dikn sagte am 20 March 2011 - 13:39:
Lieber aural, nicht doch, nicht doch!, war nich´ für!
Auch wenn es hier und da einen Aufschrei geben könnte, werde ich trotzdem etwas zu KenO fragen.
Dass ich Dich das frage, hat den Grund, dass ich davon ausgehe, dass Du kritisch aber fair bist.
Nach wie vor finde ich es gut, wenn einer was vorführt. Punkt. (Zunächst einmal.) Doch zur Frage:
Wenn der KenO es drauf hätte, was ich sowieso erst glauben könnte, wenn er Signifikanz bewiese,
und würde ein Live-Experiment nach dem anderen vorführen. (Davon ausgehend er betröge dabei nicht.)
Ab welcher Anzahl gelungener Experimente könnte man von einem Beweis denn überhaupt erst sprechen?
dikn
(will diskutieren...

)
natürlich soll man diskutieren, dafür ist ja ein forum da.
wenn einer was vorführt, vorausgesetzt, er bescheißt dabei nicht, ist das selbstverständlich lobenswert. die frage, die ich mir halt stelle, ist: warum?
und die antwort hat er ja geliefert: er will sein system an den mann bringen. und dass werbeveranstaltungen, egal, ob es um heizdecken, versicherungspolicen oder roulettesysteme geht, es mit der wahrheit nicht immer so genau nehmen, ist eigentlich eine binse.
ab wann kann man von einem erfolgten beweis sprechen?
er postuliert ja ganz explizit, dass der zufall einen rhythmus hat. das widerspricht allem, was die wissenschaft über den zufall weiß. ein beweis, der ihm recht geben würde, kann gewiss nicht im rahmen dieses forums erfolgen. man muss sich das immer wieder vergegenwärtigen: kenos behauptung würde aus physikalischer sicht den nobelpreis und aus mathematischer sicht die fieldsmedaille nach sich ziehen (vermutlich).
aber um die frage ganz konkret zu beantworten: da würde ich lieber den kollegen prof. thüringer fragen, welcher umfang denn bei so einer forderung hermüsste, um naturwissenschaftlich von "beweis" sprechen zu können.
der gute harald lesch hat mal sinngemäß gesagt, dass die kenntnisse, die wir über die gravitation heute haben, so fundiert sind, dass wir die entsprechenden gesetze nicht mal dann in frage stellen müssten, wenn wir beobachten würden, dass ein gegenstand nach oben fällt. bei zufall vermute ich mal, dass das ähnlich sein wird. ein dauergewinner im roulette (wenn es denn einen klassischen geben sollte, und das bezweifle ich ganz stark) ist noch lange kein beweis für den rhythmus des zufalls.
grüße
s.