Zum Inhalt wechseln


Eure bittersten / schönsten Erlebnisse


68 Antworten in diesem Thema

#16 Goli

    Tüftler

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 100 Beiträge

Geschrieben 18 April 2006 - 08:30

finde ich schön, dass es solch einen thread gibt, hab ich lange vermisst, denn ein solches forum ist ja auch dazu da, sich ab und an aufzuregen und frust abzulassen über die spielbanken :wink: roulette ist nunmal ein emotionales spiel, jedenfalls für mich und darüber bin ich froh :bye2:

daher auch mal mein schlimmster abend:

nach einer mißglückten martingale nahm ich mir vor einigen jahren vor, nie wieder solch eine harakiri aktion zu starten und fing an auf plein zu setzen, immer eine zahl, die ich mir vorher ausgeschaut hatte (meist die mit nachholbedarf).

eines abends in der bremer spielbank setze ich halt stück für stück, die zahl 14 war seit über 130 coups nimmer gekommen, da war ich eingestiegen... und ich setze und setze und setze... progressiere vorsichtig und setze weiter... eine ältere dame neben mir schaut mich mitleidig an und sagte zu mir: "ich hoffe sie landen bald den treffer und dann aber mit paroli!" das fand ich süss aber ich wurde immer nervöser, bisher war ich mit diesem "system" noch nicht geplatzt. entgegen meiner vornahme progressierte ich noch ein weiteres mal und spielte dieses mal teurer und länger als ich wollte... dann sah ich am nebentisch, dass schwarz bereits 11 mal gefallen war... da sagte ich mir: shice auf den tisch hier, vergiß das geld, ich hol mir schnell 10 DM und überdenke dann meine situation...

ich also weg von meinem tisch und an den anderen... und ratet mal, welche zahl als nächstes an meinem bisherigen tisch fiel??? natürlich die 14 !!!


aber die geschichte geht dann ja leider weiter

ich setze also 10 DM auf rot (am anderen tisch) und spielte doch wieder die martingale... dann kam in folge weitere 11 mal schwarz... also eine 2xer serie schwarz und genau die hatte ich erwischt... und das schlimmste war, ich habe die todsünde schlechthin begangen... denn als mein geld durch die tödliche progression der martingale aufgebraucht war, bin ich zur kasse und habe mit meiner kreditkarte mein letztes geld abgehoben und weiter gesetzt, bis auch das geld alle war... dann bin ich raus aus der spielbank... ich weiß nicht wie oft noch schwarz kam, aber ich wollte nicht mit ansehen, ob als nächstes rot fällt...

der felsen auf meinen schultern in den folgenden tagen wog sehr schwer... und ich habe jahrelang keine spielbank mehr betreten :wink:

:wink: goli

#17 Goli

    Tüftler

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 100 Beiträge

Geschrieben 18 April 2006 - 08:39

was ich vergaß zu schreiben und jetzt auch nicht reineditieren kann:

ich war jung, unerfahren und hatte geld :bye2:

jetzt haben sich diese punkte ins gegenteil verkehrt, also hab ich 2:1 gewonnen :wink:

:wink: goli

#18 relieves

    Gewinnertyp

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 737 Beiträge

Geschrieben 18 April 2006 - 15:02

Goli,

Ich glaub nicht, daß Du es so gemeint hast, wie ich es verstehe :wink:

Zitat

ich war jung, unerfahren und hatte geld 

jetzt haben sich diese punkte ins gegenteil verkehrt, also hab ich 2:1 gewonnen
Jetzt bist Du Alt, Erfahren und hast kein Geld mehr, aber 2:1 gewonnen ???!! :wink:

Was sind denn jetzt die 2 richtigen zum 2:1 Sieg

#19 DanDocPeppy

    Analytiker

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 1125 Beiträge

Geschrieben 18 April 2006 - 15:24

Hi!

