Zum Inhalt wechseln


Tendenzspiel auf Transversale Simple


  • Dieses Thema ist geschlossen Dieses Thema ist geschlossen
118 Antworten in diesem Thema

#31 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 14 February 2008 - 21:40

Mit den bisherigen Beiträgen sind folgende Gesichtspunkte angesprochen worden:Bei den Untersuchungen zur vielfältigen Häufigkeitsverteilung auf TVS konnten wir erkennen, dass niemals auf Ausgleich gespielt werden darf. Im Gegenteil, auf besonders lang ausgebliebene TVS (über 'm Dreifachen des Durchschnitts) darf nicht gespielt werden, weil 's Gesetz der großen Zahl nicht wirken kann, wir unverdienterweise 's extrem lange Ausbleiben 'ner/einiger TVS jederzeit erleben können.Das schließt natürlich auch mit ein, dass niemals 'ne Verlust-Progression gespielt werden darf, weil diese extremen Längen niemals durchzuhalten sind. Über 'ne Progression im Gewinnfall wird später geschwätzt.Zum Zweiten haben wir bisher festgestellt, dass wir trotz allen vorsichtigen Spielens Verlustphasen großer Längen erleben werden, welchen nur mit Mitteln 'ner Limit-Begrenzung zu begegnen ist. Auch dieser Gesichtspunkt wird später noch detailliert besprochen.Zum Dritten haben wir erkannt, dasses 'ne 'bess're' Hälfte gibt, in welcher zu setzen sich lohnt, dass aber niemals zu lang' auf nicht gekommene TVS gespielt werden darf, also nicht in die lange Bankhälfte hinein.Danach haben wir uns der jeweils Führenden zugewandt, weil zu sehen war, dass fast immer eine (oder zwei) TVS dem Rest des Feldes weit vorauseilen. Diese Führende wird über lange Zeit hinweg im Durchschnitt jeden dritten oder vierten Coup kommen, also weit häufiger als der normale Durchschnitt.Wir konnten dennoch nicht dauerhaft gewinnen, weil die jeweils führende TVS Pausen einlegt, ohne überholt zu werden, also praktisch jede TVS irgendwann zum kurzfristigen Favorit werden kann.Dann haben wir versucht, den jeweiligen KF zu treffen, und durch 'ne Vielzahl von Satzmöglichkeiten sein Verhalten zu bestimmen.Zum Schluss konnten wir erkennen, dass nur 's 'spitze' Spiel Sinn macht, weil meist die letzten drei TVS wieder kommen, nur jeden sechsten Coup 'ne vierte TVS dazu gezogen wird, nach jedem zwölften Coup 'ne fünfte, und nur etwa alle sechzig Coups alle TVS 'querbeet' gezogen werden.Dies ist im übrigen 'n and'rer Ausdruck der 'Zwei-Drittel-Regel':innerhalb 'ner Rotation von sechs Coups kommen nur vier TVS, in der zweiten Rotation nochmal drei 'alte' TVS plus die fünfte, neue TVS, erst in der dritten Rotation kommt im Schnitt auch die sechste TVS dran.Wir konnten damit schon 'ne Menge zu beachtender Regelmäßigkeiten erkennen. Wir haben da d'rauf basierend einige Grundregeln formuliert. In vielerlei Hinsicht konnten wir festlegen, warum wie nicht gespielt werden darf.Nur die wesentliche Aufgabe blieb weitgehend unerledigt:wann dürfen wir, wann sollen wir welche TVS spielen?Hierfür sollen die folgenden Beiträge die Grundlagen dazu bringen.'nen ganz wichtigen Hinweis erhielten wir am Ende des letzten Beitrags:wir setzen nicht mehr, wenn vier verschiedene TVS in Folge erscheinen.Der Zufall konzentriert sich lange Phasen auf die jeweils letzten drei TVS, um dann Phasen des 'querbeetwanderns' einzulegen, d. h. reihum wieder (fast) alle TVS zu bedienen.Nur die im Schub befindlichen TVS dürfen/sollen wir im spitzen Spiel spielen, aber 's hat keinen Sinn, die vielen TVS im breiten Spiel abdecken zu wollen.Doch 's darf auch nicht immer auf eine bis drei TVS gespielt werden. Dazu müssen wir uns an die Darstellung der Führenden erinnern:
- - 1 8 - -   - - 3 6 - -   - - 5 4 - -   - - 7 2 - -  
A B C D E F   A B C D E F   A B C D E F   A B C D E F  
A B C D E F   A B C D E F   A B C D E F   A B C D E F  
>   C D E F     B C D E F     B C D E F   A B C D E F  3
        E F     B C D E F     B C D E F   A B C D E F  
                  C D E F     B C D E F     B C D E F  
              >   C D E F       C D E F     B C D E F 6
                    D E F       C D E F     B C D E F  
                      E F       C D E F       C D E F  
                        F   >   C D E F       C D E F 9
                                  D E F       C D E F  
                                  D E F       C D E F  
                                    E F   >   C D E F  12
                                    E F       C D E F  
                                      F         D E F  
                                                  E F  
                                                  E F  
                                                    F  
                                                    F  18
Das soll 's Bild 'ner Permanenz zum Zeitpunkt des 18., 36., 54., und zum 72. Coup darstellen.So wird's kaum jemals 'ne Permanenz geben - aber im Prinzip ist das der häufigste Permanenzverlauf:Nach 18 Coups sind alle TVS drei mal gezogen worden - im Schnitt, real eher zwei bis vier mal.Nach weit'ren drei Rotationen (Durchschnitt dann sechsmaliges Kommen) haben sich die Häufigkeiten noch mehr gespreizt.Mag sein, dass zwischendurch die Zurückgebliebenen 'n bissel aufholen, nach 72 Coups ist's Endergebnis oft dieses:ein oder zwei TVS sind weit zurück geblieben (hier A und B), 's ist 'n Mittelfeld um 'n Durchschnitt 'rum da (hier C und D), eine oder zwei Spitzen sind davon gelaufen (hier E und F).Untypisch ist hier nur, dass die TVS nach Auftreten geordnet wurden.

#32 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 14 February 2008 - 21:45

's gibt natürlich genügend Permanenzen, welche bei Erreichen des ersten 18. Kommens 'n and'res Bild ergeben.Dies sind dann oft Spiele um die 100 Coups mit 'nem stumpfen Verlauf, bei denen alle TVS nahezu gleich auf sind.Normalverteilt ist aber dieses hier:
- - 1 8 - -   - - 3 6 - -   - - 5 4 - -   - - 7 2 - -  
A B C D E F   A B C D E F   A B C D E F   A B C D E F  
A B C D E F   A B C D E F   A B C D E F   A B C D E F  
- - C D E F   - B C D E F   - B C D E F   A B C D E F  3
        + +   - B C D E F   - B C D E F   A B C D E F  
              - - C D E F   - B C D E F   - B C D E F  
              - - C D E F   - - C D E F   - B C D E F  6
                    + + +   - - C D E F   - B C D E F  
                      + +   - - C D E F   - - C D E F  
                        +   - - C D E F   - - C D E F  9
                                  + + +   - - C D E F  
                                  + + +   - - C D E F  
                                    + +   - - C D E F  12
                                    + +       + + + +  
                                      +         + + +  
                                                  + +  
                                                  + +  
                                                    +  
                                                    +  18
dass sich die Differenz zwischen zu wenig und zu oft erschienenen TVS immer weiter öffnet, sich die Skala der Treffer immer weiter streckt.Danach werden möglicherweise wieder die vernachlässigten TVS stärker gezogen (oder auch nicht) und dieser Umbruch wird keinesfalls immer bei Erreichen der ersten 18 sein.'s Problem ist, eben zu erkennen, ob und wie lang' diese Streckung läuft, um d'rauf zu spielen oder ob g'rad' der (teilweise) Umbruch eingesetzt hat.

#33 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 22 February 2008 - 21:55

Überzeugen wir uns erst mal davon, ob und wie oft sich die Normalverteilung zeigt bzw. wie oft 's 'stumpfe Bild.

In der linken Spalte wird die Permanenz normal dargestellt, wobei alle Ziehungen bis Coup 18 mit 1, bis Coup 36 mit 2, bis Coup 54 mit 3 und die d'rüber mit 4 gekennzeichnet sind.

In den rechten vier Spalten sind dann die TVS A bis F nach jeweils diesem Coup in der Reihenfolge ihrer Ziehungshäufigkeit sortiert. Beachtenswert sind dabei die Rangfolgenwechsel.

Gespielt wird 'n Tag so lang, bis die erste TVS 18 Ziehungen hat, diesmal jedoch mit mehreren verschiedenen Permanenzen.

