auf vielfachen wunsch eines einzelnen herren eröffne ich hier einen neuen beitrag, in dem es darum geht, endlich mal auf den einfachen chancen fortschritte zu verzeichnen, die uns voranbringen.
folgende situation:
standardmärsche wie der "avant derniere" bringen uns nicht weiter. nicht wirklich. um dem roulette ein schnippchen zu schlagen, ist es meiner meinung nach wichtig, tendenzen möglichst frühzeitig und feinfühlig zu erkennen und zu behandeln, also tendenzgerecht zu bespielen.
die einfachen chancen haben alleine durch ihre breite und der möglichkeit der gleichzeitigen bespielung der 3 einfachen chancenarten das nach meiner meinung beste potential zum dauergewinner inne. zudem wirkt sich ein gleichzeitiges bespielen auf diesen ecartschonend aus. wer mehr dazu wissen möchte, schaue bitte im haller "die berechnung des zufalls" selbst nach. die teilung des einsatzes stellt einen vorteil gegenüber anderen chancenarten dar.
1.) grob zusammengefasst (bitte lest mal den einen oder anderen früheren artikel dazu von mir) geht es in der ersten stufe darum, den marsch zu bauen, mit seinem anteil an regeln, fiktivspiel und all dem, was ihn ausmacht. dazu eignen sich verschiedene techniken. eine dieser besteht im vergleich mehrerer märsche direkt zueinander - sprich der gemeinsamen marschfindung durch identische merkmale und vorhersagen.
ich selbst bin davon überzeugt, dass ein marsch auf den einfachen chancen ein potential von ca 55,0% trefferquote über zero-halbe innehaben kann, wenn man es verstehen würde, diesen richtig zu interpretieren. 48,65% ist unsere nulllinie. 55,0% werden wir nicht schaffen, dazu bin ich realist genug. aber 51,0% bis 53,0% scheint mir machbar zu sein, wenn man wirklich alle chancen nutzt, den trend aufzuspüren - langfristig.
mit dem satz auf dem letzten oder vorletzten coup reißt man nix. das potential bewegt sich mit sicherheit im promillebereich, sprich eine stelle nach dem komma. denn es sind keine wirklichen trendmärsche.
2.) regeln für das fiktivspiel, in abstimmung mit der qualität des marsches. dies nutzen wir, um zum einen die trefferquote durch serienverluste im rahmen zu halten, und zum anderen, um uns den natürlich innewohneneden schwankungen des marsches anzupassen.
damit wird auch das ziel, den marsch zu beruhigen, anvisiert. dies ist in meinen augen als rouletteforscher fast noch wichtiger als die trefferquote selbst. warum? extreme schankungen sind schwieriger und mit größerem kraftaufwand zu bändigen als ein leichter zeitweiser trend ins minus. und ein ruhiger marsch ist die basis einer dauerhaft gewinnorientierten systematik. grundlage.
3.) progressieren ist gefährlich, überlagern richtungs ballungsprogressionen sind als verlustprogressionen allen anderen vorzuziehen. dazu habe ich auch einmal einen netten artikel geschrieben, bitte noch mal selbst danach schauen.
ich bin kein freund des gleichsatzspieles, und keiner des starken progressierens. erfahrungen im casino zeigen meistens die nachteile beider arten an: gleichsatz sehr eintönig und dauernervenaufreibend, wenn stundenlanges spiel notwendig ist, um wieder nach einem minussaldo zur nulllinie zu kommen. progressionen nehmen leicht überhand, geld gefährdet und der spieleinsatz des tages steht einem großen risiko gegenüber.
mit meiner art der ballungsprogression vereine ich die vorteile beider systeme beim ausschluss der nachteile: mein spiel bleibt überschaubar, wirft regelmäßig kleine gewinne ein, intermittenzen des treffens und fehltreffens verschaffen mir halbe stücke und ich bewege mich in der regel sehr stark im rhythmus des marsches. die abstimmung macht es halt aus - wie bei vielem übrigens auch.
