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Mind over Matter - Lügendetektor - Psychokinese


27 Antworten in diesem Thema

#1 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:45

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paroli.de-aktuell

Aktuelles Forumthema im TV

-1-










aktuell
im Roulette-Forum immer informiert: Übersinnliche Kriegsführung :kaffeepc:

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Männer, die auf Ziegen starren

Dokumentation eines parapsychologischen Versuchs









Der Sendetermin des hier vorgestellten Filmtipps war im März 2010
Grundsätzlich werden paroli®.de-Informationen mit kurzfristigem Aktualitätsgehalt von der Redaktion wieder entfernt

Dieser Thread verblieb im Roulette-Forum mit Verweis auf die Begründung im Diskussionsverlauf



#2 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:49


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paroli.de-aktuell

Aktuelles Forumthema im TV

-2-

Anlässlich des aktuellen Forumsthemas:



Das Sendeformat
Eingefügtes Bild
präsentiert eine Dokumentation über den Kinofilm
Männer, die auf Ziegen starren
USA, 2010
... eine Satire


Die Dokumentation zum Kinostart des Films wurde im März 2010 übertragen vom Sender Eingefügtes Bild
Anmerkung:
Dieser Report wurde wie die meisten paroli®.de-aktuell-Beiträge vor der Erstübertragung der Sendung verfasst
!





[indent][indent]Eingefügtes Bild





[/indent][/indent]

Was macht man, wenn die (angeblich) wahre Geschichte von US-Soldaten handelt, die dazu trainiert werden, durch Wände zu gehen? Und die besagte Ziegen anstarren, weil sie die Tiere mit der Kraft ihrer Gedanken töten wollen? George Clooney hat eine ähnliche Frage schon einmal beantworten müssen - in seinem sein Regiedebüt "Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind".


[indent][indent]Eingefügtes Bild
[/indent][/indent]


Bei "Männer, die auf Ziegen starren"
hat Clooney die Regie seinem langjährigen Produzenten und Koautor Grant Heslov überlassen
und tritt "nur" als Produzent und Hauptdarsteller auf.

Die Inspiration für ihre vier Hauptcharaktere (und eine ganze Reihe von ironischen Anspielungen)
scheinen die beiden allerdings in einer kleinen Fußnote des zu Grunde liegenden Sachbuchs gefunden zu haben:


[indent][indent]"...die parapsychologischen Soldaten bezeichneten sich gelegentlich als Jedi-Ritter,
so dass die "Star Wars"-Saga eine große Rolle spielt.
Ewan McGregor, der amtierende Luke Skywalker, hat hier die Rolle eines jungen Mannes,
der als Korrespondent in den Irak-Krieg zieht.
In einer Bar in Kuwait findet er seinen Han Solo:
den von Clooney gespielten Psycho-Soldaten Lyn Cassady,
der ihn etwas widerwillig mit in den Irak nimmt.

Während die beiden ohne klar erkennbares Ziel durch die Wüste dümpeln,
wird uns in kleinen Vignetten die Geschichte des Mannes erzählt,
der die "New Earth Army" als Kraft des Guten erdacht und trainiert hat:
Bill Django, der Obi-Wan-Charakter des Films, von Jeff Bridges hinreißend gespielt.

Und natürlich gibt es auch einem Rekruten (Kevin Spacey),
den die dunkle Seite der Macht ein wenig zu sehr faszinierte.
Abgesehen davon ist es schon witzig,
dass McGregor auf Anspielungen so reagiert,
als habe er noch nie einen "Star Wars" Film gesehen..."




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[/indent][/indent]

Was man in dieser gelungenen Satire allerdings vergeblich sucht,
sind politische Aspekte oder wirkliches Kriegsgeschehen.
Und das ist die herbe Kritik, die über diesen Film bereits vor dessen Start laut wurde.
Denn dem Film liegen tragische geschehnisse zu Grunde.


