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indiskret: Raub in Berlin: Das Millionenspiel - EPT Hyatt Hotel Berlin


66 Antworten in diesem Thema

#16 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 07 March 2010 - 14:57

paroli®.de-indiskret:
Das Millionenturnier:
ETP Hyatt Hotel Berlin

Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-16-




[indent]"...sie hatten eine mehrere große Taschen bei sich,
in die sie das ganze Geld gestopft hatten.
Jeder von ihnen hatte so eine Tasche.
Es ging alles unglaublich schnell.
Die mussten das genau gewusst haben,
wo die Turniergelder lagen,
sonst hätte das alles in der Schnelligkeit garnicht funktioniert..."


[/indent]
Nicht nur das!


Fraglich scheint, wie die Gang an die Informationen gekommen war.
Zu einem anderen Zeitpunkt wären die im Hotel erreichbaren Gelder in weit geringerer Höhe gewesen.
Tatsache (und völlig unlogisch) ist, dass die Täter in den Taschen verteilt rund 800.000 Euro erbeutet haben mussten.
Diese Meldung wurde offiziell an die Medien, die kurz nach dem Überfall eintrafen, herausgegeben.
Ein Zeuge sagte, der Counter sei leergeräumt gewesen!

Aber zehn Stunden später am Abend hieß es plötzlich,
es sei nur eine geringe Summe erbeutet worden.




Ein Zeuge heute früh in der Hotellounge:


[indent]"...Klar hatten die rund 800 Tsd.!
Das war das dort liegende Geld.
Jeder hatte die Tasche prall vollgestopft.
Vier Taschen voll davon.
Und nur eine der Taschen haben sie erwischt
im Zweikampf mit einem der Täter.
Und der ist denen dann auch noch entwischt.
Ohne Tasche.
Dem Sicherheitsmann
ist nicht mal einer zu Hilfe gekommen,
während der mit einem Täter am Ringen war.
Obwohl er um Hilfe schrie..."



[/indent]Dazu ein Mitglied der Kuhr-Security:

[indent]"...Ja klar geht da keiner sofort hin,
ohne von seinen Kollegen
deckungsmäßig abgesichert zu werden.
Die anderen hatten gezogene und entsicherte Waffen
um die Kämpfenden herum.
Und dass der Gegner des Kollegen seine verloren hatte,
das war hinten nicht direkt erkennbar.
Es ging auch alles zu schnell.
Keiner wäre da sofort hingelaufen,
die Täter hätten ihn mit ihren Schusswaffen niedergestreckt..."


[/indent]
Fest steht, dass dabei eine der Taschen von den Tätern verloren wurde. Eine!
Und wie kam die nachgeschobene Meldung im Statement von Poker Star zustande?






.

#17 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 07 March 2010 - 14:57

paroli®.de-indiskret:
Das Millionenturnier:
ETP Hyatt Hotel Berlin

Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-17-


Offizielles Statement von PokerStars

[indent]"...Heute gegen ca. 14:15 hat ein versuchter Raubüberall
bei der European Poker Tour (EPT) in Berlin stattgefunden.
Bei dem Überfall wurde niemand ernsthaft verletzt,
eine Person erlitt leichte Schürfwunden durch die Unruhe,
die durch den Überfall entstanden ist.

Vier maskierte Personen waren an dem Überfall beteiligt.
Der Turnier-Counter im 1. Geschoss des Grand Hyatts am Marlene Dietrich Platz
war das Ziel des Überfalls.
Dort befanden sich in einem Safe zu dem Zeitpunkt die Startgelder der Pokerturniere,
die heute im Rahmen der EPT stattgefunden haben.

Durch die entstandene Unruhe am Turnier Counter im Vorraum des Ballsaals
brach kurzfristig Gedränge im Turnierbereich aus.

Es gab keinen Schusswechsel.
Die Täter flüchteten nur wenige Sekunden nach dem Raubversuch.

Aufgrund der bestehenden hohen Sicherheitsvorkehrungen
konnte ein größerer Schaden abgewendet werden.

Es wurde nur eine geringe Geldmenge entwendet.

Das Turnier wird mit einer Unterbrechung
in den frühen Abendstunden fortgesetzt.

