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Pot Odds vs Pot Equity


25 Antworten in diesem Thema

#16 albert m.

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Geschrieben 22 August 2006 - 11:13

Zitat

Nunja, so richtig hat mich wohl keiner verstanden, mir ging es nur um die Diskrepanz zwischen den PotOdds und der im Buch beschriebenen Methode mittels PotEquity

anscheinend habe ich wirklich nicht verstanden, was du meinst.
aber gerade in SSH ist doch der unterschied beschrieben, pot odds: call oder fold
und pot equity zusätzlich: call oder raise, denn damit kannst du ermitteln, wieviel
du am pot partizipierst!

Allerdings ist mir an dem Video was aufgefallen:

Zitat

Der Mann sacht, dass man, wenn man den Flop gesehen hat, die Outs * 4 rechnet (also die Wahrscheinlichkeit, dass das Blatt auf dem River gewinnt) und das dann mit den PotOdds vergleicht, um zu entscheiden ob er callt.

Das wundert mich etwas, da ich bisher dachte, dass man am Flop um einen Call zu rechtfertigen nur die Odds, die man für die nächsten Karte (nicht alle beiden Karten) hat berechnet. Man schaut, ob es sich lohnt die nächste Karte mit den PotOdds X zu kaufen.
Liege ich da falsch?

wieso macht er doch!
die werte ändern sich doch immer am turn, egal ob du jetzt per odds oder
wahrscheinlichkeit deine berechnungen anstellst, in beiden fällen musst du
doch neue berechnungen anstellen, wenn du nicht getroffen hast? :bigsmile:

Bearbeitet von albert m., 22 August 2006 - 11:14.


#17 omasmoney

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Geschrieben 22 August 2006 - 11:43

albert m. sagte am 22 Aug 2006, 13:13:

Zitat

Nunja, so richtig hat mich wohl keiner verstanden, mir ging es nur um die Diskrepanz zwischen den PotOdds und der im Buch beschriebenen Methode mittels PotEquity

anscheinend habe ich wirklich nicht verstanden, was du meinst.
aber gerade in SSH ist doch der unterschied beschrieben, pot odds: call oder fold
und pot equity zusätzlich: call oder raise, denn damit kannst du ermitteln, wieviel
du am pot partizipierst!
Du hast schon recht, er macht den Unterschied deutlich und erklärt, dass man durch pot odds call/fold und durch pot equity call/raise entscheidungen treffen kann.
Allerdings steht in einem kleinen Abschnitt eben auch obiges Zitat(S. 36 1.), von wegen folden, wenn man mehr investieren muss, als man an pot equity besitzt. Aber den Abschnitt kann ich ja ignorieren :)

albert m. sagte am 22 Aug 2006, 13:13:

Allerdings ist mir an dem Video was aufgefallen:

Zitat

Der Mann sacht, dass man, wenn man den Flop gesehen hat, die Outs * 4 rechnet (also die Wahrscheinlichkeit, dass das Blatt auf dem River gewinnt) und das dann mit den PotOdds vergleicht, um zu entscheiden ob er callt.

Das wundert mich etwas, da ich bisher dachte, dass man am Flop um einen Call zu rechtfertigen nur die Odds, die man für die nächsten Karte (nicht alle beiden Karten) hat berechnet. Man schaut, ob es sich lohnt die nächste Karte mit den PotOdds X zu kaufen.
Liege ich da falsch?

wieso macht er doch!
die werte ändern sich doch immer am turn, egal ob du jetzt per odds oder
wahrscheinlichkeit deine berechnungen anstellst, in beiden fällen musst du
doch neue berechnungen anstellen, wenn du nicht getroffen hast? :bigsmile:

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2 verschiedene Denkweisen:

1. "Der Mann rechnet": 5 Outs, auf dem Flop, also "Rule of 4" => 20 % chance of winning by the river. d.h. er bezieht die Chance, dass er auf dem River gewinnt mit in die Rechnung ein, die er macht um nur die eine (Turn-)Karte zu sehen. Er rechnet am Turn natürlich nochmal neu, aber das juckt ja bei der Flop-Entscheidung nicht

2. Ich würde rechnen: 5 Outs auf dem Flop => 10 % Chance, dass die Hand mit der nächsten Karte die Beste wird. Ich rechne also nur aus, wieviel ich direkt für die nächste Karte zahlen darf.