#34 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 22 February 2008 - 21:56

Sorry, die Forum-Software hat absolut 'n Problem mit HTML-Tabellen, deshalb wieder mal als Beitragsanhang......................

[attachment=1508:kf_2.html]

's sind zwar wieder nur Tabellen, aber die sind ganz int'ressant. 'S Studium lohnt sich auf alle Fälle, ich hoff', wir bekommen das mit der Software noch irgendwie geregelt, dann können die Tabellen in Beiträgen dargestellt werden.................

#35 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 22 February 2008 - 22:24

Diese mehrfache Aufzeichnung der Ziehungs-Häufigkeit bringt sehr deutlich zum Ausdruck, welcher Art der Spielverlauf ist:

's 'stumpfe' Spiel bringt alle TVS in relativ geschlossener Formation durch alle Coups. Je 18 Coups haben alle sechs TVS immer drei Ziehungen mit nur geringen Abweichungen. In diesen Spielen (oder Spielphasen) kann nicht gewonnen werden. 's müssten dabei vier/fünf TVS gesetzt werden mit nur einem/zwei Chips Gewinn bzw. 'm hohen Risiko, wenn dann doch einige Coups verloren werden.

Einziger Ausweg: Gar nicht spielen.

Ganz anders im 'spitzen' Spiel, gekennzeichnet durch zunehmende Streckung. Nur in diesen Streckungsphasen dürfen maximal drei TVS gespielt werden. Und die Aktion muss beendet werden, wenn 'ne TVS gezogen wird, die keine Streckung bringt, sondern die Häufigkeiten 'staucht'.

Und dann gibt's noch die Überflieger: zwei, meistens nur eine TVS bleibt zunächst zurück, um dann vehement nach vorn' zu kommen. Das sind dann besonders stabile Favoriten.

#36 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 09 March 2008 - 21:17

Beobachten wir 's Ganze noch mal, jetzt aber mit 'nem neun mal neun Coups Intervall:


ABCDEF Treffer nach gespielten Coup
------ ---9-- --18-- --27-- --36-- --45-- --54-- --63-- --72--
111111 BDEFCA BFDEAC BCEAFD BACDFE BACDFE ACFBDE FABCDE FACBED 1
131333 CA BFDEAC BCEAFD BACDFE BACDFE ACFBDE FABCDE FACBED 2
133333 A DEAC BCEAFD BACDFE BACDFE ACFBDE FABCDE FACBED 3
343333 AC CEAFD BACDFE BACDFE ACFBDE FABCDE FACBED 4
354343 AFD ACDFE BACDFE ACFBDE FABCDE FACBED 5
464344 D ACDFE ACDFE ACFBDE FABCDE FACBED 6
565545 E ACDFE ACFBDE FABCDE FACBED 7
666545 E DFE ACFBDE FABCDE FACBED 8
767657 E BDE FABCDE FACBED 9
777658 E DE ABCDE FACBED 10
889768 E DE FACBED 11
899879 E FACBED 12
99987 E ACBED 13
9 88 BED 14
99 ED 15
99 ED 16
99 ED 17
9 D 18

ABCDEF Treffer nach gespielten Coup
------ ---9-- --18-- --27-- --36-- --45-- --54-- --63-- --72--
131111 DEFAC ADCEF BAECDF BACEDF BCADFE BCEFDA BCDFAE BFADEC 1
141333 AC ADCEF AECDF BACEDF BCADFE BCEFDA BCDFAE BFADEC 2
141333 AC ADCEF AECDF BACEDF BDADFE BCEFDA BCDFAE BFADEC 3
353333 CEF AECDF ACEDF BCADFE BCEFDA BCDFAE BFADEC 4
453343 CDF ACEDF BCADFE BCEFDA BCDFAE BFADEC 5
464343 DF ACEDF CADFE BCEFDA BCDFAE BFADEC 6
565453 F DF CADFE BCEFDA BCDFAE BFADEC 7
586554 F ADFE CEFDA CDFAE BFADEC 8
687656 E EFDA CDFAE BFADEC 9
697677 DA CDFAE BFADEC 10
698777 A DFAE BFADEC 11
7 8979 AE FADEC 12
8 8989 FADEC 13
8 8999 FADEC 14
9 9999 FADEC 15
9 999 ADEC 16
9 C 17
9 C 18

ABCDEF Treffer nach gespielten Coup
------ ---9-- --18-- --27-- --36-- --45-- --54-- --63-- --72--
131311 CEFA DEBCFA DEBCFA DBEDAF DBCEFA DBCEAF BDEACF BDEACF 1
133531 FA BCFA EBCFA BECAF DBCEFA DBCEAF BDEACF BDEACF 2
133641 FA CFA BCFA BECAF BCEFA DBCEAF BDEACF BDEACF 3
133643 A CFA BCFA BECAF BCEFA DBCEAF BDEACF BDEACF 4
353743 A CFA ECAF BCEFA BCEAF BDEACF BDEACF 5
374753 A FA CAF CEFA CEAF BDEACF BDEACF 6
385753 FA AF CEFA CEAF DEACF BDEACF 7
395854 A AF CEFA CEAF EACF BDEACF 8
496864 AF FA CEAF EACF BDEACF 9
4 6 64 AF FA CEAF EACF EACF 10
5 7 76 A AF EACF EACF 11
5 7 6 A AF ACF ACF 12
8 8 6 F F ACF 13
8 9 7 F ACF 14
8 9 7 F ACF 15
8 9 8 ACF 16
9 9 CF 17
9 F 18

ABCDEF Treffer nach gespielten Coup
------ ---9-- --18-- --27-- --36-- --45-- --54-- --63-- --72--
111111 CDEFBA EABCFD CEFDAB DEFCBA DECFAB DEFACB EAFDCB EADCFB 1
113333 BA EABCFD CEFDAB DEFCBA DECFAB DEFACB EAFDCB EADCFB 2
133333 A ABCFD CEFDAB DEFCBA DECFAB DEFACB EAFDCB EADCFB 3
334343 D FDAB DEFCBA DECFAB DEFACB EAFDCB EADCFB 4
334344 DAB DEFCBA DECFAB DEFACB EAFDCB EADCFB 5
334665 AB CBA CFAB DEFACB EAFDCB EADCFB 6
445765 BA CFAB EFACB EAFDCB EADCFB 7
455795 A CFAB FACB AFDCB EADCFB 8
5567 7 AB ACB AFDCB ADCFB 9
8567 7 B CB FDCB ADCFB 10
9677 8 B DCB ADCFB 11
67 8 B CB CFB 12
68 8 B B CFB 13
69 8 B B CFB 14
89 8 CFB 15
8 B 16
9 B 17
9 B 18

ABCDEF Treffer nach gespielten Coup
------ ---9-- --18-- --27-- --36-- --45-- --54-- --63-- --72--
311311 CEFB AFEBC ADFBCE ADFBEC DABFEC DAFBEC DABFEC ADFBEC 1
311311 CEFB AFEBC ADFBCE ADFBEC DABFEC DAFBEC DABFEC ADFBEC 2
413433 B EBC FBCE ADFBEC DABFEC DAFBEC DABFEC ADFBEC 3
433433 EBC FBCE ADFBEC DABFEC DAFBEC DABFEC ADFBEC 4
533534 BC BCE FBEC DABFEC DAFBEC DABFEC ADFBEC 5
533735 BCE BEC ABFEC AFBEC DABFEC ADFBEC 6
644735 E BEC BFEC AFBEC DABFEC ADFBEC 7
664856 C EC AFBEC ABFEC ADFBEC 8
864967 C C BEC BFEC ADFBEC 9
885978 C C EC ADFBEC 10
85979 C C EC DFBEC 11
95 79 C C EC FBEC 12
96 89 C C FBEC 13
96 8 C C BEC 14
6 9 C C EC 15
7 9 C EC 16
7 9 C EC 17
7 9 C EC 18
8 C
9 C
9 C

Mit dieser noch kurzfristigeren Darstellung der Ziehungsmöglichkeiten aller TVS wird die Entwicklung noch deutlicher.

's ist nun zu sehen, wie einige TVS bevorzugt kommen, Pausen einlegen, um dann wieder 'n Schub zu erfahren.

's ist auch zu seh'n, wie sich Gruppen von bevorzugten TVS davon machen, oder wenigstens eine TVS d'raus häufiger als im Schnitt gezogen wird.

Und 's ist auch zu sehen, wie sich zunächst zurückgebliebene TVS in's Mittelfeld vorschieben, um dann häufig noch zur Spitzengruppe aufzuschliessen oder sogar noch letztendlich Führende werden.