Die Polizei ermittelt in enger Zusammenarbeit
mit der EPT und der SPIELBANK BERLIN seit dem Überfall.
Eine psychologische Betreuung für die Augenzeugen wird angeboten.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen können wir zum derzeitigen Moment
keinen weiteren Informationen dazu geben.
Wir bitten um Ihr Verständnis..."


[/indent]Eine lächerliche Verzerrung der Tatsachen (in rot markiert) und eine Herunterspielung ohnegleichen.



Will man etwas vertuschen?
Ist es nicht merkwürdig, dass die Täter genau zu dem Zeitpunkt zuschlugen,
in den Stunden, als das weitaus meiste Geld im Hotel erreich- und entwendbar war?
Was ist mit der Zeugenaussage, jemand vom Personal sei auf die Seite der Täter gewechselt?







.

#18 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 07 March 2010 - 14:57

paroli®.de-indiskret:
Das Millionenturnier:
ETP Hyatt Hotel Berlin

Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-18-


Wie hoch ist die Beute?

Die Summe des geraubten Betrags wurde bis zur Erstellung dieses Beitrags immer wieder verändert angegeben.
Es ist merkwürdig, dass anscheinend keiner der Turnierverantwortlichen einen Kassensturz macht.
Oder dass sie die verbliebenen Restbestände nicht zählen können.


Oder es vielleicht nicht wollen?



Beteiligte und Polizeisprecher (!) sprachen zunächst von 800.000 Euro.
Der Spiegel berief sich am Abend auf das Umfeld des Veranstalters
und ging von 240.000 Euro Beute aus.


Einige Stunden später hieß es 200.000 Euro.
Dann verlautbarte man: ein sechsstelliger Betrag,
während die Fernsehanstalten vom maßgeblichen Teil der Preisgelder sprachen.
Später wurde von einem geringeren Betrag ausgegangen.
Zum Schluss hieß es gar: ein irrelevanter Betrag!




Wie kommt bei drei von vier geldgefüllten Taschen der Täter die Meldung zustande,
es sei ein nur geringer Schaden entstanden?






.

#19 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 07 March 2010 - 14:57

paroli®.de-indiskret:
Das Millionenturnier:
ETP Hyatt Hotel Berlin

Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-19-


Hierzu schreibt die regionale Presse (Märkische Zeitung)
und beruft sich auf die dpa und Angaben der Polizei:


[indent]"...Medienberichte,
nach denen es dem Sicherheitsdienst der "European Poker Tour" gelang,
den Räubern bei ihrer Flucht aus dem ersten Stock des "Grand Hyatt"
die Beute zu entreißen,
bestätigte der Polizeisprecher nicht.

Einem Sicherheits-Mitarbeiter sei es zunächst gelungen,
einen der Räuber festzuhalten.
Er wurde aber von einem Komplizen aus der Umklammerung losgerissen.

Anschließend flüchteten die Täter
in Richtung des Einkaufszentrums "Potsdamer Platz Arkaden"
und verschwanden dort in der Menschenmenge.

Augenzeugen wollen gesehen haben,
wie die Bande in einen schwarzen Mercedes-Benz stieg..."



[/indent]


Im gesamten Internet ist man skeptisch.

Der Termin des Überfalls muss exakt terminiert gewesen sein.
[indent]"...Ausgerechnet heute,
wo das größte Geld in der Kasse liegt,
kommen die reingestürmt..,"
hieß es kurz nach dem Überfall in einem Internet-Blog von Pokerexperten.
"...Auch noch am helllichten Tag..."

[/indent]



Zum Zeitpunkt des Überfalls fand das Highroller Event statt.
Zudem hatte nur zur Tatzeit keines der gleichzeitig laufenden Turniere eine Pause.
Möglicherweise, so wurde in einem anderen Poker-Blog gemutmaßt,
hätten die Täter einen Tipp von einem der Spieler erhalten.



Es stellt sich die Zusatzvermutung:
Oder vom Personal?





Teilnehmer des Turniers warfen der Kuhr Security mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen vor.
[indent]"...Einfacher kann man es denen nicht machen..."
berichtete ein regelmäßiger Pokerturniergast.
"...Die saßen da hinter dem Schalter
und haben das Geld gezählt..."