Jetz bin ich etwas :), weil mir beide Denkweisen logisch erscheinen...Sorry, falls ich jetz nur zu blöd bin :wink:

#18 Schpacko

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Geschrieben 22 August 2006 - 12:53

albert m. sagte am 22 Aug 2006, 11:23:

Schpacko sagte am 22 Aug 2006, 10:34:

albert m. sagte am 22 Aug 2006, 09:59:

...aber um dich zu beruhigen...

Uff, da fällt mir ja ein Stein vom Herzen. Im ersten Moment dachte ich doch glatt, Mr. Poker himself sei tatsächlich ein Fehler unterlaufen...

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was soll das dumme gelabere, wenn man auf eine frage ganz sachlich antwortet?

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keine Ahnung, diese ätzende Art muss ich irgendwo hier im Forum aufgeschnappt haben...

#19 roschue

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Geschrieben 22 August 2006 - 13:30

Schpacko sagte am 22 Aug 2006, 13:53:

keine Ahnung, diese ätzende Art muss ich irgendwo hier im Forum aufgeschnappt haben...

:bigsmile:

#20 albert m.

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Geschrieben 22 August 2006 - 14:00

Zitat

Allerdings steht in einem kleinen Abschnitt eben auch obiges Zitat(S. 36 1.), von wegen folden, wenn man mehr investieren muss, als man an pot equity besitzt. Aber den Abschnitt kann ich ja ignorieren :bigsmile:

nein, den absatz kannst du nicht ignorieren!!

spielen wir das ganze an deinem beispiel nochmals durch.
mit deinem draw am turn hast du 3 möglichkeiten check, fold, bet.
egal wie du rechnest, du hast genug outs im pot zu bleiben, ob check oder bet kommt auf die action zuvor an, auf was du deine gegener setztst.
bis da war es egal, ob odds oder probability berechnung.
nehmen wir an du checkst nur, der nächste setzt und der zweite called, jetzt
sind 12 BB im pot, du trägst also ~13% zum pot bei, hast aber eine equtiy von
~19%, also ein equity edge von ca. 6% oder etwa 2,6BB zur verfügung, auf
alle fälle ein call, für ein raise zu schwach.

selbiges beispiel mit 4BB im pot, jretzt beträgt dein pot beitrag 20% folgedessen
hast du jetzt schon ne leichte negative erwartung von 1% und ein fold wäre
schon zu überlegen.


Zitat

1. "Der Mann rechnet": 5 Outs, auf dem Flop, also "Rule of 4" => 20 % chance of winning by the river. d.h. er bezieht die Chance, dass er auf dem River gewinnt mit in die Rechnung ein, die er macht um nur die eine (Turn-)Karte zu sehen. Er rechnet am Turn natürlich nochmal neu, aber das juckt ja bei der Flop-Entscheidung nicht

2. Ich würde rechnen: 5 Outs auf dem Flop => 10 % Chance, dass die Hand mit der nächsten Karte die Beste wird. Ich rechne also nur aus, wieviel ich direkt für die nächste Karte zahlen darf.

du machst doch nichts anderes als er!!
er geht davon aus, dass er 2x die möglichkeit hat sich zu verbessern und wenn
es nicht klappt, halbieren sich in etwa grob seine chancen für die letzte.
und rechnest jeweils für eine karte und verdoppelst inetwa deine berechnung für
einen nächsten versuch für eine karte.

uih ist das alles kompliziert , darauf :wink:

#21 Nico1080

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Geschrieben 22 August 2006 - 15:39

albert m. sagte am 21 Aug 2006, 16:12:

@der hinter omas geld her ist,

du hast recht dein post war schon recht ausführlich,  nur kurz und ohne
berücksichtigung 3er dezimalstellen hinterm komma:

bei deinem beispiel
player 1 hat eine wahrscheinlichkeit und damit equity von 34,97% seinen flush zu bekommen,
sein beitrag zum pot beträgt 33,33%, folgedessen hat er geringfügig höhere
equity edge, was du bei 2 und 3-bet ansprichst, darfst du ja nicht vergessen,
dass sich die potodds ja verändern, bis du wieder an der reihe bist.

vielleicht ganz hilfreich, da gibt es eine regel, so etwas über den daumen gepeilt von Phil Gordon (rule 4&2) schau dir mal das kleine video an:



:bigsmile:

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kannst du mir bitte mal erklären wie du auf die 34% prozent kommst, welchen rechenweg du gewählt hast?