Diese Darstellung hat nur 'n gravierenden Nachteil:
sie kann im praktischen Spiel nicht realisiert werden.

'ne aussagefähige, mehrfache Darstellung der Ziehungshäufigkeiten ist praktisch nur umsetzbar, wenn mer auf die Sortierung verzichtet, und nach neun Coups jedesmal 'n neues Balken-Diagramm anfäng.

Dieses Konzept wird auch im praktischen Spiel angewendet (die ersten 27 Coups sind zum bess'ren Verständnis einzeln dargestellt, danach die gesamte Permanenz):


Nr Perm. Saldo Ziehungen ab Coup
ABCDEF Coup Tag ---0-- ---9-- --18-- --27-- --36-- --45-- --54--
22 D ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF
29 E ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF
1 A ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF
36 F ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF BCDEF
19 D ABCDEF ABCDEF ABCDEF ABCDEF BCDEF BCDE B DE
12 B ABCDEF ABCDEF BCDEF BCDEF BCDEF B DE B D
20 D ABCDEF BCDEF BCDEF BCDEF B DE B DE B
8 B ABCDEF BCDEF B DEF B DE B DE B D
29 E ABCDEF BCDEF B DEF B DE B D B
1 A BCDEF B DEF B DE B DE B D B
13 C B DEF B DE B DE B E B
10 B B DE B DE B DE B E B
10 B B DE B DE B DE B E
22 D B DE B DE B DE
22 D B DE B DE
30 E B DE E
36 F B E E
29 E E

[attachment=1532:27_coups.html]

Für 's praktische Spiel erscheint diese Darstellung zwar unhandlich und unübersichtlich, aber wir werden in den allermeisten Fällen nicht so viele Coups spielen müssen, also werden wir gar nicht alle Diagramme brauchen.

Die gezogenen Nummer wird als erstes links eingetragen.

Unter der ABCDEF-Spalte werden neben dem Auftreten der TVS auch die Einsätze notiert, so dass dort der Saldo des Coups ermittelt und der Saldo des Tages fortgeschrieben werden kann.

Die TVS sollten weiter mit A bis F gekennzeichnet sein, um davon die Einsätze ( 1 bis maximal 5 Chips) unterscheiden zu können.

Wenn Pemanenz und Salden bearbeitet sind, müssen rechts die Diagramme aufgeschrieben werden.

Die gezogene TVS wird in alle geöffneten Diagramme eingetragen, beim jeweils neunten Coup in einem der Diagramme wird 'n zusätzliches Diagramm angefügt.

Die einzelnen Diagramme nennen wir Blöcke, in den Kommentaren in den später folgenden Testspielen werden s'e dann BL0 bis BL54 bzw. linker, mittlerer, rechter und neuer Block genannt.

's erscheint zwar umständlich - aber wertvoll ist's:

Denn während dieser Aufzeichnungen von links nach rechts in den verschiedenen Blöcken wird mer im praktischen Spiel die Geschichte der eben gezogenen TVS noch klarer erkennen können als hier bei der verkürzten Darstellung.

Was lässt sich erkennen?

Zur eben gezogenen TVS wird aus der Permanenz und den Blöcken ersichtlich,
  • ob s'e von Anfang an 'ne Führende durch alle Blöcke ist,
  • ob s'e nach 'ner Pause wieder kommt,
  • ob s'e vernachlässigt war und jetzt kommt,
  • ob s'e zur Streckung beiträgt oder 's Diagramm eher staucht,
  • ob s'e als Spätzünder nun in's Spitzenfeld aufrückt,
  • ob diese TVS mit and'ren TVS zusammen öfter im Verbund kommt,
  • ob s'e die vierte im letzten Block geworden ist,
  • ob diese TVS mehrfach kam,
  • ob zuletzt immer nur zwei oder drei TVS kamen,
  • ob und welche TVS kurz genug kamen,
  • ob und wie lang' wie viele und welche TVS ausgeblieben sind,
  • ob g'rad' Nachzügler dran sind,
  • ob insgesamt 'ne Streckung vorhanden ist oder
  • ob 's ganze Spiel insgesamt 'n stumpfen Verlauf nimmt und
  • ob sich eine oder wenige TVS langfristig als Favoriten zeigen
und damit: in welcher Weise zu spielen ist.

Die Permanenz und diese Diagramme 'lesen' zu können, ist entscheidend für den Erfolg.

Dazu ist auch Intuition gefragt, denn 's können nicht alle Entscheidungen nach starren Regeln definiert werden.

's kann kaum 'n Programm geschrieben werden, das 'ne Analyse zustand' bringt wie 's jedes geschulte Aug' mit Leichtigkeit kann.

Am besten lässt sich die Interpretation der Aufzeichnungen und die Anwendung der Grundregeln anhand konkreter Beispiele über viel Coups und Tage hinweg vermitteln. Das wird am Schluss auch passieren.

Doch zunächst müssen erst mal diese Grundregeln zur Auswahl der zu spielenden TVS formuliert werden - in den nächsten Beiträgen.

#37 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 17 March 2008 - 18:52

Wie soll nun was aus diesen Aufzeichnungen zu lesen sein und wie soll dann entschieden werden, was zu spielen ist?Am einfachsten sind die abnormen Längen zu erkennen, für welche wir 's Dreifache der durchschnittlichen Folgenlängen fixiert haben, konkret:
kommt/kommen nur 1 2 3 4 5TVS
in Folge 3 6 91215Coups lang
so spielen wir auf diese bis zum Abbruch.Dieses wiederholte Kommen nur 'ner bestimmten Anzahl von TVS ist leicht aus der Permanenz ersichtlich, außerdem werden diese TVS im linken Block dadurch als Führende/Favoriten in Erscheinung treten.Auf 'ne einzelne TVS spielen wir ohnehin schon oft nach deren Dopplung, nach deren dritter Ziehung in Folge gibt's keinen Grund, s'e nicht weiter bis zum Verlustcoup zu spielen.Auch wenn zwei TVS etwa sechs mal in Folge kamen, wurden s'e (weil KF's) meistens schon mal gesetzt. Wenn s'e solch lange Folgen bilden, besteht keinerlei besond'res Risiko, die bis zum Abbruch zu spielen.
kommt/kommen nur 1 2 3TVS
in Folge 3 6 9Coups lang
so setzen wir bis zum Abbruch auf diese TVS.Wenn drei TVS etwa neun mal in Folge kamen, werden auch die bereits schon mal gespielt worden sein, weil die im linken Block stark im Vordergrund steh'n.Normalerweise kann mer auch diese drei TVS bis zum Abbruch spielen. Mer sollt' das aber nicht immer so machen, sondern (z. B. wenn nach Minus-Saldo wieder Plus ansteht) durch vorzeitiges und freiwilliges Beenden den unvermeidlichen Verlustcoup verhindern.Oder mer sollt' die Einsatzhöhe variieren und z. B. nach Treffer mit hohem Einsatz und insgesamt ausreichendem Gewinn enden.Solang' getroffen wird, muss unter Beachtung aller sonstigen Umständen des aktuellen Spielverlaufs flexibel gespielt werden, rein intuitiv - wissensbasiert intuitiv. Solang' getroffen wird, fällt das auch nicht sonderlich schwer. Wenn verloren wird, ist kein Entscheidungsspielraum mehr da:'s wird unabdingbar geendet.
kommt/kommen nur 4 5TVS
in Folge1215Coups lang
dann spielen wir auch auf diese TVS bis zum Abbruch.Beim Spielen auf vier bzw. fünf lang' gezogene TVS kommt 'm Kapitalaspekt besond're Bedeutung zu:Denn erst nach einigen Risiko-Coups stehen die langen Gewinnmöglichkeiten an. Hier darf nicht gespielt werden, wenn nicht ausreichend Kapital zur Verfügung steht.Diese Risikophase sollt' nur mit reduziertem Einsatz angegangen werden. Mer sollt' in kritischen Spielen mit wenigen Treffercoups zufrieden sein.Wenn momentan viel Kapital zur Verfügung steht, kann and'rerseits die kritische Phase durch anfangs höheren Einsatz schneller überwunden werden.Auf jeden Fall sollt' mer 's Instrument der Einengung nutzen:anstatt der fünf nur noch die vier zuletzt gekommenen TVS spielen, oder dann nur noch drei.Aber auch nach Einengung gilt strikt:Verlustcoup = Ende!Wir haben aufgrund der Häufigkeits-Analysen fixiert, dass
bei 1 2 3 4 5gesetzten TVS maximal
nur 5 3 2 1 1Verlustcoups hingenommen werden
Wir spielen nur in oben genannten Fällen vier bzw. fünf TVS pro Coup und werden durch Beendigung nach 'nem Verlustcoup dieser Vorschrift gerecht.Durch Einengung versuchen wir so früh wie möglich auf weniger gesetzte TVS je Coup zu kommen.Aufgrund oben fixierter, nur wenigen zulässigen Coups dürfen wir auch nur die wenigen TVS spielen, welche kurz genug gezogen werden.Denn wir haben klar erkannt, dass die Favoriten in aller Regel nur kurzfristig Favorit sind, also kurz und mehrfach gezogen werden, um dann wieder Pause einzulegen.

