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Pierre Basieux in GEO WISSEN


183 Antworten in diesem Thema

#1 PsiPlayer

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Geschrieben 26 June 2011 - 18:07

Pierre Basieux in GEO WISSEN 47-05/11
Text von Andreas Wenderoth
Leseprobe:

Den Zufall außer Kraft setzen

Bei Spielbankbetreibern ist er gefürchtet wie kein anderer: Denn Pierre Basieux vermag Fortuna zu überlisten – beim Roulette.


Es ist nachmittags 16 Uhr, das Casino Baden bei Wien hat vor einer Stunde geöffnet, die Croupiers sind noch frisch. Es sind diese frühen Nachmittage, die dem Herrn mit der Pfeife am liebsten sind.

Mit größter Beiläufigkeit beobachtet er aus der Distanz, wie an Tisch eins der Wurfcroupier die Kugel aus dem Fach nimmt, die Scheibe des Roulettekessels dreht und die Kugel in entgegengesetzter Richtung in den Rand des Holzbeckens wirft.

Er sagt: „Ich würde die 11 oder die 12 spielen!“ Er raucht schwedischen Tabak, schwarz und besonders mild, und spricht eine ebenso milde Mischung aus Schweizer und Wiener Dialekt. Die grau melierten Haare sind links gescheitelt, die Brille ist randlos, damit sein Sichtfeld nicht künstlich begrenzt wird.

Im Grunde sieht er natürlich nur, was alle anderen auch sehen, aber die anderen nehmen viele Dinge nicht wahr. Die Kugel verlässt nach etwa sieben Sekunden den Rand des Kessels, kollidiert dann mit einer der etwas erhabenen Rauten, von denen es in diesem Roulettekessel acht gibt und die den Lauf der Kugel noch unberechenbarer machen sollen, fällt zur Scheibe hinunter und bleibt, auf scheinbar wundersame Weise, wie vorhergesagt, im Nummernfach 11 liegen.

„Sehen Sie“, sagt Dr. Pierre Basieux, 67, belgischer Physiker, Mathematiker und Roulettepionier, und zieht ohne Anzeichen innerer Unruhe an seiner Pfeife. „Geht doch noch.“


Basieux ist die maximale Bedrohung für ein Casino

Zwar spielt er schon seit einigen Jahren nicht mehr aktiv, vor allem seit einer schweren Herzoperation, aber das Bewusstsein, sich bei Bedarf zu jeder Zeit, irgendwo auf der Welt ein wenig Geld aus dem Casino holen zu können, verleiht ihm ein wunderbares Gefühl von Unabhängigkeit.

Basieux ist sozusagen die maximale Bedrohung, der sich ein Casino ausgesetzt sehen kann. Denn er ist keiner, der auf die Unberechenbarkeit des Glücks vertraut. Wenn er setzt, ist das Glück längst überwunden. Er spielt ja nicht. Er rechnet.

In Bayern hat er daher seit 2003 Setzverbot, sobald die Kugel geworfen ist. Alle anderen bekommen noch ein paar Sekunden mehr Zeit, bis zum „Rien ne va plus“ des Croupiers. Aber die Gefährdung durch einen Basieux’schen Angriff ist natürlich auch ungleich höher als bei einem gewöhnlichen Roulettespieler, der im Schnitt für jeden eingesetzten Euro nur etwa 97 Cent zurückbekommt.

Im Casino Baden schließt Pierre Basieux gerade auf eine leichte Schieflage des Kessels. „Drei von vier Kesseln stehen nicht ganz gerade“, analysiert der Belgier. Was zur Folge hat, dass die Kugel an bestimmten Rauten – nämlich jenen, die in der schiefen Kesselebene „am Berg“ liegen – häufiger kollidieren als an anderen.

Die Abweichung interessiert ihn, nicht der Zufall
Dies wiederum erleichtert seine Berechnungen. Basieux sucht nun nach der Handschrift des Croupiers. Nicht der Zufall interessiert ihn, sondern stets die Abweichung davon. Denn anders als Maschinen können Croupiers auf Dauer nicht perfekt zufällig arbeiten: Die meisten neigen, sofern sie nicht bewusst gegensteuern, zu einer gewissen Gleichmäßigkeit – zumindest mit einer Wurfhand, links oder rechts (es wird stets abwechselnd geworfen).

