Psi-Playing
#1
Geschrieben 22 May 2002 - 01:14
möchte mich zunächst mit dem Psi-Thema vorstellen und werde demnächst
einige Beispiele aufzeigen. Wer schon ein PsiPlayer ist oder etwaige Vorstellungen und Ideen hat, findet hier ein dankbares Publikum, wenn er hier mitmachen möchte.
Ich bin an parapsychologischen Experimenten und Daten interessiert und verfolge die Literatur seit den 30er Jahren. Von Prof. Rhine bis zum Physiker Kugel, über Upton Sinclairs Buch „Radar der Psyche“ bis zu REMOTE VIEWING und dem Stanford Institut, von Prof. Bender bis zum neuesten Thema der Sternzeitsignifikanzen.
Würde mich freuen, wenn dieses Thema hier weiten Zuspruch findet.
Gruß PsiPlayer
#2
Geschrieben 22 May 2002 - 06:03
#3
Geschrieben 22 May 2002 - 08:59
Midship
#4
Geschrieben 23 May 2002 - 00:50
@Midship
here we go:
Leserbrief von Eb. Maria Körner
Fangen wir mit einem Auszug („Die Rollende Kugel“ auf Seite 1109-1111, Jahrgang 1956) eines Leserbriefes an, der von Eb. Maria Körner geschrieben wurde :
Zitat
Erfahrungsgemäss ist aber die Dauer dieser „Hochspannung“ meist nur relativ kurz und es gilt bei praktischer Anwendung im Spiel 2 Umstände besonders zu beachten, wenn sicherer Dauererfolg eintreten soll:
1. Sofortiges Ausführen der Intuition d.h. sofortiges Setzen der intuitiv erfassten Chancen (meistens gelingt es bei Zahlen).
2. Sofortiges Beenden des Spiels, wenn das subjektive Empfinden (welches stets eindeutig ist! ) besteht, dass der Fluss der Intuition unterbrochen ist.
Diese beiden Erfolgsrezepte für Intuitionsbegabte sind gar nicht so leicht durchzuführen, wie einfach sie auch klingen mögen. Wie oft hört man doch am Spieltisch den Ausruf: „Hätte ich doch nur diese Zahl gesetzt, ich habe sie doch genau gewusst!“ In der Praxis fehlt dann meist der Mut den Befehl der Intuition auch auszuführen. Nicht weniger leicht lässt sich gewöhnlich Regel 2 anwenden: die meisten, die bereits durch Intuition einen schönen Gewinn erzielt haben, sind unersättlich und wollen nach Versagen derselben (was schon infolge der Umwelteinflüsse sehr leicht geschehen kann) die „Hochspannung“ krampfhaft zurückgewinnen; dies kann aber niemals gelingen, denn die Intuition stellt sich nur unterbewusst ein! Nun zu einem praktischen Erlebnis:
Am Montag den 25. Juli 55 um 1 Uhr nachts betrat ich die Spielbank von Baden-Baden überhaupt zum ersten Mal und spielte sofort am Tisch 1 die Nummer 21. Prompter Treffer. Darauf wartete ich etwa eine halbe Stunde, um die intuitive Hochspannung wieder zu erreichen. Etwa um 01:30 Uhr annoncierte sich mir die 11, die ich sofort setzte und die auch erschien. Nun wurde das Spiel beendet und ich beschloss, am Nachmittag nach Öffnung nochmals zu spielen, was auch geschah: Auf 7, 5 und 20 traf ich ins Schwarze und hatte auf diese Weise in 5 Sätzen mit nur 2 Mark Spielkapital DM 350,- erspielt. Für die Echtheit dieser Angaben habe ich übrigens 2 Zeugen, denn mein Hamburger Freund als auch eine bekannte Dame vom Stuttgarter Fernsehen waren stets dabei. Doch kann ich nicht umhin, nun auch die folgende Tragödie zur Beachtung für vielleicht ähnlich intuitionsbegabte Spieler anzuführen: Nach längerer Unterbrechung und nachdem durch eine persönliche Kontroverse die Intuition geschwunden war, konnte ich trotzdem nicht lassen, nochmals zu spielen. Als 10 Stücke auf der Nummer 19 verpulvert waren, wusste ich, dass das Signal zum Aufhören für den Tag gekommen war. Ich tat dies aber nicht sondern spielte auf der 19, die einen grossen Wochenecart aufwies, nach mathematischen Erwägungen weiter. Die 19 blieb noch 200 mal aus.....Kommentar überflüssig, denn ich habe auf der 19 weitergesetzt. Folglich war der gesamte Gewinn wieder annuliert, und der Spielteufel hat sich für meine Inkonsequenz gerächt! Immerhin war es mir ein Trost, wenigstens für DM 350,- eine gute Lehre erkauft zu haben, und zwar mit dem Kapital der Bank.
