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1.Coup des Tages rechts oder links?


23 Antworten in diesem Thema

#1 Mr.Mysterious

    Systemspieler

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Geschrieben 22 December 2005 - 16:53

Hallo. Ich arbeite gerade an einer Auswertungssoftware für Wurfweiten, die ich in VB programmiere. Da ich nach Rechts-bzw. Linkslauf der Kugel auswerte stellt sich mir nun folgende Frage. Wie wird von den Croupiers eigentlich der 1. Coup gehandhabt (Kugel liegt im "Datum")? Ist es dem Croupier überlassen, wie herum er einwirft (also ob die Spielreihenfolge mit rechts oder links beginnt) oder gibt es da Regeln/Gewohnheiten usw? Desweiteren würde mich interessieren, welcher Hebel (üblicherweise ja der, der auf die gefallene Zahl gegen die augenblickliche Drehrichtung der Scheibe folgt) beim 1. Coup genommen wird, da ja keine Zahl vorausging. Wichtig wäre auch zu wissen, wie ein Grossteil der Croupiers damit umgeht, wenn die gefallene Zahl genau am Hebel oder wenige Fächer davon entfernt liegt. Wird in diesem Fall eher dazu tendiert den Hebel zu nehmen oder dann schon den 2. Hebel der darauf folgt.
Wäre schön, wenn jemand hierzu Auskunft geben könnte.
MFG
Mr.M.

#2 sachse

    Hai-Roller

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Geschrieben 22 December 2005 - 17:11

Hallo Mysterious,

die Richtung habe ich vergessen aber in deutschen Casinos wird die Kugel in die Nummer des Datums gelegt. Das wäre dann Deine vorhergehende Zahl.
Du kannst Dir aber die gesamte Arbeit sparen, weil es häufig vorkommt, dass ein Croupier abrutscht und die Kugel verliert oder raus wirft. Dann passiert es oft, dass 2x in die gleiche Richtung gedreht wird und Du Deine Permanenz deshalb in die Tonne kloppen kannst. Außerdem hat die Optoelektronik Macken und zeigt gelegentlich die Nachbarzahl an. Wenn dann der Tischchef zu träge ist, es zu ändern oder es nicht kann, bleibt der Fehler erhalten.
Verwendbar sind prinzipiell nur selbst beobachtete Coups.
So viel zu den sachlichen Fehlerquellen.

Meine Ansicht ist, ein WW-Spiel ist nicht erfolgreich durchzuführen, weil kein Croupier "werfen kann". Weder bewusst noch unbewusst.
Ich kopiere zum 724.x mein Argument dagen noch mit hiereher:


In einem normalen Coup soll die Kugel 15 Runden und der Kessel mit 2,5sec pro Runde drehen.
Die Gesamtzeit des Coups beträgt 15sec.
Es soll in zwei Spielen jedes Mal die gleich Raute im gleichen Winkel getroffen werden, damit der Streubereich der Kugel nach Anschlag an die Raute auch gleich bleibt.
Die Kugel läuft also 15 Runden und der Kessel 6 Runden in 15sec.
Insgesamt passiert die Kugel also 21x37 Zahlen = 777 Zahlen.
Nun erhöhen wir im nächsten Spiel die Kesselgeschwindigkeit um 1/10sec auf 2,4sec. Alles Andere bleibt - wie gesagt - konstant.
Nun dreht sich der Kessel in den 15sec Spieldauer 6,25 mal.
Die Rechnung lautet jetzt: 21,25x37 = 786,25 Zahlen.
Durch die minimale Veränderung der Kesselgeschwindigkeit um 1/10sec entsteht bereits eine Abweichung von rund 9 Zahlen.
Das ist ein Viertel des Kessels und bei 2/10sec würde man mit seinem Einsatz sogar genau gegenüber liegen.
Und nicht vergessen, dass funktioniert auch nur, wenn alle anderen Parameter(Rundenzahl, Raute, Einfallswinkel und Streubereich) alle gleich bleiben. Wenn nicht, wird es völlig chaotisch.
Ich gehe so weit, zu behaupten, ein Croupier kann nicht einmal eine Zahl dauerhaft nicht treffen.


sachse

#3 papi

    Tüftler

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Geschrieben 22 December 2005 - 18:01

Der erste Wurf, sollte ein Rechtswurf sein.
Da Signifikanzen bei WW, wenn überhaupt sowieso nur kurzfristig auftreten(10-12Coups), sollte es genügen die Drehrichtung abwechselnd zu erfassen. Wenn dann mal in die gleiche Richtung gedreht wurde, wäre das zu verschmerzen.