Stellt Basieux eine solche Gleichmäßigkeit fest – mathematisch handelt es sich um sogenannte Markow-Ketten –, kann er nach einer bestimmten Formel aus spezifischer Wurfweite, Scheiben- und Kugelgeschwindigkeit innerhalb von Sekunden im Kopf den wahrscheinlichen Einfallsbereich der Kugel errechnen.

Das gelingt ihm aber nur, wenn die eingesetzte Kugel eher schwer ist und nicht zu sehr streut, wenn sich die Roulettescheibe weder zu schnell noch zu langsam dreht – und wenn der Croupier sein „Rien ne va plus“ möglichst spät ruft.

Basieux lächelt still, als er sagt: „Ich setze doch nicht, wenn ich nicht weiß, was kommt!“ Aber warum hat er eben „11 oder 12“ gesagt? Die Nummern liegen im Zahlenkranz des Kessels nicht nebeneinander, sondern genau gegenüber. Der Grund ist der „Vis-à-vis-Effekt“, den Basieux als Erster beschrieben hat: Bei einer Kesselschieflage, einem „Tilt“, macht die Kugel oft einen Umlauf mehr (oder auch weniger) gegenüber der Normberechnung. Die Scheibe macht unterdessen jedoch etwa einen halben Umlauf mehr (oder auch weniger).

Daher kommen neben der 11 und ihren beiden Nachbarn, bei der die Wahrscheinlichkeit des Einfalls am größten ist, auch die 12 (samt den Nachbarn) in Frage. Auf diese sechs Zahlen setzt er. Es war immer die Erkenntnis, die Pierre Basieux interessiert hat, nie das Spiel oder das Geld. Obwohl er doch einiges Geld gewonnen hat.

Er ist gerade mal 21 Jahre alt, als er mit einem noch groben Berechnungssystem die ersten 70000 Mark verdient.

Den vollständigen Text können Sie in der neuen Ausgabe von GEO WISSEN zum Thema "Glück, Zufriedenheit, Souveränität" nachlesen.

http://www.geo.de/GE.../68301.html?p=1


Bemerkung:
Ich kenne den Bericht nicht weiter, hörte aber, das darin stehen soll, dass er gewissermaßen von einem Casino eine "Rente" von 1.000 € bekommen soll, einen amerikanischen Schüler hat, der ihn an seinen Gewinnen teilhaben läßt usw.

Wie seriös ist Basieux eigentlich?

Psi

#2 ettmo

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Geschrieben 26 June 2011 - 18:23

Beitrag anzeigenPsiPlayer sagte am 26 June 2011 - 18:07:

Wie seriös ist Basieux eigentlich?

Psi
Wie seriös ist der Bericht eigentlich?



ettmo

#3 maybe

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Geschrieben 26 June 2011 - 18:23

frage ihn direkt er ist eh in dem forum vertreten

#4 sachse

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Geschrieben 26 June 2011 - 18:27

Beitrag anzeigenPsiPlayer sagte am 26 June 2011 - 18:07:


Bemerkung:
Ich kenne den Bericht nicht weiter, hörte aber, das darin stehen soll, dass er gewissermaßen von einem Casino eine "Rente" von 1.000 € bekommen soll, einen amerikanischen Schüler hat, der ihn an seinen Gewinnen teilhaben läßt usw.

Wie seriös ist Basieux eigentlich?

Psi
Ich habe ihn mehrmals persönlich getroffen und halte ihn als Mathematiker und Physiker für seriös.
Da ich ihn nie beim Spielen gesehen habe und auch niemanden kenne, der ihn je spielen bzw. gewinnen sah,
kann ich über seine praktischen Fähigkeiten nichts sagen. Theoretisch ist er jedenfalls gut - auch wenn
ich schon heftige Diskussionen mit ihm hatte, ob Wurfweiten nach seiner Machart funktionieren.
Ebenso liege ich mit ihm wegen seines "Gegenübereffektes" im Streit, weil meine Erfahrung zeigt,
dass durch ein leicht elliptisches Schwingen der Kugel nicht gegenüber sondern das Original bei
der nächsten(PP) oder vorletzten(SP) Begegnung getroffen wird.

sachse

#5 ostfriese16

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Geschrieben 26 June 2011 - 18:33

Beitrag anzeigenPsiPlayer sagte am 26 June 2011 - 18:07:

Pierre Basieux in GEO WISSEN 47-05/11


Den vollständigen Text können Sie in der neuen Ausgabe von GEO WISSEN zum Thema "Glück, Zufriedenheit, Souveränität" nachlesen.

http://www.geo.de/GE.../68301.html?p=1


Bemerkung:
Ich kenne den Bericht nicht weiter, hörte aber, das darin stehen soll, dass er gewissermaßen von einem Casino eine "Rente" von 1.000 € bekommen soll, einen amerikanischen Schüler hat, der ihn an seinen Gewinnen teilhaben läßt usw.

