Lektion 15: Variationen der Basisstrategie:Doppeln? Die Möglichkeit des Spielers zu doppeln, wobei er akzeptiert, nur noch eine Karte zu bekommen, ist bei richtiger Anwendung eine sehr kraftvolle Option. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie oft ich Spieler gesehen habe, die mit Doppelhänden von 7 oder 8 gegen eine Aufkarte des Dealers doppelten und dann lamentierten und ihr Schicksal beklagten, wenn sie verloren hatten. In der Tat ist ein Dealer mit einer 6er Aufkarte sehr verwundbar, aber da alle Variationen bei den Einsätzen gleichzeitig die mathematischen Gegebenheiten verändern, muss jedes Doppeln gut überlegt werden. Wenn zum Beispiel in einem Sechsdeckspiel der Dealer bei As und 10 stehen bleibt, hat das Doppeln einer Hand von 8 einen Rückgabewert von 10,3%. Dieser Wert erhöht sich auf 12,3%, wenn man bei dieser Konstellation zieht und auf diese Weise das Risikos vermindert. Es gibt aber auch gewisse Punkte, wo es durchaus lohnenswert ist, bei einer 8 gegen eine 6 des Dealers zu doppeln. Das ist immer dann der Fall, wenn noch eine größere Anzahl als normal von 10er Karten im Deck zurückgeblieben sind. Bei dieser Entscheidung spielt auch natürlich der Truecount eine wichtige Rolle. Steigt der Truecount mehr ins Positive, ist es ertragreicher zu doppeln. Wenn andererseits der Count ins Minus abgleitet, ist Ziehen bei einigen Händen die bessere Alternative, besser als Doppeln. Genauso wie Sie Flashkarten zum Erlernen der Ziehen-Stehen-Variationen besitzen, empfehle ich Ihnen nun, sich welche zum Üben des Doppelns zu basteln. Hier nun die dazugehörigen Zahlen: Variationen der Basicstrategie Sechsdecks, Dealer bleibt bei As und 6 stehen. Soft Doppeln ![]() ![]() Hard Doppeln ![]() Hausarbeit Basteln Sie sich ein Paket Flashkarten für diese Variationen und starten Sie mit den Übungen für ihr Spiel. Und wie immer, wenn sie Fragen haben, mailen sie mir unter aceten1@mindspring.com und ich werde umgehend antworten. Wird fortgesetzt Blackjack Themen (Übersicht) |
Blackjack-Schule des Profispielers
Erstellt von Paroli, May 26 2002 18:46
17 Antworten in diesem Thema
#16
Geschrieben 31 July 2004 - 13:18
#17
Geschrieben 19 February 2005 - 13:18
Lektion 16: Splitten oder nicht splitten?
Wenn es ums Splitting bei Paaren geht, ist in erster Linie abzuklären, ob das Casino Ihrer Wahl das Doppeln nach einem Splitting (DAS = Doubling after Splitting) erlaubt. Ist das Doppeln nach einem Splitting möglich, sollten Sie sich die genauen Anwendungsregeln der Basisstrategie ins Gedächtnis zurückrufen. Ich beobachte immer wieder Spieler, die eine Menge Fehler beim Splitting von Paaren begehen; in erster Linie bei einer Hand von 8.8.
Die Meisten wissen einerseits, dass ein Paar von 8 gegen jede Aufkarte des Dealers gesplittet werden sollte, bleiben aber andererseits bei einer 10 des Dealers stehen. Der Preis dieses Fehlers ist nicht sehr groß, weil eine Hand von 8.8 ziemlich selten vorkommt.