[/indent]

Normalerweise werde das Startgeld bei solchen Turnieren an Kassenhäuschen mit Panzerglas gezahlt.
Im Grand Hyatt wurden die Scheine nach Teilnehmerangaben hingegen
lediglich hinter einem kleinen Counter gesammelt und gestapelt.
Es wurde mit Hunderttausenden umgegangen wie mit Zwanzigern.




Ohne dass weitere Sicherungen erkennbar gewesen wären.






.

#20 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 07 March 2010 - 14:57

paroli®.de-indiskret:
Das Millionenturnier:
ETP Hyatt Hotel Berlin

Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-20-


Nach einigen weiteren Minuten sei der Spuk dann vorbei gewesen.


[indent]"...Der Saal war völlig verwüstet.
Tische und Scheinwerfer waren umgekippt,
überall lagen Gegenstände und Splitter auf dem Boden.
Wir haben uns anschließend im Hinterhof gesammelt.
Vom Hotelpersonal hat sich keiner um uns gekümmert..."


"...Einige, die nach dem Überfall
mit uns im Seiteneingang des Hotels
gegenüber der Spielbank standen,
zählten die Jetons,
die sie sich bei dem Gemenge angeeignet hatten.
Bei einigen waren das einige tausend Euro..!"


[/indent]

Hätte einer der Komplitzen der Bande da nicht ganz bequem und unauffällig
den Ort des Verbrechens unbehelligt verlassen können?

War nicht seitens einiger Zeugen von mehr Tätern die Rede?

Könnte nicht die Mutmaßung, es habe sich um nur sieben Täter gehandelt,
die vier in der Vorhalle, die Absichernden vor dem Hotel und der Fahrer,
falsch sein?

Wo sind die beiden weiteren, die draußen gesehen wurden?

Und wo ist der Mann, der im Verlauf der Aktion zu den Tätern wechselte?

Was ist, wenn ein Stück hinter dem Zweitausgang an der Farian-Frey-Straße
ein weiterer Wagen wartete und den Rest der Bande mitnahm?






.

#21 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 07 March 2010 - 14:57

paroli®.de-indiskret:
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Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-21-


Fest steht, dass Michael Kuhr, Besitzer und Chef der verantwortlichen Sicherheitsfirma,
wörtlich kommentiert hat:
[indent]"...Einer der Gangster verlor dabei eine der Taschen,
in die sie das Geld gestopft hatten..."


[/indent]

Der gemäß den uns vorliegenden Zeugenaussagen herstellbare Bezug
zu dem stattgefundenen Zweikampf ergibt,
dass die übrigen Geldtaschen, die die anderen Täter bei sich hatten,
mit auf die Flucht genommen wurden.
Dementsprechend musste der Großteil des Geldes logischerweise verschwunden sein,
denn wenn keiner der Kollegen dem kämpfenden Sicherheitsmann zu Hilfe gekommen war,
aus Angst vor den entsicherten Waffen der anderen Täter,
dann ist kein anderer Rückschluss möglich.

Somit belief sich die erraubte Beute zunächst
zumindest auf den Inhalt der mitgenommenen Taschen,
denn die konnte die Gang nach draußen schaffen.

Möglich wäre gewesen,
dass ein Täter oder mehrere von ihnen auf der Flucht gestellt worden war.




Wieso hatten die Securityleute außer Eisenstangen
keine anderen Waffen zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung,
während einer Großveranstaltung bei einer Million ungesichertem Bargeld?




Die Spieler des Turniers suchten derweil Schutz unter den Spieltischen,
soweit diese bei der Panik nicht zerbersteten oder umstürzten.
Gäste verbarrikadierten sich in den Räumlichkeiten des Nobelhotels.
Ein Sicherheitsmann rang mit einem der Täter, indem er ihn in den Würgegriff nahm.
Doch von dessen Kumpanen wurde er von mehreren Schusswaffen bedroht.

Nachdem der mit dem Wachmann ringende Täter sich befreien konnte,
raste er die Treppe hinunter und hetzte ohne Tasche mit seinen Kumpanen,
die alle ihre Taschen bei sich hatten,
über die Alte Potsdamer Straße.



