Mondfahrer scheint unter seinem Grabstein dem
Schicksal aller Zombies
ergeben zu sein, die von den kriechenden Mitbewohnern unseres Planeten unerbittlich heimgesucht werden. Es ist bedauerlich mit ansehen zu müssen, wie sein interstellares Gedächtnis der wohl schwerpunktmäßige Teil seiner Heimsucher seines Leichnams geworden sind.
Beim -als Mondfahrer herumgeisternden- Pendant kann es sich -rein wissenschaftlich gesehen- nicht um die
Wiedergeburt unseres noch gut in Erinnerung befindlichen
Dauerhitchhiker der Galaxis handeln, sondern um die Inkarnation eines verblödeten Untoten; hatten die Menschen in der Vergangenheit Angst vor der Rückkehr der Verstorbenen, dass diese ihnen Leib und Leben bedrohen könnten, so muss sich jeder Teilnehmer des Forums hier nunmehr davor fürchten, dass die Verwesungsergüsse eines wandelnden Verstorbenen die Threads bakteriell verseuchen.
Zu diesem Schluss kommt man, wenn man die Chronologie der Artikel des Mondfahrers durchforstet.
Früher teilte man Würmer in Kategorien ein: die
Plathelminthes und die
Aschelminthes, sowie die
Annelida.
Erstere bezeichnet man als die
niederen Würmer, letztere als die
höheren.
Letztere müssen Dauergäste am
Leichenschmausbuffet der Mondfahrerüberreste sein.
Die Toten erwachen zu Untoten, indem ihre Zellteilung -insbesondere hinsichtlich des Knochenbaus- nicht verrottet, sondern sich erneuert. Im Gegensatz zur
Voodoo-Kultur, in der mittels schwarzer Magie der Betroffene bewusstseinslos erwacht, ist die anthropologische Betrachtungsweise der Ostfeste die Wiederauferstehung der Toten im tranceähnlichen, willenlos dahervegetierenden Zustand. Dieser wird durch den ständigen Appetit der den Untoten in seinem Schlafgemach umgebenden Würmerschaft bedingt, indem die kleinen, wirbellosen Leckermäuler sich vornehmlich an den Weichteilen ihres Gastgebers gütlich tun; der ebenfalls im Zustand des Todes immer wieder regenerierte Knochenbau bleibt insoweit verschont, als dass er nur langsam auf Grund dessen Härte gefressen werden kann und die Erneuerung der durch den Leichenfraß verursachten Verminderung der Zellen kompensiert.
Aus diesem Grund treten die betroffenen Wandler meist in
skelettierter Form in Erscheinung; die in ihrer Zellstruktur weicheren Körperteile sind physikalisch stark angegriffen und erscheinen den Lebenden übelriechend. Die Zombies selbst dagegen, deren
nervus olfactus vollständig zerstört ist, empfinden dies nicht als unangenehm.
Die seinerzeit dem Mondfahrer zu dessen aktiven Forumszeiten unstrittig zuzusprechende hohe Intelligenz bedingt vermutlich eine überdurchschnittliche
regeneratio constanto cerebri, weswegen es sich bei den im Mondfahrergrab lebenden Würmern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um
höhere Würmer
(Annelida) handeln muss. Denn wie jedes Lebewesen, dessen Überlebenstrieb es zur lebenslang fortwährenden Nahrungsaufnahme bewegt, sind diese
Annelida nicht doof... ...
... ...sicherlich fressen sie lieber vom stark nachwachsenden Hirn, als von anderen Buffetofferten.
Im Fall des Mondfahrerleichnams scheint sich die rege Frischzellentherapie der Würmer sehr negativ bemerkbar zu machen.
Der Hirnschwund zieht sich inhaltlich durch seine posthumen Artikel,
fernab der thematischen Vorgaben dieses Forums.
Interessant gestaltet sich insbesondere die Überlegung, welche Funktionen durch das vom Wurmfraß verschonte Resthirn für unser Forum noch fachlich tragbar sind. Die für die
Motionsübertragung des
Hirnnervs verantwortlichen sogenannten
sensorischen Felder scheinen nur noch teilintakt zu sein. Kritisch wird dies in Verbindung mit den
Gedanken- und Antriebsfeldern, die die inhaltlichen Belange der in den letzten Monaten verfassten Artikel widerspiegeln.
Hierbei stellt sich die Frage, inwieweit unsere -als Rouletteforum geprägte- Gemeinschaft sich mit der Zombiethematik weiterhin auseinandersetzen sollte. Bedenklich allein die Suchmaschinenergebnisse für den Begriff
Wurm, bei dessen Aufruf wir im Ranking bedenklich steigen. Wenn Unbedarfte dann
die intergalaktisch-zombieorientierten Inhalte über uns lesen, fragt es sich, inwieweit dies der
Seriösität unseres Kreises dienlich sein kann. Immerhin sind wir
ein Forum, in dem Roulette die Diskussionsbasis darstellt, und weder ein
NASA-Blog, ein
Weltraum-Chat oder ein
anthropologischer Wissenschaftskreis, noch ein
Fachforum für Wurmkunde.
Interessant sind die sonstigen Aktivitäten des Mondfahrers!!
Ist er in einem transzendentalen Wurmprozess unterwegs in den Weiten des
wordwideweb, in welchem er seinen geistigen
Zweitesprit wie in einem Umwandler zur
Weltraumforelle als Siegerautor im
assoziations-blaster zum Besten gibt?
Zeigt dies, dass er sich anscheinend eine Brücke baut vom galaktischen Spieler zu seinem zweiten "Ich" als
Fisch in der Milchstraße, indem er seine erste Existenz verblassen lässt?
Diese stratosphärische Metamorphose könnte eine Brücke für seinen humanen Wiedereinstieg unter die Lebenden sein.
Gut wäre es - für ihn und für das Forum.
Bei Ausgrabungen entdeckten Archäologen mehrfach Grabstätten, in denen Arme und Beine der in ihnen befindlichen Leichen zusammengebunden waren; es waren die Hinterbliebenen, die Sorge hatten, dass die Verstorbenen als Untote auferstehen und ihnen etwas antun würden.
Nicht gut wäre es, wenn wir das Grab des Mondfahrers aufschaufeln und den Untoten fesseln würden zum Schutz für die Welt der Lebenden.
Nicht gut wäre es, wenn man ihn zum Mond schiessen müsste - weder für ihn, noch für das Forum.
Nachtfalke.