Zwar gibt es Landminen, Kidnapping und schießwütige Söldner,
generell hat der Film aber eher die Stimmung von Robert Altmans "M.A.S.H."
Und die Odyssee der beiden inkompetenten Protagonisten
kommt auch eher einem Bob Hope & Bing Crosby Film gleich.
(kritik: Morgenpost, Berlin)

Ins Schlingern gerät der Film immer dann,
wenn er versucht aktuelle Themen aufzugreifen und "wichtige Botschaften" zu vermitteln,
denn dann packt er ungeniert den moralischen Zeigefinger aus.
Wenn Nebenfiguren vom schweren Kriegsschicksal erzählen
und dabei die unbeschwerte Farce plötzlich zur bleischweren Moralfabel mutiert.

Das fällt umso unangenehmer auf,
da der Film an sich eher eine lose Skizzensammlung ist, als tatsächliche Geschichte.
Die Rahmenhandlung holpert ebenso wie die Autos
mit denen McGregor und Clooney durch die Wüste fahren
und die zum Teil sehr komischen Flashback-Epsioden können sich nie so ganz entscheiden,
ob sie die Eso-Auswüchse nun parodieren
oder doch als exzentrische Ausläufer der Hippie-Bewegung verklären wollen.

Wäre es nicht schön, wenn alle Soldaten nur debil grinsend und leicht bekifft herumsäßen
und sich einredeten sie könnten mit Geisteskraft die Umwelt beeinflussen?
(kritik: Batzman, moviepilot)

Unorthodoxe und geheime militärische Programme
lassen sich leicht für eine schwarze Komödie verarbeiten.
Wenn Machthaber des Militärs versuchen,
ihre Gegner durch paranormale und telepathische Kräfte zur Strecke zu bringen,
ahnt man große Möglichkeiten für absurde Gags.

Aber der alberne Humor,
zu dem vor allem George Clooney durch seine herrlich verrückte Performance beiträgt,
trägt nur sproradisch.
Die ungewöhnliche Geschichte entgleist ungefähr ab der Mitte
und wird zu einem mühsamen Road-Movie.
(kritik: USA Today)

"Männer, die auf Ziegen starren" ist eine Satire
auf die törichte Kriegspolitik Buschs im Irak, auf einen Krieg,
vor dem Johannes Paul II. Anfang 2003 mit den eindringlichen Worten warnte:
„Der Krieg ist immer eine Niederlage für die Menschheit".
Dies kommt im Film nicht bezugsgerecht zur Geltung.

Bis auf den neugierig machenden Titel und den geschickt geschnittenen Trailer
ist der Film gemessen an der recht hohen Erwartungshaltung ein Flop.
Was manche sicherlich als abgefahrenen Trip
und irre komischen Drogen-Seelenstriptease deuten werden,
ist in Wahrheit nur ein unkreatives und strukturarmes Skript voller Ideenlosigkeit.
(kritik: Frankfurter Stadtkurier)

Wir werden mit der Tatsache konfrontiert,
dass der Film auf dem 2004er Buch des Autors Jon Ronson basiert,
der es zwar spaßbetont, aber (so sagt er) wahrheitsgemäß über ein Experiment der Army schrieb.
Es war dieses Geheimprogramm, welches die Idee inspirierte,
das Lied zu „Barny der Dinosaurier" zu Folterzwecken zu spielen.
Eigentlich ist es egal, ob das Buch wahr ist.
Niemand hat behauptet, paranormale Kräfte wären real.
Ronson sagt nur, dass einige Machthaber dachten, sie könnten echt sein.
(kritik: Sun Times, Chicago)



(ZDF-Trailer zur Sendung oben im Titellink!)





.

#3 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:52

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-3-



Jeder Gedanke ist pure Energie.
Energie hat die Eigenart, sich zu verwirklichen.
Man kann daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass jeder Gedanke sich in die Tat umsetzen will.
Diese Tatsache zählt zu den Rätseln des Universums.


Tausende Gedanken, die sich durch unseren Kopf bewegen, realisieren wir nicht.

[indent][indent][indent]Eingefügtes Bild

Bei der bewussten Registrierung unseres Denkens stellen wir manchmal fest,
dass wir einen Teil davon hinausschieben.
Mit solchen Gedanken (meist unbequemen oder lästigen) will man sich
heute noch nicht beschäftigen.
"Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf Morgen"

Nur ganz wenige Gedanken lehnen wir partout ab.
Die meisten hingegen führen wir aus.


[/indent][/indent][/indent]Das Ausführen von Gedanken nennt man Materialisierung.



