Die angeführten Literaturhinweise:
1) Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/
Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008 (die bisher unveröffentlichte Studie liegt den Verfassern vor).
2) Vgl. Süddeutsche Zeitung vom 14.04.2008, "Der Teufel schlägt den Papst", im Internet abrufbar unter
http://www.sueddeutsche. de/kultur/404/439147/text/, sowie
http://de.wikipedia. org/wiki/Spielkarte.
3) RG, 07.12.1906 – V 473/06, RGSt 40, 21, 35 ff.
4) Vgl. nur Marcks, in: Landmann/Rohmer, GewO, § 5 a SpielVO, Rdn. 7; v. Bubnoff, in: LK-StGB, § 284, Rdn. 9.
5) Vgl. für Skat etwa die Homepage des Deutschen Skatverbands e.V., abrufbar unter
http://www.dskv.de/.
6) RG JW 1906, 789.
7) So die Studien von Cabot/Hannum, Poker: Public Policy, Law, Mathematics, and the Future of an American Tradition, Cooley Law Review 2005, 443 ff.; Alon, Poker, Chance and Skill,
Working Paper, Universität Tel Aviv 2007.; Dreef/Borm/ v. d. Genugten, On Strategy and Relative Skill in Poker, International Game Theory Review 2003, 83; Borm/v.d.Genugten, On a Relative Measure of Skill for Games with Chance Elements, TOP 2001, 91; Dedonno/ Dettermann, Poker is a Skill, Gaming Law Review 2008, 12.
Zusammenfassung bei Hambach & Hambach Rechtsanwälte/ TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 14 u. 142 ff. ,
sowie Rock/Fiedler, Die Empirie des Online-Pokers – Bestimmung des Geschicklichkeitsanteils anhand der kritischen Wiederholungshäufigkeit, ZfWG 2008, 412, 414 f.
8) Vgl. Dietlein, in: Dietlein/Hecker/Ruttig, Glücksspielrecht, 2008, § 3 GlüStV, Rdn. 4; Kühl, in: Kühl, StGB, 2007, § 284, Rdn. 3; v. Bubnoff, in: LK-StGB, § 284, Rdn. 14; Duesberg, Die Strafbarkeit des Online-Pokers, JA 2008, 270, 271; Reeckmann, Zur Zulässigkeit des Pokerspiels außerhalb konzessionierter Spielbanken, ZfWG 2008, 296, 296; Fischhaber/Manz, Grenzen der Zulässigkeit von Pokerturnieren, GewArch 2007, 405, 406; VG München, 08.05.2007 – M 22 S 07.900; VG Frankfurt a. M., 12.02.2008 – 7 G 4212/07, ZfWG 2008, 219. Eine Weiterentwicklung der Reichgerichtsrechtsprechung findet sich in: VG Düsseldorf, 18.05.2009 – 27 L 1607/08; OVG Berlin-Brandenburg, 20.04.2009 – 1 S 203.08.
9) Hier hält jeder Spieler fünf verdeckte Karten und kann diese durch Tauschen verbessern sowie in zwei Setzrunden seine Gegner ausspielen. Zur genauen Spielbeschreibung vgl. z. B.
http://de.wikipedia. org/wiki/Five_Card_Draw.
10) So BGH, 11.01.1989 – 2 StR 461/88, BGHSt 36, 74; v. Bubnoff, in:LK-StGB, § 284, Rdn. 7, 14.
11) Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/ Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008 (die bisher unveröffentlichte Studie liegt den Verfassern vor).
12)
LG Karlsruhe 20.01.2009 – 18 AK 127/08.
13) Bei dem anderen Spiel handelt es sich in erster Linie um ein anderes Spiel im Verhältnis zu § 33 c Abs. 1 S. 1 GewO, der Spielgeräte mit Gewinnmöglichkeiten erfasst.
