Elefantenjagd Fortsetzung:
Hier die Behördenvariante:
EU-Komission: In einer Rahmenrichtlinie wird festgelegt, was ein Elefant ist, welche Graustufe und Rüssellänge er haben darf und wie laut in dB das Trompeten sein darf. Alle EU-Staaten haben die Richtlinie innerhalb von 3 Jahren in geltendes Recht umzusetzen.
Großbritannien führt den Standard-Elefanten zwar ein, setzt aber die Größe in inch fest und das Gewicht in Pfund. Außerdem muss immer ein Mann mit einer roten Warnflagge vor einem Elefanten hergehen. Aus Sicherheitsgründen werden Import-Elefanten erst nach 20-jähriger Quarantäne ins Land gelassen.
Frankreich besteht auf der Bezeichnung 'olifant' (sprich: olifong), nur um nicht wieder einen neuen Anglizismus zu installieren. Die Franzosen setzen den Elefanten sofort auf den Speisezettel, aber nur den Rüssel - der Rest wird nach Italien verkauft.
Spanien führt die Grenzwerte ein, besteht aber gleichfalls auf der Einführung von Elefantenwettkämpfen, bei denen die 'Elefanteros' mit Schaschlik-Spießen bewaffnet auf die Tiere einstechen. In Spanien sind Elefanten mit Stoßzähnen, die länger als Stierhörner sind, verboten.
Portugal verfügt über keine eigenen Elefanten, aber auch über Wettkämpfe mit aus Spanien importierten, die allerdings nicht getötet werden, sondern zum allgemeinen Gaudium nur mit Fischsoße übergossen.
Italien züchtet Zwergelefanten, die statt 'Töröööö' nur 'Tiriii' oder bestenfalls 'Tiroli' machen. In Italien werden Elefanten gegessen.
In den Beneluxländern sind Elefanten deutlich billiger als z.B. in Deutschland, weswegen viele Deutsche dazu übergehen, ihre Elefanten in den Niederlanden zu erstehen.
Dänemark gibt dem innenpolitischen Druck der "Elefant - nej tak" - Bewegung nach und lässt keine Elefanten zu, genehmigt aber eine Transitstrecke.
In Österreich werden Elefanten in den Hohen Tauern und den Alpen ausgesetzt, um sie wieder heimisch zu machen. Der österreichische Bundespräsident stolpert wegen seiner Jagdleidenschaft auf die scheuen Tiere in eine sog. Affäre und muss zurücktreten.
Polen verfügt nur über Gebrauchtelefanten aus dem Westen. Entlang der polnisch-deutschen Grenze schießen die Elefanten-Märkte wie Pilze aus dem Boden.
In Litauen, Estland und Lettland sind Elefanten für 10 Jahre steuerfrei.
Deutschland:
Die SPD erklärt, Elefanten seien das Sinnbild von Kraft, Intelligenz und Ausdauer und empfiehlt den Einsatz von Elefanten als Zugtier.
Die CDU sieht die christlich-kulturellen Werte beim Einsatz von Elefanten gefährdet und lehnt den von der Regierungskoalition eingebrachten Entwurf für ein 'Elefantengrundlagengesetz' ab.
Die CSU lehnt den Entwurf zwar auch ab, erklärt aber dazu, sie tue dies nur, weil der Einsatz in der Landwirtschaft nicht privilegiert sei.
Die GRÜNEN befürworten den Einsatz von Elefanten; der Ausstieg aus dem KFZ-Unwesen sei längst überfällig. Demonstrativ lässt sich Jürgen Trittin an einen Elefanten ketten.
Die FDP fordert die Gleichstellung schwuler Elefanten.
Die PDS sieht im Elefanteneinsatz das typische Ausbeuterverhalten der Multis und fordert Sozialleistungen wie z.B. Kinderkrippen für Elefantenbabys.
Die NPD lässt verbreiten, der Elefant sei ein undeutsches Tier. Man solle sich auf heimische Großtiere beschränken wie z.B. Ochsen.
Die DVU erklärt dasselbe, aber nur in bestimmten Bundesländern.
Im Bundesrat entbrennt eine heftige Diskussion um die Gesetzgebungskompetenz. Man ist der Ansicht, Elefanten unterlägen der Länderhoheit. Das Bunderverfassungsgericht klärt die Sachlage, so dass nur die Rahmengesetzgebung vonseiten des Bundes erfolgen muss. Parallel zum 'Elefantengrundlagengesetz' werden Landeselefantenordungen geschaffen. Die 'Landeselefantenordnung NW' räumt aber weitgehend den Kreisen und kreifreien Städten die Gestaltungskompetenz ein.
Der Rheinkreis Neuss erlässt daraufhin den ersten 'Elefantennutzungsplan', der als wegweisend gelten kann.
Die Stadt Neuss ist hiermit nicht einverstanden und regt im Städtetag an, große kreisangehörige Gemeinden sollten einen eigenen Elefantennutzungsplan aufstellen dürfen. Dies scheitert aber an dem Umstand, das ausgerechnet die Straßenverkehrsämter die Zulassungen für Verkehrs- und Bauelefanten erteilen müssen. Die Kennzeichnungspflicht bedinge dies, heißt es.
Es taucht das Problem der aus Italien eingeführten Zwergelefanten mit geringer Rüssellänge auf. Nach Auffassung des Bundesverkehrsministeriums erfüllen sie nicht die EU-Richtlinien. Viel schlimmer: wegen ihrer geringen Rüssellänge fallen sie auch nicht unter die inzwischen eingeführte Elefantensteuer. Man einigt sich schließlich darauf, dass Zwergelefanten nur ein Versicherungskennzeichen tragen müssen. Dafür wird eine ergänzende Elefantenpauschale eingeführt, die auf Futtermittel erhoben wird, aber nur für 3 Jahre gelten soll.
Bearbeitet von Carlo, 18 October 2004 - 09:58.