Fritzl sagte am 28 Mar 2010, 16:10:
indiskret: Raub in Berlin: Das Millionenspiel - EPT Hyatt Hotel Berlin
#46
Geschrieben 28 March 2010 - 19:49
#47
Geschrieben 21 May 2010 - 15:26
Überfall auf ein Berliner Pokerturnier
Berliner Poker-Räuber
Reingehen, brüllen, abräumen
Von Jörg Diehl
Sie wirkten martialisch - und waren doch nur dilettantisch. Der Überfall auf das Pokerturnier in Berlin im März war noch stümperhafter als bisher bekannt. Die Täter stürmten planlos in das Luxushotel, machten eklatante Fehler, einer ließ aus Eitelkeit sogar die Handschuhe weg. Rekonstruktion eines Pseudo-Coups.
Hamburg - Ein Casino, mehrere bewaffnete Räuber, die fette Beute machen - was war verlockender, als den Überfall auf das Pokerturnier in Berlin vor zweieinhalb Monaten mit dem ganz großem Kino zu vergleichen? Die Nachrichtenagentur AFP erinnerte der Coup sogar an "Ocean's Eleven".
Doch inzwischen zeigen die Ermittlungen des Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft, dass am Nachmittag jenes 6. März 2010 keine smarten Gentleman-Gangster am Werk waren, sondern eine Gruppe Kreuzberger und Neuköllner Jungkrimineller, die sich bis dahin eher mit den szenetypischen Delikten abgegeben hatte: Körperverletzung, Diebstahl, Drogen. Gegen elf Uhr vormittags trafen sich bei McDonald's unweit des Tatorts
* Vedat S., 21, ein ungelernter Sozialhilfeempfänger,
* Ahmat El-A., 20, ein abgebrochener Rettungsassistent ohne Job und Amateurboxer im Polizeisportverein,
* Mustafa U., 20, ein ungelernter Arbeitsloser, Intensivtäter und vorbestrafter Räuber,
* Jihad C., 19, ein ehemaliger Berliner Boxmeister, polizeibekannt, ohne Ausbildung und Arbeit, und
* dessen Onkel Ibrahim "Ibo" El-M., 28, ein arbeitsloser Kfz-Mechaniker mit neun Geschwistern.
Die Männer parkten eines ihrer Autos, einen auf Vedat S. zugelassenen Mercedes C 190, direkt vor der Tür, futterten Burger und benahmen sich stundenlang so auffällig, dass sich später eine Handvoll Zeugen auf Anhieb an sie, den Benz und dessen Kennzeichen erinnern konnte. Ihre Handys jedoch schalteten die Männer wohlweislich aus, nahmen außerdem Akkus und Sim-Karten heraus.
Drahtzieher des dilettantischen Coups
Laut Anklage hatte Ibrahim El-M., der als Drahtzieher des dilettantischen Coups gilt, die Truppe am Morgen zusammenrufen lassen. Den meisten seiner Handlanger soll bis zuletzt gar nicht klar gewesen sein, worauf sie sich da einließen. Ihnen ging es wohl nur darum, "nicht blöd vor den anderen auszusehen", wie einer von ihnen später der Polizei sagte. Also folgten sie den Anrufen brav. Augen zu und durch.
Das Startsignal für den Überfall um 14.08 Uhr könnten dann zwei Mitglieder einer kurdisch-libanesischen Großfamilie gegeben haben, die bei dem Pokerturnier mitspielten - einer von ihnen übrigens am selben Tisch wie die "Feuchtgebiete"-Autorin Charlotte Roche. Ein Informant sagte den Ermittlern, die Betreffenden hätten die Sicherheitsleute in dem Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz als "Weicheier" eingestuft, die man nur zu erschrecken brauche.
Und so sah dann auch der Plan der phantasielosen Vier aus: reinstürmen, brüllen, mit einer Machete und einer Schreckschusswaffe wedeln und den Tresor ausräumen. Jeder von ihnen bekam eine Sturmhaube und schwarze Handschuhe, nur für Vedat S. blieben bloß gelbe Putzhandschuhe. Die aber seien ihm zu "peinlich" gewesen, sagte einer der mutmaßlichen Räuber später der Polizei - weshalb S. sie nicht angezogen habe - und prompt seine Fingerabdrücke am Tatort hinterließ.
