Bald Windhundrennen in Deutschland?
#16
Geschrieben 01 April 2010 - 12:57
Ist als Dienstleistung bequemer.
Du hast noch vergessen, darauf hinzuweisen, dass ich die zurückbeißen sollte.
sachse
#17
Geschrieben 01 April 2010 - 13:27
sachse sagte am 1 Apr 2010, 12:27:
Noch etwas vergessen: Sie beißen. Mich hat es als Kind 2x erwischt.
Wenn ich etwas zu sagen hätte, gäbe es Maulkorb- und Leinenzwang in der Öffentlichkeit.sachse
Jetzt kommen wir der Sache auf den Grund!
Der arme Sachse hatte ein traumatisches Erlebnis.
Nein, nicht eins. Gleich zwei!
Da ist natürlich was hängen geblieben.
Dabei hängen gerade Kinder so an ihren kleinen Lieblingen.
Das beste für ein Kind ist, mit einem Tier aufzuwachsen. Und Hunde eignen sich besonders dafür, den Kindern erste Verantwortung zu übertragen. Im Gegensatz zu Katzen müssen sie regelmäßig ausgeführt werden und bedürfen der kontinuierlichen Pflege.
Alle guten Eigenschaften, die man als Kind lernen soll, können dem Kontakt zu den Vierbeinern entspringen. Es ist wirklich schade, Sachse, dass dir das verloren gegangen ist. Da hast du was verpasst, was ich als Kind geniessen durfte!
dietmar
#18
Geschrieben 01 April 2010 - 13:27
sachse sagte am 1 Apr 2010, 13:27:
Ich mag z.B. Affen - im Zoo - hinter Gittern.
Allerdings bin ich in erster Linie kein Freund der Hundebesitzer.
Ich habe bisher nur Nachteile für mich feststellen können:
Die Fußwege sind ebenso wie Parkwiesen vollgeschissen.
Jede Ecke, jeder Baum und jede vorstehende Kante irgendeines Bauwerkes ist vollgepisst.
Allein der bescheuerte Spruch: "Der tut nix, der will nur spielen".
Ich will aber mit dem Keiloff nicht spielen.
Weshalb soll ich mir von einem Hund vorschreiben lassen, wann ich mit wem zu spielen habe.
So ein Rüde macht doch im Grunde außer fressen und scheißen nur 2 Dinge:
Er leckt sich die Nudel und anschließend Gesichter.
Halt! Noch etwas vergessen: Sie beißen. Mich hat es als Kind 2x erwischt.
Wenn ich etwas zu sagen hätte, gäbe es Maulkorb- und Leinenzwang in der Öffentlichkeit.
Und teure Strafen für Besitzer, welche die Scheiße nicht wegräumen und fremdes Eigentum anpissen lassen.
sachse
Ich habe immer gedacht du bist eine Tierfreund.
Jetzt kriegst du ne Maulkorb aufgesetzt.
Du siehst aber nur die negative Seite bei so brave und liebe Tieren !!
Denkt mal an die freude von Kindern, die gerne mit ihre Hund spielen und spatzieren gehen.
Scoubi
#19
Geschrieben 01 April 2010 - 15:27
dietmar125 sagte am 1 Apr 2010, 14:27:
Der arme Sachse hatte ein traumatisches Erlebnis.
weil ich schon vermutet hatte, dass es eine Steilvorlage ist.
Als Kind in einer Kleinstadt hatte ich für unsere Karnickel zu sorgen,
die wir allerdings zu Weihnachten und Ostern geschlachtet und gegessen haben.
Eine zeitlang hatte ich einen Raben, den ich irgendwie verletzt in unserem Garten
gefunden habe und außerdem habe ich mal einen Hundewelpen gerettet,
der das Ertränken überlebt hatte und auf der Insel des Schwanenteiches rumjaulte.
Den habe ich aber nur einige Monate behalten dürfen, weil meine Eltern dagegen waren.
Also mit der Kindheit hat meine Abneigung gegen irgendwelches Viehzeug sicher nicht so viel zu tun.
Ich finde die Köter(meist - nicht immer) nur ziemlich unappetitlich und will möglichst nichts mit ihnen zu tun haben.
Ich bin zwar auch kein Katzenliebhaber aber die haben wenigstens Charakter.
sachse
Bearbeitet von sachse, 01 April 2010 - 15:27.
#20
Geschrieben 01 April 2010 - 15:33
sachse sagte am 1 Apr 2010, 16:27:
isa
Edit:
Jetzt wird sich gleich der Metzger melden.
Der sieht das alles natürlich aus einem anderen Blickwinkel.