#38 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 19 March 2008 - 21:38

Zielsetzung ist also, so wenig TVS als möglich zu spielen. Welche TVS spielen wir wann?

Am leichtesten ist das beim 'spitzen' Spiel zu erkennen:

Am einfachsten sind dabei natürlich die traumhaft schönen Tage erkennbar, an denen 'ne TVS als Führende 'nen Durchmarsch macht.

Das kann sich durch 'ne sofortige Doppelziehung in den ersten beiden Coups ankündigen, worauf wie auf diese eine TVS sofort spielen und relativ schnell gewinnen.

Diese TVS ist dann so klar in Führung, dass mer d'rauf bleibt. Vor zu langen Pausen dieser TVS schützen die maximl fünf Coups.

Wenn nach 'ner Pause diese TVS wieder kommt und s'e noch Führende ist, spielen wir diese TVS wieder. Bei schnellem Treffer spielt mer s'e dann auch mit höherem Einsatz.

Vor Verlust schützen wir uns durch diverse Teilziele, die später detailliert im Zusammenhang dargestellt werden.

An solchen Tagen mit nur einer klar Führenden TVS werden wir 'n Mehrfaches des normalen Tagesziels mit großem Vergnügen gewinnen.

Aber diese Tage sind selten, häufiger schon die Tage mit spitzem Spiel 'ner Favoritengruppe von zwei oder drei TVS.

Sowas kündigt sich an, indem im Block nur maximal drei TVS erscheinen. Erstmals wird gespielt, wenn eine dieser TVS zum dritten mal kam.

Kommt dann 'ne and're TVS dazu, welche auch häufiger als der Durchschnitt gezogen ist, nehmen wir auch diese auf und spielen beide TVS.

Selbst 'ne dritte TVS des Vorderfeldes nehmen wir noch dazu. Das gilt zu Spielbeginn, aber auch als Erscheinungsbild 'nes spät'ren Blocks (also weiter rechts), wobei prinzipiell immer dem rechtesten Block, also dem aktuellsten, die größte Bedeutung zukommt.

Auf dieser Spitze von zwei oder drei TVS bleiben wir, solang' früh genug getroffen wird, d. h. jeden zweiten/dritten Coup.

Allerdings beachten wir strikt die maximale Anzahl von Verlustcoups (also 2 bzw. 3). Und wir beachten, dass Verlustcoup nicht gleich Verlustcoup ist:

's ist unbedeutend, wenn 'ne bislang ebenfalls gut gezogene TVS kommt. 's muss diese Aktion aber dann beendet werden, wenn 'ne TVS gezogen wird, welche bislang vernachlässigt war, deutlich z. B. zu erkennen, wenn im aktuellsten Block die vierte TVS kommt.

Wir spielen dann also nicht mehr und warten die weit're Entwicklung ab. 's typische Bild der Favoritengruppe ist dann folgendes:
'ne TVS aus dieser Gruppe kommt und kurz danach die and're(n) TVS. Wenn sich dies wiederholt - das ist da d'ran zu erkennen, dass in mehreren Blöcken diese zwei/drei TVS jeweils klar führen - dann setzen wir beim Erscheinen des ersten Gruppenmitglieds sofort auf die ganze Gruppe, in Erwartung 'nes neuen Schubs, d. h. 'ner weit'ren Streckung der Diagramme.

Die maximale Verlustcoup-Anzahl bleibt aber gültig. Das kann negative Folgen haben:
Obwohl ganz klar 'ne Favoritengruppe da ist, verlieren wir, weil wir stets im falschen Moment wieder passen müssen.

Nur in dieser Situation ist dann als einzige Ausnahme erlaubt, die fixierte Maximal-Verlustzahl von 2 bzw 3 Coups zu überschreiten und fortgesetzt auf dieser klar favorisierten Gruppe zu bleiben.

Das ist 'ne Ausnahme und muss durch Festlegung hinsichtlich Teilzielen und -Limits in kalkulierbarem Rahmen gehalten werden.

#39 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 21 March 2008 - 22:26

Die dümmste Art, viel Geld verlieren zu wollen besteht da drin, ungeachtet aller Vorgänge immer nur bestimmte Merkmale in der Erwartung fortgesetzt zu spielen:
's muss doch mal getroffen werden.

Wir vermeiden sowas strikt durch die Begrenzung uns'rer Verlustcoups.

Dieses Bleiben auf der Favoritengruppe ist an sich obiges dumme Spielen. Wir dürfen 's nur einsetzen, wenn wir uns dessen bewusst sind. 's darf nur so gespielt werden, wenn der gesamte Spielverlauf anzeigt, dasses insgesamt 'ne Normalverteilung mit großer Streckung geben könnt'.

Das kann frühestens ab 'm 30ten Coup erkannt werden, wenn sich 'ne Gruppe favorisierter TVS in den verschiedenen Blöcken zeigt.

Normalerweise erreichen wir an solchen Tagen leicht unser Ziel. Nur wenn wir durch unzeitiges Passen Verluste hinnehmen mussten, trotz an sich richtigem Spielen, nur dann dürfen wir dieses Mittel einsetzen - und nur bis 'n bestimmtes Ziel erreicht ist.

Denn wir wissen ganz genau:
immer nur Führende setzen kann nix bringen. Nur mit dem bewusst kalkulierten Risiko darf so gespielt werden.

Wenn sich also 'ne solche kompakte Spitzengruppe zeigt und auch etabliert hat, können wir wie zuvor beschrieben spielen. Dabei wird sich oft 'ne Aktion an die and're anschliessen, oftmals werden gleiche TVS zu spielen sein.

Häufiger wird allerdings sein, dass wechselnde Kandidaten die Spitze bilden. Das zeigt sich da d'ran, dass im neuen Block and're TVS als in den vorigen Blöcken Führende oder Favoriten sind.

Der rechte Block hat, wie bereits beschrieben, immer höchste Aussagekraft. Wir können 'nen neuen Block wie den ersten Block zu Spielbeginn bespielen. D. h. wir setzen auf die sich dort abzeichnende Spitze(ngruppe).

Nur ein's muss dabei beobachtet werden:

Wenn die Spitze aus alten Spitzen-Kandidaten besteht plus einem neuen (der dann aufschliessender Nachzügler ist), so kann mer auf diese spielen, auch wiederholt.

Sind die die neuen Spitzen-TVS aber vorwiegend Kandidaten aus bisher vernachlässigten TVS, dann ist Vorsicht geboten:

Diese Situation deutet dann an, dass die Spitze nicht stabil ist. Mer kann wohl 'ne Aktion auf die neue Spitze starten. Im Verlustfall ist ohnehin alles klar. Aber auch bei Treffer muss mer sich jetzt anders verhalten: passen.

Denn anders als bei der klaren Spitzengruppe ist nun kein Verlass mehr d'rauf, das diese neue Spitze weiter führend bleibt. 's spricht vielmehr so 'n wechselhaftes Spiel dafür, dass sich sofort danach weder and're Gruppierungen bilden.

Die kurzfristigen Favoriten sind dann wirklich nur sehr kurze KF's. D. h. nur ein Treffer ist dabei machbar.

Mer muss in so 'ner Situation immer wieder mit Geduld d'rauf warten, aus welchen TVS sich 'ne neue Spitze bilden könnt' - und das nur für kurze Zeit.

Etabliert sich dann wieder 'ne alte Garde, kann's normal weitergeh'n. Gefährlicher aber ist's, wenn sich 's Spiel absolut breit ausweitet.

Das macht dann 'ne weitaus vorsichtigere Spielweise erforderlich:

's breite Spiel kann sich schon in den ersten Coups ankündigen:
gleich vier/fünf verschiedene TVS, nur eine/zwei TVS 'n zweites mal gezogen, keine TVS eilt zwei Ziehungen voraus.

Im spät'ren Spielverlauf ist breites Spiel da d'ran zu erkennen, dass kaum 'ne TVS kurz gezogen wird, drei/vier/fünf und noch mehr Coups zurückliegende TVS jetzt kommen.

