albert m. sagte am 01 November 2011 - 00:01:
das meinte ich mit "kopf durch die wand", wenn gegner oder situation nicht passen, zwingen lässt sich gar nichts, daher gibt es ein "pot unbedingt haben wollen" nicht.
ich muss in der lage sein aufgeben zu können und auf bessere situationen zu warten.
lieber albert,
ich plädiere hier nicht für aggression auf teufel komm raus und bei jeder hand mit dem kopf durch die wand. ich spreche hier über eine möglichkeit, diese hand zu spielen, wenn man einen entsprechenden read auf den gegner hat aufgrund mehrerer runden, die man am tisch bereits gegen ihn gespielt hat.
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in meinen beiträgen steht eigentlich zu lesen, dass ich auch gegen das vorgehen in der hand bin. meine alternativen habe ich ja dargelegt: check-fold auf dem flop oder aber float gegen eine standard-c-bet eines aggressiven spielers in position, welche -ich betone es nochmal- keine aussage über die stärke der hand ist. so wie es mibo gemacht hat, war es die schlechtere alternative meiner meinung nach.
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ein reraise PF von einem aggressiven spieler bedeutet nicht zwingend was, der macht das wohl mit einem sehr breiten spektrum, genauso wie die c-bet. der call des raises von mibo kann auch als bluff-call gesehen werden, um zu sehen, was mibo auf dem turn macht.
übrigens: ich sehe es ja genauso. wenn mibo auf dem flop raist und gecallt wird, ist der käse gegessen. hab ich bereits geschrieben. deshalb halte ich den checkraise OOP als bluff auch für einen eher schlechten spielzug gegen einen aggressiven gegner, der seine position gut spielt.
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auf jeden fall. aggression zur richtigen zeit ist enorm wichtig. jedoch gibt es in turnieren hin und wieder schlüsselhände, die enorm wichtig für das image am tisch sind und turniere entscheiden können. die hand, die mibo vorstellt, kann so eine hand sein. es nützt nichts, sich zu wehren, nur um ja doch aufzugeben, wenn der widerstand bleibt. wenn man sich wehrt, dann hätte man es aber so machen müssen, wie ich es beschrieben hab. dass man jedoch diese hand wählen muss, um sich zu wehren, sage ich keineswegs.
heads-up gewinnt, wenn beide den flop verfehlen (oder nur peripher treffen), immer der aggressivere spieler.
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villain hat den flop nicht geraist, sondern den raise gecallt. das ist ein wichtiger unterschied. der call gibt ihm die möglichkeit, zu sehen, was auf dem turn passiert. ein reraise von ihm committed ihn. sein spiel auf dem flop war also eher "vorsichtig aggressiv".
bitte bedenke auch: mein spielvorschlag des floats setzt voraus, dass wir nicht wissen, dass villain den (beim float ja nicht stattfindenden) raise seiner c-bet callen wird. das board hat eine sehr gute struktur für einen float gehabt. besser ist es nur noch, wenn sich das board paart und nach wie vor keine draws da sind.
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nach mibos check auf dem turn war sein push automatisch. und genau deshalb, weil mibo rausfliegen kann, ist dieser spielzug von ihm gut, egal ob er was getroffen hat, oder nicht.
deshalb sage ich ja: man muss die situation umkehren und villain floaten und ihm zeigen, dass man bereit ist, um stacks zu spielen. oder aber auf dem flop aufgeben.
wenn mibo gefloatet hätte und auf dem turn geraist wird, kann (bzw. muss er - trotz potcommittment) er trotzdem noch aufgeben mit einem verbleibenden M von 16,5. damit kann man immer noch turniere gewinnen.
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ich befürworte das spiel von hero in dieser hand nicht. ich habe zwei zu bevorzugende alternativen gezeigt.
zur range: einen aggressiven spieler, der seine position gut spielt, setze ich nicht auf eine range. da rechne ich mit allem vom reinen bluff-reraise mit 62o bis hin zu AA. eben aufgrund dieser weiten ranges aggressiver spieler, kann man davon ausgehen, dass der flop ihm genausowenig geholfen hat, wie mir, und dass das ass für ihn genauso bedrohlich ist, wie für mich.
grüße
s.












