aural sagte am 11 April 2012 - 15:43:
hi cream
das mag an mehreren faktoren liegen. hauptsächlich denke ich, dass es daran liegt, dass man im livespiel hauptsächlich schwächere spielertypen findet. ein durchschnittlicher onlinespieler hat live in aller regel eine edge. ist auch irgendwie logisch. online kann man pro stunde auch als fortgeschrittener anfänger an 4 tischen etwa 300 hände pro stunde spielen. live kann man in der selben zeit nur etwa 30 hände spielen. onlinespieler entwickeln sich also deutlich schneller als livespieler (bzw. sie können sich schneller entwickeln). ich würde dir also auf keinen fall dazu raten, nur noch live zu spielen. ich würde dir empfehlen, online zu trainieren und live geld zu verdienen.
grüße
s.
Hallo aural,
danke für den Rat und ich denke, dass du Recht hast was die mögliche Entwicklungsgeschwindigkeit der Spieler angeht. Allerdings denke ich, dass ich in 30 Live gespielten Händen "mehr" (im Sinne von umfangreicheres) über Poker lernen kann als bei 300 Händen online.
Bei mir war es so, dass wir uns oft zu privaten Pokerrunden mit 6-10 Leuten (die teilweise schon ziemlich advanced waren) getroffen haben und danach gemeinsam zum Party machen. Das ging ungefähr 1 bis 1 1/2 Jahre. Als wir gespielt haben (zum Ende meiner Schulzeit/2005-2006) gab es bei uns keine möglichkeit für Livespiel. Wir haben im Internet recherchiert aber es gab keine Möglichkeit für ein cash game. Nirgendwo. Dann haben wir irgendwas gelesen vonwegen in Hamburg an der Reeperbahn gäbe es einen Pokerclub wo man um Bargeld spielen kann.. Jedenfalls sind wir dann dahin gefahren (400km ca) und mussten feststellen, dass das einzige was man gewinnen konnte irgendwelche Punkte/Jetons waren die man dann DA gegen Getränke tauschen konnte.
Alles in Allem waren wir am Ende ziemlich besoffen.
Irgendwann danach hat die Poker Bundesliga gestartet und dann wurde jeden Mittwoch und Freitag gespielt. Da war es so, dass man die Leute irgendwann ein bisschen besser kannte und man sich natürlich ausgetauscht hat. Besonders in den Gesprächen kann man viel lernen.
Ich denke man kann viel über theoretisches Poker im Internet lernen.. viel über die Mathematik etc. aber der wichtigste, nämlich der psychologische Teil, fällt fast komplett aus. Die einzige Psychologie die mir beim Onlinepoker begegnet ist ist diein Zusammenhang mit Sitzplatz und Stackgröße wenns in die Phasen des Blind stehlens geht.
soviel geschwafel, sorry..
was ich eigentlich vor hatte zu schreiben:
Mir ist es wichtig besser zu sein als die anderen. Beim Poker verleitet mich dieser Wille oft dazu "gefährlich" zu spielen. Ich spiele sehr unorthodox.
Mit besser sein meine ich, dass ich meinen Gegnern am liebsten keine Hand gönnen würde. Natürlich haben aber auch die so oft wie ich "gute" Karten. Wenn also ein Moment des "C.R.E.A.M. will gewinnen" auf einen Moment des "mein Gegner hat auch gute Karten" trifft, verliere ich meist. Da ich natürlich auch mit schlechten Karten gewinnen will.
Fazit: Heads-up wäre die einzige Spielvariante die ich mir langfristig vorstellen könnte um mein Ego zu beflügeln. Ego und Geld will ich aber nicht vermischen. Poker nur zum Spaß. Aber um es zum Spaß zu spielen macht es mir zu wenig spaß da die unbekannte (die Karten) es unmöglich macht durch Können immer zu gewinnen. Nur öfter als verlieren ist möglich. Das ist zu wenig für Spaß!