Der Spieler hat jedoch beim Stehen eine Erwartung von -0,537% und beim Splitting (wenn doppeln nach splitten erlaubt ist) eine Erwartung von -0,483%. So bringt das zusätzlich riskierte Geld auf lange Sicht gesehen einen besseren Ausgangspunkt. Sie sollten ihr Denken in diese Richtung lenken. Möchten Sie lieber bei einer 16 gegen eine 10 des Dealers stehen bleiben oder bei einer 8 gegen eine 10 des Dealers ziehen? Bein Splitting müssen sie bei einer 8 ziehen. Aber zufällig weisen die Zahlen der Tabelle auch darauf hin, dass Splitting die bessere Verhaltensweise ist, wenn Doppeln nach Splitting gestattet ist, trotzdem kein so großer Unterschied besteht.
Wenn der Truecount ansteigt, werden sie öfters splitten, wenn er fällt, werden Sie seltener splitten. Ein Spiel, welches bei einem hohen Count gerechtfertigt ist, ist das Splitting von 10ern. Es kann zum Beispiel passieren, dass es sich lohnt, ein Paar Bildkarten gegen eine 6 zu splitten. Trotzdem rate ich meinen Schülern von dieser Spielvariation ab, weil es regelmäßig negative Reaktionen der anderen Mitspieler am Tisch hervorruft. Mir ist es normal wirklich gleichgültig, was andere Spieler am Tisch von mir denken, wenn aber das Aufsichtspersonal mein Tun aufmerksam verfolgt, könnte der Verdacht entstehen, dass ich ein Counter bin. Wenn sie aber beobachten, dass ich eine gute Basisstrategie spiele und bemerken dann plötzlich, dass ich eine gute Karte erhalten habe und mache dann irgendetwas so wie eine 10 gegen ein 6er Aufkarte des Dealers zu splitten, überlegen sie, ob ich entweder blöd oder besonders gerissen bin. Ich vermute, das alles trägt zu dem Bild bei, welches man sich im Casino von Ihnen bildet. Wenn es das Bild eines „wilden Mannes“ ist, dann richten Sie auch ihr Handeln darauf aus und spielen ohne Rücksicht auf ihre Mitspieler Ihr provokatives Spiel, wenn es aber das Bild eines, ruhigen, höflichen Antialkoholikers ist, rate ich Ihnen dringend, darauf zu verzichten.
Alle anderen Splittingsituationen sollten buchstabengenau befolgt werden, ganz besonders 4er gegen 5er oder 6er des Dealers (wenn Doppeln nach Splitting erlaubt ist). Die meisten Leute erinnern sich nur vage an den Teil der Basisstrategie, in dem es um Paare geht, infolgedessen wissen sie auch nicht so genau, was an ihrer Spielweise richtig oder falsch ist und fast alle halten es für falsch, 4er zu splitten. Nichts ist beruhigender, als ein korrektes Spiel zu praktizieren und dabei emotionslos wie ein Roboter auszusehen.
Wenn sie die Zahlen in Bezug auf das Splitting der Paare durcharbeiten, wird ihnen auffallen, dass einige nicht mit denen von Stanford Wong und anderen Autoren übereinstimmen. Wie ich schon früher erklärt habe, sind einige noch verfeinert worden, als ein Ergebnis von Friedman`s Studien für ein Antirisikospiel, und ich denke, dass ihnen kein Nachteil entsteht, wenn sie dadurch ihr Risiko etwas verkleinern.

Beim nächsten Mal werde ich Ihnen zeigen, wie sie ihre Kenntnisse der Basisstrategie ohne fremde Hilfe testen können.
[wird fortgesetzt]
Blackjack Schule - Diskussion zum Seminar
Wenn es ums Splitting bei Paaren geht, ist in erster Linie abzuklären, ob das Casino Ihrer Wahl das Doppeln nach einem Splitting (DAS = Doubling after Splitting) erlaubt. Ist das Doppeln nach einem Splitting möglich, sollten Sie sich die genauen Anwendungsregeln der Basisstrategie ins Gedächtnis zurückrufen. Ich beobachte immer wieder Spieler, die eine Menge Fehler beim Splitting von Paaren begehen; in erster Linie bei einer Hand von 8.8.