Da kann ich auch etwas beisteuern, bitte nicht auslachen:

1. Als 17jähriger habe ich die Martingale erfunden und konnte kaum bis zu meinem 18. Geburtstag warten um meine Erfindung in Geld umzuwandeln.
Ich ging also als frischgebackener, einkommensloser Schüler mit einem Teil meines Ersparten (rund. 7000,-- Schilling = 500,-- Euro) ins Casino Baden bei Wien.
Immer wenn eine Dreierserie auf einem Tisch fiel setzte ich ab dem 4. oder 5. Coup auf die Gegenchance. 2 oder 3 Stunden gings gut und ich hatte mein Kapital auf etwa 10.000 Schilling (=750 Euro) erhöht.
Dann kam eine Serie Rot, in der ich auf Schwarz setzte und so Schritt für Schritt mein gesamtes Grundkapital verlor. Irgendwann war nur mehr mein voriger Gewinn in Form von überwiegend kleinen Jetons übrig, den ich dann auf einmal auf Schwarz schmiss, als mich eine schwarze Zahl rettete.
Ich muss da noch anmerken, daß ich zum Glück die ersten Coups versäumt hatte und erst nach 6 roten Coups einstieg.

Hätte ich mit diesem letzten Coup nicht getroffen, so hätte ich nichmal mehr mein Zimmer in der Pension bezahlen können...
So aber kam ich mit einem blauen Auge davon und bekam anschaulich demonstriert, daß die MG doch nicht die beste Erfindung war.

Ich spielte dann meine Strategie solange weiter, bis ich wieder mein Startkapital und einen kleinen Gewinn hatte, dann beendete ich meinen Casinobesuch.

Während ich im Schweiße meines Angesichts Coup um Coup verlor, saß mir gegenüber ein Mann um die 40, der die Rotserie mit 50.000er-Stücken (rd. 3.600 Euro) mitspielte und so in kurzer Zeit ein Vermögen gewonnen hatte.

Nach dem Spiel setzte ich mich an einen leeren Roulettetisch und zählte als Häufchen Elend mein Geld, als dieser Mann zu mir kam und mir folgenden Satz sagte, der mir bis heute in Erinnerung blieb: "Junger Mann, sie dürfen NIEMALS gegen den Tisch spielen, sondern immer MIT dem Tisch!"
Damals konnte ich damit nichts anfangen, dieses Licht ist mir erst viel später aufgegangen.

LG
DanDocPeppy

#20 Rouletteforscher23

    Forscher

  • Gast
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 223 Beiträge

Geschrieben 18 April 2006 - 15:40

Hallo @alle,

klingt ja manchmal echt abenteuerlich, was manche erlebt haben. Das erstaunlichste, was ich gesehen habe, war ein alter Mann so um die 80 Jahre, der in der Hohensyburg von Tisch zu Tisch ging und ein paar Hunderter-Jetons auf einfache Chancen gelegt hat und immer gewann.

Mein schönster Moment war beim ersten Mal, als ich im Casino war. Ich spielte auf Ausgleich bei den EC und gewann am Ende 60 Euro insgesamt, wobei ich immer einen 20er-Jeton gesetzt habe, so ca. 60-80 Coups lang.

Mein niederschmetterndster Moment war da, wo ich Schritt für Schritt meinen Gewinn am Spieltisch wieder verlor. Der Moment, an dem mir klar wurde, dass es kein System gibt.

Liebe Grüße,

:wink: Rouletti

#21 Rudi_Ratlos

    Forscher

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 305 Beiträge

Geschrieben 18 April 2006 - 17:46

DanDocPeppy sagte am 18 Apr 2006, 16:24:

"Junger Mann, sie dürfen NIEMALS gegen den Tisch spielen, sondern immer MIT dem Tisch!"

Klar, von einem Gewinner, der durch Glück ein paar mal in Folge gewinnt, hört sich das schon fast wie eine Weisheit an. Aber sag mal ehrlich, hättest Du auch darüber nachgedacht, wenn er zuvor gerade 8 mal in Folge verloren hätte (was er mit Sicherheit irgendwann schon mal hat)? Du siehst nur Momentaufnahmen und die Gewinner fallen immer eher auf als stille Verlierer.

Ein "Mit" oder "Gegen den Tisch" gibt es nicht. Jeder Coup ist unabhängig von den vorherigen zu sehen, es besteht immer die Chance 1/36 für jede Zahl, auch wenn vorher elf mal ROT gefallen ist, ist die wahrscheinlichkeit für ein weiteres ROT genau so hoch wie für SCHWARZ. Viele Spieler neigen dazu, Ordungen, Rhythmik oder sonstige Zusammenhänge in den Permanenzen zu sehen und fühlen sich dann bestätigt, wenn sie zufällig richtig liegen. Wenn Du lange genug 'rumprobierst und -rechnest, wirst Du irgendwann auch zu diesem Schluss kommen. Langfristig gewinnt immer die Bank, weil diese - egal auf welcher Chance - einen statistischen Vorteil hat, der sich früher oder später bemerkbar machen wird (ausgenommen KG und KF-Spieler, welche sich physikalisch orientieren)

#22 DanDocPeppy

    Analytiker

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 1125 Beiträge

Geschrieben 18 April 2006 - 17:58

Hi!

