entspannt, therapeutisch fast. Er mag es, gegen das Casino zu spielen, nicht gegen andere Spieler.

Cammiade wächst im Nordwesten Londons auf, kommt wegen guter Leistungen auf eines der zehn besten Gymnasien Englands, gründet mit 18 Jahren Startups - eine Immobilien-Suchmaschine, ein Import-Export-Geschäft. Er macht plötzlich Geld. Und spielt damit. «Vor etwa drei Jahren hatte ich dann das Kapital, um das Spielen zu meinem Beruf zu machen», sagt Cammiade.

Wohin mit dem Cash?

Im Sommer nach seiner ersten grossen Verlustnacht, beginnt es wieder gut zu laufen. Das Casino bemüht sich um seinen High Roller. Er sei auf Kosten des Casinos nach Seoul geflogen, habe mit Freunden im «Metropol» beim Zürcher Bürkliplatz gegessen, sagt er.

Quittungen bis zu 5000 Franken habe er im Casino zu Jetons wechseln dürfen, die Rechnungen hat er noch. Das Swiss Casino Zürich will dazu keine Stellung nehmen.

Was bleibt, ist Cammiades Problem mit dem Bargeld. Schweizer Casinos dürfen den Spielern per Gesetz keine Gewinnbestätigung ausstellen. Es geht um die Verhinderung von Geldwäscherei. In Cammiades Fall - Brite auf Besuch und ohne Schweizer Konto - bedeutet das, dass er auf einem Haufen Bargeld sitzenbleibt, für das er keine offizielle Bestätigung hat.

Auf einem der Belege von Swiss Casinos vom Januar 2019 steht etwa: Transaktionsbetrag: «600 000 Franken», darunter in fetter Schrift: «Dieses Dokument bestätigt weder Spieleinsätze noch Spielgewinne.»

Sollte er mit einem Koffer voller Bargeld nach England fliegen? Unmöglich. Als Neukunde bei einer Schweizer Bank mit Bündeln von Bargeld ein Konto zu eröffnen, habe sich ebenfalls als unmöglich herausgestellt, sagt Cammiade.

Er habe Gespräche mit Startups geführt, er kann die vorbereiteten Investitionsgeschäfte vorlegen, doch immer bei der Bargeld-Frage ziehen sich alle zurück. Selbst sein ursprünglicher sechsstelliger Einsatz von seinem englischen Konto ist jetzt Cash.

Im Casino gelangt Cammiade langsam zu einer gewissen Berühmtheit. Er erhält fragwürdige Businessangebote, ob er eine Kreditkartenfirma in Afrika eröffnen wolle etwa. Das Bargeld wird zum Sicherheitsrisiko. Cammiade hat Angst, überfallen zu werden.

Ihm bleibt nichts anders übrig, als ein Jetonkonto beim Casino zu eröffnen. Und er beginnt, wieder zu gewinnen. Am 5. August zahlt er 300 000 Franken ein, wie ein Auszug von Swiss Casinos Zürich belegt. 420 000 Franken am 7. August, 520 000 am 11. August.

Cammiade sagt, er habe das Casino in dieser Zeit mehrmals um eine Transaktion seiner Gewinne auf sein Konto in England gebeten. Nicht möglich - Geldwäschereigesetz, habe man ihm gesagt. Zu den genauen Gründen will Swiss Casinos keine Stellung nehmen.

Die Millionen zerrinnen

Im August kommt es zur zweiten verhängnisvollen Nacht. Dienstag, ein normaler Spielabend. Cammiade sagt, alles was es brauche, sei ein frischer Geist. Ein neuer Tag, dann seien die Verluste des vergangenen vergessen.

Er habe sein Spielen im Griff, die Nächte bezeichnet er als süchtige Episoden. An diesem Dienstaglässt er sich gleich zu Beginn 200 000 Franken auszahlen - und verliert sie innert kürzester Zeit. Er holt weitere 300 000 Franken - dasselbe. Nochmals sollte ihm nicht das Gleiche passieren.

Er bittet seinen Client Relationship Manager zweimal, ihn nach diesem Jetonwechsel nicht mehr spielen zu lassen, so behauptet er jedenfalls. Er versucht, sich selber zu limitieren. In dieser Nacht fegt Cammiade sein ganzes Jetonkonto bei Swiss Casinos Zürich leer. 1,5 Millionen Franken.

Cammiade verlangt ein Treffen mit dem Direktor. Später sperrt ihn das Casino schweizweit. Die Begründung für die Sperrung ist allgemein formuliert: Gesperrt wird, wenn angenommen werden muss, dass ein Gast überschuldet ist oder Spieleinsätze riskiert, die in keinem Verhältnis zu seinem Einkommen stehen.

Cammiade nimmt sich einen Anwalt, verlangt die Video- und Audio-Aufnahmen der Nacht. Sie sollen belegen, dass er sich selber eine Spielbeschränkung auferlegen wollte. Das Casino rückt sie nicht heraus.

Er wendet sich an die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK). Die ESBK, angegliedert ans Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement, ist das einzige Organ, das über die Casinos in der Schweiz wacht. Sie kontrolliert, ob das Sozialschutzkonzept eingehalten wird. Cammiade glaubt, dass das Geldspielgesetz gebrochen wurde.

Er spricht bei der ESBK vor, präsentiert in deren Büro sein restliches Bargeld - und hört nichts mehr. Er zweifelt, ob überhaupt eine Untersuchung stattfindet, und will Anzeige erstatten. Ein Zürcher Stadtpolizist erklärt ihm, für solche Fälle sei die ESBK zuständig, und verspricht, sich die Sache anzuschauen.

