Die Progression funktioniert wie folgt:
Das Spiel beginnt mit dem Mindesteinsatz, z.B. 1 Stück, der bis zum ersten Gewinn beibehalten wird.
Nach dem Gewinn wird mit 2 Stücken weitergespielt bis zum ersten Verlust.
Nach einem Gewinn wird der Einsatz auf 3 Stücke erhöht. Nach einem Verlust wird weiter mit 3 Stücken bis zu einem Gewinn gespielt.
Nach einem Gewinn wird der Einsatz auf 4 Stücke erhöht usw.
Achtung:
Sobald im Laufe der Satzphase ein kleiner Gewinn entstanden bzw. der vorherige aufgelaufene Verlust getilgt worden ist, wird wieder mit 1 Stück von vorne begonnen usw.
Selbstverständlich erfordert diese Progression eine genaue Buchführung, damit man nicht den Zeitpunkt verpasst, an dem man die Verluste getilgt und einen kleinen Zwischengewinn realisiert hat.
Beispiel:
Sie verlieren zu Beginn sechs Mal, d.h. Sie haben sechs Mal 2 Stück verloren. Dann kommt der erste Gewinn, Sie erhöhen Ihren Einsatz auf 2 Stücke. Danach erhöhen Sie Ihren Einsatz auf 3 Stücke. Nach dem Gewinn der 3 Stücke haben Sie alle Verluste getilgt und stehen bei Null. Es wird neu begonnen.
Die Spieler, die "Oscar's Grind" anwenden, weisen darauf hin und begründen ihre Vorliebe für diese Progression damit, dass man mit 3 aufeinander folgenden Gewinnen 6 Verluste tilgen kann.
Dazu zwei Bemerkungen:
Die Feststellung ist richtig, aber sie hat nur Gültigkeit in einem frühen Stadium der Satzphase. Im späteren Verlauf - wenn sich ein Minussaldo angehäuft hat - kommt man nur noch auf Null oder ins Plus, wenn die Gewinne die Verluste übersteigen.
Aufgrund dieser Tatsache ist es empfehlenswert, diese Progression, die in Wirklichkeit eine Überlagerung darstellt, nur verkürzt zu verwenden, z.B. bis zu einem Höchstsatz von maximal 5 Stücken.
Wie bei anderen Satzsteigerungen auch, ist hier die Tilgungskraft am Anfang relativ stark, lässt aber immer weiter nach, je höher sich der Minussaldo aufbaut. Dieses Phänomen zeigt sich auch bei der d'Alembert-Progression. Es kann teilweise entschärft werden, indem man wie oben gesagt nur eine verkürzte Version mit einem vorher festgelegten Höchstsatz verwendet und dazu, wenn möglich, ein Differenzspiel einbaut, das in den meisten Fällen zur Reduzierung der Einsätze führt.
Es werden NIEMALS zwei Dutzende oder zwei Kolonnen gleichzeitig gespielt, auch wenn sie die Satzkriterien erfüllt haben. Möglich ist dagegen ein gleichzeitiges Spiel auf ein Dutzend UND eine Kolonne. Das bietet den Vorteil, dass Gewinne unter den beiden Chancen abgeglichen werden können und sich so eine Einsatzreduzierung ergibt.
gruss charly













