mal ne frage an die profis
wie ja jeder weis bin ich pokerfanatisch. nun weis ich aus meinen game das jeder mensch seine eigene natur besitzt und diese nicht ohne weiteres einfach ablegen kann. deshalb haben anfänger beim poker auch keine chance zu gewinnen weil die natürlichen spielstile (lose-aggressiv und tight-passiv) langfristig nicht gewinnen können. der gute spieler spielt den unnatürlichen tight-aggressiven spielstil (vorsichtig-aggressiv) der aber über viele jahre erlernt werden muss. wer jetzt denkt das das wissen darüber ausreicht um den spielstil zu verändern, irrt- die eigene natur lässt sich nicht verarschen, es kommt wie es kommen muss.
wenn mich jemand beim poker check/raisest dann bin ich verärgert weil ich mich reingelegt fühle. passiert mir das ein paar mal dauert es nicht lange bis ich tilt bin und die kontrolle über meine handlungen verliere. diejenigen die pokern, wissen, das auch nur die geringste emotionale schwankung, auswirkung auf das eigene handeln hat. daran können wir auch nichts ändern. manchmal würden wir es selber garnicht merken wenn nicht während einer tilt-session unser kontostand abgenommen hätte. der gegner besitzt eine erhöhte edge gegen uns, weil wir nicht richtig denken können.
genau das der punkt den ich beim roulette angreifen will, nur mit dem unterschied das ich gegen die bank nur antrete wenn der croupier in bester psychischer verfassung ist.
wenn ein croupier in emotionaler ausgeglichenheit, gedankenlos seiner routine nachgeht, müssten alle seine würfe die selbe wurfweite bis zum rautentreffer aufweisen. die art wie er die kugel schmeisst sollte durch seine routine -der er sklave ist- ebenfalls konstant sein, weshalb die wurfweite wohl hauptsächlich von der abwurfgeschwindigkeit abhängt. ein routinierter ausgeglichener croupier (der eventuell schon so routiniert ist, das ihm langweilig ist) wird langfristig seine aktionen eher standartisieren als variiren. anders gesagt: wenn er sich nicht überwindet mit dem hund gassi zu gehen, sind seine kugelwurfweiten immer gleich lang. genauso verhalt es sich mit dem zahlenkranz- er wird ihn in gedankenlosigkeit immer mit der gleichen kraft anschieben, die er gewohnt ist.
also angenommen meine theorie stimmt, dann könnte ich mit der durchschnittlichen kugellaufleistung bis zum rautentreffer + der anzahl der fächer die einen definierten punkt passieren, die fächeranzahl ermitteln die die kugel bis zum rautentreffer braucht.
1 kugelrunde sind 37 fächer.
beispiel: der croupier wirft bis anschlag raute 5,25 kugelrunden, macht 194 fächer.
dreht bis anschlag raute 4,5 kesselumdrehungen, macht 166 fächer.
da kugel und kessel gegeneinander laufen hat die kugel insgesamt 194+166 = 360 fächer bis zur raute passiert
wenn ich z.b weis das der croupier in den letzten 4 würfen durchschnittlich 400 fächer geworfen hat und der höchste und niedrigste wurf recht nah bei einander liegen vllt. 360 und 430, wäre das ein indiz dafür das der nächste wurf ebenfalls in diesem bereich stattfindet. ich würde dann, nach abwurf, das entsprechende spektrum bzw. den wahrscheinlichsten treffer-kesselsektor großflächig mit chips abdecken und bekomme somit bessere odds als das casino (die streuweite ist jetzt mal aussen vor). wenn ich merke das der croupier die stimmung verliert, plötzlich konzentrierter arbeit, oder die differenz der einzelnen wurfweiten stark auseinander driften.. kann ich keinen aussagekräfitigen durchschnittswert mehr ermitteln, höre auf und suche mir einen anderen tisch. die strategie verlangt das das wurfweiten-rating des croupiers immer auf aktuellen stand ist- ich denke die letzten 4-5 vergangenen coups wären sinnvoll um eine prognose zu wagen.
was sagen die profis hier.. könnte das klappen?
Bearbeitet von miboman, 02 March 2012 - 14:53.