Wie ich als Antwort auf
Altersvorsorges Frage schon bemerkte, ist
die Vorbedingung, sich zugunsten Betroffener einzusetzen,
dass man die Materie aus allen Perspektiven kennt; es ist allein eine Frage der Akzeptanz seitens der Betroffenen, die in der Beratung ihrer Probleme nicht gewillt sind, offen zu sprechen, wenn sie keinen Gesprächspartner haben, der ihnen kompetent erscheint.
Sich unter verschiedenen Umständen
» Leben zwischen Freiheit und Spielsucht in den unterschiedlichen Schichten bewegt zu haben, zieht nach sich, dass man im Lauf der Zeit in einem extrem höheren Maß mit der Materie Roulette verbunden ist, als ein „normaler“ Spieler. Und dies ist zumindest förderlich für die Akzeptanz.
Man kann
mich in jedem Fall als einen
Extremspieler bezeichnen.
Einige von euch, die mich näher kennen gelernt haben, werden das bestätigen, dass meine Verbundenheit zu Roulette eine derart große Nähe darstellt, dass das Bemühen um die Erlangung von Kenntnissen, die Anwendung derselben und das Kontaktieren in der Szene nach dreißig Jahren absolut in den Vordergrund traten. Diesen Schritt kann man nicht als gewöhnlich bezeichnen. Ich begann meine Beobachtungen in Spielbanken und die ständige Präsenz von Schicksalen um mich herum zu skizzieren, deren „Karrierestationen“ -soweit ich sie mitbekam- zu sammeln und fast automatisch begann eine
Schablonisierung; es ist in etwa so, wie der Katalog
Ulrichs, aus dem er seine nach ihm benannte Strategievariante ableitete, dementsprechend aus dem Kessellauf, auf den Mitspieler extrem reagieren und tendenziell gewinnen oder verlieren,
Ullrich auf seine eigenen Einsätze Rückschlüsse zog.
Bei mir war das anders.
Sinnübertragen zog ich die
Rückschlüsse aus den Schicksalen anderer
auf mein Leben.
Meine „Signale“ dienten sozusagen nicht den Einsätzen in meiner Spielstrategie, sondern sie waren Bestandteil eines
Puzzles, dessen einzelne Stücke
Symptome aufzeigten, aus deren Konstellation zueinander, der
Rückschluss auf den Spielertypus gezogen werden konnte.
Ich zog die mir zur Verfügung stehenden Signale für meinen „Lebenseinsatz“ aus dem Auf- und Ab des Lebens meiner „Mitspieler“ und so verfügte ich bald über ein ganzes
Register von Spielertypen, deren Verhalten an den Spieltischen sehr viel über deren Erfolge oder über deren Misserfolge aussagte... ...allerdings weniger bezogen auf die
Tische, an denen sie spielten, und auf die
Ergebnisse ihres Spiels, als auf die
Positionierung in ihrem Leben.
Ich muss allerdings eingestehen, dass ich dies Anfang der 80iger-Jahre nicht begann, weil ich sozial veranlagt war, sondern weil ich anhand der mir bekannten Strategien, aus dem Verlauf des Spiels anderer Spieler einen Nutzen zu ziehen, ableitete, die einfachere Methode sei die der charakterlichen Schwächen dieser Spieler; man brauche in diesen Spielabschnitten lediglich gegen deren Einsätze zu spielen - nicht weil diese Spieler eine gute oder schlechte Phase ihres Spiels hatten, sondern weil ich den Schwachpunkt festhalten wollte, innerhalb dessen sie allein von ihrem Verhalten her nicht mehr in der Lage waren, zu gewinnen.
NACHTFALKEüberBERLIN
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