Chart-Technik und Gleitende Durchschnitte
#1
Geschrieben 07 February 2002 - 10:03
Wer von euch hat praktische Erfahrungen in Verknüpfung mit der Anwendung von Chartanalyse und Roulette ???
Habe durchaus bei Kurslinienstudien positive Ergebnisse gehabt.
So z. B. läßt sich der Wellenbewegung in der Permanenz sehr gut mit den Elliott-Wellen-Methode analysieren. Außerdem wird bei Anwendung der Chartmethodik in ungünstigen Phasen kräftig Jetonumsatz gespart und man kann sich auch über mehrere hundert Wurfcoups besser dem Permanenzverlauf anpassen...
Auch der Kombination gleitende Durchschnitte mit den chances simples und den beiden Transversalarten bin ich ganz zufrieden.
Gruß nochmals an alle Interessierten !!!
#2
Geschrieben 07 February 2002 - 16:06
meine "praktischen" Erfahrungen mit Elliott, Parabolic SAR, gleitenden Durchschnitten und einem ganzen Sack voll weiterer Möglichkeiten beschränken sich auf die Analyse von Permanenzen, die veröffentlicht sind.
Ich bin kein Spielbankgänger, sondern hatte nur an den Weihnachtsfeiertagen Zeit zum Surfen im Internet, und stiess dabei auf die unzähligen Online-"Spielbanken" mit Sitz in der Karibik und sonstwo.
Seit der Eröffnung der Deutschen Terminbörse in Frankfurt (Februar 1990 / heute heissen die EUWAX) betreibe ich privat einen schwunghaften Wertpapierhandel, und seit einigen Jahren auch Devisenhandel. Über die Feiertage waren die Märkte geschlossen, und so kam mein Interesse der Verknüpfung von Charttechnik und Roulette.
Im Online-Bereich kann man das aber vergessen. Als ich im Global-Player-Casino im Januar 50mal 0,20$ auf Rot gesetzt habe, bildete sich eine Schwarz-Tendenz. Als ich danach 50mal 0,20$ auf Pair gesetzt habe, bildete sich eine Impair-Tendenz. Und als ich zum Abschluß 50 mal nacheinander auf Manque und Passe gleichzeitig gesetzt habe kam eine erstaunliche Häufung der Zero. Ich glaube letztere Möglichkeit des Setzens besteht heute gar nicht mehr, da erscheint jetzt ein PopUp, aber im Januar ging das noch. Die zuerst genannten Möglichkeiten bestehen auch nicht mehr, denn die Minimum-Einsätze wurden gerade verfünffacht. Dieser "Test" würde heute also mehr Kapital erfordern, als ich in die Karibik senden würde. Außerdem ist das Spiel dort illegal.
Bei den echten Spielbanken in Deutschland darfst Du deine Computer aber nicht mit reinnehmen. (Also spar Dir die Mühe, alles auf eine Sackkarre zu stapeln, und loszuziehen
Wenn dann die deutschen Spielbanken online zu bespielen sind, werden sicher die Limits so gesetzt, dass eine charttechnische Analyse sich nicht lohnt.
Also Geld verdienen als Roulettespieler? Technisch möglich, wenn man sich ein Trendfolgesystem bastelt, und im Französischen Roulette nur die Einfachen Chancen bespielt.
Aber wo bleibt dann noch der Spaß?
MfG
--
ElRolfo
P.S.:
Für Leute wie Dich, ist der Devisenmarkt wie geschaffen, der Handel läuft online, und die Kursveränderungen sind überprüfbar. (Wenn der Yen fällt, dann tut er das nicht nur bei einem Broker)
#3
Geschrieben 07 February 2002 - 16:54
hab dank für Deinen Beitrag !!!
Sicherlich kann man wenn man es alleine spielt nur mit alten Permanenzen zu Hause testen...
Nur muß man die Trendfolgeindikatoren umprogrammieren und auf Roulette anpassen. Standardsoftware hat nur z. B. Bollinger Bands-Stand.-Wert 20. Sehr gut anzuwenden sind mind. zwei GDs auf den chances simples.
Auch Parabolic SAR oder Keltner Kanäle bieten sich an...