Die Meisten wissen einerseits, dass ein Paar von 8 gegen jede Aufkarte des Dealers gesplittet werden sollte, bleiben aber andererseits bei einer 10 des Dealers stehen. Der Preis dieses Fehlers ist nicht sehr groß, weil eine Hand von 8.8 ziemlich selten vorkommt.
Der Spieler hat jedoch beim Stehen eine Erwartung von -0,537% und beim Splitting (wenn doppeln nach splitten erlaubt ist) eine Erwartung von -0,483%. So bringt das zusätzlich riskierte Geld auf lange Sicht gesehen einen besseren Ausgangspunkt. Sie sollten ihr Denken in diese Richtung lenken. Möchten Sie lieber bei einer 16 gegen eine 10 des Dealers stehen bleiben oder bei einer 8 gegen eine 10 des Dealers ziehen? Bein Splitting müssen sie bei einer 8 ziehen. Aber zufällig weisen die Zahlen der Tabelle auch darauf hin, dass Splitting die bessere Verhaltensweise ist, wenn Doppeln nach Splitting gestattet ist, trotzdem kein so großer Unterschied besteht.
Wenn der Truecount ansteigt, werden sie öfters splitten, wenn er fällt, werden Sie seltener splitten. Ein Spiel, welches bei einem hohen Count gerechtfertigt ist, ist das Splitting von 10ern. Es kann zum Beispiel passieren, dass es sich lohnt, ein Paar Bildkarten gegen eine 6 zu splitten. Trotzdem rate ich meinen Schülern von dieser Spielvariation ab, weil es regelmäßig negative Reaktionen der anderen Mitspieler am Tisch hervorruft. Mir ist es normal wirklich gleichgültig, was andere Spieler am Tisch von mir denken, wenn aber das Aufsichtspersonal mein Tun aufmerksam verfolgt, könnte der Verdacht entstehen, dass ich ein Counter bin. Wenn sie aber beobachten, dass ich eine gute Basisstrategie spiele und bemerken dann plötzlich, dass ich eine gute Karte erhalten habe und mache dann irgendetwas so wie eine 10 gegen ein 6er Aufkarte des Dealers zu splitten, überlegen sie, ob ich entweder blöd oder besonders gerissen bin. Ich vermute, das alles trägt zu dem Bild bei, welches man sich im Casino von Ihnen bildet. Wenn es das Bild eines „wilden Mannes“ ist, dann richten Sie auch ihr Handeln darauf aus und spielen ohne Rücksicht auf ihre Mitspieler Ihr provokatives Spiel, wenn es aber das Bild eines, ruhigen, höflichen Antialkoholikers ist, rate ich Ihnen dringend, darauf zu verzichten.
Alle anderen Splittingsituationen sollten buchstabengenau befolgt werden, ganz besonders 4er gegen 5er oder 6er des Dealers (wenn Doppeln nach Splitting erlaubt ist). Die meisten Leute erinnern sich nur vage an den Teil der Basisstrategie, in dem es um Paare geht, infolgedessen wissen sie auch nicht so genau, was an ihrer Spielweise richtig oder falsch ist und fast alle halten es für falsch, 4er zu splitten. Nichts ist beruhigender, als ein korrektes Spiel zu praktizieren und dabei emotionslos wie ein Roboter auszusehen.
Wenn sie die Zahlen in Bezug auf das Splitting der Paare durcharbeiten, wird ihnen auffallen, dass einige nicht mit denen von Stanford Wong und anderen Autoren übereinstimmen. Wie ich schon früher erklärt habe, sind einige noch verfeinert worden, als ein Ergebnis von Friedman`s Studien für ein Antirisikospiel, und ich denke, dass ihnen kein Nachteil entsteht, wenn sie dadurch ihr Risiko etwas verkleinern.

Beim nächsten Mal werde ich Ihnen zeigen, wie sie ihre Kenntnisse der Basisstrategie ohne fremde Hilfe testen können.
[wird fortgesetzt]
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#18
Geschrieben 29 November 2009 - 08:46
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