Setzen wir uns mit unseren Gedanken kurz einmal auseinander,
indem wir eine Pause am PC einlegen.







.



#4 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:52

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-4-



1. Experiment

Einfach den Weckruf im Handy auf eine Viertelstunde einstellen zum Relaxen.
Wir lehnen uns zurück und schliessen die Augen
und wir konzentrieren uns auf den Lauf unserer Gedanken.



Wir nehmen jeden Gedanken an und dann trennen wir uns von ihm wieder. Ganz intensiv.

Es geht nicht um das "Sich-Beschäftigen" mit diesen Gedanken, sondern darum,
die Gedanken, so wie sie auftreten, einfach verstreichen zu lassen.


[indent][indent][indent]Eingefügtes Bild


Zu Beginn brechen die Gedanken auf uns herein.

Viele von ihnen sind einfach loszulassen.
Aber andere fressen sich regelrecht in unserem Gehirn fest!


[/indent][/indent][/indent]Schnell werden wir feststellen, das es schwierig ist, sich von bestimmten Gedanken zu trennen.


In diesem Fall müssen wir unserem Bewusstsein den Auftrag erteilen.
Und wir werden feststellen, dass es kaum möglich ist.



Es ist nämlich viel einfacher, einem Gedanken zu folgen, als ihn wieder loszulassen.




.

#5 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:53

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-5-



Und nun umgekehrt:


2. Experiment

Wir stellen erneut den Weckruf im Handy, schliessen die Augen
und denken nunmehr nur an eine Sache.




Wir konzentrieren uns nur auf ein Thema! Egal, welches es ist; wir haben die freie Wahl!
Vielleicht ein Thema, bei dem wir während der ersten Übung Probleme hatten, davon los zu lassen :kaffeepc:

[indent][indent][indent][indent]Eingefügtes Bild

Wir behandeln gedanklich ausschliesslich dieses Thema.

Wir lassen uns nicht um alles in der Welt von diesem einen Gedanken abbringen.

Wir arbeiten dieses Thema aus und wachen darüber,
dass wir ansonsten keinen anderen Gedanken aufnehmen.



[/indent][/indent][/indent][/indent]
Sehr schnell stellen wir fest,
dass uns das Gegenteil dessen, was uns zuvor schwer fiel, jetzt zum Problem wird.


Zunächst klappt die Konzentration auf das eine Thema prima,
doch nach einigen Minuten wird diese Aufgabe mühsamer, denn unser Unterbewusstsein bremst uns aus!
Es lässt nur wenige Minuten zu, dass wir dem Unterbewusstsein bewusst die Kontrolle des Gehirns entziehen.
(Ein sehr interessanter Aspekt übrigens hinsichtlich der zzt. hier im Forum laufenden Suchtspieldiskussion!)


Wir müssen unserem Unterbewusstsein bei dem laufenden zweiten Selbstexperiment ständig zeigen,
das wir nicht darauf eingehen; ein Zustand, der uns kaum gelingen will.





Also nochmal zum allgemeinen Verständnis:

1. Experiment, die Augen für eine festgelegte Zeit schliessen und das Unterbewusstsein auf uns einwirken lassen.
2. Experiment, die Augen für eine festgelegte Zeit schliessen und das Unterbewusstsein nicht auf uns einwirken lassen.





.

#6 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:53

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-6-



Nach dem dem zweiten Experiment öffnen wir bei Erschallen des Handyweckrufs die Augen.



Nun beschäftigen wir uns wieder mit dem ja noch laufenden PC.


Warum die beiden Übungen vor dem PC stattfinden sollen, hat seinen Grund:
Der Begriff des Bewusstseins ist in der Psychologie, in der Philosophie und in der Neurologie nicht festgelegt.
Dieser Begriff bezeichnet nämlich in gewisser Weise lediglich die Grenze unserer Selbsterkenntnis.
Aus der Selbsterkenntnis erwächst die Selbstbestimmung und unser Handeln,
sowie die daraus resultierende Verantwortung (siehe Suchtthema!) ... oder auch unser Gewissen!
Das Wort Bewusstsein ist in weitestem Sinn von den Begriffen "Gewissen" und "Seele" abgeleitet.