"Genauigkeit ist nicht immer Wahrheit" hat PB mal gesagt.
Auf lange Sicht wirst Du nichts finden, ohne Tisch/Kugel/Drehkreuzstellung/Croupier Informationen mit einzubeziehen.

viele Stücke
Papi

#4 roulettnix

    Gewinnertyp

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Geschrieben 22 December 2005 - 19:06

Mir hat mal ein Croupier gesagt. Früher Kugel im Tagesadatum und Rechtswurf. Heute auch Tagesdatum, aber Drehrichtung egal.
RN

#5 Kiesel

    Gewinnertyp

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Geschrieben 23 December 2005 - 00:20

Selbst wenn man die Rechnung so macht und der Croup. die Scheibe +/- 1/10 dreht, hast du also deine Treffer im Bereich einer Kesselhälfte von 18 Zahlen und nicht über die ganze Scheibe mit ihren 37 Zahlen verteilt. Doppelter Vorteil. Macht er seine gleichmäßigen Würfe nur zur Hälfte, bleiben immer noch 25%. Jeder vierte Wurf bleiben 12,5% und jeder 8te 6%. Ist doch ganz brauchbar, oder?
Das Problem liegt allerdings in der Auswertung. So einfach nur auf dem Papier ist da nichts zu finden.
MfG Kiesel

#6 sachse

    Hai-Roller

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Geschrieben 23 December 2005 - 00:35

Hallo Kiesel,

Du vergisst dabei aber die anderen Parameter.
Es müssen auch exakt die gleiche Anzahl Kugelrunden geworfen werden und die Kugel muss im gleichen Winkel wegen des Streubereiches die gleiche Raute treffen.
Jetzt wird es schon schwerer.
Zusätzlich kann ich Dir garantieren, dass die Gesamtlaufzeit bei gleicher Rundenzahl um 1-2 sec schwankt.
Damit sind alle Berechnungen hinfällig.

sachse

#7 Egon

    Forscher

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Geschrieben 23 December 2005 - 01:15

@ Mr.Mysterious: Die Kugel wird in das Zahlenfach mit dem aktuellen Tagesdatum gelegt und die Scheibe im Uhrzeigersinn angedreht. Das war also der "fiktive Nullwurf"! Dann kommt der erste tatsächliche Wurf wie sonst auch immer: der Croupier nimmt die Kugel raus, dreht die Scheibe in die andere Richtung an und wirft ab (Kugel dann im Uhrzeigersinn/Rechtswurf).
Bei der Wahl der Hebel gibt es unterschiedlichste Gesichtpunkte...
So wie es unterschiedliche Autofahrstile gibt, so gibt es auch unterschiedliche Werferstyles...
Es soll aber Experten geben, die anhand einer Permanenz die tatsächliche Hebelstellung errechnen können.... :hut2:
Achja, dem Forumsteilnehmer SINNER hatte ich mal aktuelle Hebelstellungen hier reingestellt, er wollte etwas ausrechnen...habe nie wieder etwas von ihm gehört.
Vielleicht sammelt er ja inzwischen die Jetons in Wiessee :topp: .

Tipp: Wiesbaden arbeitet ohne Drehkreuze :hoho:

Wie von den Vorredner erwähnt: Live-Daten sind unabdingbar.

@sachse: eine einzelne Zahl ist klar nicht zu treffen. Aber selbst ein Nicht-Pro-Croupier wie meine Wenigkeit kann mittels WW eine signifikanten Überschuß produzieren. Deine 724. Berechnung ist ein Hinweis auf KG-Betriebsblindheit :hut2: ;-) :topp:

;-)

Bearbeitet von Egon, 23 December 2005 - 01:17.


#8 Kiesel

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Geschrieben 23 December 2005 - 09:26

Manchmal sind die Lösungen garnicht so kompliziert wie man glaubt!
Dafür kennst du sicher auch Beispiele.
Das Problem ist mehr, man kann bei korrekter Auswertung nie sagen, ob es sich um Zufall oder Gleichmäßigkeit handelt.

Ist aber alles besser als jedes klassische System, denn jede Anflug von Gleichmäßigkeit bringt einen Vorteil. Mehr negativ als die üblichen Prozente geht nicht (im Schnitt), also ist das WW Spiel mit einer, wenn auch kleinen ,positiven Chance behaftet. Es ist also jedem klassischen System vorzuziehen.

MfG Kiesel

#9 sachse

    Hai-Roller

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Geschrieben 23 December 2005 - 12:18

Zitat

@sachse: eine einzelne Zahl ist klar nicht zu treffen. Aber selbst ein Nicht-Pro-Croupier wie meine Wenigkeit kann mittels WW eine signifikanten Überschuß produzieren. Deine 724. Berechnung ist ein Hinweis auf KG-Betriebsblindheit
Hallo Egon,

wenn das so einfach wäre, wie Du es darstellst, würde ich seit über 20 Jahren so spielen und vor Abwurf setzen, weil ich dann keine Behinderungen durch die Casinos befürchten müsste.