's breite Spiel zeigt sich dann auch deutlich im rechten Block, weil dort keine Spitze mehr auftritt, die Zeilen werden dann schnell vollgeschrieben.

D'rum ist der rechte Block so wichtig:
links können durchaus Spitzen und Streckung vorhanden sein, rechts im aktuellen Block aber nicht.

Wir reagieren d'rauf, indem meistens schon beim Erscheinen der vierten TVS im aktuellsten Block 'ne Aktion abgebrochen wird.

'n breites Spiel über die ganze Partie zeigt sich dadurch, dass alle Blöcke nach kurzer Zeit immer voll gefüllte Zeilen haben.

Breites Spiel ohne ausreichende Streckung liegt auch vor, wenn die TVS zwar 'n bissel unterschiedlich oft gezogen sind, aber alle Blöcke gleich stumpf ausseh'n, die Differenzen (von links nach rechts geseh'n) nicht größer werden.

Das kann sich 's ganze Spiel über hinzieh'n, dieses Bild kann sich auch in mehreren Spielen in Folge zeigen. Je länger mer die Tests in den vorigen Kapiteln macht, sieht mer oft mehrere Tage nur spitzes Spiel und dann wieder nur 's breite Spiel.

Mer kann im breiten Spiel nicht viel gewinnen - wohl aber verlieren. 's muss mehr gepasst als gesetzt werden. Mer darf nicht bei jedem kleinen Ansatz 'ner Streckung jetzt auf 's Weglaufen 'ner Führenden hoffen, mer darf auch nicht auf stabile Spitzengruppen hoffen.

Mer darf überhaupt nicht hoffen. Mer muss nur mit großer Ruhe abwarten. Mer darf aus so 'ner Situation 'raus nur mit vermindertem Einsatz starten. Mer muss diese Spiele mit geringem Gewinn als beendet betrachten können.

Mer muss einsichtig genug sein zu erkennen und zu wissen, dass nicht jede Situation dazu geeignet ist, Gewinne machen zu können.

Wir spielen immer mit der Bank, wir setzen immer auf Führende, nur auf die kurzfreistig führenden, wir beobachten in erster Linie die Spitze, wir spielen so wenig TVS als möglich, wir spielen spitz.

Damit sind wir in aller Regel erfolgreich, weil sich in aller Regel 'ne Permanenz nach Normalverteilung streckt. Aber wir dürfen auch nicht nur auf diese Normalverteilung fixiert sein.

Wir dürfen nicht immer auf diese Streckung hoffen, jedes kleine Anzeichen dafür auf bevorstehende Streckung spielen. Denn dann verlieren wir die breiten Spiele.

Und diese Spiele gibt's, bei denen 'S einfach zu keiner Streckung kommt. 's werden fortwährend, zumindest überwiegend alte TVS gezogen, immer alle drei, vier, fünf und mehr Coups alte TVS.

Wir haben dann keine Chance auf Gewinn. 's sei denn, wir spielen "Paradox'. Ganz bewusst gegen uns're sonstige Regeln:
immer auf die alten TVS. Z. B. immer die drei am längsten nicht gekommenen.

Diese Maßnahme darf keine Willkür sein, sondern ganz bewusst nur in ganz bestimmten Situationen eingesetzt:
wenn der Zufall vorwiegend und dauerhaft alte TVS spielt.

Diese Entscheidung ist erst ab Coup Nr. 20, meistens erst später zu treffen. Aber dieses breite Spiel auf alte TVS kann sich unglaublich lang' hinzieh'n. Dann ist diese Umkehrung uns'rer sonstigen Satzweise keine Willkür, sonder äußerst konsequent:
wir spielen mit-der-Bank.

's ist anhand der Permanenz und der Diagramme deutlich zu erkennen, welches Spiel der Zufall im Augenblick spielt.

Völlig abhängig von der aktuellen Situation wählen wir 'ne zweckmäßige Reaktion und bestimmen da d'raus die Anzahl und Dauer zu spielender TVS.

Solang' getroffen wird, darf und muss intuitiv gespielt werden, geben die vorstehenden Regelungen nur den Bewegungsrahmen an.

Nur die Verlustgefahr muss strikt vermieden werden, jede Vorsicht gebietende Situation ist strikt geregelt, besonders durch Limit- und Zielregeln der folgenden Beiträge.

#40 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 29 March 2008 - 18:21

Jetzt wird mal der ganze Themenkomplex behandelt, der normalerweise unter 'm Kapitalbedarf bekannt ist, also 's Limit, die Einsatzhöhe und 's Ziel.

Hier sollen nicht nur vier fixe Zahlenwerte genannt werden, sondern soll klar gestellt werden, warum wir in verschiedenen Situationen mit höchst unterschiedlichen Werten arbeiten.

Denn diese Fragen, besonders die des Ziels und damit die des Beendens 'nes Spiels, ist ausschlaggebend für 'n Erfolg.

Limit und Ziel sind sind tatsächlich zusammenhängende Komplexe, weil die Höhe erreichbarer Ziele unmittelbar vom verfügbaren Kapital abhängig ist:
je höher 'n Risiko eingegangen werden kann, desto höhere Gewinne können erzielt werden (oder auch nicht).

And'rerseits bewegt sich jedes Spiel je nach Taktik und gespielter Chance in ganz bestimmten Bereichen, sind maximaler Erfolg und Verlust innerhalb 'nes Spiels begrenzt.

Größten Schaden durch 's Roulettespiel erfahren sicherlich jene Spieler/innen, die mit viel zu geringem Risikokapital viel zu hohe Gewinnansprüche haben.

Die spielen einige Zeit mit Gewinn und verlieren nach guten Gewinnen 's Gefühl für's tatsächlich machbare.

Dabei verlieren s'e dann 's gesamte Kapital (und die Lust am Spiel), und können nie wieder die entstandenen Verluste ausgleichen (und bleiben frustriert).

'ne Pleinzahl kann 400 Coups und mehr ausbleiben, 'ne Einfache Chance 20 Coups. 's real erreichte maximale Ausbleiben liegt in etwa beim 10-fachen 'ner Rotation (auf Plein 37 Coups, auf Einfacher Chance zwei Coups).

Auf TVS sind sechs Coups 'ne Rotation, also etwa 60 Coups kann ungefähr 'ne TVS ausbleiben. Genau so oft kann uns 'n Treffer versagt bleiben.

60 Coups - da in 'nem Coup mehrere TVS gespielt werden können, besser gesagt - ungefähr 60 Einsätze können wir in Folge verlieren.

's können sich aber auch Verlustphasen ergeben, unterbrochen nur durch vereinzelte Treffer, so dass sich etwa 's fuffzehn-fache als maximaler Gesamtverlust einstellen kann. Auf TVS gehen wir also 'n Gesamt-Risiko von etwa 100 Einsätzen.

Diese gravierenden Verlustphasen können Schwankungen im Gesamtverlauf sein, werden sich wieder ausgleichen. Sie können aber auch 'ne Einzelerscheinung sein, welche sich überhaupt nicht oder nur sehr spät, also schleichend wieder ausgleichen.

's Unangenehme an diesen Total-Einbrüchen:
s'e können im nächsten Spiel auftreten, nach 200 Tagen oder nie 'n/e Spieler/in betreffen.

In aller Regel erfährt aber jede/r, die/der längere Zeit Roulette spielt, diese starken Gewinneinbußen, entweder früher oder meistens sehr viel später (viele Systemspiele seh'n anfänglich so gut aus, weil sich der Zufall sehr viel Zeit lassen kann, um letztendlich mit 'ner einzigen tiefen Verlustphase alle Gewinnüberschüsse wieder zu holen).

D'rum muss mer stets d'rauf eingerichtet sein, 'ne absolute Pechsträhne zu erwischen, und mer dann 's richtige Rezept dagegen anwenden.

Zero dagegen ist 'n and'rer Fall. Zero trifft uns mit großer Regelmäßigkeit. 's spielt in der Taktik keinerlei Rolle. Bei Häufungen kann mer den Liquiditätsverlust durch 'Versicherung' auf Zero-Plein oder auch die ersten Vier mildern. Bei sehr negativem Saldenstand muss mer durch Einsatz-Reduzierung reagieren.

Also 's 10- bzw. 's 15-fache 'ner Rotation setzt mal 'n ungefähren Maßstab für den maximalen Verlust.

'ne and're Kenngröße haben wir mit 'm Dreifachen des Durchschnitts gemacht:
spätestens ab dieser Länge waren die Folgen 'ausgefranzt'. Das gilt auch beim Verlieren:

Wenn 18 Einsätze in Folge verloren wurden, ist mit praktisch gleicher Wahrscheinlichkeit gegeben, dass der nächste Einstz 'n Treffer ist - oder nochmals 42 Nieten folgen werden.