4.) geldmanöver sind keine harakiri-aktionen. und solche planungen wie 2fache reserve sind großer bockmist - ein profi spielt und kapitalisiert mit max 10% am spieltisch des ihm für sein systemspiel zur verfügung stehenden betrages. besser noch mit nur 5%. dazu bedarf es eines anfangsvolumens von 5.000€, oder bei letztgenanntem von 10.000€ bei einem kapital von 500€ am tisch.
dynamik im aufbau ist hier pflicht. wer denkt, das geht alles mit starrer einteilung, der fällt schnell auf die nase, geld fusch, trotz aufteilung auf mehrere töpfe. das kapitalmanagement muss gewinn- und sicherheitsorientiert ausgelegt sein. darum vorhin die ansprache auf die ballungsprogression. für stärkeres risiko beim hochkapitalisieren schwenkt man an den richtigen gesamtspielphasen zeitweilig auf progression anstatt überlagerung um. um das ganz vernünftig zu steueren, benötigt man einen guten stufenweise ausgearbeiteten angriffsplan mit risikoberechnung der verluststrecken und der anzahl der verlusttöpfe, bis die jeweiligen teilerfolge stufenweise eingefahren sind. also: nix für anfänger, nix mit 2facher reserve und dann passt das schon... nada, so nicht!
5.) analyse und statistik sind wichtige hilfsmittel. bedienen wir uns doch auch dieser, um wichtige aussagen über die qualitäten unserer einzelkomponenten zu erhalten. rückwärtsentwicklung ist an den einzelnen stellen immer auch mal mittel zur wahl, aber nie im gesamten. die gesamte systematik wird stückweise aufeinander aufgebaut - step by step.
6.) wie wäre es denn mal, wenn ein jeder von uns mal alles, was er als excelsheet-permanenzen hat, allein an einem ort zur verfügung stellt? nicht das ewige einzelgerippe, wenn das auch einer machen kann und ein anderer dafür was anderes rippt. oder kauft. oder sammelt. oder was auch immer.
mein vorschlag:
ganz am ende unten findet ihr unsere permanenzen. lest dazu den absatz, und so bauen wir uns da mal eine gute bibliothek auf, die auf einem einheitlichen standard beruht. den gebe ich jetzt einfach mal vor, und jeder kann ja für sich das dann recht leicht anpassen, wenn er oder sie andere anforderungen hat.
SO, NUN KANN ES LOSGEHEN:
lasst uns märsche sammeln, die wir in unsere gesamtauswertung mitaufnehmen können, um diese dem direkten vergleich zu anderen auszusetzen. alle möglichen. wer meint, einen "guten" zu haben, der beschreibe ihn uns hier bitte und stellt gleich die verwendeten formeln vor, um diesen zu basteln. wichtig: der muss noch nicht überlegen sein, oder die hammergrenzen oben dauerhaft überschreiten. dazu sind sehr wahrscheinlich 2 oder 3 märsche notwendig, die dann zusammen zum einsatz kommen - als marschteam: der mastermarsch.
willkommen sind alle märsche auf den einfachen chancen: ausgleich, spannung, ecarts, trends, favoriten und restanten, starr oder flexibel, figuren oder chaostheorie, wellenartig oder sonstwie ausgerichtet :-)). wichtig sind aber eindeutige regeln, nicht so wie bei manch einem sytemverkäufer - der mit den 2fachen reserven zum beispiel...
wichtig:
gehen wir uns selbst nicht auf den senkel und lassen in der marschfindung zero außen vor. wie zero aber doch seinen weg in die berechnung findet, dass hat paroli mir auf meine anfrage schön und richtig und ausführlich aufgezeigt. Parolis Erklärung zur Zerobehandlung.
und dran denken, alle märsche rein mit formeln erstellt. also nix mit vba, das ist zwar superflexibel, dafür aber grottenlangsam. das verwenden wir dann rein für andere arbeiten, wie dem automatischen permanenzkopieren und dergleichen.
hier von mir gleich mal ein klassiker, der glaube ich, zu den guten grundmärschen gehört, den leider aber nicht viele kennen:
WRANGLER-MARSCH.
