Hallo Mitstreiter, ich habe viel über den legendären Erfolg des Thomas Garcia nachgedacht. Wie konnte dieser geniale Spieler nur so lange vorne liegen und dabei unglaubliche Gewinne aus der Spielbank herausschaufeln? Nun, schauen wir uns am besten seine zwei Grundstrategien an: Er wählte als Marsch grundsätzlich ein reines Tendenzspiel und bespielte ausschließlich die von Paroli bereits beschriebene "Wechseltendenz". Dieses Tendenzspiel kann bekanntlich - genauso wie das sog. "Nasen"-Spiel - sehr langanhaltend auftreten und ist wohl insgesamt betrachtet als stabiler einzuschätzen als der "Serienwechsel". Vor allen Dingen kann man damit schöne, lange Ballungen von Plus- (und Minus-)Ketten in der persönlichen Permanenz hinbekommen. Darüber hinaus progressierte Garcia steil und agressiv mit einer Progression im Gewinn. Also, halten wir nochmal fest - er spielte 1.) ein Tendenzspiel (und zwar nur ein einzige Erscheinung) 2.) mit Progression auschließlich im Gewinn (also mit dem Geld der Bank) Mit dieser vergleichsweise simplen Vorgehensweise erzielte er über sehr lange Zeit fantastische Ergebnisse. Denn das Tendenzspiel verhalf ihm relativ schnell zu langanhaltenden Plus-Häufungen. Diese Gewinn-Écarts in seiner persönlichen Permanenz (pp) hat er dann aufgrund der Progression im Gewinn ganz automatisch mit weit höheren Sätzen bespielt als die (natürlich) in gleicher Länge auftretenden Verlust-Écarts in seiner pp. Er schuf also ein Ungleichgewicht durch das Bespielen von Plus- und Minus-Läufen mit unterschiedlich hohen Geldbeträgen (=Anzahl der Jetons auf dem Filz). Und hier haben wir auch schon sein ganzes Geheimnis und einen wirklich brauchbaren Lösungsansatz. Da alle Märsche rein mathematisch letzlich immer bei -1,35 % enden, kann das gewünschte Ungleichgewicht langfristig gesehen nicht durch einen Marsch geschaffen werden. Wir können es aber erreichen, indem salopp gesagt, die Verlustläufe einfach mit weniger Geld als die Gewinnläufe durchgespielt werden. Wenn man das hinbekommt, muss man per Saldo auf Dauer gewinnen - selbst dann, wenn die eigene persönliche Permanenz tief defizitär im Minusbereich herumschwankt. Und hier bieten sich Progressionen im Gewinn mit einem festen Limit an. Dies muss nicht unbedingt Garcias Progression "tient et tout" sein. Es funktioniert z. B. auch mit Fritz Werntgens "Unverlierbarer Progression" - also einer "Hollondaise" in verschärfter, steil ansteigender Form. Ich gehe davon aus, dass Werntgens "U.P." etwa die gleiche Überlegenheit besitzt wie Garcias Satzweise. Würde mich freuen, Eure Meinungen zu diesen Spielvorschlägen zu erfahren!