Mein Pokerstove zeigt mir bei hand 1 eine equity von ungefähr 21% an.

Danke

#22 albert m.

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Geschrieben 22 August 2006 - 19:16

Zitat

kannst du mir bitte mal erklären wie du auf die 34% prozent kommst, welchen rechenweg du gewählt hast?

Mein Pokerstove zeigt mir bei hand 1 eine equity von ungefähr 21% an.

9/47 + [38/47 * 9/46]

0.191 + [0.809 * 0.196]

0.3495 * 100 = 34.95%

aber du glaubst doch nicht, dass ich das immer selbst ausrechne, da gibt es
wunderschöne tabellen, die kompetentere leute schon erstellt haben, ich kann nicht
schon wieder ne site verlinken, sonst wird unser Paroli sauer,
aber blättere mal bei cardplayer.com unter pot odds, du wirst überrascht sein!

ausserdem nützt dir deine einstellung bei Pokerstove nichts, wenn du spieler 1
eingestellt hast und dazu die anderen 2, denn es ging nur um den allgemeinen wert
einen flushdraw am flop am river zu komplimentieren. :bigsmile:

#23 roschue

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Geschrieben 22 August 2006 - 20:07

Nico1080 sagte am 22 Aug 2006, 16:39:

kannst du mir bitte mal erklären wie du auf die 34% prozent kommst, welchen rechenweg du gewählt hast?

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Also solche Zahlen sind ja nun wirklich allgemein bekannt. Das und auch noch den Rechenweg sollte man hier eigentlich nicht erklären müssen.
Dafür sind wirklich genug Tabellen im Umlauf.

#24 omasmoney

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Geschrieben 22 August 2006 - 20:38

albert m. sagte am 22 Aug 2006, 16:00:

spielen wir das ganze an deinem beispiel nochmals durch.
mit deinem draw am turn hast du 3 möglichkeiten check, fold, bet.
egal wie du rechnest, du hast genug outs im pot zu bleiben, ob check oder bet kommt auf die action zuvor an, auf was du deine gegener setztst.
bis da war es egal, ob odds oder probability berechnung.
nehmen wir an du checkst nur, der nächste setzt und der zweite called, jetzt
sind 12 BB im pot, du trägst also ~13% zum pot bei, hast aber eine equtiy von
~19%, also ein equity edge von ca. 6% oder etwa 2,6BB zur verfügung, auf
alle fälle ein call, für ein raise zu schwach.

Ich dachte immer, dass man ein equity edge hat, wenn man mehr pot equity hat, als 100/n, wobei n Anzahl der Spieler.
Im Fall von 3 Spielern hätte man ein equity edge, wenn man mehr als 33,3% Chance hat, am Ende die beste Hand zu halten.

Deshalb denke ich auch, dass man um eine call/raise Entscheidung zu treffen, nicht den Pot betrachtet, sondern das was man neu reinbekommen kann/will. Den Pot gewinnt man sowieso mit x %.
Man muss nur schauen: Bringt mir ein raise (wenn alle anderen callen) mehr? Das ist der Fall, wenn meine pot quity größer ist, als 100/n. Dann raise ich, gewinne also in x % n-1 BB und verliere in (100-x) % 1 BB.
In unserem Beispiel würde ich raisen, wenn wir entweder 6 Leute wären (dann ist 100/6 = 16,6 % < 19 %) oder wenn ich halt bei 3 Spielern in mehr als 33,3% der Fälle gewinne.

Villeicht meinen wir beide jetz das gleiche, aber ich verstehe zum Beispiel nicht, wie du auf 2,6 BB kommst...

albert m. sagte am 22 Aug 2006, 16:00:

selbiges beispiel mit 4BB im pot, jretzt beträgt dein pot beitrag 20% folgedessen
hast du jetzt schon ne leichte negative erwartung von 1% und ein fold wäre
schon zu überlegen.
Mhh ok, das ist ja eigentlich keine andere Rechnung als pot odds. Wenn Pot Odds(in %) > gewinnchance, dann fold...


albert m. sagte am 22 Aug 2006, 16:00:

