Jetzt habe ich keinen großen Bock mehr, das mit der Black Box zu erklären.
Genug geschrieben für heute.
@ Nostradamus
Vielleicht kannst du das mal erklären, du bist da viel kompetenter als ich.
Hast ja schon mal in so nem Laden gearbeitet und kennst dich aus.
Geprüft werden alle in Deutschland aufgestellten Geldspielautomaten in Berlin.
Nachdem eine Betaversion erstellt wurde, macht man dort eine Bauartprüfung.
Die wird beim Walzenspiel genauso durchgeführt wie beim Rouletteautomaten.
Hier habe ich noch einen interessanten Artikel rauskopiert:
Klack. Die Euromünze fällt auf Nimmerwiedersehen in den Schlitz
des Spielautomaten an der Wand. Grelle Lichter blinken auf, die
Walzen drehen sich. Verflixt, schon wieder verloren! Auch
taktisches Drücken der Spielknöpfe ändert daran nichts.
Geschicklichkeit und spielerische Raffinesse sind bei
Geldspielautomaten nicht gefragt. Nur der Zufall
darf entscheiden, ob ein Gewinn herausspringt oder
das Portemonnaie immer leichter wird. Oder mathematisch
formuliert:
Das Spielergebnis muss gerätetechnisch
zufällig eintreten. Doch so paradox es
klingt: Außer dem Spiel selbst ist dabei
nichts dem
Zufall überlassen. Wer sich an den flimmernden
Kästen die Zeit vertreibt, glaubt nicht, was für ein
kompliziertes Regelwerk hinter seinem Vergnügen
steht. Bevor ein „Cash Casino" oder ein „Big
Winner" in Spielhallen und Gaststätten Geld einkassiert
oder ausspuckt, gilt es aufwendige Tests zu
bestehen. Bauartzulassung heißt das Verfahren, bei
dem nicht jeder Spielautomat einzeln, sondern nur
jeweils ein typisches Exemplar von Fachleuten der
PTB in Berlin-Charlottenburg genauestens unter die
Lupe genommen wird. Erfüllt so ein Prototyp alle
Regeln für das Zufallsspiel, dann darf der Spielautomatenhersteller
Tausende identischer
Geräte nachbauen.
Doch wie kontrolliert man, ob der Zufall
in einem Spielautomaten richtig funktioniert? Wer
annimmt, dass die PTB-Wissenschaftler quasi im
amtlichen Auftrag eifrig um die Wette zocken,
wird vor Ort schnell eines Besseren belehrt. „Unsere
Arbeit ist eher unspektakulär, wir prüfen vor
allem die Spielbeschreibungen der Geräte", sagt
Dieter Richter, Leiter des Fachbereichs „Metrologische
Informationstechnik". Was einem
Spielautomaten erlaubt ist und was nicht, regelt
die altehrwürdige Gewerbeordnung zusammen
mit der Spielverordnung, die in ihren Grundzügen
noch aus den 50er Jahren stammt. Beide
legen für gewerbliche Geldspielgeräte – wie die
bunten Maschinen im Fachjargon heißen –
fest,
wann und wie der Zufall zuschlagen darf, ohne
dass ein Spieler schon nach wenigen Einsätzen
Pleite geht oder gleich der Spielsucht verfällt. Pro
Spiel darf ein Gerät dem Spieler deshalb höchstens
20 Cent abknöpfen, der Maximalgewinn ist
auf zwei Euro begrenzt. Ein Spielvorgang muss
mindestens zwölf Sekunden dauern. Vorschriften
gibt es auch für Risikotasten, die Menge
der Sonderspiele und die Auszahlquote.
Und dann:
So lässt sich beispielsweise mit den Formeln des
„Rangkorrelationstests nach Spearman"
oder dem so genannten „Kolmogoroff-
Smirnow-Test" errechnen, ob über längere
Spielserien hinweg
ein Trend bei
den Gewinnen eintritt,
was einen Spieler
vielleicht erfreuen könnte, aber
verboten ist.
Die meisten haben überhaupt keine Ahnung von den Grundlagen des Automatenzockens.
Das hängt auch nicht davon ab, wie lange sie schon an Automaten zocken und generell verlieren.
Vielmehr hat kaum einer eine Ahnung, was der Staat ihr oder ihm zumutet durch Erlaubnisse und Verbote.
Hier der komplette Bericht
Wo der Computer zockt
Eure Eva
Bearbeitet von evastern, 20 March 2010 - 14:24.