Hoffentlich können einige Leser mit diesen Hinweisen etwas anfangen! In ludo diabolus est.....“
Hervorhebungen sind von mir.
Psi
Bearbeitet von PsiPlayer, 03 March 2011 - 13:58.
#5
Geschrieben 23 May 2002 - 12:25
#6
Geschrieben 23 May 2002 - 16:02
@alle Interessierten
Habe vor einigen Monaten auch eine interessante Erfahrung gemacht die vielleicht mit diesen Ueberlegungen in Einklang steht.
Ich war in einer Spielbank und habe den ganzen Abend gleichmässig verloren (ungefähr 80 Euro über drei Stunden verteilt).
Ich verlor natürlich langsam den Spaass und die Hoffnung und wollte aufhören, hatte aber noch ein letztes 2-Euro-Stücke in der Tasche.
Ohne irgendwelche weiteren Ueberlegungen anzustrengen setzte ich dann eines der beiden letzten Stücke spontan (oder unbewusst und intuitiv) auf die 10 die dann fiel während ich schon auf dem Weg zur Bar war.
Strich meinen Gewinn von 70 Euro ein und setzte abermals dieses letzte Stück auf eine andere Zahl (es war die 36) und wieder zurück zur Bar.
Die 36 kam und wieder 70 Euro mehr.
FAZIT: trotz aller systematischen Anstrengungen verlor ich den ganzen Abend aber die letzten zwei Einsätze, die vielleicht nur aus Intuition bestanden haben, brachten zwei Plein-Treffer. Sodass ich schlussendlich mit einem Gewinn von dannen zog (habe natürlich mein Glück nicht weiter provoziert nach den zwei Treffern und aufgehört).
Midship
#7
Geschrieben 23 May 2002 - 21:46
Kein schlechter Gedanke. Nur, wie soll eine „Verlustpanik“ aufkommen, wenn man im „Gewinnlauf“ ist?
Noch schwieriger: Wie soll man „bei Verlusthäufung so besonnen spielen, als hätte man soeben die Spielbank betreten.“?
@ Midship
Sehr gutes Beispiel! Und gutes Ende, dass wohl nur einen erfahrenen Spieler gelingt.
Gratulation!
Tatsächlich warst Du möglicherweise bereits in einem „RemoteViewing-Modus“.
Die vorherigen Spiele haben den Verstand freigemacht, er konnte sich wie beim RemoteViewing-Protokoll „austoben“. Die serielle Durchführung einer Arbeit (hier Dein vorheriges Verlustspiel) führt zur Beschäftigung des Wachbewußtseins und zum Herunterfahren der sublimaren Schwelle. Dann kam die Ausschaltung Deines Wachbewußtseins indem du eben „Ohne irgendwelche weiteren Überlegungen anzustrengen“ dann die letzten beiden Stücke „spontan (oder unbewusst und intuitiv)“ gesetzt hattest. Du warst in dem Augenblick verbunden mit der Matrix, die mit der „abgefragten Info“ freie Bahn hatte.
Ein einfacher Vorgang, doch bewußt nicht einfach angehenzulassen. Bleib‘ am Ball. Solche Erlebnisse führen zur richtigen Motivation, um den „Schopf“ nicht aus den Augen zu verlieren.
Gruß PsiPlayer
#8
Geschrieben 23 May 2002 - 22:05
klingt ja ganz interessant und ich kann mir sogar was drunter vorstellen.
So wie sich frei machen von dem krampfhaften Zwang den Zufall bezwingen zu wollen was meistens nur nach hinten los geht.
Besser ist es sich gleiten zu lassen auf den Wellen der Veränderungen und so mit dem Zufall zu spielen!
Aber wie man diese Kompetenz erreicht und kontrolliert (ohne das sie zwingend und rigide wirkt) bleibt noch ein weites Stück Arbeit.
Midship
#9
Geschrieben 23 May 2002 - 22:41
Für viele Leute in diesem Forum sind deine Ausführungen wahrscheinlich Böhmische Dörfer (oder doch nur für mich?). Aber mit Remote-Viewing-Modus, Wachbewußtsein, sublimare Schwelle etc. bin ich mit meinem Wortschatz überfordert. Das Thema selber erlebt wahrscheinlich jeder im Casino. Wobei sich die Frage stellt , warum eine andere Intuition befiehlt lieber nicht zu setzen und man sich im Nachhinein richtig schön ärgert. Vor allem wenn die Eingebung für eine Zahl gleich zwei mal hintereinander bekommt und man beide male nicht setzt. Dann ist mir immer nach abhauen zu mute . Ich glaube auch das man solche Eingebungen nicht steuern kann. Genausowenig darf man darauf warten. Entweder sie sind da und man setzt oder nicht.