14) BGH, 18.04.1952 – 1 StR 739/51, BGHSt 2, 274, 276; BGH, 07.12.1979 – 2 StR 315/79, BGHSt 29, 152, 157; BGH, 11.01.1989 – 2 StR 461/88, BGHSt 36, 74, 80; v. Bubnoff, in: LKStGB, § 284, Rdn. 7 f. m.w.Nachw. Vgl. auch BVerwG,17.05.1955 – I C 133.53, BVerwGE 2, 110, 111. Diese Definition übernimmt auch § 3 Abs. 1 GlüStV, vgl. Dietlein, in: Dietlein/ Hecker/Ruttig, Glücksspielrecht, 2008, § 3 GlüStV, Rdn. 2 ff.
15) Vgl. auch Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie,2008, 88.
16) Vgl. etwa BVerwG, 17.05.1955 – I C 133.53, BVerwGE 2, 110, 111; OLG Frankfurt, NStZ 1988, 459; BVerwG, 24.10.2001 – 6 C 1/01, BVerwGE 115, 179, 186.
17) Ein klassisches Beispiel wäre etwa das Schachspiel. Hier sind die Ausgangsbedingungen für alle Spieler gleich, entscheidend für Sieg oder Niederlage sind lediglich das Beherrschen der Spielregeln sowie die strategischen Fähigkeiten der einzelnen Spieler, vgl. etwa v. Bubnoff, in: LK-StGB, § 284, Rdn. 9.
18) BVerwGE 17, 182, 184.
19)
Duesberg, Die Strafbarkeit des Online-Pokers, JA 2008, 270 f.;
Holznagel, Poker – Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel?,
MMR 2008, 439, 441;
Koenig/Ciszewski, Texas Hold'em Poker – Glücksspiel oder Geschicklichkeitsspiel, GewArch 2007, 402.
20) Duesberg, Die Strafbarkeit des Online-Pokers, JA 2008, 270, 271:
"Es hängt schließlich vom Zufall ab, ob der jeweilige Spieler am Ende einer jeden Poker-Runde im Vergleich zu seinen Gegenspielern die besten Karten hat und daher gewinnt."
Ähnlich Fischhaber/ Manz,
Grenzen der Zulässigkeit von Pokerturnieren, Gew-Arch 2007, 405. I.E. auch VG Neustadt (Weinstraße), 09.07.2008 – 5 L 592/08.NW, ZfWG 2008, 293; VG München, 08.05.2007 – M 22 S 07.900.; VG Münster, 03.04.2008 – 9 L 13/08, ZfWG 2008, 151, m.w.Nachw.; VG Düsseldorf, 18.05.2009 – 27 L 1607/08; OVG Berlin-Brandenburg, 20.04.2009 – 1 S 203.08. Vgl. bereits RG, 11.06.1906 – 1443/05, JW 1906, 789.
21) BGH, 18.04.1952 – 1 StR 739/51, BGHSt 2, 274, 276.
22) OVG Kassel, 10.04.1979 – II OE 41/77.
23) BVerwG, 09.12.1975 – I C 14.74, GewArch 1976, 87, 87 ff.; Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/ Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/ Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 89 f.
24) Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/ Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 90 ff.
25) Eine Erklärung der Spielregeln findet sich z. B. bei
http://de.wikipedia. org/wiki/Texas_Hold%27em.
26) Vgl. die ausführliche Darstellung bei
Koenig/Ciszewski, Texas Hold'em Poker – Glücksspiel oder Geschicklichkeitsspiel, Gew-Arch 2007, 402, S. 403 f.
27) Je höher die Spielerzahl, desto besser muss das Blatt sein, um zu gewinnen, da mit der steigenden Anzahl der Spieler die Wahrscheinlichkeit sinkt, das beste Blatt am Tisch zu haben.
28) Je nach ihrer Risikofreude können Spieler grob in die Kategorien
loose und
tight unterteilt werden. Ein Spieler hat sich daran zu orientieren und sein Spielverhalten an das seiner Gegner anzupassen.
29)
Table image bezeichnet den Eindruck, den die Mitspieler von einem selbst haben. Man kann dies durch sein Verhalten gezielt beeinflussen.
30)
Die Position bestimmt, über wie viele Informationen man vor seiner Handlung verfügt und beeinflusst entsprechend das Verhalten.