Ich kenne zwar mindestens 25 Leute von früher, die z.T. heute noch mit KG Geld verdienen. Mir ist aber kein WW-Künstler bekannt, der über einen längeren Zeitraum erfolgreich geblieben wäre. Es ist auch nie einer deswegen gesperrt worden. Selbst die Story von Basieux, in Bayern vor Abwurf setzen zu müssen, hat sich als Werbegag erwiesen(Ich habe diese Auflage der Bayern in den 80ern sogar schriftlich bekommen)

Natürlich kann jeder glauben, was er möchte(siehe Systeme) aber wer vor nachvollziehbaren Berechnungen die Augen verschließt, vergeudet seine Zeit.

sachse
P.S. Es war nicht die 724. Berechnung sondern das 724. Mal, dass ich die Berechnung herkopiert habe.

#10 Mr.Mysterious

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Geschrieben 23 December 2005 - 18:46

Hallo Leute!

@ alle: Erstmal euch allen herzlichen Dank für die Antworten!

speziell@egon:

Was du interessantes über den 1. Coup schreibst, ist das in deutschen staatlichen Casinos die Regel und woher weisst du das (eigene Beobachtungen?)?
Ich habe das also so verstanden, dass jeder Tag mit Kugelrechtslauf beginnt, ist das korrekt?
Mir geht es hier nicht darum, zu erwarten, dass JEDER Croupier sich an solche Dinge hält, sondern, dass es der GROSSTEIL tut. Genauso verhält es sich mit der Wahl des Hebels, wenn die gefallene Zahl IN DIE NÄHE des nächsten zu benutzenden Hebels oder gar UNTER ihn fällt. Kann man hier eine Aussage treffen, was der GROSSTEIL der Croupiers tun wird? Hat jemand entsprechende Beobachtungen gemacht?
Was wird denn dann in Wiesbaden (Spielsaal-nicht online!) verwendet, um die Scheibe anzuwerfen?

Mit den besten Weihnachtsgrüßen an alle
Mr.M. :hoho:

#11 sachse

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Geschrieben 23 December 2005 - 19:34

Hallo Mysterious,

die greifen in Wiesbaden wie in mindestens 80% aller Casinos weltweit entweder in die Zahlenfächer oder auf die Zahlen und drehen ab. In vielen Ländern wird auch eine konstante Drehrichtung bevorzugt und zwar so, dass der Croupier, unabhängig ob er links oder rechts vom Kessel steht, immer mit der Vorhand wirft.

sachse

#12 Plato

    Stratege

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Geschrieben 23 December 2005 - 22:24

O je

#13 Egon

    Forscher

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Geschrieben 24 December 2005 - 02:15

@sachse: zum 724. Mal: messerscharf beobachtet, wie beim KG ;-) .

Es ist einfach, nur sind diese Bedingungen schwer zu finden. Du brauchst ja nur Kugel-Kessel betrachten, der WW-Künstler betrachtet noch den Croupier. Dafür hat er ein Ärmelschoner-Ballistik-"System", aber halt weniger Einsatzmöglichkeiten als der KG. Natürlich sind die Übergänge zum KG fließend.

Wieso Werbegag? Basieux ist doch wegen KG und seinem Name zum Setzen vor'm Abwurf in Garmisch verdonnert worden! Was hat dies mit WW zu tun?

Mr. Mysterious: wie Sachse schon mitgeteilt hat, wird der Fachsteg per Finger als "Hebel" zum Umkehren der Scheibenrichtung verwendet. Ebenso korrekt die nur eine Laufrichtung in anderen Ländern. Da kommt es auch vor, daß der Dealer die Kugel einfach mal rausnimmt und irgendwann einwirft. Andere Länder, andere Sitten.

Aber geh doch einfach mal in die "Spielbank" zu Tischeröffnungszeiten....
Die Thematik Hebelwahl mit nachfolgenden Aktionen ist komplex....schau Dir dies ebenso in der Praxis an.

:topp: :hoho: ;-)

#14 Mr.Mysterious

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Geschrieben 24 December 2005 - 17:32

Hallo.

@egon: D.h. also, dass in Wiesbaden der "Hebel" sozusagen das Fach der letztgefallenen Zahl ist?

Wäre das so, ist es für meine Auswertungen zuverlässiger, als ein wirklicher Hebel!

Danke für die Tips!

Mfg

Mr.M. :kerze:

#15 sachse

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Geschrieben 24 December 2005 - 18:12

Hallo Mysterious,

abgesehen davon, dass ich prinzipiell von WW nichts halte, kannst Du nicht davon ausgehen, dass das Fach der letztgefallenen Zahl Dein Ausgangspunkt sein kann. Mit und ohne Hebel ist die Zeit, vom herausnehmen der Kugel aus dem Fach bis zum Abwurf bei jedem Croupier unterschiedlich. Zusätzliche Störungen treten noch durch Verzögerungen auf, weil der Croupier irgendetwas interessantes sieht, eine Annonce bekommt oä. Des weiteren differiert die Kesselgeschwindigkeit von Cr. zu Cr., sodass während der Verzögerung unterschiedlich viele Zahlen vorbeirauschen.
Wenn Du Dir überhaupt mit Hilfe einer WW-Statistik etwas beweisen willst, wirst Du notgedrungen alle Coups selbst beobachten müssen.

sachse





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