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Berechnet bluffen


Kismet

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Berechnet bluffen

In Las Vegas pokern Roboter um Dollar. Wer von ihnen ist der weltbeste chipgesteuerte Zocker? Forscher hoffen auf Erkenntnisse über das Wesen künstlicher Intelligenz.

Setzen, bluffen, mitgehen, erhöhen: Maschinen lernen das menschlichste aller Spiele. Die Schauveranstaltung in Las Vegas versetzt nicht nur die Pokerfans in Aufruhr. Die Informatiker hoffen auf Erkenntnisse bei der Erforschung künstlicher Intelligenz.

Poker gilt als das »psychologischste« unter den Glücksspielen, ein Nervenkrieg um die Einschätzung des Gegners. Jahrelange Spielpraxis und gute Beobachtungsgabe machen den Profi aus. Das jedenfalls galt bis zum Mai 2003. Da staubte ein unbekannter 27-jähriger US-Amerikaner unter dem bezeichnenden Namen Chris Moneymaker mit einem Full House die Siegprämie der Meisterschaft World Series of Poker (WSOP) ab - zweieinhalb Millionen Dollar. Trainiert hatte er nur im Internet, auf den Web-Seiten von Online-Casinos, wo Glücksspiele anonym und ohne persönliche Anwesenheit möglich sind. Doch dieses Trainingslager nutzen nicht nur menschliche Zocker

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Kismet :lachen:

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Hallo Kismet,

danke für den Tipp! Ist ein echt spannender Artikel.

Da stellt sich - wie beim Schach - die Frage: Werden sie uns wirklich bald schlagen?

Texas :topp:

"Pokerprobot" ist bester Poker-Computer

Das erste Poker-Turnier für Computerprogramme hat in der vergangenen Woche in Las Vegas stattgefunden. Sechs Programme spielten im Binion's-Casino um einen Preis von 100.000 Dollar, ausgelobt von dem Online-Casino goldenpalace

Wie die IT-Website wired.com berichtet, trug das Programm "Pokerprobot" des Amerikaners Hilton Givens den Sieg davon. Allerdings war das Spiel nach dem Bericht unspektakulär und weit von Perfektion entfernt. So wollte der "Pokerprobot" auch mit schlechten Blättern konsequent "sehen", also das Spiel bis zum Ende führen, anstatt die Verluste durch einen frühen Ausstieg zu minimieren.

"Ich denke nicht, dass es heute schon ein Programm gibt, das einem Menschen hoch überlegen ist", beschreibt der Wissenschaftler Jonathan Schaeffer von der University of Alberta in dem Bericht. Allerdings sei es nur eine Frage der Zeit, bis ein Bot einem guten Spieler einen spannenden Kampf liefern könne - Rechenleistung und Algorithmen entwickeln sich kontinuierlich weiter.

Dabei sind Poker-Simulationen schwieriger herzustellen als etwa Schachprogramme, da im Gegensatz zum Schach keine Informationen über die Karten der anderen Spieler erkennbar sind und daher viel mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet werden muss.

Die Kunden von goldenpalace.com waren übrigens alles andere als begeistert von dem Software-Wettbewerb: In E-Mails an das Unternehmen wurde das Turnier als Trickserwettbewerb bezeichnet. Hintergrund ist, dass solche Software heimlich auch bei normalen Online-Spielen eingesetzt wird, um Spieler auszustechen, die sich nur auf ihr eigenes Gefühl verlassen können. Zwar ist das verboten, doch lässt sich der Einsatz von Bots schwer kontrollieren.

Auch Gewinner Givens hat seinen "Pokerprobot" schon online gegen Menschen spielen lassen, bis sein Account gesperrt wurde. Schuldbewusstsein kennt er jedoch nicht: "Das ist kein Mord oder so", sagte er wired.com.

Quelle "Pokerprobot" ist bester Poker-Computer

Kismet :topp:

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