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FelixM

Spiel auf 2 Kolonnen/Dutzende und die Zero

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Die einzige Spielweise die ich persönlich diesbezüglich vertreten kann, ist mit einem ausserordentlich hohen Kapital eine (oder allerhöchstens zwei) Coups beide Kolonnen bzw. Dutzende sowie die Zero und allenfalls noch 1-3 weitere Pleinzahlen oder halt Cheval aus der übrigen Kolonne/Dutzend zu setzen. (Bei Lust und Laune evtl. zuerst fiktiv zwei oder drei Verlustcoups in Folge abwarten, aber dies dürfte bekanntlich eh absolut überflüssig sein).

 

Selbstverständlich ist das grosszügige Aussetzen des Bankvorteils grundsätzlich nicht besonders ertragreich, und zurecht wird es unter gebildeten Spielern radikal verurteilt. Aber bei richtiger Einschätzung der Gewinnaussichten und Chancen ist diese Spielweise vertretbar. Ähnlich sehe ich das bei EC. Im Landbased Casino halte ich von anderen Einsätzen und Spielweisen garnichts. Deshalb war der längste Casinobesuch in meinem Leben auch eine knappe halbe Stunde.

 

Wenn man die Grösse hat den Komplettverlust zu akzeptieren, ist dies die einzige Spielweise, die ich wiegesagt - meiner persönlichen Ansicht nach, ohne eine Empfehlung geben zu wollen oder damit eine erfolgreichere Spielweise als andere anzupreisen - vertreten kann.

 

 

Zum Schluss noch (um mich hier endgültig zum Affen zu machen, ist mir aber egal), und nicht zu unterschätzen:

Irgendeinen Mehrwert kann man aus allem ziehen. Wenn man beide Dutzende und beide Kolonnen hoch setzt und zusätlich die Null und eine weitere Pleinzahl gleichzeitig mitsetzt und dabei mit oder ohne Progression (falls überhaupt mit Guthaben und Tischlimit möglich) effektiv ganze drei Runden hintereinander verliert, und sich dabei noch darüber wundert oder es als aussergewöhnlich betrachtet, hat man von Zufall im Roulette noch nichts verstanden. 

Lange Reder kurzer Sinn: die persönlich real gespielte Spielpraxis zeigt bei solchen Spielweisen (mit absurd hohem Aussetzen des Bankvorteils) auch in Verlustfällen immer noch die Macht des Zufalls auf, dessen sich viele langjährige Spieler nicht bewusst sind.

 

PS: auf dem Handy getippt, evtl Satzreihenfolge durcheinandergebracht

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Ich verstehe den Begriff "Aussetzen des Bankvorteils" nicht.

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vor 19 Minuten schrieb sachse:
Zitat

 

Ich verstehe den Begriff "Aussetzen des Bankvorteils" nicht.

machen doch alle Casinos am 30februar 10 fache auszahlung auf ec und 350fach auf plein.

du musst auch die Prospekte mal ansehen wenn du ne pause machst.

nachher verpasst du solche Events.:sauf::duck::tongue:

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Gemeint war wohl das was hier Zerosteuer genannt wird. Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, war ich mir bei der Formulierung ohnehin unsicher. Aber ich bin mir sicher, hier muss man nicht lange auf eine detaillierte Erklärung diesbezüglich warten.. Ich tippe da mal auf "Aussetzen dem Bankvorteil" bzw. je nach Satzstellung "dem Bankvorteil aussetzen".

 

Ausdrücklich erwähnt habe ich es weil man hier teilweise den Eindruck bekommt, als gäbe es im Roulette nur ein Ergebnis, und zwar -2,7% des Kapitals.

Auf Dauer ist dies natürlich unbestritten, aber bei einem einzelnen Coups (35 Zahlen Plein Einsatz) sieht es schlussendlich so aus, dass man im Roulette zu ~94,6% gewinnen kann. Und auch bei all der folgenden Kritik darüber lässt sich dies nicht widerlegen. Aber im Casino kann man offenbar ohnehin nur verlieren..