Brüllend auf die Kasse zugestürmt
Nachdem sich die Räuber durch eine offen stehende Seitentür ins Hotel geschlichen hatten, Unverständliches schreiend auf die Kasse zustürmten und dann auf heftigen Widerstand der unbewaffneten Wachleute um den Ex-Polizisten Roman H., 36, stießen, gerieten sie in Panik. Zwei Männer rannten zunächst weg und rissen sich dabei trotz der Überwachungskameras die Masken vom Kopf. Dann kehrten sie um, weil sie ihren Kumpel Vedat S., den der Wachmann noch im Schwitzkasten hielt, befreien wollten.
Zuvor hatten zwei Täter schon das Geld aus der Kasse zusammengerafft. Nach den Schilderungen mehrerer Augenzeugen rissen die Männer die Scheine aus dem geöffneten Tresor und stopften 241.930 Euro in eine Laptoptasche, die sie zufällig gefunden hatten, und in ihre Jacken. An einen eigenen Beutel hatten die Möchtegerngangster nicht gedacht, weshalb der Großteil der Beute liegen blieb.
Immerhin verlief die Flucht - von einigen Orientierungsschwierigkeiten abgesehen - einigermaßen geordnet. Um die Ecke soll Ibrahim El-M. in einem Audi A 3 gewartet haben. Er selbst machte dazu bei der Polizei jedoch keine Angaben. Nach der Schilderung eines seiner mutmaßlichen Komplizen fuhr die Bande dann "mit normaler Geschwindigkeit" in eine Tiefgarage unter einem Hochhaus. Dort sei die Beute auf der Motorhaube des Wagens portioniert worden. Für die ominösen Tippgeber sollen mehrere zehntausend Euro einbehalten worden sein.
Milde Strafen?
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Vedat S., an dessen Mercedes sich Zeugen erinnert hatten, stellte sich schon wenige Tage nach dem Raubüberfall - da waren ihm die Ermittler längst auf den Fersen. Ahmat El-A. schnappte die Polizei bei einer Routinekontrolle am U-Bahnhof Rosenthaler Platz. "Ich glaube, ihr sucht mich", soll er gesagt haben. Mustafa U. flog zunächst in die Türkei, kehrte aber sehr schnell nach Berlin zurück. Die Ermittler nahmen ihn gerne in Empfang, wie auch Jihad C., der am selben Tag aus Beirut in die Hauptstadt zurückgereist kam.
Der Prozess gegen das Quintett soll frühestens Mitte Juni beginnen. Bis auf den mutmaßlichen Drahtzieher Ibrahim El-M. könnten alle mit milden Strafen davonkommen. Das Verfahren wird aller Voraussicht nach vor einer Jugendstrafkammer stattfinden.
Nur von der Beute jedoch fehlt weiter jede Spur - bis auf 4000 Euro, die Mustafa U. zurückgezahlt hat.
Info:Spiegelonline
Bearbeitet von Fritzl, 21 May 2010 - 15:28.
#48
Geschrieben 28 May 2010 - 18:25
Knapp drei Monate nach dem spektakulären Überfall auf ein Poker-Turnier im Berliner Grand Hyatt Hotel am 6. März 2010 hat die Polizei endlich den mutmaßlichen Drahtzieher festgenommen. Die Fahnder schnappten Mohammed Abou-C. (31), als er in Berlin-Kreuzberg mit seinem Auto an einer Ampel wartete!
Bizarr:
Mohammed Abou-C. war schon einmal auf der Kino-Leinwand zu sehen. Er hatte eine Rolle in dem Film „Zeiten ändern dich“ über den deutschen Gangster-Rapper Bushido. Er spielte einen Kleinkriminellen!
Die Polizisten nahmen den Mann kurz nach Mitternacht fest. Er leistete keinen Widerstand.
Damit ist der sechste mutmaßliche Poker-Räuber gefasst! Mohammed Abou-C. soll die Idee für den irren Raub gehabt haben, bei dem die Täter 242 000 Euro erbeuteten!