MfG Lennoxlee
#10
Geschrieben 24 May 2002 - 00:49
„Aber wie man diese Kompetenz erreicht und kontrolliert (ohne das sie zwingend und rigide wirkt) bleibt noch ein weites Stück Arbeit.“
Klar, aber deswegen sind wir ja hier, um Stück für Stück mehr Courage zu bekommen.
Motivation + Courage sind zwei der wesentlichen Schlüssel um voranzukommen. Übrigens interessant festzustellen, dass alles dafür getan wird, die Leute zu entmutigen. Wohl zu recht, denn die Intuition klappt tatsächlich.
@ Lennoxlee
Zitat
Mehr ist gar nicht nötig!
Psi
Bearbeitet von PsiPlayer, 03 March 2011 - 14:00.
#11
Geschrieben 24 May 2002 - 00:51
sind aus der nicht mehr so bekannten, aber interessanten Erzählung:
Immer wenn die Kugel lief... – Ein Nachkriegsschicksal zwischen Wiesbaden und Bad Homburg – Nacherzählt von Arthur Kunze, bei dem der Intuitionsspieler Manfred Kuenheim mit seiner medialen Veranlagung in Bad Homburg zu spielen begann. In den nächsten Postings werde ich einige Stellen aus der Erzählung zitieren.
1. Spielbankszene:
Zitat
Kuenheim spielte zuerst mit kleinen Einsätzen. Der große, heisse Strom der Hellsichtigkeit war noch nicht gekommen. Er verlor die ersten Spiele, dann gewann er ein Plein auf der 19, nur so hingesetzt, ohne grosses Nachdenken. Die 19 kam nochmals heraus, er war jetzt im Gewinn. Die Zero nahm ihm die nächsten Sätze weg, doch noch kein Verlust. Plötzlich war die Lust am Spiel da. Er wiederholte die Finale 9 und traf sie beim dritten Mal mit 3 Stücken. Die 29 war erschienen. Die bis dahin schläfrigen Croupiers werden aufmerksam. Einer inneren Stimme folgend, verdoppelt Kuenheim seinen Einsatz auf der 29. Der Chefcroupier grinst mitleidig. Da, die 29 als Wiederholung, wie zuvor die 19 – eine kleine Sensation scheint sich anzubahnen. „Handwechsel“!, ordnet der Chefcroupier an.
Kuenheim, so besagt die Vorgeschichte, der Flieger bei der deutschen Luftwaffe war, wußte bereits im Krieg, beim Morgenappell, um die Gefallenen des Tages. „Und wenn abends die Tische der nicht zurückgekehrten leer blieben und er recht behalten hatte, überkam ihn ein seltsames Gefühl...“ (Kunze). Heute würde man sagen, dass er ein Sensitiver ist. Jemand, der von Natur aus über eine „außersinnliche Wahrnehmung“ (ASW) verfügt. Dennoch ist er sich unsicher. Die Wahrnehmungen scheinen so fein zu sein, dass er nicht einfach losspielen will. Er beherzigt ein gewisses „Spüren“ und eine Art „innere Sicht“. Die „Lust am Spiel“ ohne großartig das Wenn und Aber abzuwägen, macht ihn empfänglich. Doch erst dann ist er bereit seine Stücke zu setzen. Nicht etwa wahllos, sondern mit innerer Führung, was immer es heißen mag. Man beachte sein Spiel mit den Finalen, die schon traditionell für Intuitionssätze in Betracht kommen.
Weiter im Text:
Zitat
„Meine Herrschaften, die drei letzten Spiele!“, kündigte der Tischchef an. Manfred überschlug seinen Gewinn. Er hatte mehr als 2000 Mark gewonnen. Damit war er zufrieden.
(R.K., Seite 4279ff. )
Bemerkungen:
Wenn Kuenheim „mit geschlossenen Augen vor seinen inneren Spiegel das Zahlentableau erscheinen“ läßt, arbeitete er offensichtlich mit Visualisierungstechniken. Heute weiß man dass diese Techniken auch beim Hochleistungssport angewendet werden. Offensichtlich kommt man damit zu einem „inneren Wissen“, dem man sonst verschlossen bleibt.
Ein Augenmerk sollten wir auch auf das Kurzspiel legen.
Psi
Bearbeitet von PsiPlayer, 03 March 2011 - 14:07.
#12
Geschrieben 24 May 2002 - 00:53
Zitat
Kein schlechter Gedanke. Nur, wie soll eine „Verlustpanik“ aufkommen, wenn man im „Gewinnlauf“ ist?
Noch schwieriger: Wie soll man „bei Verlusthäufung so besonnen spielen, als hätte man soeben die Spielbank betreten.“?