31) Bezieht sich auf das Verhältnis der Grundeinsätze zu der verbleibenden Menge an Chips bei den einzelnen Spielern (stacks). Je niedriger die
stacks im Verhältnis zu den
blinds sind, desto mehr steht ein Spieler unter Zugzwang.
32)
Pot odds fragen nach dem Verhältnis der Höhe des zu gewinnenden pots zu dem zu bringenden Einsatz. Dies muss mit der Gewinnwahrscheinlichkeit abgeglichen werden, die durch die sog.
outs, also die Anzahl der möglichen, noch verbleibenden Karten, die in den einzelnen Verteilungsphasen noch aufgedeckt werden, bestimmt wird. Hierdurch lassen sich auch zuverlässige Aussagen über die Karten der Gegner treffen, was einige Entscheidungen in der Rechtsprechung verkennen: vgl. z. B. VG Düsseldorf, 18.05.2009 – 27 L 1607/08; OVG Berlin-Brandenburg, 20.04.2009 – 1 S 203.08 .
33) Hier kann ein
Bluffversuch in später Position besonders erfolgreich sein, da die Spieler, die die blinds setzen mussten, ebenfalls maximal 20 % der Hände spielen können und bei einer Erhöhung zumeist aufgeben werden.
34) Beim
bluff gibt man durch bet oder raise vor, eine starke Hand zu haben, obwohl dies nicht der Fall ist.
35) Wie der
bluff, nur dass hier aufgrund der noch ausstehenden Kartenverteilungsphasen die Möglichkeit besteht, dass die Hand des Spielers noch zu einer starken Hand wird.
36) Die "
value bet" ist ein strategisches Mittel, um einen pot mit dem Ziel der Gewinn-maximierung zu vergrößern, da der Spieler der Überzeugung ist, dass seine Hand im Showdown gewinnen wird.
37) Eine weitere Strategie ist eine "
information bet”. Ein relativ kleiner Wetteinsatz ist oft geeignet, um mit geringem finanziellen Einsatz dem Gegner eine Information über die Stärke seiner Hand zu entlocken.
38) Im Prinzip ein
umgekehrter bluff: Der Spieler will den Eindruck erwecken, er habe eine schwache Hand, obwohl das Umgekehrte der Fall ist.
39) Auch hier hat der Spieler eine starke Hand, zeigt dies aber nicht sofort, sondern
checkt zunächst einmal, um dann nach einer erhofften bet des Gegners einen
raise zu setzen.
40) Konsequenter Aufbau eines bestimmten
Images am Tisch, um dann in besonderen Situationen genau die gegenteilige Aktion durchzuführen.
41) Kretschmer, Poker – ein Glücksspiel?, ZfWG 2007, 93 (96).
42) Vgl. auch Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/Kalhamer (Lehrbuchautor Poker) Pokerstudie, 2008, 126 ff.
43) VG Düsseldorf, 18.05.2009 – 27 L 1607/08; OVG Berlin-Brandenburg, 20.04.2009 – 1 S 203.08.
44)
Vgl. die Studie der Cigital, Inc., 05.03.2009, Hope/McCulloch, Statistical Analysis of Texas Hold'em, www.cigital.com sowie der TÜV Rheinland Secure iT GmbH, April 2009 (bisher unveröffentlicht, liegt den Verfassern vor).
45) MüKo StGB, Rdn. 7; Wohlers, in: NK-StGB, § 284, Rdn. 9; v. Bubnoff, in: LK-StGB, § 284, Rdn. 8, jeweils m.w.Nachw.; Ennuschat, in: Ennuschat/Geerlings/Mann u. a., Gedächtnisschrift für Peter J. Tettinger, 41, 45; Dickersbach, Der Geschicklichkeitsautomat als Problem des gewerblichen Spielrechts, GewArch 1998, 265, 267; Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/ Kalhamer (Lehrbuchautor Poker) Pokerstudie, 2008, 94 ff.
46) VG Wiesbaden, 10.10.1995 – 5/3 E 32/94, GewArch 1996, 68; VG Wiesbaden, 10.12.2007 – 5 E 1417/05, GewArch 2009, 117; BVerwG, 28.09.1982 – 1 C 139/80, GewArch 1983, 60.