Ibrahim El-M. (29), sein Neffe Jihad Ch. (19), Vedat S. (21), Ahmad El-A. (20) und Mustafa U. (20) wurden bereits festgenommen. Die fünf Männer stammen alle aus derselben Ecke in Berlin: dem Graefe-Kiez in Kreuzberg.
Mohammed Abou-C. saß nur drei Tage vor dem Raub selbst am Poker-Tisch – direkt neben Moderatorin Charlotte Roche!
Verschaffte er sich so einen Überblick über die Örtlichkeiten?
Noch immer ist der größte Teil der Beute nicht gefunden. Ibrahim soll 82 000 Euro erhalten haben, die vier jüngeren Männer jeweils 40 000 Euro. Bislang zahlte nur Mustafa U. etwas von seinem Anteil zurück – 4000 Euro.
Weil Vedat S. sich sechs Tage nach der Tat der Polizei stellte und seine Komplizen verpfiff, kam die Polizei der Bande auf die Spur.
Wenig später schnappte die Polizei Ahmad el-A. an einer U-Bahnstation, Mustafa U. und Jihad Ch. wurden am Berliner Flughafen Tegel festgenommen.
Mit Mohammed Abou-C. ist nun offenbar der zentrale Hintermann des Coups gefasst.
Info : Bild.de
Bearbeitet von Fritzl, 28 May 2010 - 18:27.
#49
Geschrieben 28 May 2010 - 18:29
Heut in stern.de
Drahtzieher geschnappt:
http://www.stern.de/panorama/berlin-kreuzb...er-1569921.html
Gruß
hermann
Bearbeitet von hermann, 28 May 2010 - 18:30.
#50
Geschrieben 28 May 2010 - 18:33
sehe gerade die Bayern sind den Ostfriesen ein paar sekunden vorraus,
aber macht nichts.
Doppelt hält besser.
Gruß
hermann
#51
Geschrieben 28 May 2010 - 20:59
Zitat
Das die Bayern den Ostfriesen etwas voraus sind, mag wohl an Ebbe und Flut liegen.........
Gruß Fritzl
#52
Geschrieben 10 June 2010 - 17:55
#53
Geschrieben 14 June 2010 - 14:33
3 der Räuber haben gestanden. Die sind allerdings minderjährig. Man muss sich mal vorstellen, dass die nicht normal bestraft werden!
Und das, obwohl nur 10.000 € Beute zurück sind. Das sind weniger als 5%
230.000 fehlen spurlos!
Hintermänner sind ein libanesisches Konsortium in Berlin, das schon seit Jahren im Visier der Behörden ist.
Aber nie wurde was gegen sie unternommen. Angeblich konnte man denen nichts nachweisen.
Zwei sind erst jetzt im Zusammenhang mit dem Raub verhaftet worden.
Wie ist sowas in Deutschland möglich? Sind wir hier im Wilden Westen?
Wenn ich dagegen als normaler Bürger falsch geparkt habe, kriege ich die Riesenknöllchen und gehe notfalls in den Bau, wenn ich nicht zahle.
#54
Geschrieben 14 June 2010 - 14:47
Zitat
Aber nie wurde was gegen sie unternommen. Angeblich konnte man denen nichts nachweisen.
So so........., irgendwie kommt mir das bekannt vor.
Zitat
Wenn ich dagegen als normaler Bürger falsch geparkt habe, kriege ich die Riesenknöllchen und gehe notfalls in den Bau, wenn ich nicht zahle.
Keine Frage, wir sind es.
Wir sind immerhin in DOOFLAND.
Zitat Hamburg64 :
Zitat
Mein Zitat dazu:
Zitat
Da hier in unserem Doofland das Recht und das Gesetz nicht für jedermann gleich ist, zumal es sich hier um Ausländer handelt.
Das dürfte sich ja mittlerweile herum gesprochen haben.
Das bedeutet A : sie bekommen keinesfalls die Höchststrafe
und B : in jedem Fall bekommen sie vorzeitige Haftentlassung
Und darüber, solltest Du mal in aller Ruhe nachdenken....................................