In der neurolinguistischen Programmierung (NLP)
wird eine Metapher aus dem Computer-Bereich entlehnt:
[indent][indent]Das Bewußtsein ist der Screen,
der eine begrenzte Kapazität zur Abbildung der gespeicherten Informationen besitzt
und auf dem sich deshalb die abgebildeten Inhalte ständig verändern.

Der Massenspeicher entspricht unserem unbewußten Potential,
wovon gewisse Teile auf dem Screen erscheinen.

Je nachdem, welche Knöpfe auf der Tastatur (die fünf Sinne) betätigt werden,
erscheinen Abbildungen auf dem Screen (Eindrücke erreichen unser Bewußtsein).

Die Anwendung von NLP könnte der Installation eines Zeigegerätes (Computermaus)
entsprechen die Inhalte auf dem Monitor.
Sie können in dieser Konstellation elegant und gezielt gesteuert werden.



[/indent][/indent]Hierauf basiert (vereinfacht ausgedrückt) die neurolinguistische Programmierung.
Bewusstsein spielt dabei eine tragende Rolle.


Sie ist nichts anderes als die Bewusstseinssteuerung,
das Abrufen von Impulsen und deren Austausch nach einem Code.





.

#7 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:56

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-7-


Unser Bewusstsein hat die Außenkontrolle (für den Spieler den Umfeldbezug für alle Aktionen).
Das Hören, das Fühlen, das Sehen, das Schmecken und das Riechen werden bewusst kontrolliert.

[indent][indent]Eingefügtes Bild

Unsere Sinnesorgane sind die Sensoren, die den Kontakt herstellen.


[/indent][/indent]In diesem Sinn gibt das Bewusstsein Befehle, die unterbewusst ausgeführt werden.
Einer der größten Irrtümer ist, dass der Mensch "...bewusst handelt...",
denn das Bewusstsein gibt grundsätzlich die Order und das Unterbewusstsein führt sie aus,
so gut es das eben bewerkstelligen kann.



Unser Unterbewusstsein ist Erfüllungsgehilfe (für den Spieler meist die Ursache für alle Ängste und Fehlreaktionen)

Spielt der Ausgleichsspieler im Casino nach EC-Verkettungen (bewusstes Verketten von Ereignissen zu einem Ergebnis)
und es erscheint eine Chance, die nicht seinem Ausgleichsdenken entspricht,
dann gibt das Bewusstsein einen Befehl, entsprechend zu spielen... ...die Anonce.

Das Unterbewusstsein führt diesen Befehl entsprechend aus.
Es kann nur handeln, ohne der Fähigkeit des Prüfens, ob die Anonce der Verkettung entsprechend Sinn macht oder nicht.




Das Unterbewusstsein wird als Feind des Spielers angesehen ("Ligaerkenntnisse!"),
wenn es nicht auf Situationen trainiert ist.



Das Bewusstsein lenkt den Spieler
in der Verknüpfung seiner Gedanken zu einem logischen Zusammenhang (z.B. spielkonzeptionell),
das Unterbewusstsein lenkt den Körper,
dieser Logik entsprechend zu handeln (z.B. satzreagierend).


Während das Bewusstsein immer nur einen Gedanken verfolgen kann,
führt das Unterbewusstein fortwährend multiple Vorgänge aus.





.

#8 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:57

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-8-


Will man seinen Körper im professionellen Spiel steuern,
müssen alle Abläufe, die hierfür erforderlich sind, gleichzeitig automatisiert sein.


Zudem erfolgt ununterbrochen die Impulsaufnahme durch die zur Verfügung stehenden, oben aufgezählten Sinne.
Sie sind die Indikationstransformer.



Fällt eine vom Croupier geworfene Kugel, dann sehen die Augen das Fach, in das sie gefallen ist.
Automatisiert schwenken sie zum Tableau zur Kontrolle der eingesammelten Masse und hinsichtlich des Inkassos.

In schnellem Ablauf werden die Buchhaltungsnotizen gefertigt, die Auszahlung registriert, die Rückschlüsse für den Folgesatz eingetragen,
der Gewinn einkassiert, die zu setzenden Jetons sortiert, der vermutliche Zeitverlauf abgeschätzt.