Damit schneidest du ein hochinteressantes Thema an - bei dem es einfach unmöglich ist, daß alle zur gleichen Ansicht kommen.
Wir haben das schon oft und ausdauernd diskutiert, aber können das in einem eigenen Thread gern wieder tun!

Aus heutiger Sicht würde ich jedenfalls MIT dem Tisch spielen - aber ganz sicher ohne Martingal.

LG
DanDocPeppy

#23 Rudi_Ratlos

    Forscher

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 305 Beiträge

Geschrieben 18 April 2006 - 18:04

DanDocPeppy sagte am 18 Apr 2006, 18:58:

Aus heutiger Sicht würde ich jedenfalls MIT dem Tisch spielen - aber ganz sicher ohne Martingal.
Es gibt eben kein "Mit dem Tisch", ist jedenfalls meine feste Überzeugung (s. meinen Beitrag weiter oben).

#24 Goli

    Tüftler

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 100 Beiträge

Geschrieben 18 April 2006 - 21:15

relieves sagte am 18 Apr 2006, 16:02:

Goli,

Ich glaub nicht, daß Du es so gemeint hast, wie ich es verstehe :wink:

Zitat

ich war jung, unerfahren und hatte geld 

jetzt haben sich diese punkte ins gegenteil verkehrt, also hab ich 2:1 gewonnen
Jetzt bist Du Alt, Erfahren und hast kein Geld mehr, aber 2:1 gewonnen ???!! :wink:

Was sind denn jetzt die 2 richtigen zum 2:1 Sieg

Beitrag anzeigen


hehe

hatte ehrlich gesagt nicht drüber nachgedacht...

erfahren vs unerfahren --> 1:0
kein geld vs geld --> 0:1

naja und alt vs jung... wie man es halt sehen will :wink: heut morgen war ich gut gelaunt da kam mir alt vs jung --> 1:0 vor, jetzt bin ich vom tag geschlaucht und mir tun die knochen weh... grad kommt mir alt vs jung --> 0:1 vor :wink:

:wink: goli

#25 sachse

    Hai-Roller

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 14654 Beiträge

Geschrieben 18 April 2006 - 22:42

Zitat

Es gibt eben kein "Mit dem Tisch", ist jedenfalls meine feste Überzeugung
Hallo Rudi Ratlos,

obwohl wir im grundsätzlichen der gleichen Meinung sind, muss ich doch anmerken, dass z.B. John Jahr jr. als Betreiber des Casinos HH durchaus" mit dem Tisch" spielt.
Es gibt also - allerdings sehr wenig - "mit dem Tisch".

sachse

#26 Wenke

    Excel Durchblicker

  • Admin
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 8877 Beiträge

Geschrieben 23 April 2006 - 14:14

Von mir selbst so erlebt:

Das will ich vorraus schicken:

Systeme spiele ich immer durch, auch bis zum letzten Einsatz, der für den nächst fogenden Satz reicht.
Danach gilt: "Geld alle - System alle"
Wie auch, wenn man platt ist. ;-)

An diesen Tag hatte ich wie gewohnt mein Plein-Favoriten-Spiel bis zum bitteren Ende durchgezogen.

Danach blieb nur noch eine kleines Stück Plastik im Wert von 20 DM übrig.
Ich hatte mir schon überlegt, ob ich diesen, gegen ein Getränk tauschen wolle.

Plötzlich hatte ich so etwas wie eine "Eingebung", wie diese zu mir geeilt ist, weiß ich bis heute noch nicht.
Was mich geritten hat dieser Idee zu folgen, überlicherweise halte ich mich nicht daran, müsste auch noch geklärt werden.

Ich marschierte an einen Tisch, direkt neben der Kasse:

Dort war gerade die Transversale 7-8-9 gefallen.
Ich schnappte mein letztes Plaste-Teil und legte es auf 7-8-9.
Es erschien die: 8
Jetzt hatte ich wieder 240 DM, das reichte bei weiten nicht, um meinen Verlust zu decken.