Gruß Fritzl
Bearbeitet von Fritzl, 14 June 2010 - 20:44.
#55
Geschrieben 14 June 2010 - 21:24
Prozessauftakt in Berlin
Pokerräuber gestehen dilettantische Vorbereitung
Der Prozess um den spektakulären Berliner Pokerraub hat mit drei Geständnissen begonnen. Diese belegen: Der Überfall war sehr kurzfristig und dilettantisch geplant. Weiter offen sind entscheidende Fragen: Wo ist die Beute? Wer gab den Auftrag?
Berlin - Fast so schnell wie der Überfall auf das internationale Pokerturnier am 6. März kamen am Montag die Geständnisse im Berliner Landgericht. Zum Prozessauftakt machten drei der vier Angeklagten Angaben zum Hergang. Und die belegen: Der Überfall war so schlecht geplant, wie es wirkte.
Die Angeklagten sagten übereinstimmend aus, erst kurz vor der Tat von einem Hintermann mit dem Überfall beauftragt worden zu sein. Es habe keine Absprache gegeben, wer was machen sollte.
Am 6. März hatten vier maskierte Männer mit Machete und Schreckschusspistolen bewaffnet Europas größtes Pokerturnier in Berlin gestürmt, mehrere Wachmänner verletzt und einen Tresor ausgeräumt. Im Handgemenge mit Sicherheitskräften blieb ein Großteil des Geldes zurück, die Täter konnten mit knapp 242.000 Euro in einem wartenden Fluchtauto entkommen. Zwei Wochen nach der Tat saßen die vier Tatverdächtigen aber bereits in Untersuchungshaft.
Nun müssen sich die vier Männer türkischer und arabischer Herkunft im Alter von 19 bis 21 Jahren wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung vor einer Jugendstrafkammer verantworten. Zwei mutmaßliche Drahtzieher, gegen die bereits Anklage erhoben wurde, bekommen einen separaten Prozess.
Der Anklage zufolge wurden die mutmaßlichen Täter erst unmittelbar vor dem Überfall in die Planung eingeweiht - in einem Schnellrestaurant gegenüber von dem Hotel, in dem das Turnier stattfand.
Einer der vier Angeklagten bekam nach eigenen Angaben am Vormittag des Tattages einen Anruf von seinem Onkel, der ihn bat, "ein paar Leute zusammenzutrommeln". Beim Treffen in dem Fast-Food-Restaurant habe sie der Onkel dann in den Plan eingeweiht und jeder habe Maske und Handschuhe bekommen. Er habe gar nicht mitmachen wollen, so der 19-Jährige: "Ich fühlte mich getrieben und leicht unter Druck gesetzt." Sein Onkel habe ihn dann aufgefordert einzuspringen, nachdem eine andere Person sich geweigert hatte, mitzumachen.
Einer der mutmaßlichen Täter hatte sich der Polizei gestellt und schon nach seiner Festnahme als Kronzeuge ausgesagt. Der 21-Jährige wiederholte nun vor Gericht sein Geständnis. Er räumte ein, vor dem Überfall die Lage ausgekundschaftet zu haben und bei der Tat mit einer Schreckschusspistole bewaffnet gewesen zu sein. Er habe das Bargeld aus dem Tresor genommen und sei dann aber von einem Wachmann angegriffen worden, wodurch er die Tasche mit mehr als 600.000 Euro verloren habe. Erst nach der Tat sei ihm klar geworden, worauf er sich eingelassen habe, verlas der Anwalt das Geständnis.
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Offen blieb auch nach den Geständnissen, wo der Großteil des erbeuteten Geldes von knapp 242.000 Euro geblieben ist. Nur 4000 Euro wurden zurückgegeben. Den Angeklagten zufolge soll jeder 45.000 Euro erhalten haben, wovon sie jeweils 5000 Euro an den Tippgeber abgeben mussten. Einer der Tatbeteiligten will jedoch nur einen Bruchteil bekommen haben, der Großteil sei an die Drahtzieher gegangen.
