habe mal einen der jüngsten threads zum anlass genommen, einige thesen zum thema 'übertragbarkeit von roulettesystemen auf eine börsenspekulation' anzuschlagen.
da ich mich mit beidem schon beschäftigt habe (nebst deftiger lehrgeldzahlung
also:
welche vorteile habe ich bei einer börsenspekulation, im vergleich zum roulette ?
1. kein tischlimit, progressionen können (theoretisch nur durch die eigene kapitaldecke begrenzt) unendlich hoch gefahren werden.
2. die einzelnen coups (gehen wir z.b. von börsentagen aus) verhalten sich nicht zu 100% zufällig
3. es gibt klar ausmachbare trends, die durch charttechnik aufgespürt werden können
4. die entwicklung der börsentage ist nicht immer voneinader unabhängig
5. es gibt keinen bankvorteil !
6. fachwissen kann eingebracht werden
7. es kann mit stopploss/stoppbuy gearbeitet werden
soweit die vorteile, nun zu den nachteilen:
1. ich habe kapitalkosten in höhe der börsenspesen
2. mindestcoupgröße 100-200 euro, sonst fressen die gebühren den gewinn auf.
3. ich muß gewinne versteuern
4. ich muß den markt beobachten
ich finde, das sind deutlich bessere voraussetzungen als beim roulette, die vielleicht
in einer passenden strategie zu gewinnen führen könnten !
also wie gehen wir vor !?
ich schlage vor, wir gehen die bekannten spielsystem nacheinander durch, fangen wir mit der m.m. nach aussichtsreichsten an:
EC hinterhersetzen
im roulette schon bekannt, transponiert auf die börsenspekulation. der einfachheit halber behandeln wir jeden einzelnen börsentag als einzelnen coup, z.b.
03.05. coup 1
04.05. coup 2
05.05. coup 3
die ECs bilden wir ab durch 'verlust zum vortag' und 'gewinn zum vortag', also V und G.
die coups sehen dann so aus (fiktiv):
03.05. V
04.05. G
05.05. V
usw.
was sind unsere jetons ? ich schlage turbo-optionsscheine auf den dax mit knock out vor (basispreis jeweils 50 punkte abstand zum dax auf tagesschlußkurs-basis), da diese a) so gut wie kein aufgeld haben und b) kaum auf die vola reagieren, also recht transparent in der preisermittlung sind. ausserdem reichen relativ kleine kursbewegungen, um den schein deutlich im wert wachsen zu lassen.
kurze erklärung hierzu:
der einfachheit halber sei der wert eines turbos die differenz zwischen basispreis und wert des dax-index. beispiel:
der dax notiere bei 3.800 punkten, ich habe einen dax-turbo bull mit basis 3.750, der wert des turbos sei somit 50,- euro (bei bezugsverhätnis 1:1). steigt der dax über nacht um sagen wir 50 punkte (also auf 3.850 punkte), dann ist der turbo doppelt soviel wert, nämlich 3.850 - 3.750 = 100,- euro. wir hätten somit im roulette eine einfache EC gewonnen ...
fällt der dax hingegen über nacht um 60 punkte, ist der turbo sofort wertlos, da der dax mit 3.800 - 60 = 3.740 punkten unter die knock-out-schwelle von 3.750 gefallen ist. das wäre für uns der fall, wenn wir im roulette auf 'ROT' setzen und 'SCHWARZ' kommt - wir verlieren den einsatz ...
soweit zu den rahmenbedingungen, als einfaches modell. postet mir mal ob ihr interesse daran habt, das thema weiterzuentwickeln, bevor ich hier zuviel zeit investiere ...
denn wir haben haben bei einer börsenspekulation nicht nur ROT und SCHWARZ, sondern auch zwischentöne (und das würde jetzt zu kompliziert), dazu aber später mehr (bei interesse) ...
gruß,
sweener