Mit besten Grüßen:
-billedivoire-
#4
Geschrieben 07 February 2002 - 17:29
Eigentlich interessieren bei einem Trend ja nur die drei Möglichkeiten:
- ist es ein Aufwärtstrend (dann steige ich ein)
- ist es ein Seitwärtstrend (dann warte ich ab)
- ist es ein Abwärtstrend (dann auf die Gegenchance setzen)
Ich denke, da reichen beim Roulette die gleitenden Durchschnitte, und die könnte man sich noch "zu Fuß" auf dem Papier errechnen. Die bereits gespielten Zahlen eines Tisches kann man sich angeblich ausdrucken lassen, und dann braucht man nur noch einen Stift und seinen Kopf.
Ich werde das aber nicht weiterverfolgen.
Bis denn
--
ElRolfo
#5
Geschrieben 07 February 2002 - 18:24
#6
Geschrieben 07 February 2002 - 18:50
...sorry, die DTB in Frankfurt wurde natürlich in Eurex umbenannt, die EUWAX sitzt immer noch in Stuttgart.
@zero
Bahnhof zu verstehen reicht völlig, wenn man die statistischen Auswertungen komplizierter macht, werden die Ergebnisse deswegen noch lange nicht besser - im Gegenteil.
RCEC hat eine nette Sache ins Forum gestellt, und die Auswertungen von Franky sind super. Das mal in echt zu spielen könnte wirklich Spass machen. Zum Abschalten an verregneten Wochenenden ist das doch mal was anderes.
--
ElRolfo
#7
Geschrieben 07 February 2002 - 19:23
CHART-TECHNIK
In der obigen Grafik [hier nicht dargestellt] sehen Sie eine quergeschriebene Permanenz. Von der Baden Badener Permanenz (1995) wurde jeweils nur der 1.Coup je Tag bespielt. Daraus entstand eine Zahlenreihe von 357 Coups, die in etwa einer Tages-Permanenz entspricht. Die untere Kurve zeigt den Saldoverlauf, wenn der Coup1-Spieler immer im Gleichsatz auf Pair gesetzt hätte. Die obere Kurve stellt den Saldoverlauf dar, der sich aus der Bespielung des "gleitenden" 9-Coup-Durchschnitts ergab, der zum 18-Coup-Durchschnitt ins Verhältnis gesetzt wurde. Dabei wurde als Grundlage die Pair-Saldo-Kurve verwendet. Sobald der GD9-Wert den GD18-Wert unterschritt, wurden "Negativsätze" auf Impair getätigt, lag der (gleitende) 9-Coup-Durchschnittswert jedoch über dem GD18-Wert, wurde mit dem "Coup1-Spieler" auf Pair gesetzt.
Der Gleitende Durchschnitt kann also (bei korrekter Anwendung) das Ergebnis zwischenzeitlich verbessern, da in schlechten Phasen kurzfristig das Spiel "umgedreht" wird. Diese Idee ist nicht neu, konnte aber von den Klassikern nie so recht in die Praxis umgesetzt werden, da die Anpassungs-Mechanismen stets zu starr festgelegt waren. Der Gleitende Durchschnitt ist viel elastischer und kann sich tatsächlich besser dem Spielverlauf anpassen. Aus der Börsenwelt ist dieser Indikator nicht mehr wegzudenken, da er sich bestens bewährt hat. Der GD-Saldoverlauf beginnt natürlich erst am 19.Tag (bzw. im 19.Coup), da für die Berechnung der Durchschnittswerte ein Vorlauf da sein muß.