Zeitgleich registriert das Unterbewusstsein aber mehr!
Die Gespräche anderer Spieler, die Vorgänge am Kessel, etwaige Bargeräusche im Hintergrund, vielleicht die Hintergrundmusik des Casinos,
all das und eine Unzahl anderes (für das Spiel Nutzloses) verarbeitet das Unterbewusstsein gleichzeitig.
Aus diesem Informationsschwall selektiert der Spieler das für ihn Wesentliche - in Sekundenschnelle.


Feind des Spielers ist das Unterbewusstsein
und zwar immer dann, wenn es hinsichtlich der Schwerpunktentscheidungen nicht kooperiert.

Die beiden Kräfte, Bewusstsein und Unterbewusstsein,
arbeiten dann ungeschult und untrainiert gegeneinander.

Wenn wir von Spielererfahrung reden,
dann ist es die automatisierte Reaktion des Unbewussten auf bekannte Ereignisse.

Jede theoretische Schulung ist insofern das Bewusstseinstraining (Schulungsseminar, theoretischer Unterricht)
jede praktische Schulung ist die Automatisierung des Unterbewusstseins (praktische Durchführung zur Erlernung).



Ich sagte einmal,
professionelles Spiel ist ohne Coach kaum möglich.
Ich weiss, wovon ich spreche!





.

#9 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:57

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-9-


Bespiele zum näheren Verständnis:


[indent][indent]Das Bewusstsein von Evastern will eine strubbelige Gothicfrisur.
Ihr Unterbewusstsein alarmiert die Gefahren, mit den vom Kopf abstehenden Haaren in bewegliche Teile zu geraten.

Das Bewusstsein des Nachtfalken stebt ein gutes Outfit im Casino an.
Sein Unterbewusstsein alarmiert die Gefahren, dort dem Sinn des dortigen Aufenhalts entgegen zu stehen und aufzufallen.

Das Bewusstsein Parolis wünscht eine ansprechende, schlanke Figur für seine Frau.
Sein Unterbewusstsein alarmiert die Gefahren, ohne gespeicherter Fette keine Reserven für schlechte Zeiten zu haben.

Das Bewusstsein Starwinds vergegenwärtigt die Verkaufsgrundsätze hanseatischer Kaufleute.
Sein Unterbewusstsein alarmiert die Gefahren, die mit Systemverkäufern in Verbindung stehen.

Das Bewusstsein Larissas entspricht dem Umstand, für volljährig erklärt worden zu sein.
Ihr Unterbewusstsein alarmiert die Gefahren, durch Geschick die Casinos zu betreten, die die Erklärung nicht akzeptieren.

Das Bewusstsein PinkEvilMonkeys entspricht dem Willen, Kenntnisse in seinem Wissensgebiet zu vermitteln.
Sein Unterbewusstsein alarmiert die Gefahr, seine Schreibschwäche dabei zu offenbaren.

Das Bewusstsein von Fritzl lässt ihn veröffentlchen, wie er zu gesellschaftlichen Vorgängen steht.
Sein Unterbewusstsein alarmiert die Gefahren, sich dabei Ressentiments auszusetzen.


[/indent][/indent]Die Reihe lässt sich beliebig fortsetzen.
Jeder kann seinen Namen und die passenden Variablen selbst eintragen.

Ich habe hier forumsbezogene Umstände gewählt, es sind aber auch spielerbezogene oder alltägliche möglich.
Und die Reihe für jeden persönlich ist ebenfalls endlos lang, denn für jede Situation gibt es Variablen.

Wer sich das vergegenwärtigt merkt sehr schnell, dass Bewusstes und Unterbewusstes unser Leben bestimmen.
Diese beiden Kräfte arbeiten immer gegeneinander.
Auch hier ist es ein Irrtum zu glauben, dies grundlegend ändern zu können.



Das Problem des Menschen ist, dass er Sorgen und Ängste hat.
Sie sind ihm als Überbleibsel seiner Instinkte verblieben und sie sind ein fester Bestandteil des ihm eigenen Wesens.
Würden sie vollends verschwinden, verliert der Mensch zwar viele Schwächen, aber auch überlebenswichtige Reaktionen.

Im Unterbewusstsein sind alle Alarmzeichen für das Existenzielle gespeichert
(was beim Suchtspieler jenseits der realen Gegebenheiten blockiert ist).