47) BGH, 18.04.1952 – 1 StR 739/51, BGHSt 2, 274, 276; BGH, 07.12.1979 – 2 StR 315/79, BGHSt 29, 152, 157; BGH, 11.01.1989 – 2 StR 461/88, BGHSt 36, 74, 80.
48) BVerwG, 09.10.1984 – 1 C 20/82, GewArch 1985, 59, 60; vgl. auch BVerwG, 28.09.1982 – 1 C 106/78, GewArch 1983, 63, 65; BVerwG, 24.10.2001 – 6 C 1/01, BVerwGE 115, 179, 185.
49) Etwa Kretschmer, Poker – Ein Glücksspiel?, ZfWG 2007, 93, 98.
50) Holznagel, Poker – Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel?, MMR 2008, 439, 444.
51) Vgl. auch die Analyse der deutschsprachigen Literatur von
Rock/ Fiedler, Die Empirie des Online-Pokers – Bestimmung des Geschicklichkeitsanteils anhand der kritischen Wiederholungshäufigkeit, ZfWG 2008, 412, 414.
52) Kretschmer, Poker – Ein Glücksspiel?, ZfWG 2007, 93, 98.
53) Koenig/Ciszewski, Texas Hold'em Poker – Glücksspiel oder Geschicklichkeitsspiel, GewArch 2007, 402, 404. Ähnlich Holznagel, Poker – Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel?, MMR 2008, 439, 442 ff., wobei dieser offen lässt, ob nicht einige Cash Game Varianten auch ein Geschicklichkeitsspiel sein können.
54) Fischhaber/Manz, Grenzen der Zulässigkeit von Pokerturnieren, GewArch 2007, 405, ff. Ähnlich knapp meint Duesberg,
Die Strafbarkeit des Online-Pokers, JA 2008, 270 f., dass der Spieler beim Poker den Ausgang des Spiels keinesfalls wesentlich beeinflussen könne. Ebenso Reeckmann, Zur Zulässigkeit des Pokerspiels außerhalb konzessionierter Spielbanken, ZfWG 2008, 296.
55) LG Karlsruhe, 20.01.2009 – 18 AK 127/08.
56) So verweisen viele Entscheidungen auf das o.g. Urteil des Reichsgerichts von 1906, um zu belegen, dass Texas Hold'em ein Glücksspiel ist (vgl. z.B. VG Neustadt [Weinstraße], 09.07.2008 – 5 L 592/08.NW, ZfWG 2008, 293. Die damalige Reichsgerichtsentscheidung erging aber zu Draw Poker, während die Verwaltungsgerichte jetzt hauptsächlich Texas Hold'em zu entscheiden haben. Aber auch bei den Entscheidungen, die auf aktuelle Spielformen eingehen, fehlen empirische Beweise: z. B. VG Düsseldorf, 18.05.2009 – 27 L 1607/08; OVG Berlin-Brandenburg, 20.04.2009 – 1 S 203.08.
57)
Eine Differenzierung nimmt dagegen das VG Wiesbaden vor und unterscheidet zwischen Texas Hold'em (VG Wiesbaden, 10.12.2007 – 5 E 1417/05, GewArch 2009, 117) und Omaha (VG Wiesbaden, 10.12.2007 – 5 E 770/06, juris), lässt die Einordnung im Ergebnis jedoch offen.
58) Vgl. hierzu z. B. BVerwG, GewArch 1985, 59 ff.
59) Auch Schmidt/Wittig, Poker: Alles nur Glück?, JR 2009, 45, 48 erkennen, dass zwischen Spielen gegen Automaten und Spielen gegen Gegner unterschieden werden müssen. Sie halten diese Unterscheidung jedoch, anders als hier vertreten, für die Definition des Durchschnittsspielers relevant.
60) BVerwG, 24.10.2001 – 6 C 1/01, BVerwGE 115, 179, 187. Dazu ausführlich Marcks, in: Landmann/Rohmer, GewO, § 33d GewO, Rdn. 4a f.; siehe auch Dickersbach, Der Geschicklich-keitsautomat als Problem des gewerblichen Spielrechts, GewArch 1998, 265, 268 ff.; Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 99 f.
