albert m. sagte am 22 Aug 2006, 16:00:
spielen wir das ganze an deinem beispiel nochmals durch.
mit deinem draw am turn hast du 3 möglichkeiten check, fold, bet.
egal wie du rechnest, du hast genug outs im pot zu bleiben, ob check oder bet kommt auf die action zuvor an, auf was du deine gegener setztst.
bis da war es egal, ob odds oder probability berechnung.
nehmen wir an du checkst nur, der nächste setzt und der zweite called, jetzt
sind 12 BB im pot, du trägst also ~13% zum pot bei, hast aber eine equtiy von
~19%, also ein equity edge von ca. 6% oder etwa 2,6BB zur verfügung, auf
alle fälle ein call, für ein raise zu schwach.
Ich dachte immer, dass man ein equity edge hat, wenn man mehr pot equity hat, als 100/n, wobei n Anzahl der Spieler.
Im Fall von 3 Spielern hätte man ein equity edge, wenn man mehr als 33,3% Chance hat, am Ende die beste Hand zu halten.
Deshalb denke ich auch, dass man um eine call/raise Entscheidung zu treffen, nicht den Pot betrachtet, sondern das was man neu reinbekommen kann/will. Den Pot gewinnt man sowieso mit x %.
Man muss nur schauen: Bringt mir ein raise (wenn alle anderen callen) mehr? Das ist der Fall, wenn meine pot quity größer ist, als 100/n. Dann raise ich, gewinne also in x % n-1 BB und verliere in (100-x) % 1 BB.
In unserem Beispiel würde ich raisen, wenn wir entweder 6 Leute wären (dann ist 100/6 = 16,6 % < 19 %) oder wenn ich halt bei 3 Spielern in mehr als 33,3% der Fälle gewinne.
Villeicht meinen wir beide jetz das gleiche, aber ich verstehe zum Beispiel nicht, wie du auf 2,6 BB kommst...
albert m. sagte am 22 Aug 2006, 16:00:
selbiges beispiel mit 4BB im pot, jretzt beträgt dein pot beitrag 20% folgedessen
hast du jetzt schon ne leichte negative erwartung von 1% und ein fold wäre
schon zu überlegen.
Mhh ok, das ist ja eigentlich keine andere Rechnung als pot odds. Wenn Pot Odds(in %) > gewinnchance, dann fold...
albert m. sagte am 22 Aug 2006, 16:00:
Zitat
1. "Der Mann rechnet": 5 Outs, auf dem Flop, also "Rule of 4" => 20 % chance of winning by the river. d.h. er bezieht die Chance, dass er auf dem River gewinnt mit in die Rechnung ein, die er macht um nur die eine (Turn-)Karte zu sehen. Er rechnet am Turn natürlich nochmal neu, aber das juckt ja bei der Flop-Entscheidung nicht
2. Ich würde rechnen: 5 Outs auf dem Flop => 10 % Chance, dass die Hand mit der nächsten Karte die Beste wird. Ich rechne also nur aus, wieviel ich direkt für die nächste Karte zahlen darf.
du machst doch nichts anderes als er!!
er geht davon aus, dass er 2x die möglichkeit hat sich zu verbessern und wenn
es nicht klappt, halbieren sich in etwa grob seine chancen für die letzte.
und rechnest jeweils für eine karte und verdoppelst inetwa deine berechnung für
einen nächsten versuch für eine karte.
Die Frage ist, was wir mit den errechneten Chancen machen:
1. "Der Mann" würde auf dem Flop callen, wenn er pot odds von 4 : 1 oder höher erhält.
2. Ich würde erst callen, wenn ich pot odds von 9 : 1 erhalte.
Das macht schon einen signifikanten Unterschied. Jetz wüsste ich gern was mehr Sinn macht. Da ich ja für die Bet nur eine Karte zu sehen bekomme, denke ich, dass man auch nur mit den Wahrscheinlichkeiten für eine Karte rechnen sollte.
@Nico1080
Er hat sich auf einen Flush Draw nach dem Flop bezogen, nicht auf mein Beispiel, wenn man schon die Turn Karte gesehen hat. Dann sollte PokerStove auch die richtigen Zahlen ausspucken. Diese werden natürlich durch eventuelle andere Draws wie Full House oder Paare verändert.