Mit ihnen flüchteten die eingangssichernden Mittäter
und die beiden weiteren von Zeugen gesehenen Männer,
die sich außerhalb des Hotels befanden,
nämlich der Täter in dem blauen Mantel mit hochgeschlagenem Kragen
und ein weiterer Täter,
der allem Anschein nach eine langläufige Schusswaffe unter seiner Kleidung trug.






.

#22 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 07 March 2010 - 14:57

paroli®.de-indiskret:
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Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-22-


Eine Verfolgung der Gangster erwies sich als aussichtslos.
Durch den Nottreppenausgang verliessen sie das Luxushotel.

Die Potsdamer Arkaden,
deren Geschäfte sich auf die Berlinale und das EPT-Turnier werbewirksam eingestellt hatten,
waren am Samstag Mittag zu überfüllt,
als dass die sich anscheinend sofort mit den Taschen verteilenden Täter,
die sich als sehr ortskundig erwiesen, hätten aufgespürt werden können.

Sie müssen weitere Mithelfer gehabt haben,
die in einem dunklen (wahrscheinlich schwarzen) Mercedes älteren Baujahrs auf sie warteten.
Der Wagen fiel einem Zeugen durch den laufenden Motor auf
und auf Grund der Tatsache, dass zwei Schwarzgekleidete in den Wagen sprangen
und das Auto mit auffallend hoher Geschwindigkeit
aus der Rudolf-von-Gneist-Gasse in Richtung Landwehrkanal wegpreschte.



Die übrigen Täter tauchten in der Menschenmenge in dem gut besuchten Shopping Center unter.
Eine Minute später verlassen die Ganoven den Einkaufstempel auf der östlichen Seite,
fliehen weiter über die Linkstraße und von dort -laut Polizei- in südlicher Richtung.



Im Bereich Linkstraße/Reichpietschufer verliert sich die Spur...






.

#23 Nachtfalke

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Geschrieben 07 March 2010 - 14:57

paroli®.de-indiskret:
Das Millionenturnier:
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Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-23-


Das Pokerturnier war fürs erste gelaufen.


Erst etwa eine Viertelstunde nach dem Verbrechen trafen Polizei und Feuerwehr am Tatort ein.



Weshalb brauchten sie so lang?
Oder war die Polizei nicht umgehend verständigt worden?




Die Erklärung könnten die im Spiegel veröffentlichte Zeugenaussage,
sowie eine uns übermittelte identische Information sein:


[indent]"...Die Security-Mitarbeiter haben dann versucht,
die Männer mit den Absperrungen in Schach zu halten..,"
so eine Teilnehmerin des Lady-Turniers, Claudia Sommerey, die in den hinteren Saal floh.
Auch dort sei wenig später eine Massenpanik ausgebrochen
.

"...Ich hörte nur, wie jemand 'Runter, runter' rief,
dann habe ich mich unter einen der Tische gelegt.
Im Vorraum waren da immer noch Geräusche;
Geräusche von Auseinandersetzungen zu hören..."
Sie habe dann versucht, die Polizei anzurufen.
"...Leider war ich fünf Minuten
in der Warteschleife des Notrufs..,"
so die 39igjährige.[/indent]


Das war uns auch neu,
dass es bei der Wahl des Notrufs eine Warteschleife gibt!






.

#24 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 07 March 2010 - 14:57

paroli®.de-indiskret:
Das Millionenturnier:
ETP Hyatt Hotel Berlin

Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-24-


In der Massen-Panik im Hotel waren eine Reihe Menschen verletzt worden.
Poker Stars spricht von nur sieben Personen.


[indent]"...Das kann nicht sein..," sagte mir heute Vormittag eine Spielerin.
"...Allein drei Personen lagen neben mir verletzt.
Und zwar unter einem Pokertisch.
Und allein zehn Leute
hatten Schrammen, Prellungen und Hautabschürfungen bei dem Gewimmel.
Dann müssten ja alle Verletzten des Überfalls
in meinem näheren Umfeld gewesen sein.
Und ich befand mich ein Stück entfernt,
in Abstand zum eigentlichen Tathergang..."


[/indent]

Ein Pokerspieler aus München spricht heute früh vorlaufenden Kameras:


[indent]"...Ich weiss nicht,
was dieses Statement der Organisatoren sollte.
Aber da scheint einiges faul zu sein.
Das, was die da zum Schluss von sich gegeben haben,
das ist wirklich alles Bullshit..."