61) BVerwG, 28.11.1963 – I C 69.60, I C 72.60, BVerwGE 17, 182, ff.; BFH, 11.11.1993 – XI R 48/91, BFH/NV 1994, 622; BPatG, GRUR 2004, 685 ff.
62) BVerwG, 09.10.1984 – 1 C 20/82, GewArch 1985, 59, 61: "[S]chließlich war die Beweisaufnahme (…) falsch angelegt (…), weil (…) alle Teilnehmer unter Einsatz der ihnen zur Verfügung stehenden Geschicklichkeit um den Erfolg bemüht waren und nicht – wie es erforderlich gewesen wäre – bei den Einzelspielen jeweils ein Teilnehmer Zufall walten ließ (…) Auf die Frage, ob die Mehrzahl der Spiele durch Geschicklichkeit oder durch Zufall entschieden wird, hätte die Spielprüfung aber (…) nur dann Auskunft geben können, wenn in jedem Einzelspiel ein Spieler zwei ungezielte Würfe und der Gegenspieler zwei gezielte Würfe abgegeben hätte."
Ebenso OVG Kassel, 10.04.1979 – II OE 41/77: "Die vom Senat durchgeführte Demonstration des Spiels hat die von der Beklagten in zahlreichen Prüftests (375 Spiele mit sieben Personen) gewonnenen Erkenntnisse, dass durch bloße Zufallsentscheidung, d.h. durch Kartenabzug bei verdeckten Karten, gegenüber dem nach den Spielregeln gespielten Spiel schlechtere Ergebnisse erzielt wurden, bestätigt.". Vgl. auch Dickersbach, Der Geschicklichkeitsautomat als Problem des gewerblichen Spielrechts, GewArch 1998, 265, 268.
63) Vgl. BVerwG, 09.10.1984 – 1 C 20/82, GewArch 1985, 59, 61.
64) Dieser Feldversuch ist wiedergegeben in Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 51 ff.
65) Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/ Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 96 ff.
66)
Z. B. 20 Tische à sechs Spieler mit einem Durchschnittsspieler und fünf zufällig spielenden Spielern: An 19 Tischen 1. Platz für den Durchschnittsspieler, an einem Tisch 2. Platz für den Durchschnittsspieler.
67)
Dies wurde von dem Leiter des stochastischen Instituts der TU Karlsruhe, Norbert Henze übernommen, der die übliche Vertrauenswahrscheinlichkeit von 95 % ansetzte.
68)
So die juristische Bewertung des Feldversuchs in Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 103 ff.
69) v. Bubnoff, in: LK-StGB, Vor § 284, Rdn. 24. Lotterien und Ausspielungen werden strafrechtlich von § 287 StGB als lex specialis erfasst, vgl. v. Bubnoff, in: LK-StGB, § 284, Rdn. 4. Für Oddset-Wetten ist die rechtliche Einordung umstritten, die h.M. behandelt diese jedoch als Glücksspiel, vgl. BGH, 28.11.2002 – 4 StR260/02, wistra 2003, 145,; Heine/Eser, in: Schönke/Schröder, StGB, 2006, § 284, Rdn. 7. Die Verwendung des Spielbegriffs in § 762 BGB ist in diesem Zusammenhang auch relevant, soll hier aber nicht vertieft erörtert werden. 70) Schild, Die Öffentlichkeit der Lotterie des § 286 StGB, NStZ 1982, 446, 447.
71) Dietlein, in: Dietlein/Hecker/Ruttig, Glücksspielrecht, 2008, § 3 GlüStV, Rdn. 3.
72) Für eine vom strafrechtlichen Einsatzbegriff abweichende Auslegung des Entgeltbegriffs etwa VG München, 09.02.2009 – M 22 S 09.300, ZfWG 2009, 70; i. E. auch VG Münster, 03.04.2008 – 9 L 13/08, ZfWG 2008, 151; VG München, 08.05.2007 – M 22 S 07.900; VG Frankfurt a. M., 12.02.2008 – 7 G 4212/07, ZfWG 2008, 219; VG Weimar, 19.10.2007 – 5 E 1520/07, ZfWG 2008, 62; aus der Literatur v.a. Dietlein, in: Dietlein/Hecker/Ruttig, Glücksspielrecht, 2008, § 3 GlüStV, Rdn. 5 unter Hinweis auf den unterschiedlichen Wortlaut. A.A. OVG Koblenz, 21.10.2008 – 6 B 10778/08; OVG Münster, 10.06.2008 – 4 B 606/08, Gew- Arch 2008, 407; VG Trier, 03.02.2009 – 1 K 592/08, ZfWG 2009, 66.
