Unter blauem Himmel, im hellen Sonnenlicht,
braucht man nicht herumzusuchen.
Zu fragen, was Buddha ist, ist so,
als verstecke man einen Raub in seiner Tasche
und erkläre sich für unschuldig.
ZenWeisheit
Imperial Palace
Wir hatten das Zimmer im
Imperial Palace per Internet gebucht. Bei unserer Ankunft stellten wir fest, dass wir gar nicht eingetragen waren. Es dauerte jedoch nicht lange und wir bekamen ohne weitere Umstände ein Zimmer im
9. Stock zugewiesen. Noch wussten wir nicht, dass es nicht das letzte Zimmer war, in denen wir die kommenden Nächte verbringen würden. Doch als wir des Nachts von der
Venetian-Tour zurückkamen, glaubten wir unseren Ohren nicht zu trauen. Trotz geschlossenem Balkon-Fenster drang die Lautstärke einer Band voll in unsere Gemächer. Keine Frage, wir wechselten schon am nächsten Tag das Zimmer. Wir wussten leider nicht, dass wir vom Regen in die Traufe kamen.
Auch dieses Mal bekamen wir freundlicher Weise ein anders Zimmer. Wir zogen um zu einem anderen Flügel und zum
10. Stockwerk. Von draußen war ein künstlicher Wasserfall zu hören, der, so versicherte man uns, jetzt nur für eine Stunde so laut wäre. Wir glaubten es. Aber es war unglaublich laut und veränderte des Nachts kaum die Lautstärke. Das ging 24 Stunden so. Ohne Pause. Also stand ein weiterer Wechsel an.
Am nächsten Tag bekamen wir (und wieder sehr freundlich) einen anderen Flügel und zogen höher zum inzwischen
17. Stockwerk. Ich erinnerte mich an einen längst vergessenen Film mit dem Titel „Erdbeben“, bei dem ein Feuermann bedeutsam sagte,
dass man nicht höher als dem 20. Stockwerk wohnen sollte, sonst hat man bei einem Feuerausbruch nur sehr geringe Chancen sich zu retten. Doch auch hier dröhnte es aus zwei gegenüberliegenden raumgroßen Ventilatoren 24 Stunden, wie auf einen Flughafen.
(Nun war klar, dass wir im ersten Zimmer nur kurz in die Nacht hinein die Band gehört hätten. Der Rest des Tages wäre verhältnismäßig ruhig geblieben.)
Weil wir schließlich in Vegas ankommen und nicht jeden Tag in ein anderes Zimmer reisen wollten, haben wir uns einen weiteren Zimmerwechsel nicht mehr zugemutet. Zum Glück hatten wir Ohropax bei und so kamen wir über die Runden.
Inzwischen habe ich erfahren, dass das nebenliegende
Harrahs das
Imperial Palace aufkaufte. Mich würde es nicht wundern, wenn der gesamte Platz für ein neues und größeres Hotel genutzt wird.
Gegenüber
Caesars Palace und dem
Mirage gelegen, hatte das
Imperial Palace mit seinen preiswerten Zimmern (60 $ pro Tag) den perfekten Standort am Strip. Allerdings gibt es auch zu gewissen Zeiten preiswerte „Pyramiden-Zimmer“ im
Luxor. Neben dem
Mandala Bay und gegenüber dem
MGM ein Top Standort.
Doch nicht weit weg, nur eine Busstation oder 10 Minuten zu Fuß in die
East Tropicana Avenue hinein, gleich hinter dem neuen
Hooters Casino (ehemals San Remo), befinden sich bereits die preiswerten Zimmer von „
America Best Value Inn & Suites“ im Motelstil und daneben das „
Motel 6“. Noch preiswerter als das
Imperial Palace liegen sie gewissermaßen auch am Strip. Wer ohnehin nur den öffentlichen Bus fährt (24-Stunden-Ticket kostet preiswerte $5), kann von dort bis nach den Downtown-Casinos in einem Rutsch durchfahren.
Die
Monorail (Hochbahn), die zur Zeit von
MGM bis
Sahara-Casino (7 Stationen) fährt, ist bis nach Downtown (über South Main Street, wo sich
GAMBLERS GENERAL STORE befindet) zur
Fremont Street geplant. (Sowieso befindet sich auf gleicher Höhe
GAMBLER’S BOOK SHOP in der 11th St. Ecke East Charleston Boulevard, etwa 20 Minuten Fußweg in östlicher Richtung von der South Main Street aus.)
Wenn der Bus in dichten Zeiten über 2 Stunden bis nach Downtown braucht, wäre die Monorail mit ihren vielleicht bis dahin 14 Stationen (von
MGM bis
Fremont Street) nur 25 Minuten unterwegs. Erst dann wäre sie eine echte Alternative. Man fragt sich unwillkürlich warum sie nicht schon längst direkt vom Flughafen aus nach Downtown gebaut wurde.
Fortsetzung folgt.
Bearbeitet von PsiPlayer, 25 September 2006 - 22:57.