Auch zu den Hintermännern wollten die Angeklagten zunächst keine Angaben machen. Gegen den 29-jährigen Onkel, der die vier Männer angestiftet haben soll, wird gesondert verhandelt. Die Idee zu dem Überfall soll ein 31-Jähriger gehabt haben, der bei dem Pokerturnier mitgespielt und mit seinem Mobiltelefon aus dem Hotel das Signal zum Losschlagen gegeben haben soll. Zielfahnder des Landeskriminalamtes hatten ihn Ende Mai in Berlin gefasst, am Freitag wurde Anklage erhoben. Gerichtssprecherin Petra Carl sagte, die beiden Drahtzieher hätten sich bislang nicht zur Tat geäußert.
Der Prozess gegen die vier mutmaßlichen Räuber wird am Donnerstag fortgesetzt. Dann soll das vierte Geständnis verlesen werden. Bis Mitte Juli sind insgesamt acht Verhandlungstage angesetzt.
siu/dpa/apn/AFP/ddp
#56
Geschrieben 14 June 2010 - 22:07
Zitat
und B : in jedem Fall bekommen sie vorzeitige Haftentlassung
Manchmal möchte man auch eine libanesische Großfamilie in Deutschland sein,
weil solche bekloppten gutmenschlichen Geldgeber gibt es in anderen Ländern nicht.
Ich war mal in Beirut.
Dass die nicht zurück wollen, weil sie hier die Maden im Speck sind, verstehe ich zwar aber
warum ich(wir) fremde Kriminelle noch finanzieren soll, eröffnet sich mir nicht.
Damit sind wir schon wieder bei dem ganzen Beamten- und Politikergeschmeiß, deren
Gutmenschentum wir von Jugoslawien über Afghanistan bis zu illegal eingewanderten
ungebildeten Kriminellen mit unserem Geld unnötig bezahlen.
Die drehen uns eine Nase, lachen uns aus, lügen, betrügen und wir halten uns an die heilige Kuh "RECHT".
Wir sind kein Rechtsstaat sondern ein Rechtswegestaat, wo deutsche Anwälte für mich schon so eine Art
von Landesverrat betreiben, weil sie wider besseres Wissen AsylTrickser für staatliches Geld durch alle
Instanzen "rechtlich" vertreten.
sachse
#57
Geschrieben 15 June 2010 - 03:14
Stimme Dir zu, es bedarf dazu keine weiteren Worte.
Gruß Fritzl
#58
Geschrieben 17 June 2010 - 23:26
„Wo ist denn nun die Kohle geblieben?“
Im Prozess gegen die Berliner Poker-Räuber hat auch der vierte Täter vor dem Berliner Landgericht ein Geständnis abgelegt. Vergeblich versuchte der Richter in Erfahrung zu bringen, wo die erbeuteten 242.000 Euro abgeblieben sind.
Nur wenige Tage nach dem Geständnis seiner Komplizen hat am Donnerstag auch der vierte Angeklagte zugegeben, an dem spektakulären Überfall auf ein internationales Pokerturnier in Berlin mitgemacht zu haben. Er bereue die Tat - er habe sich von dem Geld beeindrucken lassen, verlas der Anwalt des 20 Jahre alten Täters das Geständnis vor dem Berliner Landgericht. Er habe bei dem Überfall eine Machete geschwungen, aber niemanden geschlagen oder verletzt. Seinen Anteil an der Beute von 40.000 Euro könne der Freizeitboxer aber nicht zurückgeben. „Ich weiß nicht, wo das Geld ist oder ob ich noch darüber verfügen kann“, hieß es in der Erklärung. Nach bisheriger Planung wollen die Richter am 1. Juli ihr Urteil verkünden.
Die vier angeklagten Männer türkischer und arabischer Herkunft im Alter zwischen 19 und 21 Jahren müssen sich wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung vor einer Jugendstrafkammer verantworten. Am Montag hatten zwei Angeklagte über ihre Anwälte Geständnisse abgelegt, ein Dritter gestand die Tat selbst. Alle vier Beschuldigten hatten bereits Eintragungen im Strafregister. Einer von ihnen war erst wenige Wochen vor dem Überfall aus der Haft entlassen worden. Keiner der in Berlin aufgewachsenen jungen Männer hat bislang einen Beruf erlernt.