Im Heimbuchungsverfahren könnte man ohne Streß bis zu 50 (oder mehr) "Quer"-Spiele dieser Art machen.
| Nebenstehend sehen Sie noch einmal das Prinzip der sich kreuzenden Durchschnittslinien als Signalgeber. Ein starres Spiel (immer nur auf Pair) hätte nach 357 gesetzten Coups ein Verlustergebnis gebracht. Bei Beachtung der Gleitenden Durchschnitte (wie auf Seite1 beschrieben), verbesserte sich das Ergebnis deutlich. Daran änderte auch das zwölfmalige Erscheinen von Zero nichts. Leider funktioniert das nicht immer. Bei bestimmten Konstellationen kann es zu gehäuften Fehlsignalen kommen. Andererseits gibt es kaum ein besseres Mittel, jeden beliebigen Marsch zu verbessern bzw. sogar ins positive Gegenteil umzukehren. Man paßt sich der Permanenz viel elastischer an. | ![]() |
In der unteren Grafik sehen Sie nochmals die Pair-Saldokurve. Diesmal wurden die 357 Ergebnisse in ein professionelles Börsen-Programm eingespielt. Es wurde so getan, als würde es sich um die Ergebnisse einer Aktie handeln. Deshalb wurde der Anfangswert auf 100 gesetzt. Denn es gibt keine Aktie, die einen negativen Wert hat. Statt von 0 auf -13 geht es am Anfang also von 100 auf 87. Die Verläufe bleiben ansonsten völlig identisch. Der sogenannte MACD-Indikator lieferte die Signale. "Kauf" (Pfeil nach oben) entsprach Satz auf Pair ständiges Mitsetzen der Chance, bis zum Gegensignal), "Verkauf" (Pfeil nach unten) signalisierte Satz auf Impair (bis Gegensignal). Ergebnis: +14 % (incl. Zero).

Soweit zum damaligen Beitrag. Aus heutiger Sicht muss man die Sache nüchterner betrachten. Trotz nahezu perfekt ausgeklügelter Tradingprogramme, die teilweise mehrere zehntausend Dollar kosten, schneiden die verschiedenen Anwender an der Börse (mit gleicher Software) unterschiedlich gut bzw. schlecht ab. Auch da klappt es also nicht mit dem starren System, sondern es gehört noch etwas mehr dazu.
Genau so sehe ich es mit Roulette-Systemen. Sie können teilweise hilfreich sein, aber sie sind nicht der alleinige Schlüssel zum Erfolg.
#8
Geschrieben 07 February 2002 - 20:11
das ist im Prinzip das was ich meinte.
Nur darf man natürlich niemals warten, bis sich die gleitenden Durchschnitte (wie im oberen Beispiel gezeigt) bereits geschnitten haben, und das dann erst als Einstiegssignal ansehen. Die größte Bewegung hat man dann nämlich gerade verschlafen, und es kommt erst mal eine Konsolidierung, die man dann voll mitbekommt. (ich glaube man spricht in diesem Forum von einem "Rücklauf" - ich habe die Terminologie noch nicht drauf)
Stattdessen betrachtet man den grossen Trend (the trend is your friend), steigt zu einem "preisgünstigen" Zeitpunkt ein, also im Bereich des gleitenden Durchschnitts oder knapp darunter bei einem Aufwärtstrend, und fährt mit dem Trend mit wobei man sein Stop-Loss brav nachzieht.
An den Finanzmärkten kein Problem, aber beim Roulette...ach nee, dann lieber RCEC!
MfG
--
ElRolfo
#9
Geschrieben 12 February 2002 - 00:27
Ich bin seit 1982 bis heute aktiver Aktienmarkt-Trader und habe mich in den 90-igern 3Jahre lang mit dem Thema: ?Analogien zwischen Börse/Aktienmärkte und Roulette? beschäftig ( u.a. auch mit dem genialen RC, RI, RX, RD, RS, RL) und habe seit ca. 10 Jahren praktische Roulett-Erfahrungen. Leider fehlt mir momentan die Zeit über meine Erfahrungen ausführlich zu berichten, bin aber bereit, auf konkrete Fragen aus dem Forum einzugehen. Dank an PAROLI für dieses großartig gemanagte Bord und alle Hochachtung für PLUS für seine mühevollen Ausarbeitungen. Hoffentlich behält er die Begeisterung bis zum Schluss.
Kurzes Erfahrungs-Resüme` für Börse und für Roulette:
1. WARTEN auf eine "gute" PHASE (Hausse,Baisse,persönl.gut drauf, guter Tag/Tisch/Permanenz)
2. The trend is your friend (besser:der TRENDKANAL)! Ohne STOPLOSS zu spielen (Geldmanagement) ist wie Autofahren ohne Bremse.
