dikn sagte am 03 March 2011 - 12:07:
Hallo JBW,
ich halte Deinen Beitrag für bemerkenswert konstruktiv, unter dem,
was man sonst hier teilweise zum Lesen zugemutet bekommt.
Dass jetzt noch ein Aber folgt, ahnst Du natürlich sicher schon.
Du sagst, "die zu erwartenden Spielphasen kann man berechnen."
Junge, Junge, das wäre fast zu schön um wahr zu sein. Wenigstens
lässt Du Deine doch recht kühne Behauptung nicht im Regen stehen:
Deinen Ansatz mit dem Plus/Minus-Diagramm finde ich enorm gut.
Nur, ich meine, Du beraubst Dich eventuell eines zusätzlichen Aspektes,
den @Paroli gemeint haben könnte. Den der persönlichen Permanenz.
Ich glaube das es zwei Diagramme sind, die hier im Moment drohen,
in einem Diagramm "zu verschwinden". Das eine Diagramm ergibt
sich, wie ich meine, aus dem was am Tisch läuft. Das andere entsteht,
was ich als Permanenz erfasse, sobald mein Geld auf dem Tisch liegt.
Was denkst Du?
dikn
Hallo dikn,
das ist absolut Richtig. Du musst Dich natürlich an eine Permanez (innerhalb eines Systems) halten. Soll heissen, wenn Du Dein ganzes Leben lang eine einzige Strategie spielst (im Gleichsatz, wohlgemerkt), ist perönliche Permanenz = Ecart Permanenz.
Letzendlich sind persönliche Permanenzen (Satzpermanenz) nichts weiter als hintereinander gespielte Tischpermanenzen(Spielpermanenz) oder kurz gesagt:
alle Spielpermanenzen sind die persönliche Permanenz.
Vielleicht könnte man durch zwei unabhänge Permanenzen noch genauer die Plus- und Minusphasen erkennen.
Eine Permanenz, welche man nicht spielt, macht m.E. keinen Sinn, denn was soll die Erkenntnis daraus sein. Hier gibt es nur die zwei Möglichkeiten:
1. Hätte ich bloß gespielt, dann hätte ich gewonnen, bzw
2. Ein Glück habe ich nicht gespielt, sonst hätte ich verloren.
Hier ziehen labile Spieler eventuell Rückschlüsse, welche fatal sein könnten.
Im übrigen erkenne ich in einem Diagramm immer 2 Diagramme:
Wir starten bei 0 und schaffen es durch setzten von einem Stück auf 100 Stücke ins Plus.
Diesen Berg "hochgrabbelen" ereichen wir
immer durch bilden kleiner W´s.
Jetzt gehts wieder runter durch bilden von "M´s"
Wieder ein Stückchen hoch und danach unter dem Nullpunkt.
Wenn wir jetzt das Diagramm als Ganzes betrachten, hat sich ein "M" gebildet.
Unsere Aufgabe muss es also sein, die kleinen "M´s" im Auge zu behalten und ggf. sein Spiel anzupassen.
Merke: Wir wollen keine "M´s", wir wollen, dass unsere Linie stetig nach oben geht.
Unsere Aufgabe muss es auch sein, die kleinen "W´s" im Auge zu behalten und nach Möglichkeit voll auszuschöpfen.
Gruß
JBW
Bearbeitet von John Boy Walton, 03 March 2011 - 15:47.