Bearbeitet von isanaa, 01 April 2010 - 15:35.
#21
Geschrieben 01 April 2010 - 15:45
was?wie?wo?...
(und?) LACHEN/LACHEN...wiedermal ...
wenn nich ne'n Andrer gemeint ist...
Hunde/Katzen sind so klein...,die bringen beim verarbeiten nuscht in de' Molle
#22
Geschrieben 01 April 2010 - 15:47

Du warst schon gemeint, strolchiii.
isa
#23
Geschrieben 01 April 2010 - 16:11
sachse sagte am 1 Apr 2010, 16:27:
weil ich schon vermutet hatte, dass es eine Steilvorlage ist.
So hat Dietmar das sicher nicht gesehen. Als "Steilvorlage" meine ich.
Aber das ist mir auch bekannt, dass der Bezug zu einem Haustier einen Menschen sehr stark in seiner Entwicklung beeinflusst. Bei Hunden muss das extrem sein, weil die am anpassungsfähigsten an den Menschen sind.
Wenn jemand dagegen als ganz junger Mensch von einem Tier gebissen wird, dann hat er garnicht mehr die Chance, seinen Bezug zu diesem Tier auf dieselbe Art zu haben, wie ein anderer, für den eben dieses Tier der beste Freund und Beschützer sein kann.
Es spricht ja nicht GEGEN, sondern FÜR dich, wenn DAS der Grund ist, warum deine Einstellung zu Hunden heute eben eine distanzierte ist. Ich kenne mehrere Personen in meinem Freundeskreis, die ständig Angst vor Hunden haben oder die nicht ihre Nähe suchen und einer hat sogar einen Hass auf sie. Kein Wunder: ein Dobermann ging ihm mit 12 Jahren an die Kehle!
Was will man da noch verlangen, dass der Dobermänner "liebt"?
So etwas ist ja grundätzlich nichts schlimmes - es ist eben so
56
#24
Geschrieben 03 April 2010 - 11:27
Erstaunlich, was für ein Thema sich hier auftut. Die Sache mit den Windhundrennen ist schon interessant.
Wenn sich hier in Deutschland mal Schlittenhunde oder englische Windhunde auf einem Bürgersteig zeigen,
dann ist das meist ein echter "Hingucker", weil sie so selten vorkommen.
Allerdings stelle ich mir dann insgeheim auch immer die Frage, ob man die überhaupt artgerecht halten kann.
Das hängt ja sehr stark mit dem Auslauf zusammen, mit den Wohnverhältnissen und dann ja auch mit dem Klima.
Ich stelle mir vor, dass so ein Schlittenhund in seinem dicken, blaugrauweissmelierten Fell,
das ja eingentlich dafür gedacht ist, ihn vor polarer Kälte zu schützen, sich in diesen Breitengraden quält.
Mann stelle sich vor, im Hochsommer ständig in einem dicken Pelzmantel herumlaufen zu müssen.
Das arme Tier kann sein Fell ja nicht ablegen. Und ein Sommerfell haben diese Rassen nicht!
Mit den Windhunden ist das ähnlich.
Ich bin ein ausgesprochener Hundefreund.
In Spanien hatte ich einen Bodegan - eine Mischung aus Dalmatiner und Greyhound.
Hervorgegangen ist diese Art aus phönizischen Hunden, die als spanische Hofhunde gehalten wurden.
Die Engländer haben sie dann mit Dalmatinern und Greyhounds für die Rattenjagd gekreuzt.
Mein Bodegan war eine Hündin. "Rusty" nannte ich sie.
Wenn sie durch den trockenen Sand das Wasser entlang raste, wirbelte sie eine gewaltige Staubwolke hinter sich her.
Selbst mit meiner hochtourigen Geländemaschine gelang es mir nie, sie auf dem unebenen Boden einzuholen.
Am Strand war das alles kein Problem (damals waren die Küsten noch nicht für freilaufende Hunde gesperrt).
Hier in Deutschland angekommen mit Maulkorb- und Leinenzwang erwuchs alles zur Katastrophe.
Ich kenne kaum ein hundeunfreundlicheres Land als Deutschland!
.
#25
Geschrieben 03 April 2010 - 11:34
Während früher den Adeligen der Besitz eines solchen Tiers vorbehalten war,
kann sich heute jeder so einen Hund anschaffen. Fast möchte ich sagen: Leider!
Die Adeligen hatten ihre Grundbesitztümer. Da gab es genügend Auslauf für die Tiere.
Mit der Jedermannsmöglichkeit, einen solchen Hund zu halten, beginnt für viele Tiere eine Lebensqual.