Das ist ja der Gedanke, wie man aus den "Böhmischen Dörfern" (da stimme ich Lennoxlee zu) einen konkreten Ansatz machen könnte. So wie man bei der "Verlustpanik" das Hirn abschaltet und unter Strom steht und bereit ist, jedes Risiko einzugehen, um möglichst SOFORT (warum eigentlich?) wieder ins Plus zu kommen, müsste man diese Art von innerlichem Ausnahmezustand in positiven Phasen ablaufen lassen können.
Das besonnene Spiel bei Verlusthäufung wäre auch absurd, weil wir auf ungerechte Ereignisse (gegen uns gerichtete) emotional reagieren. Bei antrainierter gegenteiliger Verhaltensweise setzt man Minimum, so als wäre man im Plus und begrenzt den Schaden, statt ihn kopflos zu vergrößern.
Das allein wäre kein Patentrezept, aber ein Denkansatz im Sinne des Themas. Das bezieht sich in meinem Fall auf die Wellenbewegung der Persönlichen Permanenz des EC-Spielers.
#13
Geschrieben 24 May 2002 - 02:58
Der Hasenfuß bei Deinem Gedanken ist „Bei antrainierter gegenteiliger Verhaltensweise...“
Wir sind hier in einem psychologischen Bereich, wo jedes „sich selbst austricksen“ eine Verunsicherung bedeuten kann. Und dieses kann ein Spieler als letztes gebrauchen. Ausserdem ist eine empfängliche Situation empfehlenswert. Denn wir brauchen unsere ehrlichen Emotionen, weil sie das Einzige sind, auf was wir uns verlassen können. Sie sind es, die uns auf Unterscheidungen hinweisen. Man wird crazy, wenn man nicht mehr seinen eigenen Emotionen trauen kann.
Du kannst es natürlich probieren. Aber hast Du vielleicht daran gedacht, falls es nicht klappt, Dich wieder umzuprogrammieren? Ganz schöne Fummelei, die Du mit Dir damit anstellen würdest. Und meines Erachtens völlig ohne Not.
Die Persönliche Permanenz für das EinfacheChancen-Spiel zu nutzen mag favorisierend sein. Aber ich gebe zu bedenken, dass der Kapitalaufwand zur Überbrückung von extremen Wellenbewegungen weit größer sein kann, als beim intuitiv fortgeschrittenen Pleinspiel. Ein weites Feld für kontroverse Gedanken. Mal sehen, vielleicht kommen wir in Zukunft noch mehr auf die Persönliche Permanenz zu sprechen, die ich sehr interessant finde.
Gruß PsiPlayer
#14
Geschrieben 24 May 2002 - 07:05
Um zu diesem Thema einen ernsthaften Gedanken zu fassen, muß erst das richtige Pulver entwickelt werden!
*kopfschüttel*
Aber vielleicht bin ich zu trocken dafür.
Rosa
#15
Geschrieben 24 May 2002 - 19:43
Zitat
Bei Kuenheim ist offensichtlich, dass er eine intuitiv visuelle Wahrnehmung bekommt. Er sieht „plötzlich die Sieben vor sich aufsteigen“. Sein Satz zum „Komplet“ zeigt wie sicher er sich war.
Wenn er von einer „heiligen Zahl“ denkt, dann wird auch klar, dass er über ein tieferes Verständnis von Zahlen verfügt und das sie ihn besonders anregen. Schon im letzten Posting war es die 22, die für Numerologen zu den Meisterzahlen gezählt wird. Und dieses Mal ist es die 7, die viele für die am meisten mediale Zahl halten.
Weiter im Text:
Zitat
Kuenheim beendete das Spiel für diesen Tag. So kann und wird es nicht weitergehen, sagte er sich. ...War es vielleicht doch nur Zufall oder war es wirklich die mediale Steuerung, von der Dr. Bronski gesprochen hatte? Kuenheim war mit sich selbst uneins. Nein, ein Beruf auf die Dauer, das konnte doch das Spiel nicht sein. Oder doch? Wie sagte sein Vater einmal? „Der Gewinn von Heute ist der Verlust von Morgen!“ Es überlief ihn eiskalt. Immerhin hatte er jetzt ein Barvermögen von über 15.000 Mark. (R.K., S. 4279):
Bemerkungen:
Dennoch kommt immer wieder am Schluß seine Unsicherheit durch. Er kann es noch nicht fassen. Und so ergeht es jeden von uns, wenn die Umwelt, hier selbst der Vater, uns in unserer Unsicherheit bestärkt. Dabei gibt es allen Grund zum Gegenteil. Es muß einen tieferen Grund geben warum die Menschen sich gegenseitig entmutigen müssen. Glück darf jeder haben. Aber andauerndes Glück scheint verpönt zu sein.
Psi
Bearbeitet von PsiPlayer, 03 March 2011 - 14:05.
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