3. Die einfachsten Methoden/Verfahren/Systeme sind die wirkungsvollsten z.B. bei der Charttechnik nur (LINEAL u.) BLEISTIFT zum Zeichnen der Trendkanäle dann ggf. noch Candelstickcharts, Bollingerbänder u. MACD. Gleitende Durchschnitte geben viel zu spät Signale!!!
Best of the best sind CHART-FORMATIONEN wie "Schulter- Kopf- Schulter, Dreiecke, Diamanten, Widerstände u. Unterstützungen".
4. Die Anwendung der Charttechnik ist auch sehr hilfreich bei dem persönl. Bilanzverlauf (z.B. Abbruchkriterium etc.)
5. Training von kaltblütigem emotionslosem Handeln.
6. OHNE FLEISS KEIN PREIS.
Was nicht analog ist:
In heissen Börsenphasen laufen/fallen alle 1 Million Titel gleichzeitig = Geht Butter geht auch Käse. Im Kessel hat's immerhin nur 37 "Aktientitel" - paradiesisch !
Weiterhin GutKessel wünscht allen
plein
PS
Bitte auch meinen ggf. zu kurz geratenen Beitrag "PLEIN auf SEKTOREN" beachten.
#10
Geschrieben 12 February 2002 - 09:51
Sicherlich sind die festen Indikatoren, die in der allgemeinen Börseensoftware implementiert sind- nicht der Weißheit letzter Schluß !!! Aber letzendlich bringen sie bei veränderten Werten mehr in der Praxis als die erwerbbaren Systeme ( wenn System überhaupt die richtige Bezeichnung ist ).
Haben Sie schon einmal die Satzergebnisse einer Plus/ Minusfolge auf den chances simples mit einem neuronalen Netz eines Analyseprogrammes verknüpft ??? Die Ergebnisse sind noch vielversprechender als diese, die mit mehreren GDs erzielt wurden. Von den Transversalen ganz zu schweigen.
Was bei masse egale gute Überschüsse bringt kann dann natürlich auch mit einer Progression noch weiter ausgeschöpft werden...
Habe EC mit GDs und der ganz gefährlichen matingale auch schon erfolgreich bespielt !!!
Beste Grüße und eine gute Kugel
-billedivoire-
#11
Geschrieben 12 February 2002 - 23:59
Deine Bemerkung mit den neuronalen Netzen hat mich aufhorchen lassen. Ich wollte mich schon lange mal um diese Modellierung kümmern – habs zeitlich nie geschafft!
Hast Du so ein universelles Neuronales Netz, das einfach zu handhaben ist?
Vielleicht solltest Du für dieses Thema ein neues Brett aufmachen?
Weiterhin GutKessel wünscht Dir
plein
#12
Geschrieben 07 March 2002 - 01:27
Hallo Roulettefreunde.........
Wer kennt sich aus mit der Chartmethode....?
Habe eine Zeit lang sehr gute Erfolge damit erzielt,aber
zum schluss aufgegeben.....!
Experentiere mit der Persöhnlichen Permanenz...!
weiß jemand von Euch mehr.....?
[Beitrag wurde von woanders ins passende Thema verschoben Gruss Reisswolf]
#13
Geschrieben 10 March 2002 - 11:04


#14
Geschrieben 10 March 2002 - 14:10
schaut ja recht interessant aus - verstehe ich aber leider nicht.
könntest du die grafik vielleicht etwas erklären, wie und was man daraus lesen soll?
herzlichen dank
#15
Geschrieben 10 March 2002 - 14:51
Ich habe mal ein paar Seiten heraus gesucht, auf denen das Prinzip beschrieben wird. Die Versuche mit der Point&Figure-Charttechnik sollten dazu dienen, Tendenzwechsel besser zu erkennen. In der Praxis war das Buchungsverfahren zu umständlich, aber es hatte eine Zeit lang funktioniert.
www.tripletop.de/publications/BoerseNow_PF1.pdf
www.charttec.de/point/widerstand.htm
www.boersenlexikon.de/pointcha.htm
finanzportal.wiwi.uni-sb.de/tech/Kapitel6.htm
Gruss Paroli
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