Bei dem Überfall auf das Turnier in einem Luxushotel am Potsdamer Platz hatten die maskierten Räuber laut Anklage am 6. März knapp 242.000 Euro erbeutet, waren aber dilettantisch vorgegangen. Ein Großteil der erhofften Millionensumme blieb im Handgemenge mit Wachleuten zurück. Das Geld aus einem gerade geöffneten Tresor stopften sie in Jacken- und Hosentaschen sowie eine Laptoptasche.
Bereits zwei Wochen später saß das Quartett in Untersuchungshaft. Zwei mutmaßliche Räuber waren zunächst in die Türkei und den Libanon geflüchtet, kehrten dann aber nach Berlin zurück. Noch auf dem Flughafen klickten die Handschellen. Ein 21 Jahre alter Täter hatte sich zuerst gestellt und dann seine Komplizen verraten.
Später wurden zwei mutmaßliche Drahtzieher gefasst, sie sollen einen eigenen Prozess bekommen. Ein 31 Jahre alter Verdächtigter soll selbst an einem der Pokertische gesessen und per Handy das Signal zum Losschlagen gegeben haben, ein 29 Jahre alter Libanese soll das Quartett instruiert haben. Indes ging beim Gericht eine anonyme E-Mail an Richter Helmut Schweckendieck ein. Tenor: Es sei hundertprozentig so, dass die beiden Männer die Drahtzieher gewesen seien. Von den „Jungs“ würde sich aber hier keiner vor Gericht trauen, sie zu nennen.
„Wo ist denn nun die Kohle geblieben?“, fragte der Richter leicht genervt. Der Großteil der Beute ist verschwunden. Von dem Quartett soll jeder 40.000 Euro bekommen haben, hieß es in drei Geständnissen. Auch der 21 Jahre alte Kronzeuge sagte, er verfüge nicht über seinen Anteil. Seine Familie will laut Gericht 3000 Euro zur Wiedergutmachung zahlen, die aber nicht aus der Beute stammen. Ein 20 Jahre alter Täter hatte 4000 Euro zurückgezahlt.
Der jüngste Angeklagte kündigte an, er wolle nach einer Strafe sein abgebrochenes Fachabitur nachholen. „An Bildung fehlt es noch bei mir.“ Doch der Richter zeigte sich unbeeindruckt. Er zitierte aus beschlagnahmten Briefen, die der Jugendliche aus der Haft schmuggeln wollte: „Mir geht es hier sehr gut - alles ganz locker und lässig wie im Internat.“ Er brauche ein Handy und Tabak. Die Justizleute würde er am liebsten ins Krankenhaus befördern. Auf einem der Zettel stand, er werde wohl auf Bewährung rauskommen. „Das wäre so ein Jackpot“, schrieb der Angeklagte.
Text: dpa
Bearbeitet von Fritzl, 17 June 2010 - 23:27.
#59
Geschrieben 18 June 2010 - 10:30
Fritzl sagte am 18 Jun 2010, 00:26:
„Wo ist denn nun die Kohle geblieben?“
Im Prozess gegen die Berliner Poker-Räuber hat auch der vierte Täter vor dem Berliner Landgericht ein Geständnis abgelegt. Vergeblich versuchte der Richter in Erfahrung zu bringen, wo die erbeuteten 242.000 Euro abgeblieben sind.
Nur wenige Tage nach dem Geständnis seiner Komplizen hat am Donnerstag auch der vierte Angeklagte zugegeben, an dem spektakulären Überfall auf ein internationales Pokerturnier in Berlin mitgemacht zu haben. Er bereue die Tat - er habe sich von dem Geld beeindrucken lassen, verlas der Anwalt des 20 Jahre alten Täters das Geständnis vor dem Berliner Landgericht. Er habe bei dem Überfall eine Machete geschwungen, aber niemanden geschlagen oder verletzt. Seinen Anteil an der Beute von 40.000 Euro könne der Freizeitboxer aber nicht zurückgeben. „Ich weiß nicht, wo das Geld ist oder ob ich noch darüber verfügen kann“, hieß es in der Erklärung. Nach bisheriger Planung wollen die Richter am 1. Juli ihr Urteil verkünden.
