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Start des Unternehmens war das in den 80iger Jahren gegründete
1&1, das bis zum Jahrtausendwechsel einen erfolgreichen Börseneinstieg bewerkstelligen konnte. Zur wichtigsten Übernahme gehörten neben dem Branchengiganten
Schlund + Partner auch einer der am stärksten expandierenden Freemailer, nämlich
GMX.
Mit Aufkauf des Portals
web.de konnte das Webhostinggeschäft marktführend ausgebaut werden. Ihm folgten Übernahmeanteile der Aktiengesellschaften
Freenet und
Versatel, sowie der Coup der Übernahme der
United-Domains Aktiengesellschaft.
Das
Kartellamt -sonst bei derartigen Kompetenzzusammenlegungen kämpferisch- nickte dies alles ab.
Quelle (Wirtschaftsdaten): Verlagsarchiv Berlin
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Bei den riskanten Unternehmensübernahmen und Fusionen,
insbesondere bei Beteiligungen an ausländischen Firmen, und dem Vorstoßen in fremde, doch artverwandte Geschäftszweige,
gestaltet sich die Unternehmenslage von
United Internet zunehmend als eine Berg- und Talfahrt.
Im Jahr 2008 geriet der Konzern allein im dritten Jahresquartal in eine Schieflage mit einem Minus von über 100 Millionen Euro.
In den Keller stürzende Kurse der Beteiligungen an Freenet und Drillisch waren die Folge,
dass das deutsche
"Wunderunternehmen" sich zeitweise verspekulierte, was zu Konsequenzen im Jahr 2009 führte.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg 2009 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um rd. 12% von 317 auf 356 Mio.€. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (
EBIT) kletterte um 13,5 Prozent von 264 auf 300 Mio.€.
Das Unternehmen stellte es als ein
"Rekordjahr" dar.
Dieses wurde aber nur durch Einmalerträge in Höhe von 60 Mio.€ aus dem Verkauf der direkt gehaltenen Anteile an Freenet und Drillisch erreicht, die United Internet im Vorjahr zugesetzt hatten.
United Internet, der auswuchernde Internetkonzern "aus deutschen Landen",
der sich inzwischen als weitere Schiene auch im Telekommunikationsbereich versucht,
erwartet für dieses Jahr ein Betriebsergebnis, das nicht höher als das des Vorjahresniveaus sein wird,
weil die
"laufende Qualitätsoffensive" sowie Entwicklungs- und Marketingkosten in neuen Geschäftsfeldern
und bei erneuten Auslandsexpansionen die Gewinne aufzehren und zu Sparmaßnahmen zwingt.
Die von der Konzernleitung immer wieder betonten Umsatzsteigerungen werfen keine so großen Gewinne mehr ab,
wie die, auf die man noch in den 80iger und 90iger Jahren aufbauen konnte, und die Zukunftsperspektiven eröffneten.
Zu agressiv ist heute der
globale Wettbewerb um Anteile am Geschäft im Internet - und dies ist erst der Anfang.
Quelle (Unternehmensentwicklung):
Handelblatt, Die ZEIT, wirtschaftsticker
Verlagsarchiv Berlin
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