Hi JojoGo,
danke für Deinen konstruktiven Beitrag.
Dazu sag ich folgendes:
1. Hier gebe ich Dir einmal ein Beispiel für eine der
Berechnungen von Gewinnerwartungen. Es soll die Gewinnerwartung
für Setzen auf die "Black Jack"-Wette bestimmt werden.
Unter der Annahme eines grossen Schlittens ist die Wahrscheinlichkeit
W(BJ), einen Black Jack zu bekommen, aus den Wahrscheinlichkeiten
W(Ass) und W(10/Bild) für das Ziehen eines Asses oder einer Zehn/Bild
berechenbar:
W(BJ) = W(Ass) * W(10/Bild) + W(10/Bild) * W(Ass)
Mit den bekannten Werten 1/13 bzw. 4/13 für W(Ass) bzw. W(10/Bild) folgt
W(BJ)=8/169.
Die Gewinnerwartung E(BJ) auf die BJ-Wette nun ergibt sich zu
E(BJ) = 19 * W(BJ) - (1-W(BJ))
Schließlich folgt
E(BJ) = 20*8/169 - 1 = -5.33%
Dies ohne Berücksichtigung des im Gewinnfalle erwarteten Trinkgeldes (!).
2. Dein Einwand, daß das Ziehen von Karten und das Registrieren mittels Card
Counting für die Wetten "Black Jack", "Silver Jack" und "Gold Jack" sei
gewinnträchtig, trifft's voll!
Leider muß sich aber auch hier - wie beim normalen Card Counting - durch
Ziehen voller Karten aus dem Schlitten erst einmal ein nennenswerter Indexcount
(Count pro Deck) aufbauen, und das passiert bei Verwendung von Mischmaschinen eben
praktisch nie oder nur ganz selten - leider. Nach den Bedingungen, die ich bisher
gefunden habe, kann ich nur sagen: Lohnt nicht !
3. Die Abneigung gegen noch'n Black Jack-Buch kann ich nachvollziehen - wo es doch
gerade im englischsprachigen Bereich bereits einen Haufen Werke gibt.
Das oben genannte Buch jedoch ist gerade für Leute, die es genauer wissen wollen,
eine Besonderheit, weil es so etwas auf dem deutschen Buchmarkt bislang nicht gibt:
Es wird die komplette Theorie hergeleitet - der Mathematik-Anteil ist hoch.
Wer sich hier angesprochen fühlt, für den dürften die 285 Seiten Black Jack -
Knowhow wohl richtig sein.
Und es ist eben auf deutsche Verhältnisse zugeschnitten - keine "Hole Card"!
Gruß
Michael