73) I. E. auch OVG Koblenz, 21.10.2008 – 6 B 10778/08; OVG Münster, 10.06.2008 – 4 B 606/08, GewArch 2008, 407; VG Trier, 03.02.2009 – 1 K 592/08, ZfWG 2009, 66.
74) Dazu Tettinger, in: Tettinger/Wank, GewO, § 33 h GewO, Rdn. 1.
75) Vgl. Ennuschat, in: Ennuschat/Geerlings/Mann u. a., Gedächtnisschrift für Peter J. Tettinger, 41, 43 f.
76) Durch die Föderalismusreform sind bestimmte Teilbereiche des Gewerberechts aus der konkurrierenden Gesetzgebungskompetenz herausgenommen und der ausschließlichen Kompetenz der Länder zugeordnet worden. Das gewerbliche Spielrecht ist davon jedoch, mit Ausnahme des Rechts der Spielhallen, nicht betroffen, vgl. Höfling/Rixen, Die Landes-Gesetzgebungskompeten-zen im Gewerberecht nach der Föderalismusreform, GewArch 2008, 1.
77) So auch die Sicht der Länder in den Materialen zum Glücksspielstaatsvertrag, vgl. Drs. 15/1454 des Landtags Rheinland-Pfalz, 31.
78) BVerfG, 28.03.2006 – 1 BvR 1054/01, BVerfGE 115, 276. Dazu Degenhart, in: Sachs, GG, Art. 74, Rdn. 47 u. 52.
79) So auch OVG Koblenz, 21.10.2008 – 6 B 10778/08.
80) Dazu Sodan, Das Prinzip der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung, JZ 1999, 864.
81) Vgl. Anlage zur Drs. 13/5365 des Landtags Nordrhein-Westfalen, 24, sowie Drs. 15/1454 des Landtags Rheinland-Pfalz, 31.
82) Drs. 15/1454 des Landtags Rheinland-Pfalz, 31. Mithin gehen die Bundesländer davon aus, dass auch nach den Änderungen durch die Föderalismusreform das gewerbliche Spielrecht abschließend durch den Bund in den §§ 33 c bis 33 g GewO geregelt ist und die Länder allenfalls die Zuständigkeit für die (räumlich radizierte) Erlaubnis in Bezug auf Spielhallen erhalten haben.
83) Fischer, StGB, § 284, Rdn. 14; Heine/Eser, in: Schönke/Schröder, StGB, 2006, § 284, Rdn. 18.
84) Cramer/Steinberg-Lieben, Cramer/Heine, in: Schönke/Schröder, StGB, 2006, Vor §§ 324 ff. , Rdn. 15 ff.; Dannecker/Streinz, in: Rengeling/Breier, Handbuch zum europäischen und deutschen Umweltrecht, § 8, Rdn. 17 ff.
85) Dannecker/Streinz, in: Rengeling/Breier, Handbuch zum europäischen und deutschen Umweltrecht, § 8, Rdn. 17; Heine, Verwaltungsakzessorietät des Umweltstrafrechts, NJW 1990, 2425, 2431.
86) So für den Bereich des Umweltstrafrechts – in dem die Verwaltungsakzessorietät der Straftatbestände eine weitaus größere Bedeutung hat – ausführlich Cramer/Steinberg-Lieben, Cramer/Heine, in: Schönke/Schröder, StGB, 2006, Vor §§ 324 ff., Rdn. 15 ff.; Kloepfer/Vierhaus, Umweltstrafrecht,1995. Rdn. 31 ff.; i.E. auch Paeffgen, in: Küper/Welp, Festschrift für Walter Stree und Johannes Wessels zum 70. Geburtstag, 587, 608 f.