"...Es waren ja allein schon
einige unter den Sicherheitsbediensteten verletzt,
einer sogar recht heftig am Auge..."



[/indent]

Später stellt sich heraus, dass die Verletzung von der Machete eines der Täter herrührt. Der Frankfurter Spieler Frank Betsch:

[indent]"...Seit 30 Jahren spiele ich schon Poker,
habe schon als kleiner Junge damit angefangen.
Einen so spektakulären Krimi habe ich noch nicht gesehen.
Ich hatte Angst um mein Leben..."
und er ist der dritte, der von Schüssen spricht.
"...Ich hörte einen Knall,
dachte im ersten Moment, dass es ein Schuss war.
Nun sagen sie, es seien keine Schüsse gefallen,
aber im Nachhinein bin ich mir sicher, dass das nicht sein kann.
Weshalb hätte denn sonst vorn in den Turniersälen
eine derartig schnell um sich greifende Pank ausbrechen sollen?
Die Frauen kreischten laut,
manche von ihnen warfen sich zu Boden,
andere krochen unter die Tische, von denen einige umstürzten.
Überall hörte man Berstendes und Zersplitterndes.
Ein wahnsinniges Geschrei.
Ein klickendes Geräusch war da.
Das waren die Jetons. Tausende Jetons fielen herunter.
Die Chips rollten durch den Saal.
Ich konnte alles gut beobachten, weil ich in dem Moment am Saalrand stand,
da ich das Lady-Pokerspiel beobachten wollte, das gerade erst begonnen hatte..."


[/indent]Und ein weiterer:


[indent]"...Ich sah Damen, die keine mehr waren.
Sie krabbelten unter den Tischen umher
und sammelten die höchstlautenden Jetons auf,
die verstreut auf dem Boden herumlagen.
Es waren gewaltige Stückgrößen des Highroll Spiels.
Einige steckten sie in den BH und in den Slip..."


[/indent]Wir laden eine Angestellte des Hotels zum Mittagessen in die Arkaden ein.:


[indent]"...Klar, dass sich nicht alle von uns um die Gäste gekümmert haben.
Auf dem Boden lagen Berge von Jetons.
Mit einem Handgriff erwischte man mehr,
als man im Jahr verdienen kann.
Da waren den Mädels die Jetons halt wichtiger als die Gäste,
wenn sie Turnierteilnehmer kannten, die sie eintauschten..."

"...Bisher hatte ich den Eindruck,
einen guten Arbeitgeber zu haben.
Aber um uns scherte sich niemand.
Logisch, dass wir den Gästen helfen sollen.
Aber von uns hatten auch einige ihre Schwierigkeiten.
Und die interessierte niemanden.
Am Abend gab es dann auch noch Probleme mit der Abrechnung.
Gäste hatten direkt nach dem Raub das Haus verlassen.
Die Rechnungen haben sie nicht mehr bezahlt..."


[/indent]Das Hotel gibt hinterher an, im Hyatt sei nicht geschossen worden.
Nur ein Bilderrahmen sei "...rein zufällig..." von der Wand gefallen.
So ein Zufall - in der Sekunde der hereinstürmenden Gang.



Und das löste Panik von tausend Menschen aus?






.

#25 Nachtfalke

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Geschrieben 08 March 2010 - 11:37

paroli®.de-indiskret:
Das Millionenturnier:
ETP Hyatt Hotel Berlin

Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-25-


Bis in den Abend sicherten Kripoleute Spuren und beschlagnahmten die Bänder der Überwachungskamera.
In Kooperation mit dem Sicherheitschef der Spielbank Berlin und Poker Stars versuchte man zu recherchieren.
Die Angestellten des Hotels zeigten weniger kooperativ, einige von ihnen hatten das Hotel sogar unter Schock verlassen.
Ein Psychologe wurde für die Betroffenen bereitgestellt.

Aber nach 18 Uhr saßen bereits die ersten Zocker wieder an den noch unbeschädigt verbliebenen Pokertischen.
Getätigte Einsätze wurden entweder ausgezahlt oder anhand der Videoüberwachung zurückverteilt.
Die Etappe der Pokertour musste weitergespielt werden. Zum einen wegen des internationalen Rankings.
Zum anderen, weil die verbliebenen Spieler ihr Anrecht auf die Siegesprämie geltend machten.
[indent]"Schüsse, Raubüberfall, Massenpanik.
Der schwärzeste Tag in der Geschichte des deutschen Pokers..."