Per E-Mail informiert er später, dass es keine Fallnummer gebe: «Die ESBK wird keine Untersuchung führen, weil sie keinen Fehler seitens des Casinos entdecken konnte», steht in der E-Mail.

Sorgfältig abwehren

Cammiades Anwalt Dominique Anderes von Bruppacher Hug & Partner zweifelt: «Es könnte durchaus eine Verletzung der Sorgfaltspflicht vorliegen», sagt er. Doch noch fehlen ihm gewisse Unterlagen. Keine seiner Fragen an Swiss Casinos Zürich werden beantwortet.

«Wir erhielten nur widersprüchliche Behauptungen ohne einen einzigen Beleg. Die Intransparenz der Stellungnahme und das Verhalten werfen Fragen auf, ob da tatsächlich alles vorschriftsgemäss verlief.»

Warum wurde Cammiade nicht lange vor der zweiten Nacht gesperrt? Aufgrund welcher neuen Informationen zu Cammiades Vermögensverhältnissen erfolgte die Sperrung dann doch? Was hat sich verändert? Welche Abklärungen hat das Casino vorgenommen, um zu prüfen, ob alle Angestellten ihre Sorgfaltspflicht wahrgenommen haben?

Die Fragen wurden Swiss Casinos Zürich vorgelegt. Doch das Unternehmen macht keine Angaben über «Besuche oder das Verhalten von Gästen». «Das Gesetz verpflichtet uns zu einem umfassenden Spielerschutz. Wir nehmen dieses Thema sehr ernst, nicht nur weil wir müssen, sondern auch weil wir überzeugt sind, dass es wichtig ist», schreibt Swiss Casinos Pressesprecher Marco Zemp.

«Personen, die über ihre Verhältnisse spielen oder bei denen wir ein Spielproblem erkennen, werden sicherheitshalber gesperrt.» Dies sei bei Cammiade nicht der Fall gewesen.

Später wurde er aber genau aus diesem Grund gesperrt, das geht aus der Mitteilung hervor, die dem Spieler zugestellt wurde. Damit widerspricht sich das Casino selbst. Es hält fest: «Swiss Casinos hat den Fall der ESBK gemeldet, die ihn daraufhin untersucht und keine Unregelmässigkeiten festgestellt hat.»

Die ESBK wertet die Vorgänge als privaten Rechtsstreit: «Die ESBK ist nicht zuständig für Streitigkeiten zwischen dem Casino und Dritten: Sie beurteilt also nicht, ob allfällige Entschädigungsforderungen gegenüber den Spielbanken berechtigt sind oder nicht. Solche Fragen sind auf dem Zivilrechtsweg zu klären», sagt die Behörde.

Auf Nachhaken bei der Kommunikationsstelle, ob der aussergewöhnliche Fall denn nun untersucht wurde, was die Ermittlungen ergeben hätten und ob das Geldspielgesetz eingehalten wurde, antworten automatische Ferienabwesenheitsmeldungen. Später schreibt der Direktor Jean-Marie Jordan allgemein: «Die ESBK ist ihrer Aufsichtspflicht im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags nachgekommen.»

Cammiade glaubt nicht daran. Er will weitermachen, bis er seine Antworten hat, wenn nötig mit Klagen. Einen normalen Job anzunehmen, kann er sich noch immer nicht vorstellen. Nur manchmal denkt er, dass es schön wäre, Arbeitskollegen zu haben. Doch Cammiade mag Risiken. Und Möglichkeiten. Er spielt weiter
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Hatte den Artikel bereits auf der Blick Homepage durchgelesen.

 

Falls man dem Inhalt von Blick / NZZ wirklich Glauben schenken mag, hat dieser Affe Cammiade halt eben Pech gehabt, denn es besteht keinerlei Anspruch auf die Herausgabe der Video- und Audioaufzeichnungen seitens des Casinos so wie ich das beurteilen würde. Sein Anwalt dürfte da wohl anderer Meinung sein, aber juristisch haben die beiden in dem Fall schlechte Karten. Für einen Anspruch bzw. eine Untersuchung auf die betreffenden Aufzeichnungen müsste der Verdacht auf einen Straftatbestand vorliegen (zB wenn er 1000€ auf Plein getroffen hätte und das Casino etwas anderes behaupten würde, also Betrug) oder ähnliches. Aber so bleibt es am Ende wohl nur ein jämmerlicher Versuch eines frustrierten Verlierers, welcher (so wie die Geschichte formuliert ist) vorallem Interesse an Aufmerksamkeit hat oder seinen Namen publik zu machen.

 

Mal abgesehen davon dass manche Aussagen äusserst fraglich sind..

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Viermal habe ihm das Casino ein Taxi gerufen, sagt er. Über eine Million Franken kosteten ihn die Fahrten.

 

Ja ne is klar..

Das Casino soll also den Spieler nach einer Million Verlust in Bar und drei organisierten externen Bargeldbesorgungen (anstatt ihn möglicherweise mal anzusprechen und somit keine Klage oder Lizenzprobleme zu riskieren) lieber noch mutwillig ein viertes mal ein Taxi oder sonst irgendein Extrafahrzeug organisiert haben? Es steht ausser Frage dass das Casino grundsätzlich Interesse hat dass ein Highroller auch weiterspielt, aber die gemachten Angaben sind eifach völlig unglaubwürdig. Und dann soll er auch noch mehrmals in der Nacht seinen Manager und weiteres Personal gebeten haben ihn umgehend zu sperren was von denen einfach ignoriert wurde? Wer soll das denn noch Ernst nehmen?

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