87) Zum Ganzen Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 114 ff.
88) Die erste Entscheidung zum Glücksspiel findet sich bereits im 2. Band der Reichsgerichtsent-scheidungen: RG, RGSt 2, 390. Weitere Abgrenzungen z. B.: RG, RGSt, 172, ff.; RG, RGSt 25, 12, ff.
89) Zur geschichtlichen Entwicklung des Glücksspielrechts: Klam, Die rechtliche Problematik von Glücksspielen im Internet, 28 ff.
90) Zum Allgemeinen Preußischen Landrecht Klam,
Die rechtliche Problematik von Glücksspielen im Internet, 28 ff.; Zu dem Gesetz gegen das Glücksspiel eine Verschärfung des Glücksspielstraf-rechts von 1919 Lange, in: Jescheck/Lüttger, Festschrift für Eduard Dreher, 573, 574, sowie zur Gesetzesbegründung der letzten maßgeblichen Gesetzesänderung BT-Drs. 13/8587, S. 67.
91) Umkehrschluss aus BVerwG, 24.10.2001 – 6 C 1/01, BVerwGE 115, 179; Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 116.
92) Tettinger, in: Tettinger/Wank, GewO, Vor §§ 33 c ff., Rdn. 2; Korte, Das staatliche Glücksspielwesen, 24.
93) RG, 07.12.1906 – V 473/06, RGSt 40, 21, 35 ff.
94) Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/ Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 118.
95) Ausführlich Hambach & Hambach Rechtsanwälte/TÜV Rheinland Secure iT GmbH/Henze (Leiter des Instituts für Stochastik der Universität Karlsruhe)/Kalhamer (Lehrbuchautor Poker), Pokerstudie, 2008, 119 ff.
96) Vgl. z. B. www.pokerclubzwickau.de;
http://www.cuxhavenerpokerlounge. de/; vgl. z. B.
http://www.deutscherpokerbund. net/.
Es gibt momentan 430.000 regelmäßige Pokerspieler: Forsa Studie vom 10.06.2008,
http://www.bitkom.org/de/presse/ 8477_52665.aspx;
97)
http://www.pokermesse.de.
98)
Es gibt zur Zeit vier deutsche Pokermagazine mit hohen Auflagen, vgl. z.B.
http://royalflush.magnus.de
99) Vgl. z. B. www.poker-bundesliga.de.
100) Vgl. z. B. www.pokerreing.com/.
101)
Getestet wurde durch die TÜV Rheinland Secure iT GmbH.
Die Autoren:
Dr. Wulf Hambach, Managing Partner der Kanzlei Hambach & Hambach Rechtsanwälte in München. Studium der Rechtswissenschaft in Regensburg und Hamburg. Promotion am Max- Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht. Spezialisiert auf Medien und Glücksspielrecht. Dr. Hambach publiziert in nationalen und internationalen Fachmedien.
Dr. Michael Hettich, Junior Partner bei Hambach & Hambach Rechtsanwälte. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Passau wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Heckmann an der Universität Passau. Promotion zum Thema "Neue Fragen
des öffentlichen Glücksspielrechts". Dr. Hettich publiziert in nationalen und internationalen Fachmedien.
Dipl.-Jur. Univ. Tobias Kruis LL.M. studierte in München Rechtswissenschaft. Während seines Promotionsstudiums an der Juristischen Fakultät der LMU München, welches er zur Zeit noch absolviert, schloss er sein Postgraduiertenstudium am King's College London (LL.M. in European Law) 2008 mit Auszeichnung ab. Mehrere Publikationen in Fachmedien.
Kontakt:
Hambach & Hambach Rechtsanwälte
Rechtsanwaltskanzlei
Rechtsanwalt Dr. Wulf Hambach
Haimhauser Str. 1
D - 80802 München
Tel: +49 89 / 38 99 75 - 50
Fax: +49 89 / 38 99 75 - 60
E-Mail: w.hambach@ra-hambach.com
veröffentlicht am: 28.08.2009 02:32
http://www.isa-guide...spielrecht.html
Psi