"...Wahrscheinlich der größte Alptraum bei einem Pokerevent,
den die Welt bisher erlebt hat..,"

wird Marc Gork auf pokernews zitiert.

Eingefügtes Bild[/indent]Gork
war Finalist der ETP im Vorjahr.
Damals fand das Turnier noch in Dortmund statt.





Finaltag, den 7. März


Unbeeindruckt von dem Überfall zog der Amerikaner Kevin MacPhee sein Spiel durch
und zeigte seinen verbliebenen Mitstreitern um das Turniergeld,
dass er sein Spielerpseudonym ImaLuckSac zu Recht trug.


MacPhee wurde Turniersieger und gewann die 1 Millionen Euro

in einem dreieinhalbstündigen Heads-up.
[indent]Eingefügtes Bild

[/indent]
  • Kevin MacPhee, USA - €1,000,000
  • Ilari Tahkokallio, Finnland - €600,000
  • Marc Inizan, Frankreich - €350,000
  • Artur Wasek, Polen - €280,000
  • Ketul Nathwani, UK - €210,000
  • Marcel Koller, Schweiz - €165,000
  • Marko Neumann, Deutschland - €120,000
  • Nico Behling, Deutschland - €72,000


Die kollegiale Westspiel hatte übrigens nichts Eiligeres zu tun,
als ihr Bedauern am Nachmittag des Raubüberfalls auszudrücken,
"...dass man in Berlin nicht Herr der Lage sei..."
und prompt ihre alte Location in der Hohensyburg für den noch ausstehenden Finaltag anzubieten.






.

#26 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 08 March 2010 - 11:37

paroli®.de-indiskret:
Das Millionenturnier:
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Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-26-


Es fragt sich nach den zwischenzeitlich in Kraft getretenen
Verschärfungen des Waffengesetzes in Deutschland,
ob die innere Sicherheit in Deutschland nicht eher gelitten hat,
als dass sie zur Vermeidung von Vorfällen wie in Berlin beiträgt.
[indent][indent][indent]Eingefügtes Bild



[/indent][/indent][/indent]Die Kontrolle über die legalen Waffen ist durch die Novellierung optimiert,
nur sagen die Aufzeichnungen über die Entwicklung in den vergangenen Jahren auf,
dass deren missbräuchliche Verwendung auch schon vor der Gesetzesänderung zurück ging.

Hingegen nimmt die allgemeine Verrohung und der Einsatz von Waffen in der Kriminalität zu.

Das Paradoxum entsteht, dass die Kreise,
in denen der Gebrauch von Schusswaffen, Granaten und Stichwerkzeugen Gang und Gebe ist, zunimmt;
diese Kreise scheren sich nicht um gesetzliche Änderungen zum Wohl der Gesellschaft.


Die fragwürdige Folge sind die sich hieraus ergebenden Missstände,
dass Privatleuten zum Selbstschutz und Wachleuten und Sicherheitsdienstleistern
der Einsatz von Gewalt untersagt ist und die Genehmigung zum Tragen von Waffen erschwert wird,
während die Unterwelt nach wie vor keine Probleme damit hat, sie sich zu beschaffen
und dann skrupellos für ihre Zwecke einzusetzen.






.

#27 Nachtfalke

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Geschrieben 08 March 2010 - 17:08

paroli®.de-indiskret:
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Spektakulärster Raubüberfall der Turniergeschichte

-27-


Einigen Hinweisen zur Folge können
mafiöse Verbünde auf dem Balkan die Drahtzieher sein.

Dies leiten Insider von den szeneinternen Kenntnissen ab,
die gepaart mit Timing und Teamarbeit zur Ausführung des Berliner Coups von Nöten waren,
um die Durchführung angepasst an die Bedingungen überhaupt auf diese Art zu bewerkstelligen.
Viele wären nicht überrascht, wenn Spuren in das südöstliche Europa führen.
Oder in Kreise der russischen oder rumänischen Bandenkriminalität,
deren brutale Vorgehensweise, die in keinem Verhältnis zur Zielsetzung steht,
in das Muster der kriminellen Energien passt,
die zu dem spektakulären Desaster am Potzdamer Platz geführt haben.