Enge Räumlichkeiten sind nicht das Problem. Viele meinen, so ein Tier braucht viel Raum zu Hause.
Selbst große Hunde brauchen den aber keinesfalls. Zu Hause liegen sie an ihrem Platz und dösen rum.
Das ist bei jedem Hund so. Jeder Hundebesitzer -sofern er von Hunden etwas versteht- wird mir das bestätigen.
Somit reicht ein kleines Appartment auch für die größten Hunde.
Die Voraussetzung ist, dass der Hund artgerecht gehalten wird.
Und artgerecht bedeutet, dass er genügend Auslauf und Freiraum außerhalb des Hauses hat.
@ Sachse:
Auslauf und Freiraum sind inzwischen in Deutschland das größte Problem.
Es genügt nicht, mit dem Tier einen täglichen Fahrradausflug an der Leine zu machen.
Auf hartem Boden (Asphalt oder Stein) geht das auf die Knochen und in die Gelenke des Tiers.
Die Folgen sind schnell sichtbar, weil das Tier seine Lebhaftigkeit verliert und weniger agil ist.
Und was die Maulkörbe betrifft, haben sie ebenfalls schlimme Folgen für die Psyche der Tiere.
Ein Tier benötigt den Freiauslauf - möglichst mit anderen Tieren.
Das spielerische Herumbalgen auf Parkwiesen oder in der freien Natur.
Ein Hund, der das nicht darf, der seine Kräfte nicht im Freien mit anderen Tieren messen kann,
genau dieser Hund wird bissig und "falsch".
Genau genommen hat er zu Hause, wenn er Leine und Maulkorb abgenommen bekommt, die Freiheit,
die er normalerweise draußen haben müsste. Nur soll er sie tunlichst hier nicht nutzen.
Wenn er nun -nur ansatzweise- die zu Hause bestehende Freiheit, ohne Maulkorb und Leine zu sein, ausnutzt,
dann wird es für den Halter oder für die Halterin zur Hölle.
Und so entstehen Agressionen zwischen Halter und Hund, die sich mit der Zeit aufstauen.
Ein Tier, dass instinktiv handelt und viel feinfühliger ist, als ein Mensch,
bewegt sich in einer solchen Entwicklung wie in einer Spirale aufgestauter Energien.
Energien, mit denen das Tier naturgemäß keine Möglichkeit hat, damit umzugehen.
.
#26
Geschrieben 03 April 2010 - 11:47
Je stärker das Umfeld, zu dem auch Du gehörst, Sachse,
sich von dem ehemals natürlichen Zusammenleben Mensch-Tier entfernt,
um so stärker erhöht sich auch das Gefährdungspotential für die Allgemeinheit.
Es ist ein Irrglaube, dass Leinen und Maulkörbe das Umfeld vor Tieren schützen, die auf den Straßen sind.
Das gilt wohl für den jeweiligen Moment, in dem sie schützen, aber allgemein steigt dadurch die Gefährdung.
Der größte Teil der Tiere ist seiner Instinkte beraubt, stoffwechselgeschädigt und neurotisch.
Die Verursacher sind nicht die Tiere, sondern die Gesellschaft, die deren Halter zur artfremden Haltung gängelt.
Denn alle Halter sind heute davon betroffen - also auch die, die ihr Tier ohne Gefährdungspotential halten würden,
die es auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen jedoch mit den jetzigen Regelungen nur noch unzureichend können.
Die Konsequenz wäre, die Haltung von Hunden in der Stadt zu verbieten
zum Schutz gequälter Tiere und zum Schutz Gesellschaft, deren Menschen die Tiere nicht mehr verstehen.
Das ist traurig, aber die Wahrheit.
Nebenbei bemerkt hat der Sachse natürlich recht, dass die Halter die Verantwortlichen sind.
Allerdings, Sachse, sollte man die Halter bei Verstößen, Unfällen oder Fahrlässigkeiten, strafrechtlich belangen.
Und zwar mit vielfach höheren Konsequenzen, als die, mit denen sie zur Zeit rechnen müssen (meist nur Geldstrafen).
Im Gegenzug müsste man das Anlegen von Leine und Maulkorb der jeweiligen Situation anpassen,
dessen Erfordernis einzuschätzen dem haftenden Halter zu obliegen hat.
Stimmt der Bezug zwischen Halter und Hund, entsteht eine unsichtbare Bande vom einen zum anderen.
Ein solches Verschmelzen der Aktionen und Reaktionen ersetzt nicht nur eine Leine,
sondern es ist der Garant für korrektes Verhalten im gesellschaftlichen Umfeld, je nachdem, wie das Tier abgerichtet ist.