Die vier angeklagten Männer türkischer und arabischer Herkunft im Alter zwischen 19 und 21 Jahren müssen sich wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung vor einer Jugendstrafkammer verantworten. Am Montag hatten zwei Angeklagte über ihre Anwälte Geständnisse abgelegt, ein Dritter gestand die Tat selbst. Alle vier Beschuldigten hatten bereits Eintragungen im Strafregister. Einer von ihnen war erst wenige Wochen vor dem Überfall aus der Haft entlassen worden. Keiner der in Berlin aufgewachsenen jungen Männer hat bislang einen Beruf erlernt.
Bei dem Überfall auf das Turnier in einem Luxushotel am Potsdamer Platz hatten die maskierten Räuber laut Anklage am 6. März knapp 242.000 Euro erbeutet, waren aber dilettantisch vorgegangen. Ein Großteil der erhofften Millionensumme blieb im Handgemenge mit Wachleuten zurück. Das Geld aus einem gerade geöffneten Tresor stopften sie in Jacken- und Hosentaschen sowie eine Laptoptasche.
Bereits zwei Wochen später saß das Quartett in Untersuchungshaft. Zwei mutmaßliche Räuber waren zunächst in die Türkei und den Libanon geflüchtet, kehrten dann aber nach Berlin zurück. Noch auf dem Flughafen klickten die Handschellen. Ein 21 Jahre alter Täter hatte sich zuerst gestellt und dann seine Komplizen verraten.
Später wurden zwei mutmaßliche Drahtzieher gefasst, sie sollen einen eigenen Prozess bekommen. Ein 31 Jahre alter Verdächtigter soll selbst an einem der Pokertische gesessen und per Handy das Signal zum Losschlagen gegeben haben, ein 29 Jahre alter Libanese soll das Quartett instruiert haben. Indes ging beim Gericht eine anonyme E-Mail an Richter Helmut Schweckendieck ein. Tenor: Es sei hundertprozentig so, dass die beiden Männer die Drahtzieher gewesen seien. Von den „Jungs“ würde sich aber hier keiner vor Gericht trauen, sie zu nennen.
„Wo ist denn nun die Kohle geblieben?“, fragte der Richter leicht genervt. Der Großteil der Beute ist verschwunden. Von dem Quartett soll jeder 40.000 Euro bekommen haben, hieß es in drei Geständnissen. Auch der 21 Jahre alte Kronzeuge sagte, er verfüge nicht über seinen Anteil. Seine Familie will laut Gericht 3000 Euro zur Wiedergutmachung zahlen, die aber nicht aus der Beute stammen. Ein 20 Jahre alter Täter hatte 4000 Euro zurückgezahlt.
Der jüngste Angeklagte kündigte an, er wolle nach einer Strafe sein abgebrochenes Fachabitur nachholen. „An Bildung fehlt es noch bei mir.“ Doch der Richter zeigte sich unbeeindruckt. Er zitierte aus beschlagnahmten Briefen, die der Jugendliche aus der Haft schmuggeln wollte: „
Auf einem der Zettel stand, er werde wohl auf Bewährung rauskommen. „Das wäre so ein Jackpot“, schrieb der Angeklagte.
Text: dpa
Fritzl sagte am 14 Jun 2010, 22:24:
Fritzl sagte am 18 Jun 2010, 00:26:
"Mir geht es hier sehr gut - alles ganz locker und lässig wie im Internat."
auf Bewährung rauskommen: "Das wäre so ein Jackpot", schrieb der Angeklagte.
Welche Wertevorstellungen bringen die aus ihren Ländern hierher mit?
Man muss sich die Gesinnung solcher Leute mal konkret vorstellen.
Nicht nur einfach lesen und logisch nachvollziehen.
Rein gefühlsmäßig.
Nicht denken, sondern sich in sie hineinversetzen.
Was macht man mit solchen Typen? Die kriegt man auch nicht wieder hin, wenn man die einsperrt.
sapi
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