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Die 2,7% gelten immer. Ein häufiger Denkfehler ist, zu glauben das Langfristigkeit bedeutet, ein einzelner Coup hätte keine 2,7% Verlust da man ja entweder nur gewinnen oder verlieren kann. Das ist auch erstmal richtig, trotzdem bleibt der Erwartungswert vorhanden. Man muss ihn als mathematische Größe sehen, denn wenn man 100€ auf Rot setzt und auf 200€ verdoppelt, gewinnt man 102,30€ zu viel, und wenn man verliert, verliert man 97,30€ zuviel. Es stehen dem Spieler immer 97,30€ von 100€ Einsatz zu. Da entweder Rot oder Schwarz gewinnt und daher zuviel oder zuwenig ausbezahlt wird, ist die Varianz unendlich. Aber je mehr Spiele gespielt werden, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, das sie abnimmt. Die Varianz beeinflusst den "EV" Expected Value (Erwartungswert) überhaupt nicht. Es ist nur Varianz, einzig und allein naturbedingte Schwankungen, mehr nicht. 

 

Es lässt sich vllt. besser verdeutlichen:

 

Man stelle sich vor, 2 Rentner spielen jeden Abend ein Spiel um sich die Zeit zu vertreiben. In diesem Spiel tauschen sie Münzen. Weil sie früher nicht zur Schule gegangen sind und weder lesen noch schreiben können, kennen beide die Münzwerte nicht. Für sie ist es also reines Glückspiel welche Münzen sie bekommen. Erst am nächsten Tag (wenn sie zum Händler gehen) wissen sie, was sie von den Münzen so alles einkaufen können. Bisher hatten es beide Rentner immer ganz gut beim Kaufmann, der stets Edel ist und immer Cent genau abrechnet. Eines Tages gesellt sich ein Arbeiter dazu, der im Feierabend noch ein wenig Gespräch und Gesellschaft sucht und ebenfalls mittauschen möchte. Dieser Arbeiter kann natürlich lesen und schreiben und kennt die Münzwerte ganz genau. Irgendwann entschließt er sich seinen Wissensvorteil auszunutzen und tauscht mit den Rentnern niedrigere Münzen gegen höhere Münzen. Damit es nicht auffällt, gibt er oftmals schönere und grössere Münzen zurück. Manchmal gibt er auch 2 Münzen für 1 Münze zum Tausch zurück. Die Rentner bemerken erstmal nichts, aber irgendwie kriegen sie in den Wochen immer weniger in den Warenkorb beim Kaufmann. Nach einiger Zeit gesellt sich ein weiterer Arbeiter hinzu, dieser hat zufällig mitbekommen was da läuft und spielt einfach mit. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen da haben die Rentner keine hohen Münzen mehr und die Arbeiter haben kein Interesse mehr mit den Rentnern zu tauschen. Die Rentner verlassen das Spiel und die Arbeiter tauschen fortan nur noch gegenseitig ihre Münzen. Sie wissen aber das das Spiel so sehr langweilig ist und keiner der beiden einen wirklichen Vorteil hat. Also verändern sie die Spielregel, und tun das soweit, das es nicht mehr ausreichend ist den Wert der Taler zu erkennen um zu Wissen ob sie tauschen wollen, sondern durch Hinzunahme einer Kapitalüberlagerung dazu gebracht werden, den Talerwert vor Ort ausrechnen zu müssen. Die Werte der Taler haben sich mit der Änderung der Spielregel nicht verändert, aber die Talergrößen zu sehen ist nun mit komplizierter Rechnerei verbunden und es hat derjenige einen Vorteil der besser Kopfrechnen kann. Und so kann man es immer weitermachen, bis man letztendlich ein Tauschgeschäft geschaffen hat wo niemand mehr durchblickt, ob mit dem Tausch gewonnen oder verloren wird (ab hier beginnt die Spieltheorie). Was ich damit ausdrücken will ist folgendes: Verändert man die Spielregel wieder zurück zum Ursprung, erhalten alle beteiligten Personen wieder ein reines Tauschgeschäft und erkennen sofort den Wert ihrer Handlung. Würde ein Casino vorschlagen 37 Stücke gegen 36 zu tauschen, würden alle Spieler den Deal ablehnen. Wenn aber die Konstruktion des Spiels so ausgelegt ist, das der Tauschhandel ausreichend verschleiert wird, findet das Casino immer Spieler die 37 Stücke gegen 36 Stücke tauschen. Um nichts anderes geht es. Jeder Roulettespieler der am Kessel gespannt auf die nächste Zahl wartet, tätigt diesen Tausch ohne es zu merken. (Merke: Sobald ein Tauschhandel in eine Wette approximiert wird, stimmt etwas mit der Quote nicht)   

 

Ja es ist tatsächlich so, ihr tauscht 37 Münzen gegen 36 Münzen. Die Rentner lassen grüßen, ;-)  

 

Egal.. :-)  

 

   

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