[indent][indent][indent][indent]Eingefügtes Bild


Am Roulettetisch sind sie meistenteils eher hinderlich,
den kaum jemand hat seine negativen Erfahrungswerte so geschult,
dass die automatisierten Rückschlüsse aus sich ergebenden Ereignissen,
das bewusste Handeln so beeinflussen, dass es sich positiv auswirkt.

[/indent][/indent][/indent][/indent]Beispiel:

Das Hemmnis zu setzen, wenn der der Vorcoup verpasst wurde,
in dem der langersehnte Treffer hätte erfolgen können.
:kaffeepc:






.

#10 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:58

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-10-


Wir können uns nur immer in winzigen Teilbereichen mühsam "perfektionieren"
und das Stichwort heißt Routine.
Automatsierte Abläufe also.

Da wir das Unterbewusstsein nicht ändern können (darauf haben wir keinen Einfluss)
können wir lediglich das Wechselspiel zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein "übertricksen",
und Einfluss auf die Automatisierungsabläufe ausüben (Stichwort: Reaktionstraining).
Erklärung:
Uns bleibt nur das Wissen, dass wir unterbewusst viele Dinge gleichzeitig "denken",
bewusst jedoch nur einen Gedanken gleichzeitig verarbeiten können.

In diesem kleinen Teilbereich ist die Perfektion annähernd möglich
und die Kraft der Gedanken erwächst sich in Macht.

Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung
Die Macht über sich selbst mündet in der Macht über andere.



Nur mal angenommen, man könnte ein Lebewesen allein durch die Kraft der Gedanken töten.
Probieren wir es mal mit Tieren, zum Beispiel mit Ziegen.
Was für Möglichkeiten, was für Chancen für die Kriegführung,
denkt sich das US-Militär in der Satire "Männer die auf Ziegen starren".



Es geht darin um eine Sondereinheit von Wunderkriegern, die durch Wände gehen,
die mit Psychokräften gewinnen, den Feind mit Freundlichkeit besiegen.
Superkräfte für die Supermacht.
Ein irrer Spaß für Kinogänger.

Das Blöde ist nur, diese Geschichte ist keine Ausgeburt von Hollywood,
sondern die reine Wahrheit.



Es gab diese Sondereinheit wirklich!





.

#11 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 14:58

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-11-


Im Spielfilm kommt der Reporter Bob Wilton, gespielt von Ewan McGregor, diesem Geheimnis auf die Spur
und er erfährt die Schmerzhaftigkeit alternativer Waffen durch die Hand von Lyn Cassady (George Clooney),
der sich als einer dieser "Jedi-Krieger" ausgibt.


Und auch diesen Reporter gibt es wirklich:

[indent][indent]

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Der Brite Jon Ronson schrieb 2004 ein Sachbuch -es ist gerade auf Deutsch erschienen-
und Ronson drehte eine Dokumentation über die Psycho-Versuche von US-Armee und Geheimdienst.

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Ronson ist Fachmann für religiöse Kulte, politische Extremisten
und für die weltweit Aufsehen erregenden Verrücktheiten aller Art.
Mehrere Jahre forschte er nach den Psychoversuchen der US-Armee,
bis er die entscheidenden Hinweise auf diese 1979 gegründete Sondereinheit erhielt:
[indent]"Ich glaube nicht,
dass alle oberen Chargen beim US-Militär so verrückt sind,
wie die, über die ich geschrieben habe.
Ich stieß auf eine kleine Gruppe, die komplett durchgeknallt ist.
Nicht jeder Militärspionage-Chef versucht durch Wände zu gehen oder jemanden durch Gedanken zu töten."



[/indent][/indent][/indent]

Ronson fand nach langen Recherchen auch Zeugen.
Zeugen der Experimente im sogenannten "Ziegen-Labor" des Army-Stützpunktes Fort Bragg.

Einmal soll tatsächlich ein Tier tot umgefallen sein.
Warum auch immer.

Einer der Krieger behauptete, seinen Hamster durch Anstarren getötet zu haben.
[indent][indent][indent]"Es hat mich nicht sehr überrascht,
dass das Militär verrückte Dinge ausprobiert.
Denn Armeen haben den Ruf, Unkonventionelles zu versuchen.
Aber das war wirklich sehr abseitig."


