ein Ex-Kollege ist in der Automobil-Branche,
Abteilung Motoren-Analyse.
Den habe ich neulich was gefragt:
Zitat
dass Kesselgucken und Kesselfehlerspiel vielleicht
nicht so weit weg ist von den Fragen, die Dir hin
und wieder bei Motorenanalysen über den Weg laufen.
Habt Ihr bei Euch sowas wie Motorenflüsterer oder
Motoren-Horcher?
Seine Antwort war sehr interessant für mich:
Zitat
serienmäßig. Zu starker Druckanstieg und hochfrequente
Druckschwingungen führen zu erhöhtem Verschleiß. Diese
und ähnliche Probleme (Klopfen, Klingeln, Nageln) lassen
sich mit Körperschall-Sensoren detektieren,
die inzwischen schon relativ weit verbreitet sind.
Das geübte menschliche Ohr (meines zählt leider nicht dazu)
kann noch eine ganze Reihe weiterer Probleme "erlauschen".
Zu weit hervorstehende Ventile, die gegen den Kolben
schlagen, verstopfte Injektoren, die zu einem unrunden
Motorlauf führen, diverse Klappen (Drossel-, Drall-,
AGR-Klappe), die gegen ihren Anschlag knallen.
Wenn man "Motoren-Horcher" etwas weiter fasst, landet man
bei meinem Betätigungsfeld. Wenn man so will bin ich ein
Drehzahl-Gucker. Der (selbst innerhalb einer einzigen
Umdrehung keineswegs konstanten) Motordrehzahl kann man
eine Menge abschauen, das Moment, die Verbrennungslage,
wenn man will sogar den eingelegten Gang.
Spannend finde ich vor allem den von mir fett gemachten Satz:
Anscheinend ist bei den Motorenhorchern ein guter Mensch
"auch" den rein-automatischen Analysen überlegen.
Hat hier mal jemand mit Körperschall-Sensoren
an Roulette-Kesseln experimentiert? (Dürfte aber
in Casinos wohl verboten sein.)
Thüringer
Bearbeitet von Thüringer, 16 December 2010 - 20:27.















