[quote name='Wenke' post='169988' date='8 Jun 2008, 10:56 ']Hallo local,
Im mathematischen Sinn hoffentlich nicht, oder verwendest du für die "Berechnungen"
andere Formeln, als die der Wahrscheinlichkeitstheorie?
So wie ich deine Arbeiten kenne, machst du das nicht.
Über die Bedeutung, ob es eine "Unendliche Permanenz" für einen Spieler überhaupt gibt, darüber kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein.[/quote]
Es ging mir hier um den Begriff "Unendliche Permanenz".
Entweder man akzeptiert, daß man im Spiel an einer unbekannten Stelle dieser Perm eintritt und ist sich dadurch der Folgen bewußt oder man verneint die Existenz.
Die Berechnungen sind natürlich dieselben (aus mathematischer Sicht).
[quote name='Wenke' post='169988' date='8 Jun 2008, 10:56 ']Die "Erfindung", schon das Suchen nach einen System, ist ein Anrennen gegen die Wahrscheinlichkeitstheorie.
All die vielen kleinen und großen Beulen zeigen, diese Theorie ist ein mächtiger Gegner, mit der man sich besser nicht anlegt.
Weils aber nur eine Theorie ist, ist es auch "zulässig", ständig alle Bestandteile, mit dem Ziel eine "Lücke" zufinden, auf den Prüfstand zu legen.
Genau genommen, hat ein Systemerfinder auch Nichts mit der Wahrscheinlichkeitstheorie zu tun.
Diese Theorie ist schließlich nur die "reine Lehre", die mit der Wirklichkeit "nichts" zu tun hat.[/quote]
Nein. Betrachtet man die Wahrscheinlichkeitstheorie als Beweis dafür, daß sich immer ein beständiges Muster bildet, allerdings nach unterschiedlichen Betrachtungspunkten und Betrachtungslängen, kann man mit der Theorie arbeiten. Man muss nicht zwangsläufig die Theorie als Gegner/Feind betrachten, eher als etwas "ERWARTBARES".
[quote name='Wenke' post='169988' date='8 Jun 2008, 10:56 ']Systemerfinder haben es mit der Statistik, mit Stichproben zu tun.
Die wirkliche Grundgesamtheit, alle Coups eines Tisches, sind bis zum "wirklich letzten Coup" unbekannt.
Wir versuchen über Stichproben, die Eigenschaften einer Grundgesamtheit festzustellen.
Mit Stichproben, kann nur mit einer Sicherheit, die immer kleiner als 100 % ist - sein muss - , geschlossen werden.[/quote]
Das reicht im allgemeinen, wenn die Sicherheit höher ist, als die Erscheinungwahrscheinlichkeit (Erwartungswahrscheinlichkeit) ist diese Sicherheit, periodisch konstant, kann mit dieser eine erhöhte Eintrittswahrscheinlichkeit prognostiziert werden.
[quote name='Wenke' post='169988' date='8 Jun 2008, 10:56 ']Ich les mal wieder in einem meiner Statistikbüchern:
Es geht um Stichproben
[indent]Zitat
Die expliziten Parameter einer Stichprobenverteilung lassen sich numerisch nur angeben, wenn man weiß, wie groß gewisse Parameter der Grundgesamtheit sind ...
da haben wir den Salat! 
[/quote]
Das verstehe ich anders, als ich annehme, daß Du es verstehst. Nehme ich die Standardverteilung als Grundparameter, habe ich das Problem gelöst.
[quote name='Wenke' post='169988' date='8 Jun 2008, 10:56 ']µ und δ
die Parmeter der Grundgesamtheit, aus der die Stichprobe gezogen wird, müssen bekannt sein, wenn man überhaupt Wahrscheinlichkeiten ... berechnen will.
Kennt man diese Parameter der Grundgesamtheit, so kennt man die Grundgesamtheit selbst - dann ist das ziehen von Stichproben überflüssig.
Zitat Ende[/indent]
Auch nach unseren/ den Berechnungen wissen wir über die Grundgesamtheit nichts [sicher].
Wir können nur gewisse Wahrscheinlichkeiten für die Richtigkeit unserer Ergebnisse angeben,[/quote]
Hier widerspreche ich: Weiß ich, daß nach 37 Coups 13 Restanten verbleiben und ich in der Stichprobe bei Coup 37 bin, kann ich feststellen, wie groß die Abweichung ist. Zudem weiß ich, daß wenn ich den Stichprobenzeitraum flexibel gestalte, daß sich diese Abweichung relativieren muss und zwar auf die zulässige Abweichungsgröße.
[quote name='Wenke' post='169988' date='8 Jun 2008, 10:56 ']Um unsere Systeme zu prüfen verwenden wir Auswertungen über 100 000 te oder Milionen von Coups.
Nur ist das die richtige Methode?[/quote]
Uneingeschränkt: JA
[quote name='Wenke' post='169988' date='8 Jun 2008, 10:56 ']Es wird dabei meist nicht bedacht, das die riesige Prüfstrecke nicht mehr das wirkliche Spiel abbildet.
Damit wurde genaugenommen eine "falsche" Stichprobe gezogen.
Sehen lässt sich das, am großen Gleichmacher:
Wenn du genügend Coups überprüfst ist das Ergebnis -1,35 bzw. -2,7 % vom Umsatz.[/quote]
Die Länge der Stichprobe ist dann genau richtig gewählt, wenn sich diese Parameter erfüllen!
[quote name='Wenke' post='169988' date='8 Jun 2008, 10:56 ']Mit zu langen Prüfstrecken verliert man die Möglichkeit, überhaupt noch etwas zu erkennen.
Also sollten die Prüfstrecken an das wirkliche Spiel - das, was wir spielen wollen - anpassen.[/quote]
es gibt keine zu lange Prüfstrecke.
Und: Das Spiel sollte sich an die unbestimmte Länge der Prüfstrecke anpassen. Die Umkehrung zu verlangen ist irreal.
[quote name='Wenke' post='169988' date='8 Jun 2008, 10:56 ']Will ein Spieler täglich 5 Angriffe fahren, dann sollte das irgendwie im anschließenden "Massentest" verankert sein.[/quote]
Lass mich dieses Vorgehen mal so vergleichen: ich nehme mir vor, täglich an 5 Ampeln ohne anzuhalten durchzufahren!
Das gelingt nur, wenn ich weiss, daß auf der Strecke eine "Grüne Welle" eingerichtet ist und ich mich an die Geschwindigkeitsregelung halte!
[quote name='Wenke' post='169988' date='8 Jun 2008, 10:56 ']Mit der Annahme: "Alles ist keine unendliche Perm", suche ich nur Wege, die Systeme mit anderen Methoden zu prüfen.
Sicher es ist "hoch wahrscheinlich" das ein anderer Prüfplan, keine anderen Ergebnisse bringt.
Nur dann "weiß" ich das - bis jetzt ist es nur eine Vermutung.[/quote]
Dann sollte man mal in Betracht ziehen, daß die Annahme evtl. verkehrt ist und mit der Gegenannahme überprüfen.
Dann wird die Vermutung zur Erkenntnis.
gruss
local
Bearbeitet von local, 08 June 2008 - 18:14.