Ich habe ja nur in Flensburg und Kiel Erfahrung. Und speziell in FL (reines Automatencasino mit MultiRoulette) ist es schon so, daß dem Spieler die Daumenschrauben stramm angezogen werden. Die Auszahlung auf Plein beträgt 1:34, d.h. die Troncabgabe wird bei Plein-Gewinn sofort abgezogen. Was die Kassenmitarbeiter aber nicht davon abhält, auch bei Barauszahlungen einen zusätzlichen Obolus zu erwarten.
Am Touchscreen des MultiRoulette ist es außerdem möglich, den Wert der Stückgröße zu wählen. So beträgt der Wert des kleinsten Stückes in FL 0,50 Euro, in Kiel 1 Euro. Diese Stückgröße läßt sich dann entweder mit dem Faktor 10 oder dem Faktor 100 multiplizieren, was dem Wert von 5 Euro bzw. 50 Euro in FL entspricht und 10 Euro bzw. 100 Euro in Kiel.
Das ist natürlich ein Unding! Dafür fehlen im Grenzland zu Dänemark schlichtweg die Spieler, welche gewillt sind mit solch hohen Einsätzen zu spielen - noch dazu am Automaten. Das Spiel des Kieler MultiRoulette wurde eine Zeitlang sogar mit Doppelnull angeboten, d.h. mit 38 Fächern.
In anderen bundesdeutschen Automatencasinos beträgt die Auszahlung der MultiRoulettes auf Plein ehrliche 1:35 und die Variabilität der Stückgröße ist mit dem 2-, 5- oder 10-fachen Wert des Stückes sehr moderat. In Casinos, die auf bargeldloses Spielen umgestellt haben, bekommt der Spieler anonyme "Creditcards", auf welche er ein- und auszahlen kann.
In FL sind diese Cards personalisiert, d.h. jede Ein- und Auszahlung kann eindeutig zugeordnet werden.
Bin mal gespannt, ob sich ein neuer Eigentümer findet, und ob dieser sich auch einsichtig zeigt, die Fesseln für die Spieler zu lockern.