[/indent][/indent][/indent]Ronson traf in Hawaii auch den Kopf hinter all diesen Ideen:
Oberstleutnant Jim Channon, die Grundlage für die Filmfigur des Hippie-Offiziers Bill Django.





.


#12 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 15:04

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-12-



Das Trauma der amerikanischen Niederlage in Vietnam saß tief.
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Traumasymbol: My Lai


[/indent][/indent]Channon hatte im Dschungelkrieg erlebt, wie seine Leute vom Feind zusammengeschossen wurden,
weil sie selbst nicht abgebrüht genug waren und zu oft unbewusst zu hoch zielten.
Die Armee schickte ihren Karriere-Offizier daraufhin in den 70ern mehrere Jahre auf Staatskosten
durch Hippie-Kommunen, Martial Arts-Clubs und Meditationscamps, um Inspiration für einen neuen Typ Soldat zu sammeln.


1979 präsentierte er vor ausgewählten Offizieren sein Handbuch des "1st Earth Battalion".


[indent][indent][indent]Eingefügtes Bild


"...Die Kämpfer sollen freundlich sein zu fremden Völkern und zur Natur,
vor der Schlacht meditieren und nichttödliche Kampftechniken beherrschen.
Sie sollen Einheimische mit Lämmern im Arm und leuchtenden Augen begrüßen,
umarmen und mit landestypischer Musik befrieden.
Wenn das nicht wirkt, kann man den Feind mit verzerrtem Acid-Rock verwirren,
bevor man zu schwererem Geschütz greift..."



[/indent]

[/indent]

[/indent]

.

#13 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 15:05

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-13-


In Ronsons Dokumentation hält Channon in seinem Garten noch einmal die Rede von damals.
[indent][indent][indent]"...Schließ dich meiner Vision an - macht das Beste aus dir.
Hier beginnt das 1st Earth Batallion,
hier darfst du mit offizieller Erlaubnis der US-Armee das Undenkbare denken..."


[/indent][/indent][/indent]

Und dies taucht fast eins-zu-eins in der Hollywood-Verfilmung auf,
wenn Hauptdarsteller Jeff Bridges mit Hippiezopf und Uniform Blumen an seine Kameraden überreicht
und für seinen Orden von "Kampfmönchen" mit übersinnlichen Kräften wirbt.



[indent][indent][indent]Eingefügtes Bild








.

[/indent][/indent][/indent]

#14 Nachtfalke

    Redakteur Roulette

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Geschrieben 05 March 2010 - 21:20

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-14-


Die Kinogroteske führt weiter in den Irak-Krieg und auch das ist die Wirklichkeit.


[indent][indent][indent]Eingefügtes Bild


[/indent][/indent][/indent]

In Abu Ghraib und in Guantanamo wurden Gefangene der Amerikaner mit Musik gefoltert.
Kinderlieder, Heavy Metal, Country Musik rund um die Uhr sollten Häftlinge brechen

Channons ursprüngliche Ideen wurden weitergetragen und variiert, verdreht und ins Gegenteil verwandelt.

[indent][indent][indent]Eingefügtes Bild


Von wegen Kampfmönche und sanfte Kriegführung- das kommt heraus,
wenn man Hippie-Ideen und Militär kreuzt. Purer Irrsinn.

[/indent][/indent][/indent]



Jon Ronson
sieht eine direkte Traditionslinie von Kalifornien nach Guantanamo:


[indent][indent][indent]"...Ich möchte nicht denen, die sich das ausgedacht haben,
die Schuld geben für die Schrecklichkeiten, die danach kamen.

Sie hatten nie vor,
diese hübschen kalifornischen Ideen zu neuen Foltermethoden zu pervertieren.
Es ist eine traurige Geschichte,
dass Schönes so düster wird,
wenn es auf die menschliche Natur trifft..."


[/indent]

[/indent]

[/indent]

.

#15 johnny hollywood

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Geschrieben 05 March 2010 - 23:09

Dieser Report ist weit besser als was ich eben in aspekte gesehen habe.

:kaffeepc:




Der Fernsehreport war dagegen dürftig und oberflächlich.



Johnny

Bearbeitet von johnny hollywood, 05 March 2010 - 23:10.






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