Wir nutzen dieses nicht-mehr-wirken des Gesetzes der großen Zahl auf der Trefferseite, indem wir ab etwa dieser Marke fortgesetzt spielen.

Genauso konsequent sollten wir das auch auf der Verlustseite machen. 's Rezept? Passen gilt nicht, diese Verlustphase ist nicht zu umgeh'n.

Einziges Gegenmittel:
'runter mit 'm Einsatz! Wenn schon verloren werden soll, zufallsgerecht, unausweichlich, dann nur Chips mit geringerem Wert als normal.

Der Zufall ist gerecht:
er lässt uns genau so große Glückssträhnen erleben. Nur die Zero-Steuer ist 'ungerecht' bei diesem Spiel, in diesem Sinn' ist s'e als Gebühr für die Organisation des Spielbetriebs bescheiden angesetzt und absolut akzeptabel.

Wir können also im Extremfall etwa 60 Coups in Folge gewinnen, mit kurzen Unterbrechungen sogar bis zu 100 Treffer in Serie erleben.

Die wenigsten Spieler haben die Nerven, solche günstigen Phasen aus der - unbegründeten - Angst vor 'm Ausgleich auszuspielen.

Die richtige Antwort d'rauf ist 'ne Gewinn-Progression, also solang' solche günstige Phasen laufen, mit erhöhtem Einsatz zu spielen.

#41 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 03 April 2008 - 14:38

's gibt alte Roulette-Regeln, welche besagen, dass bei Gewinnen von 25 bis 30 Prozent vom verfügbaren Kapital 'n Maximum erreicht ist, also dann der Tag zu beenden ist.Dieser Wert aus der Praxis ist durchaus gerechtfertigt, er zeigt die 'normale' Schwankungsbreite 'nes Spiels an:ungefähr zwei Rotationen, auf TVS also etwa +-12 Einsätze.'ne streng fixierte Verlust- oder Gewinn-Progression kann keine Vorteile bringen, die Verlust-Progression allerdings garantiert den Kapital-Totalverlust.Masse Egale kann kaum 'n Überschuß erarbeitet werden, dazu sind die Relationen des Roulette auf Dauer zu ausgeglichen, mit mathematischer Präzision.Entscheidend ist vielmehr, dass mit flexiblen Einsatzhöhen gespielt wird, welche sich lediglich an einigen Eckpunkten orientieren, im übrigen jedoch willkürlich zu spielen sind - besser: wissensbasiert-intuitiv.Wir müssen uns einfach die Möglichkeit einräumen, in schlechten Zeiten mit niedrigen, in guten mit höherem Einsatz zu spielen und in einigen Situationen flexibel agieren zu können.'s bieten sich Einsatzhöhen von einem bis fünf Chips an, der normale Einsatz ist die Mitte, sind also 3 Chips. (Wir rechnen und testen hier also mit 1 bis 5 Chips, in der Praxis wird dieses je nach Währung auch mit 10-20-50-Einheiten bzw. 20-50-100 oder 100-200-500 oder 200-500-1.000 Währungseinheiten zu spielen sein).Die 'normale' Schwankungsbreite von zwei Rotationen, also 12 Einsätze, werden mit 'normalem' Einsatz gespielt, also 12 * 3 = 36 Chips.Wenn diese verloren sein sollten, ist's zweckmäßig zu reduzieren, von 3 auf 2 Chips je Einsatz zurück zu geh'n, d. h. als 3-2-Grenze sollt' 'n Saldenstand von etwa -36 Chips gelten.Mit dieser reduzierten Einsatzhöhe verlieren wir die dritte Rotation, also 6 Einsätze zu je 2 Chips = -12 Chips.Dann sind wir an der 3-fach-Grenze, die wir 2-1-Grenze nennen wollen. Nach den insgesamt 18 Nieten können sich nochmals 42 in Folge (bis insgesamt etwa 10-fachem, also etwa 60 Nieten) oder mit nur kurzen Unterbrechungen auch noch ca. 100 (bis insgesamt etwa 15-fachem) anschliessen. Diese dürfen nurmehr mit nur einem Chips verloren werden.Der gesamte Risiko-Kapitalbedarf ist somit:
bis zur 3-2-Grenze:12Einsätze je3Chips gleich36Chips, gesamt36
bis zur 2-1-Grenze:6 2 12 48
danach maximal:100 1 100Chips, gesamt148
3-2-Grenze:etwa36 Chips,  
2-1-Grenze:etwa12 Chips,zusammen ca. 48= Tischkapital,
danach:etwa100 Chips, = zweifache Reserve.
So ergibt sich die von vielen Systemspielen genannte zweifache Reserve, die mer zum eigentlichen Tischkapital braucht.Wir schaffen also mit etwa 50 Chips Tischkapital und brauchen insgesamt 'n Risiko-Kapital von 150 Chips.So viel ist unbedingt erforderlich. And'rerseits scheint's ausreichend zu sein, um die schlimmst denkbaren Verlustphasen zu übersteh'n.Die 3-2-Grenze wie auch die 2-1-Grenze ist nicht mathematisch zu fixieren, s'e stellen lediglich zweckmäßige Grenzwerte dar.Wichtig ist jedoch, dass unterhalb dieser Grenzen so lang' ausschliesslich mit der entsprechend reduzierten Einsatzhöhe gespielt wird, bis diese Grenze wieder deutlich überschritten ist.Sonst wären alle obigen Überlegungen Makulatur.Oberstes Ziel ist, niemals dieses Risiko-Kapital komplett zu verlieren. Dieses wird erreicht, wenn wir unterhalb dieser uns selbst gesetzten Grenzen nur den jeweiligen Einsatz so lang' spielen, bis die jeweilige Grenze wieder deutlich überschritten ist.Mit dieser strikten Beschränkung entgeht uns öfter mal 'n normaler Gewinn. Aber 's wird damit vermieden, dass auch nur 'n einziges Mal 's Spielkapital komplett verloren geht.Nicht realisierte Gewinne spielen überhaupt keine Rolle. Gewinn-Chancen ergeben sich ständig von neuem.Die einmalig hohen Verlust-Chancen muss mer jedoch im Ansatz auffangen, anstatt wie viele Spieler/innen mit großer Hektik jede gebotene Verlustmöglichkeit voll oder gar mit Progressionen auszuspielen.Diese Grenze zur Reduzierung des Einsatzes ist keine mathematisch fixierbare. Je nach Risiko-Bereitschaft muss mer seine Grenze selbst fixieren. Zu Beginn sollten diese Reduzierungsgrenzen niedrig fixiert werden. Wenn mer genügend Kapital angesammelt hat, kann mer s'e höher setzen, mer kann 'n entsprechend höheres Risiko leichter tragen.Wir sind also frei, diese Grenzen zu fixieren. Allerdings sollt' der Maximalwert von 18 Nieten immer eingehalten werden. 's ist einfach unsinnig, mehr als erforderlich verlieren zu wollen.Wir sind frei in der Entscheidung - aber absolutes Gesetz muss sein:während 'ner Partie immer nur in Richtung mit größerer Vorsicht.Mer muss z. B. keinesfalls brav und tapfer abwarten, bis die -36 erreicht sind. 's Spiel läuft dann nicht, merkt jede/r, und das schon vorher. Also reduziert mer den Einsatz freiwillig früher, sobald 's Gefühl da ist, dass an dem Tag nix mehr läuft.'s ist unsinnig, sich nach 'nem 'verkorksten' Spiel der Hoffnung hinzugeben, dasses jetzt gewaltig besser wird. Nicht hoffen. Sondern reagieren. In dieser Situation nur in Richtung Sicherheit und Vorsicht.'s gibt einfach Spiele, die laufen nicht. Weiß mer. Hat mer zu akzeptieren. Nur, 's steht nirgends, dass mer deswegen auch viel verlieren muss.

#42 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 05 April 2008 - 15:43

Damit haben wir die Limits abgesteckt. Aus der Statistik wird mer später präzise ersehen können, welches Kapital mer wirklich braucht (bei 'feiger' Spielweise wie in den Beispielen sehr viel weniger).

's Thema Limit ist damit allerdings für uns keinesfalls zu Ende:
wir setzen uns ständig neue Limits.

Zu Spielbeginn müssen wir natürlich bereit sein, 's Tischkapital zu riskieren, normalerweise über den normalen Einsatz spielend.

Je nach Spielverlauf setzen wir uns allerdings von Fall zu Fall neue Limits, neue Untergrenzen für den heut' maximal hinzunehmenden Verlust.