(Quelle: eine alte Roulette-Zeitschrift)
Marschregeln:
Der Satz benötigt ledigleich einen einzigen Vorbuchungscoup.
Dieser wird nachgesetzt, und zwar so lange, bis 2 Fehltreffer in Folge aufgetreten sind.
Zeros werden dabei nicht berücksichtigt (also bei der Satzfindung).
Nach 2 Fehltreffern in Folge wird übergegangen auf die Gegenchance nach derselben Regel.
Ausnahme-Regel:
Entstehen in den letzten 4 Coups (Zeros nicht mitgerechnet) 2 Zweierserien,
dann wird auf die Fortsetzung der Zweierserien gesetzt, also Wechsel zur Gegenchance. Das heißt also, auf Abbruch der Zweierserie.
Zu beachten:
Dies gilt nur bei reinen Zweierserien.
Bei einer Dreierserie (oder höher) mit anschließendem Zweier gilt diese Regel hingegen nicht.
Bild:

Umsetzung (Beispiel Zeile 9 - Coupnummer 5):
Spalte E (Laufende Coupnummer):
=WENN(Permanenz!E9="";"";Permanenz!E9)
Spalte F (Permanenz):
=WENN(Permanenz!I9="";"";Permanenz!I9)
Spalte G (Chance Schwarz/Rot):
=WENN($F9="";"";SVERWEIS($F9;Matrix!$A$2:$B$38;2))
Spalte H (Wrangler Grundmarsch):
=WENN(G9="";"";WENN(H7<>H8;H8;WENN(UND(I7=-1;I8=-1);WENN(H8="S";"R";WENN(H8="R";"S";""));H8)))
Spalte I:
=WENN(ODER(F9="";G9="";H9="");"";WENN(G9=H9;1;-1))
Spalte J (Hilfsspalte für Ausnahmeregel):
=WENN(UND(G4<>G5;G5=G6;G7=G8;G5<>G7;G5<>G8;G6<>G7;G6<>G8);G6;"")
Spalte K (Hilfsspalte für Ausnahmeregel):
=WENN(J8="";"";WENN(UND(G5=G8;G6=G7;G5<>G6;G5<>G7;G6<>G8;G6<>G8);G8;""))
Spalte L (Realsatz):
=WENN(K9="";WENN(J9="";H9;J9);K9)
Spalte M (Treffer und Fehltreffer):
=WENN(ODER(F9="";G9="";L9="");"";WENN(G9=L9;1;-1))
Spalte N (Chancensaldo):
=WENN(M9="";"";M9+N8)
das rennen ist eröffnet! nun bitte viel beteiligung und reicht mal ein, was ihr so habt: also permanenzen und märsche. nörgler, pienser und dergleichen bitte in einem eigenen beitrag austoben - wir hier wollen einen meilenstein setzen!
Lieben Gruß,
Andreas
Permanenzen:
aufbereitete permanenzen findet ihr hier in dieser liste, die, sofern ihr auch fleißig mitmacht, hoffentlich bald richtig lange wird. schickt mir eure sauber aufbereiteten permanenzen zu, ganau nach dem muster:
- jedes jahr einer permanenz bekommt eine eigene excelarbeitsmappe.
- jeder tag bekommt eine spalte.
- jeder monat bekommt sein eigenes sheet.
- die spalte "a" ist für eine fortlaufende coup-nummerierung vorgesehen.
- feiertage und dergleichen erzeugen keine leerspalten, sondern durchgehende und nebeneinanderliegende spaltenanordnung.
- in der zeile 5 beginnt die erste permanenzzahl.
- keine leerzellen durch handwechsel oder dergleichen.
- die sheets heißen 01, 02, 03, ... 12. (nicht namen oder dergleichen. genauso.)
einfach meine vorlagen anschauen, befüllen, und her damit. ich stelle sie dann ein.
Downloads:
1982 Bad-Reichenhall
1984 Garmisch-Patenkirchen
Bearbeitet von Andreas, 27 November 2004 - 15:46.


