Nach dem Motto jetzt oder nie:
Einsatz + Gewinn auf: 7-8-9
Noch während sich das Rad drehte, wohl als erster, sah ich sie und schrie laut auf:

8


Ich weiß nicht ob so etwas schon jemand erlebt hat:
Ich werde dieses Gefühl nie vergessen.
Es ging wie so oft gesagt wird, durch Mark und Bein. Adrenalin pur.
Ich dacht ich hätte Flügel, dir wird alles gelingen....
Beste Grüße
Wenke ;-)

#27 Walter 2

    Forscher

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 277 Beiträge

Geschrieben 24 April 2006 - 06:55

Hallo Wenke,

ich denke die Erklärung gibt es hier im Forum bei Psi Player und

seinem "Jump"-Effekt.


Frohes Schaffen


E.

#28 Bavariamike

    Newbie

  • Mitglieder
  • PIP
  • 6 Beiträge

Geschrieben 24 April 2006 - 13:22

Hallo Wenke,

fast das gleiche in der Art ist mir vor ca. 15 Jahren in Bad Wiessee passiert:

Meine letzten 20 DM auf die "0", was kommt? Na klar: die " 0". Ich zur Kasse und mein Geld wechseln. Was kommt als nächste Zahl? Wieder die "0"

Also bin ich an dem Abend überglücklich doch noch mit Gewinn nach Hause.

Gruss
Bavariamike

#29 Wenke

    Excel Durchblicker

  • Admin
  • PIPPIPPIPPIPPIPPIP
  • 8877 Beiträge

Geschrieben 24 April 2006 - 16:35

Hallo Bavariamike,
dann weißt du genau wie ich, was Adrenalin bewirkt.
Es ist der blanke Wahnsinn Achterbahn hoch 4. ;-)

Sicher liegt dahinter auch ein Teil des Geheimnisses, warum trotz großer Zwischengewinne, ein Teil der Spieler mit leeren Taschen heimgeht.

Hallo Walter 2,
das kann schon sein. Nur achte ich nie auf soetwas.
Es ist auch kein gemerktes Ergebnis, weil wegen Erst- und Einmaligkeit die Fehlversuche fehlen.
Beste Grüße
Wenke :flush:

Bearbeitet von Wenke, 24 April 2006 - 16:37.


#30 Tschitschikow

    Systemspieler

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 54 Beiträge

Geschrieben 26 April 2006 - 21:36

Dies ist ein anfangs bitteres, dann jedoch schönes und vor allem witziges Erlebnis:

Auf dem Heimweg von Hamburg schauten wir gerne in der Spielbank Hittfeld vorbei.
Eswar im Jahr 1996. Ich spielte schon damals nur EC. Allerdings wenn sich eine Möglichkeit bot auf Duzend und Kolonne etwas einzufahren versuchte ich dies (nur wenn lange Ausbleiber begannen aufzuholen).
So setzte ich 50,- DM auf das 2. Duzend. Vielleicht etwas zu füh?
Die Pleins wurden gerade ausbezahlt. Dann hörte ich: "Ein Stück für die Angestellten."
"Danke für die Angestellten."
Der auszahlende Coupier schnippte die 10,- DM für den Tronc in Richtung Kopfcroupier.
Dieses schoss gegen meine 50,- DM auf dem Duzend. Die 10,- DM blieben liegen. Mein Einsatz bewegte sich plötzlich Richtung Kopfcroupier. Ohne richtig hinzuschauen nahm er mein Stück "Danke für die Angestellten" und versenkte es im Tronc.
Dies alles lief sehr schnell ab.

Ich schnappte nach Luft, versuchte Laute zu artikulieren wie Grfmeinohjeton.
Dennoch schaffte ich es den Sachverhalt aufzuklären (ein weiterer Gast hatte dies auch beobachtet von den Croupiers jedoch keiner).
Ich bekam meinen Einsatz wieder (er gewann den Satz auch).
Es wurde heiter und lustig noch eine Weile darüber getuschelt.

Viele Grüsse
Tschitschikow





Besucher die dieses Thema lesen: 1

Mitglieder: 0, Gäste: 1, unsichtbare Mitglieder: 0