Wenn 's Spiel z. B. unerfreulich mit Salden zwischen 0 und -30 verläuft, aktuell 'n Saldo von -10 steht, dann ist angemessen zu beschliessen, dass an dem Tag nicht mehr als -20 hingenommen wird.

Wenn sich in 'nem zähen Spiel der Saldo zwischen +10 und -20 bewegt und augenblicklich der Saldo bei 0 steht, ist's doch höchst sinnvoll zu fixieren, dass dieses Spiel bei -12 beendet wird.

Noch wichtiger sind solche Entscheidungen bei positivem Saldostand:
wenn sich 's Spiel zwischen -10 und +20 bewegte und wir +15 haben, muss doch beschlossen werden, an diesem Tag keinerlei Verlust mehr hinzunehmen, als Limit also 0 zu setzen ist.

Wenn bei 'nem positiven Spielverlauf sich der Saldo nach oben schraubt, ist's unabdingbar, dass mer 's Limit mit nach oben zieht, und nach weit'ren Treffern 's nunmehr verbindliche Limit anhebt.

Wir dürfen ganz unten nicht mehr Verlust jeder Höhe hinnehmen, wurd' schon gesagt. Genauso wichtig ist's aber bei positivem Saldo, den nunmehr maximal noch hinzunehmenden Verlust zu fixieren.

D. h., wir heben im Verlauf des Spiels 's Limit immer wieder an. Nur die Differenz zwischen aktuellem Saldo und aktuellem Limit ist uns're Dispositionsmasse, frei-verfügbare-Chips.

Wir schaffen also keinesfalls mit 'nem fixen Limit, sondern passen 's jeweils geltende Limit 'm Verlauf des Spiels an, allerdings immer nur in eine Richtung -> nach oben.

Für die Höhe der jeweiligen Anhebung des Limit gibt's kein fixen Wert. 's spielt keine große Rolle, wie 's jeweilige Limit gesetzt wird.

Wird viel angehoben:
  • 's könnten eventuell nachfolgende Treffer nicht mehr realisiert werden
  • 's wird tatsächlich nur noch wenig verloren
Wird nur wenig angehoben:
  • 's bleibt genügend Spielraum, um noch gute Gewinne zu realisieren.
  • 's wird tatsächlich bis zum verbindlichen Limit 's verbleibende Kapital verloren.
Das wird sich die Waage halten. Wichtig ist allein 's Prinzip:
's Limit darf immer nur nach oben angehoben werden. Ist dieses neugesetzte Limit verbraucht, ist auch unabdingbar 's Ende des Spiels angesagt.

#43 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 10 April 2008 - 20:06

Allerdings ist 'ne Regelmäßigkeit doch zweckmäßig:
anfangs wenig, später mehr anzuheben, also den Dispositionsspielraum im Lauf' des Spiels einzuengen. Aus folgendem Grund:

's Spiel schwankt und 'nen bestimmten Saldostand, 's ist 'ne gewisse Schwankungsbreite erforderlich.

Mer darf z. B. niemals alles 'auf eine Karte setzen', d. h. mit 'm nächsten Coup alles gewinnen zu wollen, sondern immer mit der Bank spielen, sonst geht letztendlich doch alles an die Bank.

Wenn aber 's Spiel nicht läuft, aber genauso wenn's gut läuft, dann sollt' diese Schwankungsbreite nach unten stärker begrenzt werden, um nur noch die Ausschläge nach oben zuzulassen, nicht mehr aber nach unten.

Wenn besonders viel gewonnen wurd', sollt' dieser hohe Tagesgewinn auch mitgenommen werden, 's Limit also stark angehoben werden, d. h. nur noch mit 'ner geringen Dispositionsmasse 'n 'Nachschlag' gespielt werden.

Oder wenn z. B. drei Treffer mit hohem Gewinn in Folge erzielt wurden, oder z. B. aus 'nem zähen Spielverlauf 's erste Mal Plus erreicht wurd', kann unvermittelt beschlossen werden, dass aktueller Saldostand = Limit ist, also 's Spiel beendet wird.

Als Regel kann also gelten, dass die Einengung im Lauf' des Spiels immer stärker wird, immer weniger restlich verfügbare Chips zur Disposition steh'n.

Nur 's Prinzip muss eingehalten werden. 's wann und wieviel ist Sache reiner Intuition - wissensbasierter Intuition, also Gefühlssache.

Mer kann verstandesmäßig abwägen, ganz klar, ist ok. Mer sollt' aber seinen Willen aus 'm Spiel lassen. Der Wille will immer nur gewinnen.

's beste Organ für solche Entscheidungen ist 's Gefühl. Denn nur dieses ist in der Lage, sofern entsprechend trainiert, alle Komponenten des gesamten Spielverlaufs zu beachten.

Dazu gehört nicht nur der aktuelle Saldo, wie oft getroffen oder nicht getroffen wird', in welchen Abständen und wie hoch und auf welche TVS zu setzen ist usw., sondern genauso die Dauer des Spiels, die Stimmung am Tisch, die Konzentrationsfähigkeit und die Angst vor weit'ren Verlusten oder die Sicherheit nun zu treffen und und und - und all das summiert 's Gefühl zu 'ner meist verlässlichen Entscheidung.

Wie gesagt, 's spielt fast keine Rolle, wann wie hoch die Limits angehoben werden, mathematisch ist's nicht zu fixieren. Nur 's Prinzip des Anhebens ist wichtig.

Im Rahmen dieser nur prinzipell, jedoch streng fixierten Vorgehensweise werden die einzelnen Entscheidungen tatsächlich am besten und ausschließlich per Intuition, rein vom Gefühl her getroffen.

Alle Menschen treffen letztendlich alle Entscheidungen, seien s'e noch so - anscheinend - rational begründet, ausschließlich nach 'm Gefühl. Nur die wenigsten Leut' können sich das in ihrer über-rationalisierten Weltsicht zugestehen.

Dabei ist viel wichtiger, diesem Gefühl voll zu vertrauen. 's Gefühl darf nicht verunsichert werden (durch uns'ren Verstand), wenn 's sich mal verschätzt hat, z. B. genau 'nen Coup zu wenig wagte.

Das spielt keine Rolle. Denn der Verstand irrt sich sehr viel häufiger. Was hätt' sein können, spielt überhaupt keine Rolle, ist völlig unint'ressant. 's zählt nur, was tatsächlich gespielt wurd', sonst absolut gar nix. Mentale Selbsbeherrschung und -disziplin ist hier gefragt.

Die Beispiele später werden aufzeigen, wie zu spielen sein wird. Und anhand der Beispiele kann jede/r selbst diese Spielweise üben, einige Landcasinos liefern auf ihren Webseiten die Permanenzen der aktuell gespielten Tische.

Damit haben wir geklärt, welches Kapital warum gebraucht wird und wie mer über dieses im Rahmen der Reduzierungs-Grenzen verfügen kann.

's Thema über 's Limit ist damit abgeschlossen, indem wir uns anstelle nur 'nes fest vorgegebenen Wertes uns ständig neue Limits setzen, angepasst an den aktuellen Spielverlauf.

Nächstes Thema: welches Tagesziel setzen wir uns?

#44 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 11 April 2008 - 21:32

Aus alter Roulette-Regel ergibt sich 25 bis 30 % des Kapitals. Wenn wir vom Tischkapital mit 50 Chips bzw. 'm eigentlichen Arbeitskapital von etwa 35 Chips Chips ausgeh'n, ergibt dies +8 bis +15 Chips Tagesgewinn.

Diese Größenordnung werden wir auch häufig erreichen, öfters wird es weniger sein, selten aber sehr viel mehr.

Denn wir haben kein einziges Tagesziel, welches unbedingt erreicht werden soll, sondern wir leiten dieses auch wieder von aktuellen Verlauf jedes einzelnen Spiels ab.

Einen Wert haben wir ja schon: Ziel ist dann zugleich Limit, wenn beschlossen wurd', 's Spiel zu beenden.

's gibt 'n Tagesziel, für alle Tage gültig:
die gebotenen Möglichkeiten so gut als möglich zu nutzen.

D'rüber hinaus ist's unsinnig, in's Casino zu gehen und sich vornehmen, heut' gewinn' ich viele Chips.

Wenn dann 's Spiel absolut nicht läuft, ist sowas nicht machbar. Wenn z. B. sich 's Spiel 'ne Stund' mit Salden von -10 bis -20, und wenn wir akzeptieren, dass +8 bis +15 's Machbare sind, dann kann in dieser Situation nur noch Ziel sein, aus -20 'n -12, bestenfalls 'n -5 zu machen.