Zitat

1. "Der Mann rechnet": 5 Outs, auf dem Flop, also "Rule of 4" => 20 % chance of winning by the river. d.h. er bezieht die Chance, dass er auf dem River gewinnt mit in die Rechnung ein, die er macht um nur die eine (Turn-)Karte zu sehen. Er rechnet am Turn natürlich nochmal neu, aber das juckt ja bei der Flop-Entscheidung nicht

2. Ich würde rechnen: 5 Outs auf dem Flop => 10 % Chance, dass die Hand mit der nächsten Karte die Beste wird. Ich rechne also nur aus, wieviel ich direkt für die nächste Karte zahlen darf.

du machst doch nichts anderes als er!!
er geht davon aus, dass er 2x die möglichkeit hat sich zu verbessern und wenn
es nicht klappt, halbieren sich in etwa grob seine chancen für die letzte.
und rechnest jeweils für eine karte und verdoppelst inetwa deine berechnung für
einen nächsten versuch für eine karte.
Die Frage ist, was wir mit den errechneten Chancen machen:

1. "Der Mann" würde auf dem Flop callen, wenn er pot odds von 4 : 1 oder höher erhält.

2. Ich würde erst callen, wenn ich pot odds von 9 : 1 erhalte.

Das macht schon einen signifikanten Unterschied. Jetz wüsste ich gern was mehr Sinn macht. Da ich ja für die Bet nur eine Karte zu sehen bekomme, denke ich, dass man auch nur mit den Wahrscheinlichkeiten für eine Karte rechnen sollte.



@Nico1080
Er hat sich auf einen Flush Draw nach dem Flop bezogen, nicht auf mein Beispiel, wenn man schon die Turn Karte gesehen hat. Dann sollte PokerStove auch die richtigen Zahlen ausspucken. Diese werden natürlich durch eventuelle andere Draws wie Full House oder Paare verändert.

#25 Nico1080

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Geschrieben 23 August 2006 - 13:37

Zitat

@Nico1080
Er hat sich auf einen Flush Draw nach dem Flop bezogen, nicht auf mein Beispiel, wenn man schon die Turn Karte gesehen hat. Dann sollte PokerStove auch die richtigen Zahlen ausspucken. Diese werden natürlich durch eventuelle andere Draws wie Full House oder Paare verändert.

es wäre sehr freundlich, wenn jemand hier mal die zahlen in stove eingeben kann.

Ich fang grad erst an mich mit dem programm zu beschäftigen, und bin mir nich sicher bei meinen angaben.

Danke

#26 omasmoney

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Geschrieben 23 August 2006 - 14:26

@Nico1080

Wenn ich meine Ausgangshand(Kh6h, As6d, Ac7s, Board Th 2h Ad 4c) in den PokerStove eingebe, bekomme ich
21.429% für Hand1

Von PokerStove werden alle restlichen 42 Karten (52 - 3x2 Handkarten - 4 Boardkarten) als letzte Boardkarte berechnet. Dadurch kommt er auf 9/42 = 21.429% Hände in denen Hand1 gewinnt.

In einem "normalen" Spiel kennst du nicht, wie PokerStove, alle Karten der Gegner (meistens kennst du garkeine :wink: ), deshalb musst du davon ausgehen, dass du wieder 9 Karten zum Flush hast, aber 46 Unbekannte. D.h. du hast 9/46 = 19,5652 Chance auf einen Flush.

Probiere mal
Kh6h, Ah6d, Ac7h, Board Th 2h Ad 4c
einzugeben. du wirst eine viel geringere Equity feststellen, da PokerStove weiss, dass nur noch 7/42 Karten :bigsmile: sind.

Wenn man die beiden anderen Spieler auf random stellt, bekommt man für Hand1 > 1/3, da Hand 1 ja z.B. noch mit 2 Königen gewinnen könnte.

PokerStove ist nicht schlecht, wenn man die Equity einer Hand gegen andere zufällige, oder teilweise bekannte Hände errechnen will. Allerdings wohl nicht Live-Spiel-tauglich. Da ist es wohl besser, seine Outs zu kennen, und damit zu rechnen...

Am Flop die Chance auszurechnen ist etwas anders, da noch 2 Karten kommen:
9/47, dass der Flush am Turn kommt
Plus 38/47*9/46, dass der Flush nicht am Turn kommt, sondern am River

macht 9/47+38/47*9/46=34,9676 %
Kannst ja auch in diesen Fällen ein bisschen mit dem Stove rumspielen...

Mann, ich schreibe immer zuviel :)





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