Sinn und Unsinn von Progressionen/Degressionen
#1
Geschrieben 21 December 2010 - 01:17
dass eine Progression oder Degression kurzfristig zu hohen Gewinnen führen kann ist unumstritten. Langfristig hat im Roulette noch keine mir bekannte Progression oder anderes Gewinn erwirtschaftet.
Trotzdem. Erfolgreiche Sportwetter, Counter, Pokerspieler, Kesselgucker und Börsenakrobaten nutzen mithilfe von Moneymanagement bzw. Progressionen/Degressionen minimale Gewinnvorteile knallhart aus und geben selbst zu....ohne Moneymanagement geht nichts oder wesentlich weniger!!!
Das ist für den größten Teil der o.g. Fakt.
Was muss eine Progression können um auf Dauer erfolgreich zu sein? Bleiben wir der Einfachheit halber beim Roulette und gehen von einem EC Spiel aus, ohne Bankvorteil und einem sturen Satz auf rot. Also eine 50-50 Chance. Das ist ja schon mal fair. Nach ca. 1 Mio Coups. dürften wir also ein fast ausgeglichenes Verhältnis beider ECs haben.
Eine erfolgreiche Progression müsste über diese Strecke bei ausgeglichenem Chancenverhältnis einen kleinen Überschuss bringen. Ich bin kein Mathematiker, aber ich denke mal, dieser könnte bei 0,05 - 0,20% liegen.
Um diesen geringen Vorteil einzuspielen, muss die Progression bei gleicher Anzahl an Verlust/Gewinn Coups, jeweils immer etwas mehr gewinnen als verlieren. Die Rückholkraft bei gleicher anzahl an Coups höher sein, als der Verlust!
Ungeachtet der Wirtschaftlichkeit von 0,10% Gewinn bei 1 Mio Coups, gibt es denn dazu Erkenntnisse oder Zahlen von eurer Seite?
#2
Geschrieben 25 December 2010 - 21:30
das Thema Gewinnprogression interessiert mich derzeit auch besonders, nachdem ich vom Roulette abschweifend, bei Blackjack und Craps auf andere Casinospiele aufmerksam geworden bin, die mit der richtig gespielten Weise im Schnitt nur minimalen Bankvorteil verheissen.
So ergibt sich z.B. bei dem Würfelspiel CRAPS eine mit Excel VBA simulierte Statistik wie folgt.
(Weil ich eine Null in Wahrscheinlichkeitsrechnen bin gehe ich eher nach dem empirischen Ansatz und nehme den Schnitt von 100.000 Wiederholungen)
0001 Spielrunden - 99,96
0005 Spielrunden - 99,94
0010 Spielrunden - 99,92
0020 Spielrunden - 99,79
0050 Spielrunden - 99,50
0100 Spielrunden - 99,03
0200 Spielrunden - 98,11
0500 Spielrunden - 95,17
1000 Spielrunden - 90,39
2000 Spielrunden - 80,76
Ergo ist das reine Setzspiel bis zu 50 Durchgängen im Schnitt beinahe 50/50 - also fast ohne Bankvorteil.
(Zugegebenrmaßen nur im Schnitt, denn die einzelnen Spiele schwanken mit sehr großer Varianz)
Und nun bin ich interessiert daran aus den hoch wahrscheinlichen Gewinnserien das Größtmögliche herauszuholen und gleichzeitig bei Verlustserien den Schaden zu minimieren. Versuche dies über Abbruch bei Kontoplus/Kontominus zu steuern waren nicht wirklich erfolgreich.
Ich klinke mich daher in diesen Thread ein, weil ich eher unabhängig von Roulette denke und eben über prinzipielles Herangehen an Gewinn-/Verlustprogressionen nachdenken möchte.
Ahoi,
Mattai
#3
Geschrieben 25 December 2010 - 21:55
Sunny72 sagte am 21 December 2010 - 01:17:
dass eine Progression oder Degression kurzfristig zu hohen Gewinnen führen kann ist unumstritten. Langfristig hat im Roulette noch keine mir bekannte Progression oder anderes Gewinn erwirtschaftet.
Trotzdem. Erfolgreiche Sportwetter, Counter, Pokerspieler, Kesselgucker und Börsenakrobaten nutzen mithilfe von Moneymanagement bzw. Progressionen/Degressionen minimale Gewinnvorteile knallhart aus und geben selbst zu....ohne Moneymanagement geht nichts oder wesentlich weniger!!!
Das ist für den größten Teil der o.g. Fakt.
Was muss eine Progression können um auf Dauer erfolgreich zu sein? Bleiben wir der Einfachheit halber beim Roulette und gehen von einem EC Spiel aus, ohne Bankvorteil und einem sturen Satz auf rot. Also eine 50-50 Chance. Das ist ja schon mal fair. Nach ca. 1 Mio Coups. dürften wir also ein fast ausgeglichenes Verhältnis beider ECs haben.