Und wenn wir z. B. in diesem Spiel 'n -5 erreichen wollten, aber nach -10 wieder auf -16 abgefallen sind, dann ist's ausreichend, wieder -10 zu erzielen.

Mer sollt' sich kein Tagesziel vornehmen, sondern 'n akzeptables Ziel. Und akzeptabel ist bei höchst unterschiedlichen Spielverläufen nun mal 'n höchst unterschiedlicher Wert.

Kein (scheinbar) mathematisch fixierter Wert des Tagesziels, sondern selbst definierte Werte sind uns're Ziele, je nach Situation.

Natürlich ist 'n positiver Tagesendsaldo 's normale Ziel. Wenn wir aber mehr als 'ne Stund' nur im Minus waren, dann ist 'n erster Treffer, der uns in's Plus bringt, dann sind nur wenige Plus-Chips 'n voll akzeptables Tagesergebnis.

'Vertretbarer' oder 'ausreichender' Saldostand sind natürlich Wischi-Waschi-Begriffe, die möglicherweise Ärger hervorrufen.

Aber 's ist doch ausreichend,
  • wenn nach Tiefstand von -45 und nach zwei mühsamen Stunden -30 steh'n,
  • wenn nach langweiligen Stunden mit nur geringen Gewinnen/Verlusten und Salden zwischen -10 und +10 durch kurze Doppeltreffer +6 erreicht sind,
  • wenn wir nach +8 auf -16 abgefallen sind und nun +2 haben.
'n ausreichender Saldo ist also keine absolute Größe, sondern hängt ab vom Tiefstand, von der aufgewendeten Zeit und von Spielverlauf insgesamt.

's gibt hier keine fixen Werte zu nennen. Wenn mer den Begriff des 'ausreichenden' oder des 'akzeptablen' Gewinns als adäquate Aussagen hinnimmt - mer weiß in jeder Situation genau, welcher Wert das ist.

Wichtig ist nur dieses: in 'ner labilen Situation mit 'ner positiv abgeschlossenen Aktion freiwillig zu beenden und nicht nochmal 'n Umkippen in's Negative hinnehmen zu wollen.

Der Zufall gibt verlässliche Zeichen für 'n eventuelles Kippen:
mer kämpft um 's Erreichen 'ner bestimmten Marke, egal ob dies 'n Stand von -40, -12, +-0, +6 oder +36 ist. Dieser Saldostand war schon zwei mal erreicht, konnt' aber nicht überschritten werden.

Wenn nun diese Marke (nach langwierigem Spiel über mehrere Aktionen) zum dritten mal steht, dann sollt' mer unbedingt beenden.

Auch diese Marke ist nicht präzise. Wenn +-0 's angestrebte Ziel war, und 's nur schwer wieder erreichbar ist, sind z. B. auch -2 schon ausreichend, mer darf dann nicht unbedingt nun auch noch 's +-0 erreichen wollen.

Mer darf nach Verlusten nie auf Ausgleich spielen, also in Erwartung von nun folgenden Treffern (gerechterweise).

Zufall kennt keine Gerechtigkeit, zumindest nicht in der von uns gewünschten Spiellänge. (ungerechterweise) schenkt er uns auch viele Trefferfolgen unbestimmt lang'.

In diesen positiven Phasen muss mer aber durchaus 'auf Ausgleich' spielen, indem mer die Signale für dieses mögliche Kippen erkennt und d'rauf rechtzeitig und freiwillig reagiert.

And'rerseits müssen wir in positiven Phasen zunächst die Grenzen nach oben offen halten, um 's Gewinn-Potential auch wahrnehmen zu können. Dies gilt z. B. besonders an den wunderbaren Tagen mit 'nem guten Start.

Als guter Start gilt der sofortige Treffer auf der ersten Gesetzten TVS. Oder wenn früh gewonnen wird und/oder sich in kurzer Folge weit're Treffer ergeben, dann kann auch mehr riskiert werden, ist mehr drin.

In diesen Fällen können wir auch mit Gewinn-Progression spielen. Zuvor ist jedoch in den nächsten Beiträgen der schon öfter benutzte Begriff 'Aktion' zu präzisieren.

#45 D a n n y

    Analytiker

  • User
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 5266 Beiträge

Geschrieben 14 April 2008 - 16:07

Wir spielen oft nach Gefühl. Dabei gehen wir jedoch nicht planlos vor, ganz im Gegenteil: wir planen jede einzelne Aktion.Wir führen Permanenz-Aufzeichnungen und Diagramme, versteh'n s'e zu lesen, erkennen da d'raus Satzmöglichkeiten.In der Regel setzen wir dann eine bis drei TVS, zwei bis fünf Coups lang. Jede solche Entscheidung, um mit dem Setzen zu beginnen, startet eine Aktion.Wir dürfen nicht alles auf eine Karte setzen. Weil nicht jede gestartete Aktion erfolgreich sein wird, müssen wir mehrere Aktionen spielen können. Wir müssen also unser verfügbares Kapital so einteilen, dasses für mehrere Aktionen reicht.Bei Spielbeginn müssen wir mit mindestens drei Aktionen kalkulieren. Mit fortschreitendem Spiel, im Normalfall ab Coup 20 bis 30, reichen nurmehr zwei Aktionen aus. Gegen Ende des Spiels spielen wir oftmals nur noch 'n 'Nachschlag', d. h. nur noch eine einzige Aktion, am Ende des Spiels keine mehr.Diese Reduzierung der Anzahl an Aktionen wird der Normalfall sein.Wir müssen dem Spiel am Anfang 'n größeren Spielraum geben, z. B. indem wir bereit sind, 's gesamte Tischkapital zu riskieren.Aber genauso wie wir während des Spiels mehrmals 's Limit anheben und/oder auch 's Tagesziel den Gegebenheiten anpassen werden, so werden wir in aller Regel auch die Anzahl potentieller Aktionen einschränken.Dies bedeutet, dass wir anfangs unser Limit so disponieren, dasses für drei Aktionen reicht. Reicht's auch (knapp):
Anzahl gesetzter TVS123(4 + 5 sind zu Beginn nicht spielbar)
Coups lang532 
je 3 Chips erfordern151818 zusammen 51 Chips.
Wenn 's Limit angehoben wird, disponieren wir 's restlich verfügbare Kapital nur noch für zwei Aktionen und/oder setzen nurmehr weniger Chips.Zum Ende wird 's freie Kapital nur noch für eine Aktion verplant.Wir planen also ganz konkret, wieviele Aktionen noch gestartet werden sollen. Zu Beginn sind das automatisch drei Aktionen, dann beschliessen wir, dass nur noch zwei Aktionen geplant werden, zum Schluss nur noch eine.Restlich verfügbares Kapital aufgeteilt in Anzahl Aktionen ergibt 's Aktions-Limit.Diese Aufteilung muss nicht zu gleichen Teilen sein. Denn nicht jede Aktion spielen voll zu Ende. Entweder wir haben 'n Treffer oder jede Aktion kann auch jederzeit abgebrochen werden.Nach jedem Treffer oder nach jeder Anhebung des Limits besteht die Notwendigkeit, 's Aktionslimit neu zu bestimmen.Dabei kann 's restlich verfügbare Kapital (in den Kommentaren der Beispiele später freie Chips genannt) durchaus wieder größer werden, wenn z. B. nach Treffer 's Limit nicht angehoben wird.Diese Regelung liest sich nun plötzlich wie der Regelwirrwarr üblicher Systemspiele. Wir werden dies alles oft aus 'm Gefühl 'raus umsetzen.Denn auch hier bringen feste Werte und Regeln rein gar nix. Wichtig ist allein 's Prinzip:
  • Anfangs muss so disponiert werden, dass mehrere Aktionen spielbar sind.
  • Danach wird der Umfang kalkulierter Aktionen eingeschränkt und nicht mehr ausgeweitet.
  • Neben der Frage zu setzender TVS und damit prinzipiell zu setzender Coups muss zugleich mit der Planung jeder Aktion strikt geregelt sein, welchen maximalen Verlust diese aktuelle Aktion bringen darf - in Chips.
  • 's Aktions-Limit umfasst 1 bis maximal 18 Chips.
Das ist alles, was entscheidend ist. Wie dann dieses Aktionslimit im Rahmen dieser Aktion investiert wird, kann wiederum völlig flexibel gehandhabt werden.Dieses Planungsprinzip ist sinnvoll und wichtig, weil damit 's gesamte Tischkapital nicht 'ne indifferente Masse ist, sondern wir zwingen uns, mit den Teil-Einheiten 's jeweils Bestmögliche zu erreichen.





Besucher die dieses Thema lesen: 1

Mitglieder: 0, Gäste: 1, unsichtbare Mitglieder: 0