charly22 sagte am 28 Aug 2008, 10:45:
die zahlen sind da zwar auf den einzelnen dutzenden und kolonnen festgelegt,aber es stehen
zusammen 6 stück zur verfügung.
Es stehen mir sogar mehr zur Verfügung. Tatsächlich arbeite ich mit mindestens 37 solcher Drittel-Chancen, d.h. 37 * 3 = insgesamt 111 einzelne Drittel, die sich aus dem Kessel ergeben (für die Statistiken oben), und bei Bearf sogar nochmal so viele, die sich auf dem Tableau ergeben (die aber nicht für obige Statistik herangezogen wurden).
charly22 sagte am 28 Aug 2008, 10:45:
und was machst du jetzt,du suchst dir im nachhinein das dutzend oder die kolonne raus die
am längsten ausgeblieben ist,also bekommst du auch dort viel längere serien zu sehen.
Nein, das nicht. Denn obwohl ich viele solcher Dutzende beobachte, so sind sie doch alle vorher festgelegt. Selbst mit 2 * 111 = 222 verschieden zusammengesetzten einzelnen Dutzenden ist diese Anzahl verschwindend klein im Vergleich zu den insgesamt 1'852'482'996 Möglichkeiten (knapp 2 Milliarden!), aus den 37 Zahlen ein Dutzend zu bilden.
Was du mit den zuletzt gefallenen machst ist, dass du die Chance überhaupt erst definierst nach einem eigentlich willkürlichen Kriterium und dann so tust, als sei diese Chance bereits x mal erschienen bzw. ausgeblieben. Das ist aber so nicht legitim.
Die mathematisch sich ergebenden Serienhäufigkeiten gelten immer nur für im voraus festgelegte Chancen, man kann sie nicht einfach zwischendurch neu definieren und dann normal in die Zählung der Erscheinungen einbeziehen.
Du kannst ja z.B. auch nicht ein neues Getränk aus 25 exotischen Zutaten erfinden und dann sagen "Wow, was für ein Zufall! Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand genau dieses Getränk mit diesen Zutaten und diesem Mischungsverhältnis zusammenbraut ist ganz extrem klein, und trotzdem ist es gerade geschehen."
Aber ich denke mal, dass du vom Prinzip her schon hast: Durch das nachträgliche Aussuchen der günstigsten Chance müsste sich eigentlich eine andere Häufigkeitsverteilung ergeben, als wenn man nur ein bestimmtes Dutzend oder irgend eines von drei bestimmten Dutzenden betrachtet.
Wenn man das auf die Spitze treiben wollte, käme man am Ende wirklich da an, dass man z.B. die jeweils 24 oder 25 zuletzt erschienenen (verschiedenen) Nummern einfach als 2 Drittel ansieht, wobei die nicht erschienen Nummern dann restant wären. Aber das ist, wie gesagt, nicht mehr im entferntesten vergleichbar mit der normalen Verteilung für Dutzende.
Den Unterschied kann man wohl vernachlässigen, wenn man statt einer einzelnen solchen Chance ein paar mehr oder auch ein paar hundert betrachtet, denn es gibt ja fast 2 Milliarden davon. Die Frage ist eher philosophischer Natur. Man müsste mal konkrete Tests machen, ab wann sich tatsächlich Unterschiede feststellen lassen, bzw. versuchen, das rein mathematisch ermitteln...
Gruß, Optimierer
Bearbeitet von Optimierer, 28 August 2008 - 14:40.