Die Kripoarbeit im Fall Turnierraub hat derweil in Berlin Priorität,
doch bei allen Ansätzen, die Täter zu emitteln, verlaufen bis jetzt alle Spuren im Sand.
Ein Pressesprecher der Polizei war lediglich mit der Kompetenz ausgestattet mitzuteilen,
dass man zur Zeit die Überwachungsfilme und die Videos auswerte,
die in großem Umfang mitgeschnitten wurden.

Da der Zeitpunkt des Überfalls genau die Minuten umfasste,
als der höchste Betrag des ganzen Turniers vom geöffneten Safe des Turnier Counters
in den Haupttresor des Hotels gebracht werden sollte,
erscheint uns eine direkte Verbindung zwischen der außerhalb des Hotels wartenden Gang
und informierenden Komplizen im Inneren unumgänglich.



Direkter Zeuge:

[indent]"...Nachdem sich die Teilnehmer für das Turnier angemeldet hatten
und in den Saal gegangen waren,
wollte der Sicherheitsdienst die Einnahmen
vom Nebentresor zum Haupttresor bringen.
Das Geld sollte zuvor im Counterbereich
gezählt und quittiert werden.
Genau in dieser Minute,
in der das Geld bereits aus dem Nebentresor geholt worden war,
stürmten die Täter den Anmeldebereich.
Fünf Minuten früher oder später
wäre das Geld sicher verschlossen gewesen..."


[/indent]
Weiterhin liege die DNA eines Täters vor, nämlich abgenommen von einer der vier Geldtaschen,
die die Täter am Tatort zurücklassen mussten.


Angaben zur Höhe der gestohlenen Summe
und zum Tathergang wollte die Polizei noch immer nicht machen.
Die Gründe hierfür bleiben unklar.


Aber der Tathergang nach unseren Recherchen scheint nun zumindest klarer zu sein.









.

.

Eingefügtes Bild

NACHTFALKEüberBERLIN

paroli.de-verlagsarchiv.berlin@gmx.de
paroli®.de HAMBURG 2010 © NACHTFALKEüberBERLIN





.



#28 msoprofi

    Gewinnertyp

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Geschrieben 08 March 2010 - 18:56

Oha, da hat sich aber jemand ordentlich 'ne Nacht um die Ohren geschlagen...

Gruss msoprofi

Bearbeitet von msoprofi, 08 March 2010 - 21:56.


#29 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 09 March 2010 - 07:35

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Beitrag anzeigenmsoprofi sagte am 8 Mar 2010, 18:56:

ordentlich 'ne Nacht um die Ohren

Naja :kotz:
Zwei Tage waren es schon; das Problem war, die Leute zu finden, die interviewt wurden.
Am Tag des Raubs standen die alle vor dem Hotel, aber am späten Nachmittag waren die alle verstreut.
Nachts waren Augenzeugen nur noch im Casino anzutreffen. Und am Folgetag nur noch beim Turnier im Hotel.

Mein Partner arbeitet für die lokale Presse in Berlin. Ohne ihn wäre ich an das meiste Material nicht herangekommen.


:jump2:


Nachtfalke.




.

#30 Paroli

    Admin

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  • 4524 Beiträge

Geschrieben 17 March 2010 - 03:06

Zitat WELT Online:

Zitat

Polizei soll Poker-Räuber geschnappt haben
(1)
17. März 2010, 00:03 Uhr .Der erste der vier Berliner Poker-Räuber ist einem Medienbericht zufolge geschnappt worden. Der Mann soll im Beisein seines Anwaltes den Überfall gestanden haben. Der Festgenommene habe aber weder Details zum Geld-Versteck noch zu seinen Komplizen verraten. Die Polizei äußerte sich zu dem Fall zunächst nicht.


Screenshot von BILD Online:


"Doch jetzt endlich der Durchbruch! Wie BILD erfuhr, sitzt einer der mutmaßlichen Poker-Räuber bereits seit Montagabend in Untersuchungshaft. Jetzt wird es auch für die drei anderen Täter eng. Die Polizei hat sie angeblich längst im Visier..."





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