Hallo,
ich bin zwar nicht RF23, aber die Herleitung des sogenannten "2/3-Gesetzes" kann ich euch auch bieten.
Beispiel Roulette:
Die Wahrscheinlichkeit, das irgendeine
bestimmte der 37 Zahlen während 37 Coups
ausbleibt ist (36/37)^37 = 36,285 %.
Die Gegenwahrscheinlichkeit, das irgendeine
bestimmte der 37 Zahlen während 37 Coups
erscheint ist 1 - (36/37)^37 = 63,715 %.
Dieses auf die gesamten 37 Zahlen umgelegt, bedeutet das
statistisch im Schnitt 36,285 % der Zahlen, also 13 oder 14 Nummern nicht kommen, die restlichen 63,715 %, also 23 oder 24 Nummern erscheinen, einige davon natürlich zwangsläufig mehrmals.
Beispiel Würfel:
Die Wahrscheinlichkeit, das irgendeine
bestimmte der 6 Zahlen während der 6 Würfe
ausbleibt ist (5/6)^6 = 33,489 %.
Die Gegenwahrscheinlichkeit, das irgendeine
bestimmte der 6 Zahlen während der 6 Würfe
erscheint ist 1 - (5/6)^6 = 66,511 %.
Dieses auf die gesamten 6 Zahlen umgelegt, bedeutet das
statistisch im Schnitt 33,489 % der Zahlen, also 2 Nummern nicht kommen, die restlichen 66,511 %, also 4 Nummern erscheinen, einige davon natürlich zwangsläufig mehrmals.
Ihr merkt, dass je mehr Elemente die Versuchsanordnung hat, desto höher wird der Prozentsatz der Ausbleiber. Bei 6 Elementen = 33,489%, bei 37 Elementen schon 36,285 %. Aber dieses ((n-1)/n)^n ... (n gegen Unendlich), hat auch einen natürlichen Grenzwert, nämlich 1/e = 0,367879441 = 36,787 %. Wobei e die sogenannte Eulersche Zahl 2,718281828 ist, eine transzendente Zahl, von der ihr sicher schon mal im Matheunterricht gehört habt.
Die nach Leonhard Euler (1707-1783) benannte Zahl e ist die Basis des natürlichen Logarithmus und dient z.B. auch der Berechnung von Wachstumsprozessen in der Natur.
Deswegen müsste die Sache im Grunde genommen eigentlich auch Euler-Gesetz und nicht 2/3-Gesetz heißen. Das ganze ist also nicht etwa ein angreifbarer Schwachpunkt des reinen Zufalls, wie viele hier meinen, sondern eine ganz natürliche Auswirkung des selben.
Angreifbar deswegen nicht, weil diese Gesetzmässigkeiten (In unserem Falle die Auswirkungen der zugrundeliegenden Binomialverteilung) ja nicht gleichmässig eintreten, sondern wie alles im Roulette, auch nur innerhalb ihrer natürlichen, nicht vorausberechenbaren, Schwankungsbreiten.
Gruss: TKC
Bearbeitet von TKC, 13 August 2005 - 01:14.