Wie seriös ist Basieux eigentlich?

Psi


na das ist doch ein Sch...-Link, soll man nun GEO kaufen, um weiterlesen zu können?

Wie seriös ist eigentlich PSI-Player?

#6 Nordwest

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Geschrieben 26 June 2011 - 19:17

Daß Basieux Mathematiker ist, ist bekannt. Aber Physiker? Und wie wird man denn zum Roulettepionier? Daß Sachse Basieux nie hat spielen sehen, verwundert mich etwas.

#7 Spezialist

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Geschrieben 26 June 2011 - 19:18

Beitrag anzeigenostfriese16 sagte am 26 June 2011 - 18:33:

na das ist doch ein Sch...-Link, soll man nun GEO kaufen, um weiterlesen zu können?

Wie seriös ist eigentlich PSI-Player?


Wie seriös ist eigentlich Roulette? oder gar ein Forum welches Roulette als Thema hat?

#8 Nordwest

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Geschrieben 26 June 2011 - 19:31

Beitrag anzeigensachse sagte am 26 June 2011 - 18:27:

Da ich ihn nie beim Spielen gesehen habe und auch niemanden kenne, der ihn je spielen bzw. gewinnen sah,
kann ich über seine praktischen Fähigkeiten nichts sagen.
Nun, mittlerweile gibt es ja einen Zeugen des praktischen Spiels: Andreas Wenderoth.

#9 aural

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Geschrieben 26 June 2011 - 22:17

soviel ich weiß, sitzt basieux im wissenschaftlichen beirat der giordano-bruno-stiftung und ist deshalb als naturwissenschaftler wirklich als seriös einzustufen.

#10 nico1

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Geschrieben 26 June 2011 - 22:36

danke psi, für deinen interessanten beitrag.

#11 sachse

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Geschrieben 26 June 2011 - 22:37

Beitrag anzeigenNordwest sagte am 26 June 2011 - 19:31:

Nun, mittlerweile gibt es ja einen Zeugen des praktischen Spiels: Andreas Wenderoth.
H. t. f. is Andreas Wenderoth?

sachse
Gegoogelt: Der Journalist.

Bearbeitet von sachse, 26 June 2011 - 22:38.


#12 nico1

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Geschrieben 26 June 2011 - 22:40

Beitrag anzeigensachse sagte am 26 June 2011 - 22:37:

H. t. f.
sachse
Gegoogelt: Der Journalist.
was heißt das?

is ein reporter??

der der den artikel geschrieben hat - bingo!!!!

Bearbeitet von nico1, 26 June 2011 - 22:42.


#13 nico1

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Geschrieben 26 June 2011 - 22:48

Beitrag anzeigenmaybe sagte am 26 June 2011 - 18:23:

frage ihn direkt er ist eh in dem forum vertreten
verratest du uns auch wer das ist?

#14 Nordwest

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Geschrieben 26 June 2011 - 22:58

Beitrag anzeigennico1 sagte am 26 June 2011 - 22:40:

was heißt das?

is ein reporter??

der der den artikel geschrieben hat - bingo!!!!
Nein, geschrieben, getextet oder wie auch immer hat ihn Andreas Wenderoth, freier Journalist und seit Anfang 2011 Pauschalist bei GeoWissen.

#15 Nordwest

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Geschrieben 27 June 2011 - 01:31

Hier ein gut geschriebener Artikel aus dem Magazin der "Berliner Zeitung", Kolumne "Pech mit Pit" aus dem Jahre 2006. Hierin macht sich A. Wenderoth noch lustig über die ballistische Roulettespielweise. Herrlich!

Der Versuch, das Roulette zu knacken

Geht bei einem pseudowissenschaftlichem Magazin natürlich überhaupt nicht. Da braucht es einen strahlenden Helden, nur dem Ideal der reinen Erkenntnis verpflichtet, dem schnöden Mammon abschwörend. :duck:





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