Cathrin sagte am 11 Feb 2010, 12:27:
Nehmts mir nicht übel. Aber nach über 200 Beiträgen weiss ich nun immer noch nicht, ab wann ein Plein nun zum avoriten wird. Vielleicht kann jeder man mal ganz kurz zusammenfassen, was für ihn "Favoritenstatus" heißt?
Das war doch wohl der Sinn, den der Verfasser in diesem Thread gesehen hat.
Interessant auch die Frage, ob die KGs sowas wie Favoriten kennen.
Cathrin
Hallo Cathrin,
auf Seite 258 des Buchs "Die Berechnung des Zufalls" von Kurt von Haller gibt es ein Buchungsformular - mit der Vorwarnung, daß es eventuell nicht mathematisch genau aufgestellt ist - für das Spielen auf Pleins.
Wenn man Permanenzen auf dieses Formular anwendet, kann man nacheinander ganz gut erkennen, was ein Favorit oder was die breite Masse von Zahlen ist. D.h. es ist klar erkennbar, welche Zahl im Vorlauf oder im Nachlauf ist. Zur Analyse einer vorhandenen Permanenz ist dieses Formular hervorragend geeignet. Man kann auch erkennen, ob die breite Masse an Zahlen fehlt oder aber sich die breite Masse zu oft gegenüber der im Formular vorgegebenene Soll-Verteilung (lässt sich mit Formeln berechnen) auftritt und damit die Favoriten in der Nachhut sind. Für die Analyse des Ist-Zustands kann man dieses Formular nutzen.
Aus dem Verlauf lässt sich aber nicht ableiten, wie die Zukunft aussieht. Es ist eigentlich wie bei der Martingale für ECs: Es gibt einen Ausgleich für alle Phänomene. Und es lässt sich nicht voraussagen, ob die hervorgeschossenen Favoritzahlen auch die Zukunft gestalten. Sie können stagnieren. Sie können zurückfallen. Und sie können sich entsprechend den Erwartungs-vorgaben des Formulars verhalten. Die Zukunft ist bei rein objektiver Beobachtung der Ereignisreihe ungewiss.
Wenn man nun auf die Idee kommt, vielleicht eine Gruppe von Favoritzahlen zusammenzu-fassen und auf diese zu setzen, erhöht sich auch der Einsatz gleichzeitig - mit anderen Worten es erhöht sich das Risikokapital, das zur Disposition steht. Und diese Situation verhält sich nach meinem Dafürhalten ähnlich einer Martingale, d.h. man stößt auf das Limit der Spielbank.
Es lässt sich mit Wenke - so über elektronisch erzeugte Zufallszahlen in einem anderen Forum - eigentlich nur sagen, dass der Satz auf Favoriten weniger verlustreich ist als der Satz auf Restanten. Letztere können teilweise sehr lange bei Pleins ausbleiben, was das verlorene Kapital in die Höhe treibt. Es ist auch nachvollziehbar, dass Favoriten öfter vorkommen als Restanten, da sie öfter ausgewechselt werden als Restanten. Die Restanten haben eine Tendenz zur Beharrlichkeit. Der Gegenspieler zu den Favoriten ist die breite Glockenkurve (Gauß), die aber immer wieder durch das Zweidrittel-Gesetz zusammengedrückt wird. So schwankt die Glockenkurve zwischen Steilheit und Breitheit, was dann zur Häufung von bzw. zur Minderung von Favoritenerscheinungen führt. Eine sehr breite Glockenkurve hat dementsprechend viele Restanten.
Aber um das Verhalten von Pleins zu beobachten und zu verstehen, ist das genannte Buchungsformular allemal geeignet - zumal man sich diese Erkenntnis Schritt für Schritt erarbeiten kann. Allerdings ergibt sich aus dem Verständnis, wie sich einzelne Zahlen in der Masse verhalten, keine Erkenntnis darüber, wie man das zukünftige Verhalten eben etwaiger neu auszuspielender Zahlen vorhersagen kann. Eine Strategie lässt sich meines Erachtens daraus nicht entwickeln, obwohl die Börse meint: "Der Trend is your friend." Was zu beweisen wäre!
Die von Kurt von Haller beschriebenen Favoritenphänomene sind aus der Zeit vor 1979, so dass die beabsichtigten Mitnahmeeffekte durch Kurt von Haller auf Kesselfehler und Wurfhand-verhaltensweisen beruhten.
Café
Bearbeitet von Café, 11 February 2010 - 20:15.