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Der Spartaner sagte am 9 Apr 2010, 17:54:
Fragen wir doch den nachtfalken. Wenn der son Viech gehalten hat, das sogar an Rennen teilgenommen hat, dann müsste der es doch am ehesten wissen.

Ich?
Ich hatte zwar einen solchen Hund gehabt, aber zum Rennen hätte ich den nie angemeldet.
Zumal ich nie Steuern für das Tier zahlte

da wäre die Hündin eh' nie zu einem Rennen zugelassen geworden.
Zumindest nicht in Deutschland.
Nein, der Nachbesitzer hatte das ja veranlasst. Eines Tages erfuhr ich, dass
Ruffty teilnahm.
Da sah sie bereits ganz anders aus, als zu der Zeit vorher, als
ich sie gehalten hatte.
Anderes Futter und Kraftzusätze, welche den Körperbau hervorhoben und die die Renntauglichkeit bewirkten, hatten das Tier verändert.
Sie bekam weniger Gemüse und Knochen, dafür mehr spezielles Dosenfutter, Trockenfutter und die notwendigen Zusätze für die Entwicklung.
Darüberhinaus muss ein solches Tier dann auch grundsätzlich für den Rennplatz abgerichtet werden.
Ein Tag vor dem Rennen gibt es nichts zu fressen, weil das Tier sonst nicht scharf genug für das Rennen ist.
Bei meiner Hündin war das keine negative Veränderung
-wie hier anfangs dargestellt wurde-
sondern
eine Verlagerung der Verhaltensschwerpunkte.
Bei mir hatte sich
Ruffty auf mich als Besitzer eingestellt, was bei einem Windhund übrigens kein Problem ist.[indent][indent][indent][indent][indent]

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Windhunde sind sehr häuslich und überhaupt nicht anspruchsvoll.
Haben sie sich einmal an ihr Umfeld gewöhnt, nimmt man sie im Alltag nur noch angenehm wahr.
Als Futter gab es das, was mittags übrig blieb, nachts die Fleischreste der Strandbodegaküchen, und sonntags mal eine Dose.
Ihr ging es also paradiesisch gut, zu fressen hatte sie mehr als sie wollte und sie konnte sich sogar aussuchen, was ihr schmeckte.
Das war aber kein Rennfutter sondern eben Reste und Dosen aus dem Mercado um die Ecke - etwas für
"...perros normalos..."
Mit dem Auslauf war das ebenfalls paradiesisch für sie. Die Küsten sind ein ideales Terrain für Hunde.
In
Spanien gab es nicht so viele Hasen und Ratten am Strand, da spielte sie mit anderen Hunden.
Es waren ja genug da; manchmal musste ich stundenlang suchen, bis ich sie endlich irgendwo beim Herumbalgen entdeckte.
Und landeinwärts musste ich aufpassen. Da es in
Andalusien vor Schlangen nur so wimmelte, wäre sie gefährdet gewesen.
Wenn es regnete und die
Gilera stand in der Garage, war es mit dem Auslauf nicht so weit her.
Das schafft man einfach nicht, mit einem Windhund mitzuhalten, wenn er lange Strecken laufen will.
Diese Tiere rasen in der Minute locker einen Kilometer - nichts für müde Roulettespieler am Vormittag
Aber um in Rennen zu laufen und dort zu gewinnen nützt einem kein Hund etwas,
der mal zwischendurch einen Kilometer durchspurtet und sich dann
"...für eine Viertelstunde auf's Ohr legt..."
Ist ja peinlich, wenn mitten im Rennen der Hund keinen Bock mehr hat, sich in die Ecke legt und den anderen zuguckt.
Ein Hund, der
"Coursing" trainiert
-das sind Landeinwärtsjagden mit Hasen- oder Rattenkadavern in der Natur-
wird konditionell nicht rennbahntauglich; dazu muss er
auf der Rennbahn trainieren.
Beides bringt dem Tier
-auch was die artgerechte Haltung meiner Meinung nach betrifft- in jedem Fall mehr,
als die längsten Ausgänge oder Ausfahrten, bei denen der Hund frei laufen kann.
Oder aber, er hat einen
"...unbegrenzten..." Freiraum, bei dem er Rennen und Verweilen kann nach seinem Willen,
was in der heutigen Zeit ja nur noch in wenigen Gegenden möglich ist.
Was aber bei einem Windhund hinzukommt ist das Hetzen.
Der angezüchtete Hetztrieb ist die größte Herausforderung für jeden Halter dieser Tiere.
Der Windhund hat
-stärker als bei jeder anderen Hundrasse- diese genetische Veranlagung, die ihn zum
Hetzen treibt.
Und genau
das muss gezielt in seiner Veranlagung gefördert werden.
Ansonsten hat er gegenüber jedem Konkurrenten, bei dem dieser Trieb gefördert wurde, keine Chance.
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[/indent][/indent][/indent][/indent][/indent]Bei Windhundrennen ist es die Kombination der Veranlagung und des Trainings der Tiere,
die es zu beurteilen gilt, ob die Tiere, die man sich aussucht,
bei der Teilnahme an Wetten bei Windhundrennen den Erfolg bringen.
Nur kann ich viel mehr, als was das Aussehen betrifft, über die Renntauglichkeit nicht sagen.
Dieses
"Kriterium" hilft einem am Rennplatz nicht unbedingt weiter, weil da alle Hunde so aussehen
Und was sie gefressen haben und ob sie gedopt wurden und wie man sie trainiert hat, das werden die Hunde euch nicht sagen.
Ihre Besitzer sicher auch nicht... ...
Nachtfalke.
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