Eine erfolgreiche Progression müsste über diese Strecke bei ausgeglichenem Chancenverhältnis einen kleinen Überschuss bringen. Ich bin kein Mathematiker, aber ich denke mal, dieser könnte bei 0,05 - 0,20% liegen.
Um diesen geringen Vorteil einzuspielen, muss die Progression bei gleicher Anzahl an Verlust/Gewinn Coups, jeweils immer etwas mehr gewinnen als verlieren. Die Rückholkraft bei gleicher anzahl an Coups höher sein, als der Verlust!
Ungeachtet der Wirtschaftlichkeit von 0,10% Gewinn bei 1 Mio Coups, gibt es denn dazu Erkenntnisse oder Zahlen von eurer Seite?
Nun noch einmal kurz:
JEDES Spiel, welches eine positive Gewinnerwartung besitzt, ist mit einer geeigneten Steigerung spielbar,
um "kosmetisch" Schwankungen zu glätten.
Falls KEINE positive Gewinnerwartung vorliegt, versagt auch das beste Moneymanagement.
sachse
Bearbeitet von sachse, 25 December 2010 - 21:56.
#4
Geschrieben 27 December 2010 - 01:01
da hast du Recht! Allerdings war/ist das nicht direkt mein Anliegen: Gibt es eine Progression (Verlust oder Gewinn), die bei einer Erwartung von 50% ein positiveres Ergebnis liefert als die Wahrscheinlichkeit selbst!
Wenn es so eine Progression nicht gibt, ist eine diesbezügliche Verwendung grundsätzlich unlogisch, da es keinerlei Vorteile gibt gegenüber dem Gleichsatz. Genügend Kapital mal vorausgesetzt.
Ich habe mal irgendwo in grauer Vorzeit gelesen, dass es eine Progression gibt, die bei einer 50/50 Chance einen geringen Überschuß über den mathematischen Erwartungwert erzielt! Allerdings so gering, dass eine Anwendung bei Roulette und Co keinen Vorteil bringt. Aber selbst eine Erhöhung eines bestehnden Vorteils um sagen wir mal 0,02 % bringen bei einem Drawdown weniger Kapitalbedarf mit sich und am Schluss würde noch der ein oder andere Euro mehr in der Kasse landen.
Ich denke mal die Counter Fraktion weiss ganz gut wass ich meine
@Mattai
somit brauchst ne Progi die mindesten 0,05 über der 50% Erwartung liegt. Wenn nicht landest du auch mit nur 0,04 langfristig in der Verlustzone.
Schöne Weihnachtsgrüße
Bearbeitet von Sunny72, 27 December 2010 - 01:18.
#5
Geschrieben 21 February 2011 - 10:09
nu mal Fakten auf den Tisch - wieviel % bringt ne Progi im gegensatz zum Gleichsatz !
#6
Geschrieben 21 February 2011 - 10:13
da die gleichen Leute eh sagen, das der Bankvorteil immer 1,35% beträgt ( blabla 2,7... )
lG
#7
Geschrieben 21 February 2011 - 12:00
Sunny72 sagte am 21 December 2010 - 01:17:
Trotzdem. Erfolgreiche Sportwetter, Counter, Pokerspieler, Kesselgucker und Börsenakrobaten nutzen mithilfe von Moneymanagement bzw. Progressionen/Degressionen minimale Gewinnvorteile knallhart aus und geben selbst zu....ohne Moneymanagement geht nichts oder wesentlich weniger!!!
Das ist für den größten Teil der o.g. Fakt.
Progression bringt auf Dauer nur etwas, wenn Dein Wettkonzept insgesamt Früchte trägt und dann eigentlich nur im Sinne einer Kapitalisierung der Gewinne.
Ein simple Verlustprogression z.B. führt meist auf schnellem Wege in den Totalverlust.
Zitat
Eine erfolgreiche Progression müsste über diese Strecke bei ausgeglichenem Chancenverhältnis einen kleinen Überschuss bringen. Ich bin kein Mathematiker, aber ich denke mal, dieser könnte bei 0,05 - 0,20% liegen.
Ein Progression alleine bringt gar nichts oder ist gar kontraproduktiv, daran verdienen übrigens u.a. Casinos mehr als ihren Hausvorteil.
Zitat
Eine solch künstlich erhöhte "Rückholkraft" wirkt sich im Verlustfall dann potenziert aus, führt also nur beschleunigt zum Totalverlust.
Zitat
Ja, eine Progression ist nur sinnvoll zur Gewinnkapitalisierung innerhalb eines übergeordneten Systems, welches nicht auf Progression beruht.
#9
Geschrieben 27 February 2011 - 08:49
John Boy Walton sagte am 27 February 2011 - 06:12:
Soso, siehe hier und
http://www.roulette-...983#entry248983
erläutere doch mal bitte Deine dezidierte Meinungsäußerung.
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