Hallo Forum, möchte mich kurz vorstellen: Alter: 39 Jahre, männlich Hobbys: Roulettespiel, Roulettetheorien/Strategien, Börsenhandel, klassische Musik, Astronomie Praktische Roulettespielerfahrung: 14 Jahre (..und immer noch nicht platt) Bevorzugte Roulettespielart: Spiel auf EC, TS,TP Meine persönliche Meinung über das Roulettespiel: als nur Unterhaltung und Zeitvertreib - einfach zu teuer. Resümee: eine professionelle Roulettespielart/Strategie ist durchaus möglich – aber nicht für jeden praktisch machbar. ---------------------------------------------- Mein Thema bzw. Frage an das Forum: kann es möglich sein, dass z.B. die allgemein gültigen Gesetze der W-Theorie (Wahrscheinlichkeitstheorie) auch zum Vorteil des Roulettspielers angewendet werden können? Mein Standpunkt dazu:ich denke (hoffe) Ja! Weil: Mein zweiter Standpunkt: der Zufall ist (eigentlich) unwahrscheinlich! Hier meine Begründung: Zu den geheimnisvollen Ergebnissen der W-Theorie gehört z.B. die Analyse des langfristigen Verhaltens zufälliger Ereignisse. Sie passen sich nach dem Gesetz der großen Zahl mit immer größerer Genauigkeit an die Wahrscheinlichkeitsverteilung an. Ideale Münzen fallen demnach nach hinreichend vielen Würfen statistisch immer gleichmäßiger auf die eine oder die andere Seite. (Oder auch Rot /Schwarz..oder...etc...) Man kann die Zahl der nötigen Würfe (n) so bestimmen, dass z.B. die Abweichung von der Gleichverteilung Kopf-Zahl aller Wahrscheinlichkeit nach etwa geringer, als ein vorgegebenes (angenommenes) (e) = eCART, also z.B. e= +/- 5% ist. So machen es, etwas vereinfacht dargestellt, z.B. die Spielbanken, diverse Versicherungen, Lottogesellschaften etc.. Hier auch eine anschauliche Tabelle aus Wikipedia: Beispiel: Wurf einer Münze Anzahl Würfe...davon Kopf/Zahl....Verhältnis......absoluter Abstand..relativer Abst. theoretisch beobachtet theoretisch beobachtet ----100----------50--/--48--------0.500--/--0.480----------2-----------------0.020 ---1000--------500-/--491-------0.500--/--0.491----------9-----------------0.009 --10000------5000-/-4970-------0.500--/--0.497---------30----------------0.003 Dummerweise ist diese Zahl (n) auch nur eine Wahrscheinlichkeitsaussage und je kleiner die akzeptierte Abweichung (e)=eCART von der idealen Gleichverteilung ist, desto größer mögen die temporären Abweichungen von dieser Gleichverteilung werden. Trotzdem: Die W-Theorie funktioniert im Großen, sonst gäbe es weder Spielbanken noch Lottogesellschaften noch Versicherungen - wenn diese z.B. ihre möglichen Profite/Erträge, die sie mit uns, "einfachen Geistern" erzielen wollen berechnen – und das tun sie natürlich mit System! Die Wahrscheinlichkeit des Zufalls muss also irgendwie abschätzbar sein – oder, haben diese Gesellschaften einfach nur Glück?? Wohl kaum! Der Zufall unterliegt damit scheinbar irgendwelchen universellen Gesetzen. Warum sollten diese Gesetze ausgerechnet nur für die Spielbanken und die Versicherungen Gültigkeit haben – und nicht etwa auch , für z.B. den PP(Persönliche Permanenz / Karma / Kismet)-geplagten, normalen Spieler?? Das erst ist eigentlich eher unwahrscheinlich! Schließlich leben die genannten Gesellschaften/Institutionen verdammt gut davon - und damit. Zufall wird mathematisch zuvorderst als die Wahrscheinlichkeit oder Unwahrscheinlichkeit eines modellierten Ereignisses aufgefaßt, sei es ein Münzwurf, sei es ein Würfelfall, sei es der größte anzunehmende Unfall, die gefallene Zahl der Roulettekugel – oder sonst etwas. Ist der ,,objektive Zufall" also einfach nur ein mathematisches Objekt? Der Zufall hat natürlich auch eine menschliche (vor)Geschichte. In der präzisen Auffassung der Mathematik ist er: unwahrscheinlich, <span style='font-size:8pt;line-height:100%'>auch</span> nicht determiniert, <span style='font-size:8pt;line-height:100%'>oder</span> chaotisch, <span style='font-size:8pt;line-height:100%'>sicher aber</span> sehr kompliziert zu berechnen. Ob objektiver Zufall überhaupt existiert, ist mit mathematischen Ansätzen nicht entscheidbar. Insbesondere ist Zufall nicht vom Ergebnis komplizierter, aber dennoch berechenbarer und determinierte Prozesse unterscheidbar. Der scholastische Universalienstreit findet so eine überraschende (aber keineswegs zufällige) Fortsetzung, denn ob ein ,,objektiver Zufall" real existiert oder ob der ,,objektive Zufall" nur eine Frage des Sprachgebrauchs ist, bleibt mathematisch ebenso wenig entscheidbar - wie die Frage nach der ,,Existenz freien Willens". Halten wir also fest: Zufall entsteht erst in den Köpfen der Betrachter (Spieler). Was Zufall ist, bestimmen letztendlich wir – und das Zauberwort könnte (wahrscheinliche) TENDENZ von "Etwas" heißen... Oder nicht? Boulgari