In einer Gesellschaft mit Maulkorb- und Leinenzwang für die Tiere ist eine solche Stufe zu erreichen nicht möglich.
.
#27
Geschrieben 03 April 2010 - 12:02
Die paradoxe Folge unserer Gesetze:
Hundebesitzer geben ihre erworbenen Tiere nach kurzer Zeit wieder ab.
Häufiges Argument: Die Wohnung sei zu klein für das "große" Tier.
Dabei ist das Schwachsinn. Ob ein Hund 30 cm Schulterhöhe oder 80 cm Schulterhöhe hat,
die Größe der Wohnung ist (außer in der Zeit des Aufwachsens von Jungtieren) unerheblich.
Ein Tier, dass außerhalb der Wohnung artgerecht gehalten wird, passt sich in der Wohnung dem Menschen weitgehend an.
Ein Tier, dass durch mangelnden Auslauf und Freiraum neurotisch wird, ist hingegen nur noch ein Ärgernis.
Und wenn man ein solches spanisches Windspiel, einen Bodegan hatte, wie ich,
dann merkt man das beim Wechsel nach Deutschland auf eine erschreckende Weise:
Das Tier wird krank, psychisch und physisch.
Und das ist ein rapider Vorgang!
Aber gerade was solche schnellen Hunde (die Geschwindigkeiten zwischen 50 und 80 km/h laufen) betrifft...
...die sind auf einer Hunderennbahn am besten aufgehoben!
Und vor allem unter ihresgleichen, denn Windhunde sind Rudelhunde.
Sie benötigen freien Auslauf (ohne Maulkorb und ohne Leine) und die Möglichkeit zu hetzen.
Ohne Maulkorb im beisserischen Spiel mit ihren Artgenossen und auf dem Rennplatz hinter dem Hasenkadaver herjagend
haben diese Tiere es in jedem Fall besser, als bei einem einzelnen Halter in der Stadt,
der sie an Rennen nicht teilnehmen lässt und sich an die hierzulande verpflichtenden Gesetze hält.
Wenn ein Besitzer die Tiere nicht zwingt, an Rennen teilzunehmen, und nicht den Willen des Tiers bricht,
dann ist das meiner Erachtens keine Quälerei, sondern ein Paradies für diese Tiere.
Was das Hetzen betrifft, ist ist diese typische Eigenschaft in diese Rassen hineingezüchtet.
Ein solcher Hund muss bis zur Erschöpfung hetzen dürfen, dann lässt er sich auch auf kleinem Raum halten.
Es ist falsche Tierliebe, einen erschöpft zusammensackenden Greyhound am Ende eines Rennens als "gequält" zu bezeichnen.
Dass diese Tiere dann keine lange Lebenserwartung haben, ist Bestandteil des in sie hineingezüchteten Daseins.
Im Gegensatz zum Ausland, in dem ein Besitzer je nach Skrupel und nach Kontrollwillen der Gesetzgeber
ein Tier nur als "Geldbringer" ausnutzt, dopt und dann abschlachtet (durchschnittliche Lebenszeit drei Jahre),
gibt es in Deutschland und in Österreich meines Wissens nur Hobbyzüchter,
deren Tiere in eben auch kleineren Wohnungen ausgeglichene Lebensgefährten ihrer Besitzer sind.
.
#28
Geschrieben 03 April 2010 - 12:15
@ Müller15
Außerdem ist das ja nicht ganz richtig, was da über die Wetten gesagt wurde.
Z.Zt. sind Wetten nur in der Schweiz möglich, in Österreich und in Deutschland nicht.
Den Besuch eines Rennplatzes kann auch ich jedem nur empfehlen:
Ein unvergessliches Ereignis! (besonders, wenn die eigene Hündin mitläuft
Aus den Terminen im obigen Artikel sollte sich jeder einen ihm nahegelegenen Renntermin heraussuchen.
@ Sachse
Es lohnt sich auch für Dich, dahin zu gehen. Auch eine tolle Erfahrung für Dich, Sachse!
Vielleicht schaffst du Dir sogar einen Hund an - dann wirst Du 103 Jahre alt
So ein Hund hält Dich bis ins hohe Alter topp fit!
Und vor allem: kein anderer Hund wird Dich mehr beissen.
Bei dem Nachbesitzer gewann meine Ruffti sogar noch einige Rennen und lebte sechs -ich glaube sogar sieben- Jahre.
Für eine Rennhündin wurde sie damit "steinalt".
Nachtfalke.
.
Bearbeitet von Nachtfalke, 03 April 2010 - 12:18.
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